23. Oktober 2012

Wildwest in Harburger Innenstadt - HAN-Volontärin als Geisterradlerin

Wildwest in Harburg City - Newspaper-volunteer as ghostly cyclist

hamburgize.com / Stefan Warda
Aufregend für Kinder: Die gelben Linien in Harburgs Fußgängerzone


Baustellen auch in Harburgs Innenstadt: Am Krummholzberg, Teil der Ringstraße rund um die Fußgängerzone, wird ein Haus abgerissen, um Platz für einen Neubau zu machen. Daher ist eine Straßenhälfte gesperrt, der Fahrzeugverkehr wird dort nur noch in eine Richtung im Einbahnstraßenverkehr auf die Wilstorfer Straße hin geführt. Da am Krummholzberg keine Radwege vorhanden sind fahren Radfahrer ohnehin immer im Mischverkehr auf der Fahrbahn, selbstverständlich auch während der Bauphase. In Gegenrichtung muss der Autoverkehr die andere Richtung der Ringstraße über den Harburger Ring nehmen. Für Radfahrer wurde ein zusätzlicher Service eingerichtet. Um den großen Umweg abzukürzen wurde für sie ein provisorischer Radweg in der Lüneburger Straße, der Hauptfußgängerzone in der Harburger Innenstadt, und der Bremer Straße eingerichtet. Auf dem Radweg können Radfahrer parallel zum Krummholzberg entgegen der Einbahnstraßenrichtung fahren. Und der Radweg ist auch nur ein Einrichtungsradweg, eben ausschließlich in Richtung Norden zur Bremer Straße. Wie schon erwähnt können Radfahrer in Richtung Süden uneingeschränkt weiterhin den Krummholzberg befahren, wie auch vor Beginn der Baumaßnahme.


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Baustelle Krummholzberg: Radfahren dürfen hier wie sonst auch weiterhin auf der Fahrbahn fahren

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Baustelle Krummholzberg: Gehwegradeln war allerdings hier nicht erlaubt

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Baustelle Krummholzberg: Gehwegradeln war allerdings hier nicht erlaubt

Zwar erfordert die Fahrt auf dem Radweg durch die Fußgängerzone besondere Aufmerksamkeit und viel Rücksicht auf Fußgänger, auch mangelt es an deutlicher Markierung. Aber dieser Radweg als Abkürzung um die Baustelle herum ist lediglich ein zusätzlicher besonderer Service für Radfahrer, den die ebenso von der Baustelle betroffenen Autofahrer nicht geniessen.

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Baustelle Krummholzberg: Weder für Autofahrer noch für Radfahrer geht es hier durch

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Als Service hat die Straßenverkehrsbehörde das Radeln durch die Fußgängerzone Lüneburger Straße erlaubt

 Schon letzte Woche beschrieb die Harburger Lokalpresse den in der Lüneburger Straße in der Fußgängerzone abmarierten Radweg als Hamburgs verrücktesten Radweg. Diese Woche machte nun Volontärin Bettina Biester ihren Praxistest "Wildwest in der City" als Geisterradlerin. Sie fuhr auf dem schmalen Radweg entgegen der Fahrtrichtung durch die Fußgängerzone. Bravo. Vermutlich ist Frau Biester eine der Hamburger Radfahrerinnen, die auch sonst überall zu jeder Gelegenheit jeglichen Radweg in beide Richtungen in Wildwest-Manier befährt, wie es ihr gerade so beliebt. Nur solche Radwege, die für den Gegenverkehr mit den entsprechenden Verkehrszeichen freigegeben sind, dürfen auf der linken Seite befahren werden. Und der Harburger Fußgängerzonenradweg ist von der Bremer Reihe / Bremer Straße aus nicht als Radweg freigegeben.  


hamburgize.com / Stefan Warda


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Frau Biester hat vielleicht bislang das besondere Flair der anderen vor allem benutzungspflichtigen "Radwege" entlang der Straßen im Umfeld der Lüneburger Straße nicht wahrgenommen oder verdrängt. "Wildwest" gibt es dort auch, und so steht der neue Radweg in der Fußgängerzone eigentlich vollkommen in der Tradition der Harburger City-Radwege.


