17. November 2011

Fixie-Kultur in Paris auf ARTE-TV

Arte TV with fixies in Paris


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16. November 2011

Fahrradfreundliches Hamburg - Radfahren jetzt auf dem Hamburger Dom erlaubt

Cycle-friendly Hamburg - Cycling now allowed at Hamburg funfair

Familienfreundlich: Radfahren jetzt auch auf dem Hamburger Dom erlaubt
 
Hamburg ist um eine Attraktion reicher und lässt  die anderen Fahrradmetropolen alt aussehen: Radfahren ist jetzt auch auf dem Hamburger Dom erlaubt. Weder das Oktoberfest in München noch der Bremer Freimarkt oder der Tivoli in Kopenhagen können da mithalten. Eine gute Idee: Darüber werden sich sicherlich Familien freuen, die nun sicher und bequem die Attraktionen des Winterdomes auf dem weitläufigen Heiligengeistfeld erkunden können und fernab von den Gefahren des Autoverkehrs gemeinsam und nebeneinander Radeln können. Schließlich bietet Hamburg nur sehr, sehr wenige Möglichkeiten mit Kindern gemeinsam nebeneinander zu radeln. Die berühmten Hamburger Radwege sind dafür ja bekanntlich alle zu schmal. Und ohne störenden Autoverkehr radelt es sich auf den breiten Domwegen entlang der Geisterbahnen, Zuckerwattebuden, Achterbahnen und anderen Attraktionen besonders gut für die Kleinen. So mögen die Beweggründe für die Einrichtung des neuen Radlparadieses gewesen sein.

Fahrradparadies Hamburger Dom

Übrigens: Mittwochs ist Familientag auf dem Dom. Da gibt es besonders verlockende Ermäßigungen bei den Fahrgeschäften für die Kleinen. Ein Grund mehr heute mit den Kindern per Rad zum Dom zu kommen. Ein Grund mehr sich gemeinsam mit den Kleinen bei der Kälte zu bewegen und sie nicht vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen zu lassen.


Domvergnügen mit dem Rad

Wintervergnügen: Fitnessrunden mit dem Rad auf dem Heiligengeistfeld

Auch Senioren fühlen sich sicher mit dem Rad auf dem Dom

Für den einen mag der Dombesuch mit dem Rad eine Attraktion sein, andere Radfahrer mögen dagegen weniger begeistert sein auf dem Weg von der Arbeit nach Hause einen Umweg über den Dom zu fahren. Schließlich hat man es da eilig und möchte nicht zwischen den vollen Gassen zwischen den Buden sich hindurchschläneln müssen.


Winterlicher "Radlspaß" auf dem Hamburger Dom

Doch wer diese Tage am Millerntor vorbeikommt auf dem Weg von der Innenstadt nach St. Pauli der findet an der Budapester Straße keinen anderen Weg als den über den Dom. Der Radweg am Rand des Heiligengeistfelds ist gesperrt, als Ausweichstrecke sollen Radfahrer über den Dom fahren.

Innovative Hamburger Baustelle: Als Kompensation für die Radwegsperrung dürfen Radfahrer über den Dom cruisen
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15. November 2011

Skandalös: Verkehrsstaatsrat Rieckhof distanziert sich von Hamburgs Radverkehrsstrategie

Scandalously: Counselor for transport Rieckhof does not feel obligated to target of cycling strategy for Hamburg

Überlastete, veraltete Radwege in Hamburg


Andreas Rieckhof, Staatsrat für Verkehr bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, distanzierte sich gestern abend bei einer Veranstaltung der Patriotischen Gesellschaft von der Radverkehrsstrategie für Hamburg. Die Radverkehrsstrategie von 2007/2008 legt für das Jahr 2015 als Ziel einen Radverkehrsanteil in Hamburg von 18% fest. Rieckhof stellte diesen Wert dagegen infrage. Auf die Frage, ob Hamburgs neue Landesregierung das Erreichen der Ziele der Radverkehrsstrategie im laufenden Haushalt von 2011 bis 2015 berücksichtige und die Kritik des Rechnungshofs beherzige, wich er aus. Er könne die Hamburger nicht zwingen Rad zu fahren. Er selbst zweifle an der Zielzahl, so Rieckhof bei der Veranstaltung "Hamburg - Fahrradstadt der Zukunft?". Ausserdem könne Hamburg nicht mit anderen Städten wie Freiburg oder München verglichen werden, da Hamburg einen Hafen habe und dieser ein für den Wirtschaftsverkehr vorrangiges Verkehrsnetz in der gesamten Stadt erfordere.

Hintergrund: Die Radverkehrsstrategie für Hamburg wurde vom Fahrradforum entwickelt, einem Gremium aus Experten von Behörden und Verbänden, bei dem u.a. auch Vertreter aller Bürgerschaftsfraktionen beteiligt waren - auch von der SPD, die nun die Landesregierung stellt. Im Herbst 2007 wurde die Radverkehrsstrategie in der Bürgerschaft von allen Fraktionen der Bürgerschaft beschlossen, auch mit den Stimmen der SPD. Der Rechnungshof Hamburg hatte gerügt, dass die Radverkehrsförderung nicht im Haushalt Berücksichtigung finde.

