25. August 2015

CDU Altona: Fußgänger an Elbchaussee belasten Anwohner durch erhöhten CO2-Ausstoß und erheblichen Verkehrslärm

CDU Altona: Pedestrians at Elbchaussee pollute residents with carbon dioxide and noise


Bettelampel - © Stefan Warda

"Christliche" Autofahrerunion fordert die autogerechte Stadt

Die "christliche" Autofahrerpartei (CDU) in Hamburg-Altona möchte freie Fahrt für Autofahrer auf der Elbchaussee. Das ist nicht verwunderlich, liegt das doch ganz im Interesse der Autofahrer. Dazu hat sie einen Antrag in der Bezirksversammlung eingereicht. Die christliche Autofahrerunion in Altona fordert weniger Grünzeiten für Fußgänger an der Fußgängerbedarfsampel Rainvilleterrasse über die Elbchaussee, und somit mehr Grünzeiten für den Autoverkehr auf der Elbchaussee. Allerdings ist die Argumentation der Autofahrerpartei für die Einschränkung des Fußgängergrüns äußerst perfide. Denn Fußgänger, die die Straße sicher queren wollten, würden Fußgänger und Anwohner durch erhöhten CO2-Ausstoß und einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms belasten.

An der Elbchaussee/Höhe Rainvilleterrasse befindet sich eine Fußgängerlichtsignalanlage. Diese ermöglicht den Fußgängern das sichere und zügige Überqueren der Elbchaussee, um beispielsweise den Heinepark zu erreichen. Die Lichtsignalanlage wird stark frequentiert, was besonders in Stoßzeiten stadtauswärts zu massiven Rückstaus in der Palmaille sowie der Max-Brauer-Allee führt. Diese behindern nicht nur den Fahrzeugverkehr, sondern belasten Anwohner und Fußgänger durch den erhöhten CO2-Ausstoß sowie einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms in verstärktem Maße. Ursache hierfür ist aus unserer Sicht die zu kurz bemessene Grünphase für den Fahrzeugverkehr an dieser Lichtsignalanlage.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:
Die zuständige Behörde wird gemäß § 27 BezVG aufgefordert, die Grünphase für den Individualverkehr so zu verlängern, dass dieser auch während der Stoßzeiten abfließen kann, um die massiven Rückstaus und die damit einhergehende deutliche Zunahme von Lärm- und Schadstoffemissionen für Anwohner und Fußgänger zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Laut der Autofahrerunion würden sich Anwohner freuen, wenn keine lärmenden und abgasbelastenden Fußgänger mehr die Straße querten. Derweil bauen sich die Anwohner vermutlich einen Tunnel, um unter der Straße hindurchzukrabbeln.


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21. August 2015

"Radschnellweg" Ruhr: Plant die Stadt Mülheim eine Fußgängerpromenade auf der Radtrasse?

Radschnellweg Ruhr: Pedestrian zone along the fast bike way in Mülheim?


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Wuppertal, Nordbahntrasse - Kuhler Viadukt


Die Neue Ruhrzeitung veröffentlichte gestern Bilder der Planungsbüros, die sich mit der Gestaltung des Radschnellweg Ruhr im Stadtzentrum Mülheims beschäftigen. Eine Entwurfsskizze des Bochumer Planunsbüros wbp mutet eher wie eine Fußgängerpromenade als ein Radschnellweg an. Auf der Radwegtrasse sind nur Fußgänger zu sehen. Radler sind offenbar gar nicht eingeplant. Der Radschnellweg soll wohl eher zu einer Fußgängerflanierpromenade hoch über der Stadt werden, bei der sich Radler den Fußgängern unterzuordnen haben. Laut NRZ sei eine gemischte Verkehrsfläche für Radler und Fußgänger vorgesehen. Doch die Fördergelder sind für den Zweck eines Radschnellwegs vorgesehen. Ob der RVR mit den Gestaltungsspielereien der Stadt Mülheim mitspielen wird?


