16. September 2012

Unerfreulich: Weniger Radweg in Hamburg

Unpleasant: Less cycle track in Hamburg

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Hier war einmal ein Radweg


Kaum zu glauben: An der Stresemannstraße wurde ein Radweg gekappt. Dort müssen Radfahrer sich nun mit Fußgängern auf dem verbliebenen Gehweg arrangieren. Für eine zusätzliche Autofahrspur an der Kreuzung mit der Holstenstraße / Kieler Straße wurden stadtauswärts Radweg und Parkstreifen aufgelöst. Wird zukünftig die angrenzende Brache bebaut wird es erhebliche Konflikte mit Fußgängern geben. Für die geplante Verdoppelung des Radverkehrs in Hamburg ist diese Lösung der vollkommen falsche Weg.


 Stresemannstraße: Weniger Radweg für mehr Autoverkehr

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Stresemannstraße: Der frühere Hamburger Standard-"Radweg"

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Stresemannstraße: Nach der Radwegausbesserung vor wenigen Jahren

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Stresemannstraße: Seit 2012 nur noch gemeinsamer Geh- und Radweg

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Strese / Kieler Straße: Kreuzung vor einigen Jahren mit altem "Radweg"

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Strse / Kieler Straße: Kreuzung vor wenigen Jahren nach der Radwegausbesserung

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Strese / Kieler Straße: Kreuzung 2012 nach Radwegentfernung

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Strese / Kieler Straße: Radwegentfernung 2012

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Neue Konfliktstrecke: Alle warnen vor "Kampfradlern" und Aggression im Straßenverkehr - hier sind die "Rüpelplaner" am Werk gewesen und haben eine unnötige Konfliktstelle gebaut. Radfahrer gegen Fußgänger und Fußgänger gegen Radfahrer - an anderen Stellen verfolgt die Polizei Gehwegradler und warnt vor Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern auf Gehwegen, aber hier müssen Radfahrer nun auf dem Gehweg fahren


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Programmvorschau: ARD zeigt heute "Kampfzone Verkehr"



 Heute um 17 Uhr zeigt die ARD in der Sendung "W wie Wissen" einen Beitrag zum Thema "Kampfzone Verkehr".


14. September 2012

Lösungen zu Parkplatzproblemen: Fahrradhäuschenstellplatz leichter finden

Find a free place in a cycle shelter

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Ein neues Serviceangebot der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation vereinfacht die Suche nach einem Stellplatz in einem der zahlreichen Hamburger Fahrradhäuschen.

Teures Fahrrad und keine sichere Stellmöglichkeit im Haus vorhanden? Angesichts des Diebstahlrisikos in Hamburg könnte ein Stellplatz in einem der Hamburger Fahrradhäuschen eine gute Alternative sein. Doch wer kein eigenes Fahrradhäuschen bei seinem zuständigen Bezirksamt beantragen und anschaffen möchte, weil er sich dann zwangsläufig um die Weitervermittlung der restlichen der insgesamt zwölf Stellplätze kümmern muss, der kann nun über einen Ansprechpartner bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation an den zuständigen Verwalter eines Fahrradhäuschens in der Nähe vermittelt werden, der noch über einen freien Stellplatz verfügt. So bräuchte nur die Ablösesumme für einen Platz bezahlt werden und der Aufwand für die Beantragung entfällt.   

