6. Juli 2011

StadtRAD-Stationsgebiet wird ausgedehnt

StadtRAD system will be extended

StadtRAD in Hamburg


Das StadtRAD-System wächst. Kürzlich wurden neu in Betrieb genommen die folgenden Stationen:
  • Universität / Allende-Platz
  • Ifflandstraße / Alsterschwimmhalle
  • U-Bahnhof Lutterothstraße / Methfesselstraße
  • U-Bahnhof Osterstraße / Heußweg
  • Eppendorfer Weg / Hoheluftchaussee
  • U-Bahnhof Borgweg / Stadtpark
  • Osakaallee / Überseeallee (City Nord)
Damit sind insgesamt 79 Stationen in Betrieb. Elf weitere Stationen sind im Bau bzw. der Baubeginn steht unmittelbar bevor. In Kürze werden die Stationen an den U- Bahnhöfen Dehnhaide und Ritterstraße in Betrieb gehen.
Für das zweite Quartal 2011 liegen neue Zahlen vor. Danach hat StadtRAD Hamburg inzwischen 100.000 angemeldete Kunden. Seit April kamen monatlich durchschnittlich 6.700 Kunden hinzu. An Spitzentagen werden bis zu 6,4 Entleihen pro Rad pro Tag verzeichnet. Das bedeutet steigende Nutzungszahlen. Hintergrund zu den weiter wachsenden Nutzer- und Nutzungszahlen ist u.a., dass mit der Funktechnik seit März 2011 Entleihe und Rückgabe weiter vereinfacht wurden. Die Entleihe dauert inzwischen weniger als eine Minute. Das StadtRAD kann jetzt auch an den Stationen zurückgegeben werden, an denen alle Poller bereits besetzt sind. Mit diesen Zahlen bleibt StadtRAD Hamburg das weitaus erfolgreichste Fahrradleihsystem in Deutschland.


StadtRAD system grows. Recently the following stations have been put into service:
  • Universität / Allende-Platz
  • Ifflandstraße / Alsterschwimmhalle
  • U-station Lutterothstraße / Methfesselstraße
  • U-station Osterstraße / Heußweg
  • Eppendorfer Weg / Hoheluftchaussee
  • U-station Borgweg / Stadtpark
  • Osakaallee / Überseeallee (City Nord)
A total of 79 station are in operation now. Eleven other stations are under construction or the start of construction is imminent. Soon, the stations at the underground stations Dehnhaide and Ritterstraße will go in service. 
StadtRAD has new statistics for the second quarter of 2011. StadtRAD Hamburg now has 100,000 registered customers. Since April, monthly 6,700 customers were added in average. On peak days up to 6.4 borrows per cycle per day are listed. This means increasing usage figures. Background to the growing numbers of usage and users, among other things, that borrowing and return has been simplified since March 2011 with the wireless technology. Borrowing a bike takes now less than a minute. 

With these numbers StadtRAD Hamburg remains the most successful bike rental system in Germany.

29. Juni 2011

Die neue Radlust - Stilvoll radelnd die Stadt erobern

The new radlust - Conquer the city cycling stylish

Bei Stilrad in München werden Fahrräder anders als bislang gewohnt präsentiert
Stilrad in München hat eine für einen Fahrradladen ungewöhnliche Adresse. Hinter dem Kaufhaus Oberpollinger, in unmittelbarer Nähe eines BMW-Showrooms präsentiert stilrad seine Fahrräder wie Ausstellungsstücke - kein vollgestellter dunkler Laden mit Reihen von dicht aneinander gestellten Fahrrädern. Michael Vogt von stilrad in der WELT: „Wir müssen das Rad sexy machen, nur dann steigen die Leute vom Auto aufs Rad um und erzwingen eine neue Infrastruktur.“ Warum sollte z.B. Porschefahrern nicht ein adäquates Zweirad angeboten werden in einem entsprechenden Rahmen. Das Konzept von stilrad scheint aufzugehen. Schon gibt es Filialen in Berlin und Zürich, und in Hamburg versucht ein neuer Fahrradladen das stilrad-Konzept nachzuahmen.

Cargobike mit Regionalbezug, für das Münchener Kindl

Doch Michael Vogt von stilrad will mehr als nur schicke Fahrräder verkaufen. Er verkauft mit seinen Rädern auch ein Lebensgefühl. Passend für die Münchner zugeschnitten bietet stilrad das Familienrad für den Münchner Nachwuchs an, für das Münchener Kindl. Für Freunde der Radlhauptstadt gibt es in der passenden Farbe und dem Logo der erfolgreichen Kampagne ein kostengünstiges klassiches Cityrad. Stilrad setzte auch bei der Radl&Fashion-Show Akzente mit schönen Rädern. Das Fahrrad auf dem Laufsteg, München setzt ganz neue Massstäbe für den Radverkehr in Deutschland.

Das Radlhauptstadtrad









Mehr:

23. Juni 2011

Stadtteil-Fahrradkultur

District bicycle culture

Fahrräder im Tor zum Bauspielplatz Schanzenviertel
Bicycles as part of the gate to Bauspielplatz Schanzenviertel
Früh übt sich: Neben Hütten bauen, Lagerfeuer machen, Spielen, Kochen, mit Holz arbeiten, im Garten mitarbeiten, im Hühnerstall helfen, neue Freunde finden können Mädchen und Jungen im Bauspielplatz Schanzenviertel auch Fahrräder reparieren.

In addition to build huts, games, cooking, campfire, wood work, participating in the garden, help in the henhouse, finding new friends, girls and boys at Bauspielplatz Schanzenviertel also can repair their bicycles.

