4. Februar 2018

Hamburg: Meiendorfer Straße wird umgebaut

Hamburg: Redesign for Meiendorfer Straße
Aktualisiert am 05.02.2018

Meiendorfer Straße 81, Ausbauende stadteinwärts - © Stefan Warda


Am kommenden Dienstag sollen die Umbauarbeiten in der Meiendorfer Straße im Teilabschnitt Wildgansstraße - Berner Straße / Oldenfelder Steig beginnen. Die Baustelle soll vorraussichtlich bis November andauern. Mit der geplanten Baumaßnahme soll die Grundinstandsetzung der Meiendorfer Straße abgeschlossen werden.

Geh- und Radwege, Bushaltetellen und Fahrbahn sollen unter Berücksichtigung des alten Baumbestandes an die heutigen Anforderungen angepasst werden.


Meiendorfer Straße, Wildgansstraße: Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 45, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 75, Gehwegbenutzungspflicht: Wenig Platz für die gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 33-25, Gehwegbenutzungspflicht: Radfahrer und Fußgänger sollen sich im Dooringbereich bewegen - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 33-25, Gehwegbenutzungspflicht - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 33-25, Gehwegbenutzungspflicht: Bei länger andauernder feuchter Witterung Matschpiste statt Gehweg - © Stefan Warda


Der bislang schon ausgebaute Teil der Meiendorfer Straße endet stadteinwärts kurz vor der Kreuzung mit der Wildgansstraße. Dort endet der neu eingerichtete benutzungspflichtoge Hochbordradweg. Anschließend ist für Radfahrer das Radeln auf einer Grand- und Schlammpiste vorgesehen, die sie sich mit Stehzeugen und Fußgänger teilen sollen. Das Aufstellen der Stehzeuge auf dem Gehweg, der für Radfahrer überwiegend benutzungspflichtg ist, ist nicht überall erlaubt. Zuweilen wird der Gehweg - vor allem vor Geschäften - in voller Breite mehrreihig illegal mit Stehzeugen blockiert, sodass für den Verkehrsfluss von Radfahrern und Fußgängern nichts überig bleibt. Ob dieses selbstverliebte und gefährdende Fehlverhalten zukünftig mit der Einrichtung der geplanten Hochbordradwege unterbleiben wird, ist äußerst fraglich. Wenn nicht dauerhaft Wildparker kontrolliert und abgeschleppt werden, wird auch weiterhin die Nebenfläche von Wildparkern besetzt werden.


Meiendorfer Straße 12, Wildparker auf dem Gehweg- © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 32-34, Wildparker blockieren den benutzungspflichtigem Gehweg - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 32-34, Wildparker blockieren den benutzungspflichtigem Gehweg vor einem Geschäft - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 32-34, Wildparker blockieren den benutzungspflichtigem Gehweg vor einem Geschäft - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 32-34, Wildparker blockieren den benutzungspflichtigem Gehweg - © Stefan Warda


Die Einrichtung regelkonformer Radverkehrsanlagen in der Meiendorfer Staße hat sich sehr, sehr lange hingezogen. Nahezu auf gesamter Länge gab es seit der sogenannten StVO-Novelle von 1997 erbärmliche gemeinsame Geh- und Radwege, die bis heute erlaubt oder unerlaubt von Stehzeugen mitgenutzt werden. Die Restflächen zwischen Stehzeugen und Grundstückseinfriedungen erlaubten und erlauben teilweise bis heute nicht einen ausreichenden Sicherheitsabstand, um dem Dooring vorzubeugen oder gleichzeitig auch noch entgegenkommenden Fußgängern auszuweichen. Mit dem von Ole von Beust geführten Senat (CDU) wurde Tempo 60 auf der Meiendorfer Straße eingeführt. Die Straßenverkehrsbehörden verweigerten daraufhin die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht wegen der angeblich besonderen Gefahrenlage durch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Zehn Jahre später, im Jahr 2011, wurde unter dem von Olaf Scholz geführten Senat (SPD) das Tempolimit wieder auf 50 km/h begrenzt. Das Fahrbahnradeln ist bis heute nur in wenigen Teilabschnitten vorgeschrieben.


Meiendorfer Straße 39 im Jahr 2007 mit Tempo 60 - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße 39 im Jahr 2012 ohne Tempo 60 - © Stefan Warda

Meiendorfer Straße, Beginn des Ausbauabschnitt in Richtung Nordosten (stadtauswärts) - © Stefan Warda


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1. Februar 2018

Neues Schema für den Pressespiegel

New design for news review




Die im Januar testweise eingeführte neue Aufteilung des Pressespiegels wird zunächst bestehen bleiben. Laut einer Umfrage befürworten nahezu zwei Drittel der Abstimmenden das neue Schema. Etwa ein Drittel empfinden das neue Design dagegen verwirrender.