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19. August 2015

Ärger vorprogrammiert: Stadt Brühl weist Fußgängertunnel als Radroute aus

Trouble: City of Brühl guides cyclists through a pedestrian tunnel


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Utrecht: Tunnel für Radler und Fußgänger unter einer Bahnlinie hindurch

In Brühl regt sich Ärger wegen Radfahrer in einem Fußgängertunnel, der allerdings teil einer ausgewiesenen Radroute ist. Nach Umgestaltung des angrenzenden Balthasar-Neumann-Platzes sollen Radler mit Treppen im Verlauf der Tunnelrampe oder Drängelgitter von der Radroute vertrieben werden. Ein Anwohner zählte laut Kölner Stadtanzeiger 217 Radler innerhalb von drei Stunden auf der Radroute. Aber warum wird den Radlern im Verlauf der offenbar wichtigen Verbindung kein sinnvolles Angebot gemacht? In warum verschweigt der Kölner Stadtanzeiger die ausgewiesene Radroute? In den radfahrerfreundlichen Niederlanden werden Unterführungen im Verlauf von Radwegen so angelegt, dass es keinen Ärger zwischen Radlern und Fußgängern gibt. Im Autoland Deutschland sollen Radler sich je nach Belieben in Luft auflösen und bei Nichtbefolgung wird auf ihnen herumgehackt.


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Malmö: Tunnel für Rad- und Fußgängerverkehr


Wieso werden in Deutschland Radfahrer per Wegweisung durch Fußgängertunnel oder Fußgängertunnel geleitet ohne Hinweise, dass sie dort unerwünscht sind? Keine Stadt leitet den Autoverkehr durch ihre Fußgängerzonen in der Erwartung, dass die Fahrzeuglenker ihre Gefährte durch die Einkaufsreviere schieben. Solange Radler als Verkehrsteilnehmer nicht ernst genommen werden, müssen sich die Verantwortlichen nicht über Radler in Fußgängertunneln, Fußgängerzonen oder auf Gehwegen wundern.



Beispiele aus anderen autogerechten Städten Städten

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Hamburg: Im Verlauf der Velorouten 3 und 4 wurde der Radweg am Neuen Jungfernstieg zu einer Autofahrspur umgewandelt. Seitdem ist der verbliebene schmale Gehweg eine beliebte Route für Radler

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Hamburg: Im Verlauf der Luruper Hauptstraße wurden die Radwege an den Bushaltestellen unterbrochen. Radler werden von den Behörden auf die Möglichkeit der Fahrbbahnbenutzung verwiesen. Angesichts der hohen Autoverkehrsmenge und der rüden Fahrweise der deutschen Autofahrer ist das nicht für jeden Radfaher eine Alternative

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Kleve: Radrouten führen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße. Für Radler gilt Verbot der Einfahrt

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Kleve: Radrouten durch die Fußgängerzone. Radeln ist dort aber je nach Fahrtrichtung nur vom 1. April bis 30. November zwischen 20 und 8 Uhr erlaubt - im Schritttempo. Eine Umleitungsstrecke für die Sperrzeiten ist nicht ausgewiesen. Radfahrer sollten Kleve also möglichst nicht zwischen 8 und 20 Uhr aufsuchen, in den Monaten Dezember bis März natürlich gar nicht



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18. August 2015

Lünen: ADFC-Sprecher verteidigt neuen Gefährdungsstreifen in Dooringzone

German cycling advocate protects dangerous fake cycle lane in dooringzone
Aktualisiert um 12:22

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Sinnbild für einen in Deutschland üblichen Gefährdungsstreifen - Beispiel Lünen >>hier


Der ADFC in Lünen verteidigt die Anlage eines nicht brauchbaren "Schutzstreifens" unmittelbar in der Dooringzone neben legalen Plätzen für Stehzeuge. In der Waltroper Straße sollen Radler auf neuen Gefährdungsstreifen radeln. Laut den RN sei für ADFC-Sprecher Hans-Jürgen Heidenreich "alles an der Grenze des rechtlich Zulässigen". Mit der anlage des zu schmalen "Schutzstreifens" ohne sicherheitsabstand zu den Stehezuge "habe die Stadt gegen keine Bestimmung verstoßen", so der ADFC-Lobbyist.


