![]() |
| Bettelampel - © Stefan Warda |
"Christliche" Autofahrerunion fordert die autogerechte Stadt
Die "christliche" Autofahrerpartei (CDU) in Hamburg-Altona möchte freie Fahrt für Autofahrer auf der Elbchaussee. Das ist nicht verwunderlich, liegt das doch ganz im Interesse der Autofahrer. Dazu hat sie einen Antrag in der Bezirksversammlung eingereicht. Die christliche Autofahrerunion in Altona fordert weniger Grünzeiten für Fußgänger an der Fußgängerbedarfsampel Rainvilleterrasse über die Elbchaussee, und somit mehr Grünzeiten für den Autoverkehr auf der Elbchaussee. Allerdings ist die Argumentation der Autofahrerpartei für die Einschränkung des Fußgängergrüns äußerst perfide. Denn Fußgänger, die die Straße sicher queren wollten, würden Fußgänger und Anwohner durch erhöhten CO2-Ausstoß und einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms belasten.An der Elbchaussee/Höhe Rainvilleterrasse befindet sich eine Fußgängerlichtsignalanlage. Diese ermöglicht den Fußgängern das sichere und zügige Überqueren der Elbchaussee, um beispielsweise den Heinepark zu erreichen. Die Lichtsignalanlage wird stark frequentiert, was besonders in Stoßzeiten stadtauswärts zu massiven Rückstaus in der Palmaille sowie der Max-Brauer-Allee führt. Diese behindern nicht nur den Fahrzeugverkehr, sondern belasten Anwohner und Fußgänger durch den erhöhten CO2-Ausstoß sowie einer erheblichen Zunahme des Verkehrslärms in verstärktem Maße. Ursache hierfür ist aus unserer Sicht die zu kurz bemessene Grünphase für den Fahrzeugverkehr an dieser Lichtsignalanlage.
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:Die zuständige Behörde wird gemäß § 27 BezVG aufgefordert, die Grünphase für den Individualverkehr so zu verlängern, dass dieser auch während der Stoßzeiten abfließen kann, um die massiven Rückstaus und die damit einhergehende deutliche Zunahme von Lärm- und Schadstoffemissionen für Anwohner und Fußgänger zu vermeiden bzw. zu reduzieren.
Laut der Autofahrerunion würden sich Anwohner freuen, wenn keine lärmenden und abgasbelastenden Fußgänger mehr die Straße querten. Derweil bauen sich die Anwohner vermutlich einen Tunnel, um unter der Straße hindurchzukrabbeln.
Mehr . . . / More . . . :
- Wiesendamm: CDU macht sich für Kampfparker stark
- Hamburger können nicht mehr mit dem Auto zum Briefeinwurf fahren
- CDU gegen Radfahrstreifen in der Grindelallee - Abschied von der Radverkehrsstrategie
- Aufstand der Autolobby: Papenhuder Straße soll Schutzstreifen erhalten
- Radverkehr in Hamburg: Kommt jetzt der große Wurf?