Der Pressepiegel wird daher fortan für jeden Kalendertag in drei Rubriken aufgeteilt: "Hamburg", "Regionen" und "Überregional". Die Kennzeichung der NEU eingestellten Verweise wird auch weiterhin beibehalten.

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31. Januar 2018

Frankfurt: Austellung "FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt" geplant

Frankfurt: Cycling infrastructure in museum


Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda

Das Deutsche Architekturmuseum plant eine interessante Ausstellung zur Rolle der Fahrradinfrastruktur als Baustein der Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung. Die Ausstellung, die am 20. April eröffnet werden soll, soll zeigen, wie eine Fahrradinfrastruktur aussehen muss, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt. Anhand ausgewählter Städte wie Kopenhagen, New York oder Oslo soll gezeigt werden, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt über Planungen für fahrradgerechte Städte geführt werden kann.

Das Prokjekt soll mit Mitteln des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) gefördert werden.


Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda

Kopenhagen, Cykelslangen - © Stefan Warda


FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt - 21.04. - 02.09.2018, Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt


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28. Januar 2018

Echte Fahrradstädte: Houten und Nimwegen lohnenswerte Ziele in den Niederlanden

Real cities for cyclists: Houten and Nijmegen worth to visit in the Netherlands this year
Aktualisiert am 29.01.2018

Nijmegen, Stationsplein: "Fietsstad 2016" - © Stefan Warda


Wem "fahrradfreundliche Städte" oder "Radlhauptstädte" am Heimatort auf den Leim gehen, dem sei ein Besuch im Land der echten Fahrradstädte empfohlen. Für Freunde des Radfahrens sind die Niederlande immer ein lohnenswertes Ziel. Mit zwei besonderen Ereignissen warten die Niederlande dieses Jahr auf radaffine Besucher: Nimwegen übernimmt die Rolle der Europäischen Umwelthauptstadt (European Green Capital) von der Vorgängerstadt Essen. Damit bietet Nimwegen drei Jahre in Folge ein besonderes Ereignis zum Thema Radverkehr. Nachdem die 175.000 Einwohner große Universitätsstadt nahe der Grenze zu Deutschland im Jahr 2016 als "Fietsstad" (Fahrradstadt) durch den niederländischen Radfahrerverband "Fietsersbond"ausgezeichnet worden war, bewirtete Nijmegen letztes Jahr die internationale Fachkonferenz "Velo-city". 2018 kann Nimwegen als Umwelthauptstadt zeigen, was es in Essen im letzten Jahr noch nicht zu sehen gab: echte, vollendete Radschnellwege und insgesamt eine gute Radverkehrsinfrastruktur.


Nimwegen, Ziekerstraat: Große Teile der Innenstadt sind autofrei und mit einem Pollersystem gegen Wildfahrer gesichert - © Stefan Warda

In der weitgehend autofreien Innenstadt Nimwegens ist mit wenigen Ausnahmen das Fahrradfahren erlaubt. Insbesondere am Bahnhof gibt es ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für das Fahrrad. Neben bewachtem Fahrradparken gibt es mehrere weitere unbewachte Fahrradabstellanlagen, die an Ausmaß in großes Staunen versetzen angesichts der Einwohnerzahl Nimwegens.


Nimwegen, Tweede Walstraat: Fahrradstellplätze - © Stefan Warda


Folgende Orte sind zur Besichtigung empfohlen:
  • Nationales Fahrradmuseum Velorama (Waalkade 107) 
  • Fahrradparkhaus Marienburg (Bewachtes Fahrradparken gratis)
  • Fahrradparkhäuser am Bahnhof (Fietstransferium Stieltjesstraat, bewachte Fahrradstation unter dem Stationsplein, Abstellanlage auf dem Stationsplein)
  • Campusbaan - Radschnellweg Richtung Universität
  • Snelbinder - Brücke über die Waal zwischen Stieltjesstraat und Bahnhof Nijmegen-Lent
  • RijnWaalPad - Radschnellweg Nijmegen - Arnhem