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"Die Idee des Fahrradhäuschens überzeugt Sie, aber Sie wollen nicht selbst ein neues Fahrradhäuschen aufstellen lassen? Wenn Sie  einen Platz in einem bereits vorhandenen Fahrradhäuschen bekommen wollen, melden Sie sich mit Ihren Kontaktdaten (Telefon, Mail, Anschrift) bei der unten genannten Adresse, am einfachsten per Mail. Geben Sie an, welches oder welche Fahrradhäuschen für Sie in Frage kommt (Straße und Hausnummer).
Wo uns bekannt ist, dass ein Platz frei ist, sind die Standorte in der Karte der Standorte grün eingetragen. Wenn Sie einen freien Platz in dem von Ihnen verwalteten Fahrradhäuschen haben, melden Sie dies bitte mit Adresse an unten genannte Mailadresse, dann wird der entsprechende Punkt dann auch grün gefärbt.
Wir schicken  Ihre Anfrage weiter an den Verwalter, und dieser wird sich bei Ihnen melden, wenn in dem betreffenden Fahrradhäuschen ein Platz frei ist. Was Sie dann zahlen müssen, wird zweiseitig zwischen Ihnen ausgehandelt. Als Faustwert für eine Abstandszahlung sind etwa 250,00 € zu betrachten, die der Vornutzer zu zahlen hatte, minus eines angemessenen Abschreibungswertes (z.B. 10 % pro Jahr) für die bereits erfolgte Nutzungszeit seit Aufstellung des Häuschens.
Vier Fahrradhäuschen im Bezirk Hamburg-Nord werden durch den Verkehrsclub Deutschland verwaltet. Ob und wo Platz (NUR in diesen vier Häuschen) frei ist, erfahren Sie auf den Webseiten des VCD."(Stadt Hamburg)

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Nach erst zwanzig Jahren seit Erfindung des Hamburger Fahrrdhäuschen gibt es nun eine zentrale Stelle, die die Suche nach einem Fahrradhäuschenstellplatz unterstützt. Viel zu spät hat die Stadt nun reagiert. Seit Jahren schon gibt es sogar verwahrloste und aufgegebene Fahrradhäuschen, in dem vorübergehend Obdachlose Unterschlupf fanden. Wer weiß schon, wie viele freie Plätze es in den zahlreichen Abstellhäuschen sonst noch gibt. Angesichts des Fahrradbooms in Hamburg und dem Interesse an hochwertigen Rädern braucht es mehr sichere Abstellmögichkeiten für Fahrräder, eine einfachere Vermittlung der Fahrradhäuschenstellplätze, und eine Vereinfachung des Aufstellverfahrens neuer Häuschen ist ohnehin angeraten.

Nicht Hamburg, sondern Dortmund heimste eine Auszeichnung für die Idee des Fahrradhäuschen ein. 2006 würde der VCD Dortmund mit dem deutschen Fahrradpreis - best for bike - ausgezeichnet. Der VCD tritt in Dortmund als alleiniger Vermittler und Ansprechpartner zwischen der Stadt Dortmund und den interessierten Bürgern auf und erleichtert so Bürgern wie auch der Stadt das Genehmigungsverfahren.

Das Fahrradhäuschenkonzept funktioniert leider nur für einspurige Räder. Mittlerweile gibt es jedoch viele weitere Fahrradtypen, die verschiedene Bedürfnisse abdecken und damit auch immer mehr ein Auto in der Stadt ersetzen können. Für Lastenfahrräder oder Fahrradanhänger gibt es leider keine geeigneten Unterstellmöglichkeiten, wenn nicht eine Garage oder ein ebenerdiger und breiten Zugang zu einem Fahrradkeller vorhanden sind. Als Vorbild könnte da die Kopenhagener Cargobike-Garage dienen, die vier Lastenfahrräder beherbergen kann.


"Kopenhagener Fahrradhäuschen"


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Fakten
Das Hamburger Fahrradhäuschen zählt neben dem Fahrradverleihsystem StadtRAD zu den Hamburger Radverkehrs-Vorzeigeprojekten. Seit rund zwanzig Jahren prägen die etwa 350 Fahrradhäuschen das Stadtbild, vor allem in den Altbauqurtieren von Altona, Eimsbüttel und Nord. Zwölf Fahrräder finden in der Regel in einem Fahrradhäuschen Platz. Die Fahrradhäuschen müssen bei den Bezirksämtern beantragt werden. Die sieben Hamburger Bezirke entscheiden recht unterschiedlich wohlwollend über die Vergabe. Unter der Regierungskoaltion CDU-FDP-SCHILL ab 2001 wurde versucht die Fahrradhäuschen zurückzudrängen und Neuanträge nicht mehr zu bewilligen. Auch in den letzten Jahren noch wurden neue Fahrradhäuschen im öffentlichen Raum im Bezirk Nord abgelehnt, weil sie den "Parkdruck" erhöhen würden, wenn Autostellplätze entfallen sollten. Ein Häuschen kostet etwas 5.500 Euro und wird mit bis zu 50% vom Bezirksamt bezuschusst. Die restliche Summe müssen die Nutzer übernehmen und auf sich verteilen.