In seinem Jahresbericht 2010 schrieb der Rechnungshof: "Wenn die Ziele der Radverkehrsstrategie des Senats erreicht werden sollen, sind Prioritäten mit finanziell und zeitlich detaillierten Umsetzungsplänen festzulegen."

Fazit: Die jetzige Landesregierung verfolgt demnach laut Verkehrsstaatsrat Rieckhof offensichtlich nicht mehr das oberste Ziel der Radverkehrsstrategie, den Radverkehrsanteil zu verdoppeln. Die Radverkehrsstrategie ist wohl doch nur ein zahmer Papiertiger zum Vorzeigen bei Umwelthauptstadtanlässen und anderen "Öko-Events", wie sogenannte "Klimaschutzwochen".


Mehr zu Radverkehrsstrategie / More about cycle strategy:

Senat startet neues Fahrradverkehrssystem - hamburg1video
Neun Prozent aller Verkehrsteilnehmer in Hamburg sind Fahrradfahrer - zu wenig, meint der Senat. Bis 2015 soll sich die Anzahl der Radler verdoppeln...


[via]

    5. November 2011

    Die neue Radverkehrsstrategie ist da

    The new cycle strategy is published

    Neue Radverkehrsstrategie nimmt Rücksicht auf mehr Radverkehr
    New cycle strategy takes care about more cyclists

    Die neue Radverkehrsstrategie 2011-2025 ist auf den Weg gebracht. Sie stellt sich den sich laufend verändernden Anforderungen an einen modernen Radverkehr und schreibt die bisherige Radverkehrspolitik fort. Die Radverkehrsstrategie setzt durchaus wieder Massstäbe für andere Kommunen, für die die Messlatte wieder ein wenig höher gelegt wurde. Neben neuen bzw. erweiterten Zielen sind diesmal auch einzelne Massnahmen konkret benannt.

    Radfahren soll für noch mehr Menschen als bisher zum einfachsten und schnellsten Verkehrsmittel werden. Dies soll mit zwei Prinzipien - Priorität und Innovation - umgesetzt werden.

    48% der Radfahrer sagen, dass das Rad für sie das einfachste und schnellste Verkehrsmittel ist. Um mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen ist es entscheidend, dass die Fahrzeit mit dem Fahrrad wettbewerbsfähig mit anderen Verkehrsmitteln ist. Viele kleine Staus, Umleitungen, und die Unmöglichkeit andere Radfahrer zu überholen erhöhen die Reisezeit erheblich.  

    Priorität: Die stark belasteten Radwege sollen ausgebaut werden, damit Radfahrer sich auf diesen Radwegen demnächst noch sicherer fühlen und diese den unterschiedlichen Bedürfnissen und indiviuellen Fahrgeschwindigkeiten der Radfahrer gerecht werden. Der Radverkehrs soll insgesamt schneller werden, um gegenüber den anderen Verkehrsträgern bezüglich der Reisezeit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

    PLUSNETZ: Bis 2025 sollen 80% der Radwege auf drei Fahrspuren verbreitert werden, also je Straßenseite sollen auf den Radwegen drei Radfahrer nebeneinander Platz haben. Radfahrer sollen ungestört nebeneinander fahren und sich dabei unterhalten können, ohne nachfolgende schnellere Radfahrer zu behindern.


    CARGOBIKES: 17% aller Familien besitzen ein Cargobike. Diese werden in erster Linie zum Transport der Kinder und zum Einkauf genutzt und sind oft ein unmittelbarer Ersatz für ein Auto. Bis 2025 soll es ausreichend Abstellmöglichkeiten für Cargobikes in Wohnvierteln, bei  Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie vor Geschäften geben. Dabei wird mit den Wohnungsbaugesellschaften, Bauträgern und Eigentümern zusammengearbeitet.

    FAHRRADVERLEIHSYSTEM: Ein ganz neues Fahrradverleihsystem wird 2013 starten und tariflich in das ÖV-System integriert. 

    ZÜGIG: Durch den Ausbau überlasteter Strecken und neuer Verbindungen wird die Reisezeit im Radverkehr bis 2025 um 15% gesenkt. Weitere Grüne-Welle-Strecken werden eingerichtet. Kontaktschleifen registrieren die Anzahl der Radfahrer und geben entsprechend grünes Licht an den Ampeln. 2012-2013 wird das Konzept "Grüne Welle 2.0" begonnen.

    SICHER: 2025 werden sich 90% der Radfahrer im Straßenverkehr sicher fühlen. Sowohl Junge als auch Alte fühlen sich sicher mit dem Rad. Es ist ein ganz normaler Anblick, dass Eltern mit ihren kindern nebeneinader fahren und während der Hauptverkehrszeit mehr Radfahrer nebeneinander fahren und sich dabei unterhalten. Die Infrastruktur bietet ausreichend Raum, dass man mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren kann.