"Wildwest" in Harburg

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Benutzungspflichtiger "Radweg"

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Benutzungspflichtiger "Radweg"

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Benutzungspflichtiger "Radweg"

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22. Oktober 2012

StadtRAD und Call-a-Bike fallen aus

StadtRAD and Call-a-Bike not in service

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Die DB Rent GmbH  als Betreiber von StadtRad Hamburg hat mitgeteilt, dass am 24.10.2012 zwischen 7 und 9 Uhr Wartungsarbeiten an der Infrastruktur des IT-Systems durchgeführt werden müssen. Dadurch kommt es zu einem Systemausfall des Fahrradleihsystems. Betroffen sind alle StadtRad-Stationen und auch bundesweit alle Call a Bike Standorte.

Wie fahrradfreundlich ist Hamburg?

How cycle friendly is Hamburg?

hamburgize.com / Stefan Warda


Große Presserunde bei Hamburg 1 gestern abend. Axel Tiedemann (Hamburger Abendblatt), Till Steffen (Grüne), Dirk Lau (ADFC) und Gernot Knödler (taz) diskutieren mit Moderatorin Vanessa Seifert über die Radverkehrspolitik in der Autostadt Hamburg.

"Das ist kein Fahrradweg, das ist eine Katastrophe.

(Axel Tiedemann zum "Radweg" entlang der offiziellen Veloroute 12, also einem Hamburger Premium-Radweg, bei den Landungsbrücken)

"Es stört den Senat nicht, wenn die Leute Fahrrad fahren, aber er kümmert sich auch nicht drum.
(Till Steffen zur Radverkehrspolitik des Senats)

"Ich glaub das ist wirklich einer dieser Kardinalfehler dieser Stadt. Es heißt 1.700 Kilometer sei das Radwegenetz. Das ist ja ein Witz. Dann nehme ich die Feldwege und sage mein Autobahnnetz ist größer geworden.
(Axel Tiedemann zu Hamburgs schmalen "Radwegen")

"Man darf ja nicht irgendwas gegen Autofahrer machen, das ist ja immer ganz schlimm."
(Till Steffen über die mutlose Verkehrspolitik)

"Insgesamt ist die Politik momentan ein kleiner Totalausfall.
(Dirk Lau zur Radverkehrspolitik)

"Es ist enttäuschend, dass die SPD so mauert.
(Gernot Knödler)

"Wir haben eine extrem zersplitterte Verwaltungslandschaft, wo bei selbst wunderbarstem Willen und klaren Projekten im Bezirk dann zum Beispiel die Polizei sagt: Das sehen wir gar nicht ein. Warum? Und verstehen wir nicht. Da brauchen wir dringend eine Zusammenführung der Zuständigkeiten im Verkehrsbereich.
(Till Steffen)

"Wieso muss ich bei der Kreuzung immer doppelt solange warten wie mit dem Auto?"
(Gernot Knödler erklärt Motivation für Regelverstöße)
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17. Oktober 2012

Ramsauer in der Kritik - Radverkehrspolitik aus Architektensicht

Ramsauer in the crossfire - Cycle policy viewed by architects

hamburgize.com / Stefan Warda
"Kampfradlerin" in München - wer aber fährt schon gern im Bereich der Autotüren?


Ablenker am Steuer. Zum derzeitigen Stand der Radverkehrsförderung in Deutschland haben sich Architekten aktuell Gedanken gemacht. Wo einerseits Kampfrasen durch ein neues Punkte-System begünstigt wird, andererseits aber verstärkt "Kampfradler" zur Brust genommen werden sollen, ein relativ schwafeliger nationaler Radverkehrsplan beschlossen wird, gleichzeitig aber die Mittel des Bundes zur Radverkehrsförderung zukünftig halbiert werden sollen und die Last der Förderung die Kommunen schultern sollen, da wäre es dringend nötig statt billiger Polemik sich dem stetigen Wandel bei der Verkehrsmittelwahl zu stellen.

Auf vermeintliche Kampfradler zu schimpfen ist dagegen nur ein hilfloser Offenbarungseid.

Ein Artikel von Christian Holl in german-architects. Lesenswert.

hamburgize.com / Stefan Warda
"Kampfgeher" und "Kampfparker" in Hamburg - ein Werk der Rüpelplaner

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Wir sind Verkehr

We are traffic



We are traffic: So lautet das Projekt der Fotografen Björn Lexius und Till Gläser. Die beiden haben Menschen in Hamburg und ihre Fahrräder gekonnt portraitiert. Mit ihren Bildern wollen die Fotografen auf charmante Weise auf das Fahrrad als Transportmittel in Hamburg aufmerksam machen. Mit diesen Bildprojekt gewinnen die beiden sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit, was bestimmt auch dem ganz besonderen Hamburger Fahrradklima helfen wird. Wir sind Verkehr.





Danke an Björn und Till
© We are traffic