1. Februar 2020

Hamburg: Aufhebung des Verkehrsversuchs "Ottensen macht Platz" am kommenden Montag

Aktualisiert um 18:36 Uhr
Große Rainstraße, Verkehrsversuch Ottensen macht Platz: Das Ende des Verkehrsversuchs ist spürbar, die Parkplätze (durch Lieferverkehr?) schon wieder gut belegt - © Stefan Warda


Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts zum noch andauernden Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" will das Bezirksamt Altona das ursprüngliche Vekehrsregime wieder herstellen. Ab folgendem Montag 18.00 Uhr soll die Fußgängerzone aufgehoben sein und der allgemeine Autoverkehr wieder durch das jetzige Verkehrsversuchsgebiet rollen.

Anlieger aus dem Verkehrsversuchsgebiet waren vor dem Verwaltungsgericht mit ihren Eilanträgen gegen die temporäre Fußgängerzone erfolgreich. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sei die probeweise Einrichtung der Fußgängerzone mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig, weil es für die hiermit verbundenen Eingriffe in die Rechte der Anlieger keine tragfähige gesetzliche Grundlage gäbe. Gemäß StVO könnten Verkehrsbeschränkungen zu Erprobungs- und Forschungszwecken bisher nur bei Vorliegen einer qualifizierten Gefahrenlage für Personen oder Sachgüter angeordnet werden. Eine solche Gefahrenlage liege im Projektgebiet aber nicht vor. Das Verwaltungsgericht vermag auch nicht zu erkennen, dass ein vorzeitiges Ende der voraussichtlich rechtswidrigen Erprobungsmaßnahme unerträgliche Erschwernisse zur Folge hätte oder eine Evaluation des bisherigen Projekts unmöglich machen würde. 

Bis zum Montag, dem 03. Februar 2020, 18:00 Uhr, sollen laut Bezirksamt die im Rahmen des Verkehrsversuchs aufgestellten Verkehrszeichen gelten und seien bis dahin auch zu beachten.

Ab Montag, dem 03. Februar 2020, 18:00 Uhr, sollen dann wieder die ursprünglich vor dem Beginn des Verkehrsversuchs “Ottensen macht Platz“ vorhandenen Verkehrszeichen gelten. Damit sollen die zuvor geltenden Verkehrsregelungen im Projektgebiet unverändert wiederhergestellt werden. Die Wiederherstellung soll folgende Straßenabschnitte betreffen:

•    Erzbergerstraße zwischen Stangestraße und Bahrenfelder Straße
•    Bahrenfelder Straße von Klausstraße / Eulenstraße bis Kleine Rainstraße
•    Ottenser Hauptstraße von Bahrenfelder Straße bis Mottenburger Straße
•    Große Rainstraße von Ottenser Hauptstraße bis Kleine Rainstraße
•    Beetsweg

Damit sollen gleichzeitig auch die im Rahmen des Verkehrsversuchs “Ottensen macht Platz“ eingerichteten Zufahrtsregeln für die genannten Straßenabschnitte entfallen.


Große Rainstraße, Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Die im Rahmen des Verkehrsversuchs aufgestellten Elemente zur Straßenmöblierung sollen vorerst in vorhandene Parkbuchten verschoben und in der Folgezeit sukzessive entfernt werden.

Die Bezirksversammliuung Altona will am 20. Februar 2020 - unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Evaluierung des Verkehrsversuchs “Ottensen macht Platz“ - über das weitere Vorgehen entscheiden.


Bahrenfelder Straße, Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda

Ottenser Hauptstraße, Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda

Ottenser Hauptstraße, Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Die Evaluationsergebnisse sollen vom 11. bis 21. Februar in den Zeisehallen ausgestellt werden. Am 15. Februar soll eine öffentliche Veranstaltung zum dann abgeschlossenen Verkehrsversuch in der FABRIK (10.30 bis 13.30 Uhr, Einlass ab 10.00 Uhr, Barnerstraße 36) stattfinden. Im Rahmen der geplanten Veranstaltung sollen die Evaluationsergebnisse durch die TUHH vorgestellt werden. Anschließend soll eine Podiumsdiskussion mit Vetretern aus Politik, Verwaltung, Initiativen und Experten folgen.


Mehr . . . :
.

28. Januar 2020

Hamburg: Schwerer Rückschlag für Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz"

Hamburg: Successful against pedestrian zone in Ottensen

Aktualisiert um 15:08 Uhr
© Stefan Warda


Der Verkehrsversuch Ottensen macht Platz scheint gescheitert. Ein Anlieger in der temporären Fußgängerzone war vor dem Verwaltungsgericht mit einer Widerspruch erfolgreich. Das Gericht stellt fest, dass die Anordnung der Fußgängerzone höchstwahrscheinlich rechtswidrig sei.

Die probeweise Einrichtung der Fußgängerzone ist mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig, weil es für die hiermit verbundenen Eingriffe in Anliegerrechte keine tragfähige gesetzliche Grundlage gibt.