    "Die tun was" - Bau zahlreicher neuer ausgezeichneter Radwege, die die Bezeichung "Radwege" tatsächlich verdienen
    Constructing new excellent cycle tracks


    "Von einer guten zur weltbesten Fahrradstadt"
    "From good to world´s best cycle city"



    Kurze Geschichte: Klaus Bondam, früherer Bürgermeister von Kopenhagen, stellte bei der Velo-city 2007 in München als Ziel vor, dass im Jahre 2015 50% der Kopenhagen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Ausbildung das Fahrrad benutzen werden.
    Bondam 2007 zur Copenhagen Vision 2015:

    "Our vision 2015 carries 4 themes:
    • To become the world´s best city for cyclists
    • To become the centre for the world´s climate policy
    • To become a green and blue capital city
    • To become a clean and healthy major city"
    Diese Ziele wurden noch feiner differenziert. Für den Radverkehr:

    "Goals for 2015:
    • In Copenhagen at least 50% of people will go to their work place or educational institution by bike
    • The number of seriously injured cyclists will drop by more than half compared to taday
    • At least 80% of Copenhagen cyclists will feel safe and secure in traffic" 
    "Weltbeste Fahrradstadt"
    "World´s best cycle city"


    Radverkehrsstrategien / Cycle strategies:


    Mehr . . . / More . . .
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    1. November 2011

    Stadtreinigung hat neue Winterdienstfahrzeuge für Radwege angeschafft

    Hamburg Sanitation got new vehicles for winter service on cycle tracks

    Radfahren kann auch im Winter Spaß machen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen wie in Kopenhagen
    Cycling can be fun even in winter, if basic conditions are fulfilled like in Copenhagen

    Hamburgs Radfahrer können auf einen besseren Fahrradwinter hoffen. Laut NDR hat die Stadtreinigung die Zahl der kleinen Räumfahrzeuge erhöht. Auf den Pressefotos sind die kleinen Räumfahrzeuge mit Bürsten ausgestattet, wie sie z.B. auch die Stadt Kopenhagen für ihren vorbildlichen Winterdienst einsetzt. Theoretisch könnten nun auch Hamburgs Radwege wie in Kopenhagen geräumt und gebürstet werden, wenn die Stadt es wollte. Zum Winterdienst sollen "180 Streukilometer auf einem ausgewähltem Netz von Radwegen" gehören, so die Stadtreinigung. 60 spezielle, kleinere Einsatzfahrzeuge hat die SRH für fünf Monate angemietet, die u. a. auch auf den Radwegen eingesetzt werden sollen.

    Räumen und Bürsten und Salzen sind das Geheimnis eines effektiven Winterdienstes auf Radwegen

    Kopenhagen hat schon seit vielen Jahren Erfahrungen im Winterdienst auf Radwegen gesammelt. Dort sind die Winter länger und kälter als in Hamburg und es fallen nicht selten enorme Schneemengen an, dennoch fahren im Winter dort mehr Radfahrer als in Hamburg während des Sommers. In Kopenhagen werden zunächst die Radwege geräumt, anschließend die Fahrbahnen. Damit soll gewährleistet sein, dass Radfahrer, denen der Schnee mehr zu schaffen macht als den Autofahrern, im Winter nicht auf Autos umsteigen und die Straßen heillos verstopfen. Kopenhagens Radwege werden geräumt und anschließend gebürstet, damit die Radwege auch wirklich frei von Schnee sind und dort kein Matsch zu Eis gefrieren kann. Somit bleiben die Radwege dort trocken und eisfrei. Außerdem ist online abrufbar, wann Kopenhagens Radwege ihre letzte Salzung erhalten haben und welche Boden- und Lufttemperaturen für das Radwegenetz vorliegen.

    Perfekt geräumter Radweg in Kopenhagen
    Perfectly cleared cycle track in Copenhagen

    Der Umwelthauptstadt käme es gut zu stehen, wenn auch im Winter Radverkehr selbstverständlich wäre. Deutschlands bestes Fahrradverleihsystem nützt den Hamburgern im Winter wenig, wenn die Rahmenbedingungen dann einfach nicht stimmen.


    Snow Removal on Copenhagen's Bike Lanes from Copenhagenize on Vimeo.

    [via] Kombinierter Einsatz von Schneeräumern und Schneebürsten auf Kopenhagens Radwegen / Combining snowplougher and snowsweeper on Copenhagen cycle tracks


    The Snow Slinger of Copenhagen from Copenhagenize on Vimeo.

    [via] Selbst bei großen Schneemengen ist die Stadt Kopenhagen bemüht die Radwege freizuhalten, damit der Radverkehr ganzjährig funktioniert


    Mehr zum Fahrradwinter in Hamburg / More about cycle winter in Hamburg:
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