14. Juni 2011

Fahrradsternfahrt 2011 - auch ohne "autofreien" Sonntag

Star Ride 2011 - even without "car-free" Sunday


Der "autofreie" Sonntag fällt aus, die Fahrradsternfahrt nicht. Im Jahr der "Umwelthauptstadt" erwarten die Veranstalter mehr als 10.000 Radfahrer zur Sternfahrt am 19. Juni. Höhepunkt ist wie immer die Fahrt über die Köhlbrandbrücke, die ansonsten für den Radverkehr gesperrt ist.

Rückblick
Fahrradsternfahrt 2010 

Tipps
Wer nicht immer die gleiche Route fahren möchte hat am Sonntag noch die Auswahl:
Köln, Kölner Fahrrad-Sternfahrt
Paris, La Convergence

13. Juni 2011

Visionen

Visions

"Ab auf die Fahrbahn!": Der ADFC möchte, dass Hamburgs Radfahrer in Zukunft nur noch auf der Fahrbahn fahren - © Stefan Warda
"Onto the road!": The German Cyclist Federation (ADFC) wants that Hamburg´s cyclists will ride only on the road in future.
Der ADFC hat einen Traum vom zukünftigen Stadtverkehr. Es wird dann keine Radwege mehr geben und auch keine Radfahrstreifen. Radfahrer und Autofahrer werden sich in Hamburg dann friedlich die Fahrbahnen teilen - einfach so.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) fordert die Einführung von mehr Fahrradstreifen in der Stadt. "Das ist eine Art weiche Übergangslösung", sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Dirk Lau. Langfristiges Ziel müsse es sein, dass ein "Mischverkehr" auf den Straßenfahrbahnen normal sei, was zudem die kostengünstigere Art sei, den Radverkehr zu fördern. Lau: "Fahrräder sind Fahrzeuge wie Pkws auch und können auf der Straße schon jetzt meist genauso benutzt werden." Viele Verkehrsteilnehmer wüssten nicht um diesen Umstand, sagt Lau. "Selbst wenn ein Radweg parallel zur Straße verläuft, können Radfahrer die Straße nutzen. Nur bei blauen Radfahrschildern gebe es eine Benutzungspflicht - die allerdings nur bei besonderen Gefahrenlagen und der Einhaltung von Mindestbreiten angeordnet werden kann. Lau: "In Hamburg müssen deshalb immer mehr blaue Schilder abmontiert werden, weil die Radwege nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen." (Hamburger Abendblatt am 6. Mai 2011)
The German Cyclist Federation (ADFC) has a dream of future urban transport. There will be no cycle tracks and cycle lanes. Cyclists and motorists will share the roadways then peacefully in Hamburg - just like that.
Kopenhagen ohne und mit Radweg: Wo fahren die Radfahrer hier wohl lieber? - © Stefan Warda
Copenhagen without and with cycle track. What do cyclists really prefer?

© Stefan Warda


Kopenhagen ohne und mit Radweg: Mit Radweg geht es ganz eindeutig viel flotter für die Radfahrer. Lieber ADFC, willst Du tatsächlich alle Radwege und Radfahrstreifen abschaffen? - © Stefan Warda
Copenhagen without and with cycle path: For cyclists it is much more convenient with cycle path. Dear ADFC, do you really want to abolish all cycle tracks and cycle lanes?

Während in Dänemark und den Niederlanden, den Ländern mit dem höchstem Radverkehrsanteil in Europa, weiterhin neue zusätzliche Radverkehrsanlagen gebaut werden, sieht der ADFC Hamburg den Mischverkehr mit den Kfz als Ideal für den zukünftigen Radverkehr. Unverständnis gab es schon unter den Leserkommentaren im Hamburger Abendblatt.

Zwar hinkt Hamburg mit der Verbesserung und Anpassung seiner Infrastruktur für den Radverkehr weit hinter der derzeitigen Zunahme beim Radverkehr zurück, wie dies auch in vielen anderen deutschen Großstädten der Fall ist, dennoch sind für einen Teil der Radfahrer die Fahrbahnen wenig einladend und für Autofahrer kaum eine Werbung, um auf den Fahrradsattel umzusteigen. In manchen Hamburger Straßen sind die Radwege schon jetzt zu schmal für die Menge der dort fahrenden Radfahrer. Ein Teil der Radfahrer weicht allerdings auf Fahrbahnen aus, aber bei schmalen benutzungspflichtigen Radwegen fahren die Radfahrer in der Hauptverkehrszeit zweireihig: Die einen auf dem Radweg, die anderen parallel auf dem Gehweg, zum Ärger der Fußgänger (Bilder dazu unter: Wir sind Hamburg, Osterradeln in der "Umwelthauptstadt"). Ohnehin fahren immer noch die meisten Hamburger Radfahrer auf den Gehwegen - neben den Radwegen, weil die meisten Radwege unbrauchbar sind (Bilder dazu unter: Green City: Hamburg becomes European Green Capital, Radverkehrsstrategie: Grüne Welle für Deutschlands Radfahrer, Nach der Wahl: Wohin geht Hamburgs Radverkehr?, Easy parking at Chile House quarter: New bike racks for downtown Hamburg, Hamburg thaws - "cleared" cycle tracks become visible after weeks, Umwelthauptstatdt Hamburg - Today Hamburg got the award "European Green Capital" in Brussels, New gift for cyclists - Cycling on sidewalks now allowed).


Der ADFC geht für seine Vision am Mittwoch auf die Straße unter dem Motto "Ab auf die Straße!":

ADFC-Demonstration "Ab auf die Straße!", Mittwoch 15. Juni, 18 Uhr, S-Bahnhof Sternschanze

Mehr zur ADFC-Aktion . . .
Neue Wege für Hamburgs Radfahrer (Hamburger Abendblatt, 12.05.2011)
Hamburg testet neue Wege für Radfahrer (Hamburger Abendblatt, 06.05.2011)