Bahrenfelder Straße: Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sei die probeweise Einrichtung der Fußgängerzone mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig, weil es für die hiermit verbundenen Eingriffe in die Rechte der Anlieger keine tragfähige gesetzliche Grundlage gäbe. Gemäß Straßenverkehrs-Ordnung können Verkehrsbeschränkungen zu Erprobungs- und Forschungszwecken bisher nur bei Vorliegen einer qualifizierten Gefahrenlage für Personen oder Sachgüter angeordnet werden. Eine solche Gefahrenlage liege im Projektgebiet aber nicht vor. Das Verwaltungsgericht vermag auch nicht zu erkennen, dass ein vorzeitiges Ende der voraussichtlich rechtswidrigen Erprobungsmaßnahme unerträgliche Erschwernisse zur Folge hätte oder eine Evaluation des bisherigen Projekts unmöglich machen würde. 

 
Ottenser Hauptstraße: Verkehrsversuch "Ottensen macht Platz" - © Stefan Warda


Die Verkehrszeichen werden somit abgeräumt werden, der Verkehrsversuch vorzeítig beendet werden müssen.
 
Gegen die Entscheidung kann die Freie und Hansestadt Hamburg Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben.


Mehr . . . / More . . . :
.

24. Januar 2020

Hamburg: Neuer Anlauf zur "Fahrradstadt"

Hamburg: New approach to a city of cyclists


Kopenhagen: Breiter asphaltierter echter Radweg  - © Stefan Warda


Hamburgs Grüne versprechen zur bevorstehenden Bürgerschaftswahl weitaus ehrgeizigere Ziele als zu Anfang der letzten Legislaturperiode.


Kopenhagen: sichere Radverkehrsführung an Kreuzungen - © Stefan Warda

Hinwendung zu einer menschengrechten Stadt

  • MIV-Anteil auf 20 Prozent reduzieren
  • Stehzeuge: Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung auf ganz Hamburg

Kopenhagen: Breiter asphaltierter echter Radweg - © Stefan Warda


Ziel Vision Zero: Null Verkehrstote

  • Umbau von Kreuzungen 
  • Trixispiegel
  • Sichere Radverkehrsführungen an Baustellen


Bisheriger Hamburger Radwegebau - © Stefan Warda

Entwicklung zur "Fahrradstadt"

  • Steigerung des Radverkehrsanteils auf 25 Prozent
  • Velorouten fertigstellen
  • 100 Kilometer neue oder erneuerte Radverkehrsanlagen je Jahr
  • Protected Bike Lanes
  • Abkehr vom Betonsteinpflaster bei baulichen Radwegen hin zu komfortableren Oberflächenmaterialien
  • Ausbau Bike&Ride-Angebot
  • Ausbau des StadtRAD-Systems
  • Innerhalb des Ring 2 Priorität für Fuß- und Radverkehr bei Umbau von Nebenstraßen
  • Weiterentwicklung der Radverkehrsstrategie mit regelmäßigen Evaluationsberichten


Mehr . . . . / More . . . :
.

20. Januar 2020

Hamburg-Harburg: Grüne fordern Radverkehrsanlagen für Winsener Straße

Hamburg: Better cycling along Winsener Straße?


Winsener Straße - © Stefan Warda


Nach einem Bericht des Abendblatts fordern die Grünen im Bezirk Harburg eine radverkehrsfreudlichere Umgestaltung der Winsener Straße. Die Winsener Straße ist (im Abschnitt Hannoversche Straße / Reeseberg bis Jägerstraße) eine der ganz wenigen Hauptverkehrsstraßen der "Fahrradstasdt" Hamburg ohne jegliche Radverkehrsinfrastruktur. Die Grünen schlagen eine Reduzierung der Fahrspuren vor: die mittlere von zukünftig nur noch drei Spuren solle dem Linksabbiegeverkehr dienen. Dadurch könnten beidseitig Radspuren markiert werden.


Winsener Straße - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

19. Januar 2020

Wie lange soll das noch so weitergehen?

How long should this go on?

Wendemuthstraße / Rüterstraße, Ghostbike - © Stefan Warda


Wendemuthstraße / Rüterstraße, Ghostbike - © Stefan Warda

Wendemuthstraße / Rüterstraße, Ghostbike - © Stefan Warda

Rüterstraße / Wendemuthstraße, 13.01.2020: Verkehrsunfall mit tödlich verletztem Fahrradfahrer in Hamburg-Wandsbek / Getöter Radfahrer: Gedenken mit "Ghostbike" und "Die-in" / 76-Jähriger Radfahrer in Hamburg von Müllauto überrollt / Müllwagen erfasst Radfahrer in Wandsbek / Lkw überfährt Radfahrer in Wandsbek / Tödlicher Abbiegeunfall: Lkw überfährt Radfahrer in Wandsbek / Radfahrer stirbt bei Abbiegeunfall / Müllwagen überfährt Radfahrer / Radfahrer stirbt bei Unfall in Wandsbek / Radfahrer beim Abbiegen getötet: Müllwagenfahrer vor Gericht / Radfahrer wird von Müllwagen überrollt und stirbt: 24-Jähriger vor Gericht / Radfahrer beim Abbiegen überrollt: Müllwagenfahrer vor Gericht / Müllwagen überfährt Radfahrer in Wandsbek: Prozess beginnt / Radfahrer beim Abbiegen überrollt: Prozess startet / Radler in Hamburg beim Abbiegen überrollt: Müllwagenfahrer verurteilt / Müllwagen überfahrt Radfahrer in Wandsbek: Urteil verkündet [€] / Lkw-Fahrer fährt Radler in Hamburg tot: So hoch ist die Geldstrafe / Radfahrer beim Abbiegen überrollt: Müllwagenfahrer verurteilt /


Mehr . . . / More . . . :
.