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Deutscher Gefährdungsstreifen - Beispiel aus Herdecke / Ruhr


Tatsächlich können Radler den erforderlichen Sicherheitsheitsabstand von wenigstens einem Meter zu den Stehzeugen nur einhalten, wenn sie mindestens die Markierungslinie des "Schutzstreifens" zum Radeln wählen, besser aber noch links von der Markierungslinie radeln. Dadurch aber ist der Schutzstreifen überflüssig, wenn er nicht benutzt werden kann. Sicherlich fühlen sich manche Autofahrer durch Radler, die den Gefährdungsstreifen nicht benutzen, provoziert, und reagieren mit den in Deutschland üblichen "Erziehungsmethoden": Hupen, Drängeln, zu schmaler Seitenabstand beim Überholen, ggf. sogar Prügeleien. Dadurch hat der sog. "Schutzstreifen" oder Aggressionsstreifen sein Ziel vollkommen verfehlt.

Ein Schutzstreifen ist ein durch Zeichen 340 gekennzeichneter und zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild „Fahrräder" markierter Teil der Fahrbahn. Er kann innerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h markiert werden, wenn die Verkehrszusammensetzung eine Mitbenutzung des Schutzstreifens durch den Kraftfahrzeugverkehr nur in seltenen Fällen erfordert. Er muss so breit sein, dass er einschließlich des Sicherheitsraumes einen hinreichenden Bewegungsraum für den Radfahrer bietet. Der abzüglich Schutzstreifen verbleibende Fahrbahnteil muss so breit sein, dass sich zwei Personenkraftwagen gefahrlos begegnen können. Schutzstreifen sind in Kreisverkehren nicht zulässig. Zum Schutzstreifen vgl. Nummer II zu Zeichen 340; Randnummer 2 ff. [Auszug aus der VwV-StVO]

Übrigens scheinen dem Radelclub-Lobbyisten die Richtlinien nicht ganz bekannt zu sein. Die VwV-StVO verweist auf die ERA, in denen die in Lünen ausgeführte Form eines Gefährdungs- oder Aggressionsstreifens nicht empfohlen wird.

Hinsichtlich der Gestaltung von Radverkehrsanlagen wird auf die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in der jeweils gültigen Fassung hingewiesen.


Beispiel für einen ausgezeichneten Schutzstreifen aus Deutschland


http://hamburgize.blogspot.de/2013/07/deutscher-fahrradpreis-2013-geht-soest.html



Beispiel für einen sicheren "Schutzstreifen" aus Übersee




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14. August 2015

Redesign der missratenen "Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg soll im Oktober erfolgen

Renewal of fake cycle street should start in October

Aktualisiert um 12:10
© hamburgize.com / Stefan Warda
Veloroute 4, Harvestehuder Weg - Fakefahrradstraße


Der im Januar angekündigte Umbau der verplanten "Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg im Verlauf der Veloroute 4 soll nun im Oktober erfolgen.

Zwischenzeitlich schaltete die Behörde ein Onlinebeteiligungportal und holte ein Gutachten ein. Die Verkehrsbehörde will nun zwei Forderungen der Radfahrer erfüllen: Der alte Radweg im Alstervorland soll weitgehend erhalten bleiben, eine Forderung von Eltern und anderen Radlern, so das Abendblatt. Die Parktaschen auf der Fahrradstraße, die zu Staus und Slalomfahrten führen, sollen entfernt werden. Das Gutachten stellte fest, dass die häufigsten Konflikte auf der Fakefahrradstraße aus dem Überholen von Radfahrern mit zu geringem Seitenabstand und Misschtung des Radfahrervorrangs resultierten.


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Veloroute 4, Harvestehuder Weg - FahrradAutostraße

Am 2. Oktober sollen die Pläne für die zweite Version der Fahrradstraße am Harvestehuder Weg vorgestellt werden. Offenbar sollen die Parkstände auf der Fahrradstraße nicht ganz verschwinden, denn die Neuordnung des Parkens soll mit neuen Markierungen mit einem Kostenaufwand von 1.000 bis 5.000 Euro verwirklicht werden. Die Grünanlagen sind für Markierungen eher ungeeignet.


Harvestehuder Weg vor dem Umbau zur Fakefahrradstraße

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Harvestehuder Weg mit durchgehend zwei Fahrspuren

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Harvestehuder Weg hatte vor dem Umbau durchgehend zwei Fahrspuren. Platz für Stehzeuge gab es auf den Nebenflächen



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