Ich bin zwölf Parkplätze

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13. September 2012

"Eey, kannste nicht aufpassen?"

"Hey, can´t you watch out?"



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Es gibt Momente, die möchten wir beim Rad fahren eigentlich gar nicht erleben. Oft hören wir dann Sätze wie: "Was soll das!?" oder auch "Eey, kannste nicht aufpassen?" oder gar unangenehme F...-Wörter, die uns hastig zugerufen werden.

Leider ist Geisterradeln weiterhin sehr beliebt in Hamburg. Leider fahren viele Geisterradler ohne jegliche Fairness und haben absolut kein Unrechtsbewusstsein.





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7. September 2012

Trotz miserabler Radwege: Hamburger steigen um auf´s Fahrrad

Despite miserable cycle tracks: Hamburger get on the bike

NDR-Aktion

Hamburgs Radverkehr nimmt deutlich zu, der Autoverkehr nimmt dagegen ab. Seit 2000 habe die Zahl der Radfahrer an den Zählstellen der Behörde um etwa die Hälfte zugenommen. Seit 1990 sei der gesamtstädtische Kraftfahrzeugverkehr um sechs Prozent zurückgegangen, der Lkw-Verkehr sogar um fünfzehn Prozent, berichtet die WELT. Demgegenüber sollen die Investitionsmittel für den Radverkehrsausbau um zwanzig Prozent zurückgefahren werden, und von den bisherigen Posten für den Radverkehr seien nicht einmal alle Mittel ausgegeben worden. Wos ist das Problem?

"Eine mutige Politik würde auch auf Kosten des Autoverkehrs gehen."

Trotz der erheblichen Zunahme des Radverkehrs sieht der Senat das Radfahren nicht als Schwerpunkt an. Das Straßennetz wird weiterhin in erster Linie an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausgerichtet, zu einer größeren Umgestaltung der Straßenräume ist die Landesregierung noch nicht bereit. Das große der Netz der unbenutzbaren "Radwege" bleibt derzeit noch unberücksichtigt, ein erster Fortschritt ist lediglich die offizielle Aufhebung der Benutzungspflicht weiterer "Radweg"-Abschnitte. Doch realistisch betrachtet genügt die Aufhebung der Benutzungspflicht unbenutzbarer "Radwege" nicht. Diese müssten entweder konsequent gesperrt werden, wie es in Berlin üblich ist, oder aber sofort durch breite Radfahrstreifen ersetzt werden. Ansonsten fahren Hamburgs Radfahrer leider weiterhin neben den unbenutzbaren nicht mehr benutzungspflichtigen "Radwegen" auf den Gehwegen - zum Ärger der Fußgänger. Es fehlt ganz offensichtlich der Mut. Ein Mitarbeiter der Verkehrsbehörde zur WELT: "Unserer Behörde und dem Senat ist durchaus bewusst, dass die Radwege nicht dem Stand entsprechen, wie sie eigentlich sein sollten. Manche Leute in der Politik und der Verwaltung haben die Chance noch nicht erkannt, die der Radverkehr mit sich bringt. Eine mutige Politik würde auch auf Kosten des Autoverkehrs gehen."


Hier fahren Radfahrer weiterhin mehrheitlich auf Gehwegen und nicht auf der Fahrbahn

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Nicht mehr benutzungspflichtiger aber unbenutzbarer "Radweg" in der Osterstraße. Seit Jahrzehnten kommt keine Planung für bessere Rad- und Gehwegen zustande, weil Parkplätze wegfallen müssten

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Nicht mehr benutzungspflichtiger aber unbenutzbarer "Radweg" in der Hammer Straße. Das Kampfparken ist nicht erlaubt

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Nicht mehr benutzungspflichtiger, aber unbenutzbarer "Radweg" unter Kampfparker in der Bundesstraße

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An dieser Stelle nicht mehr benutzungspflichtiger, aber unbenutzbarer "Radweg" am Eppendorfer Baum



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