Nimwegen, Waalkade 107: Velorama - © Stefan Warda

Nimwegen, Velorama - © Stefan Warda

Nimwegen, Fahrradparkhaus Marienburg - © Stefan Warda

Zugang zur bewachten Fahrradstation unter dem Stationsplein - © Stefan Warda

Zugang zur bewachten Fahrradstation unter dem Stationsplein - © Stefan Warda

Nimwegen, Stieltjesstraat: Fietstransferium - © Stefan Warda

Nimwegen, Campusbaan: Radschnellweg zwischen Bahnhof und Universität - © Stefan Warda

Nimwegen, reger Verkehr an der Universität - © Stefan Warda

Nimwegen, Snelbinder: Teil des Radschnellwegs "Rijnwaalpad" (F1 / F325) zwischen Nimwegen und Arnheim - © Stefan Warda

Nimwegen, Radschnellweg "Rijnwaalpad": Eisenhowertunnel - © Stefan Warda

Overbetuwe, Radschnellweg "Rijnwaalpad" - © Stefan Warda

Nimwegen, Radschnellweg "Rijnwaalpad": Wegweisung - © Stefan Warda


Für die Anreise aus Deutschland mit Bahn und Rad gibt es mehrere Möglichkeiten:
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress bis Kleve (z.B. ab Düsseldorf). Von dort mit dem Rad bis Nijmegen auf den Spuren zukünftiger oder schon vorhandener Bahntrassenradwege über Kranenburg und Groesbeek.
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress bis Arnhem (Zustiege z.B. in Düsseldorf, Duisburg), von dort mit Umstieg weiter nach Nijmegen oder per Rad auf dem Radschnellweg Rijnwalpad.
Aus dem Rhein-Ruhr-Metropolgebiet mit dem Regionalexpress nach Venlo (Zustiege z.B. in Hamm, Hagen, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach), von dort mit der Regionalbahn weiter nach Nijmegen.
Aus Norddeutschland reisen Radfahrer mit der Fernbahn über Osnabrück / Deventer oder Duisburg / Arnhem an.



Houten, Onderdoor: Bahnhof - © Stefan Warda


Die zweite Stadt, die dieses Jahr im Rampenlicht des Radverkehrs steht, ist die 50.000 Einwohner große Stadt Houten nahe der alten Universitätsstadt Utrecht. Houten erhielt für 2018 die Auszeichnung als "Fietsstad". Houten ist sehenswert wegen des besonderen verkehrs- bzw- städteplanerischen Konzepts. Die basierend auf kleinen Dorfkernen erst ab den 1970er Jahren entwickelte Stadt hat einen sehr hohen Radverkehrsanteil. Die Wege für Radfahrer und Autofahrer sind weitgehend getrennt. Die sternförmig ins Stadtzentrum führenden Radwege sind gegenüber querenden Straßen bevorrechtigt. Für Autofahrer gibt es eine Ringstraße um die Stadt. Von einem Stadtteil zu einem anderen müssen Autofahrer immer über die äußere Ringstraße fahren. Somit ist das Stadtzentrum autofrei.


Houten, Stadtzentrum - © Stefan Warda

Houten - © Stefan Warda

Houten, Onderdoor: Wirtschaftsverkehr - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium: Direkter Zugang zu den Bahnsteigen - © Stefan Warda

Houten, Fietstransferium - © Stefan Warda

Houten: Vorfahrt für den Radverkehr - © Stefan Warda

Houten: Vorfahrt für den Radverkehr - © Stefan Warda


Houten ist über Radschnellwege mit der Nachbarstadt Utrecht verbunden (Richtung Bahnhof und Richtung Universität).


© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda

© Stefan Warda


Folgende Orte sind zur Besichtigung empfohlen:
  • Fietstransferium (Fahrradparkhaus am Bahnhof)
  • Bahnunterführung Fortweg (im Verlauf des Radschnellwegs Richtung Utrecht Universität)



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25. Januar 2018

Kleve - Kranenburg: Heftige Kritik an geplanter "e-Rad-Bahn"

Kleve - Kranenburg: Heavy criticism to planned bike path


Bahntrasse Kleve - Kranenburg mit Draisinenbahngleis - © Stefan Warda

Vision Radschnellverbindung Kleve - Nijmegen

Gegen den beschlossenen Bau der Radschnellverbindung "e-Rad-Bahn" auf der Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg regt sich derzeit heftiger Widerstand. Derzeitiges Ziel ist es eine Radschnellverbindung zwischen Kleve über Kranenburg und Groesbeek nach Nijmegen einzurichten, um z.B. Studenten an der Universität in Nijmegen die Anfahrt mit dem Fahrrad attraktiver zu gestalten. Für das Projekt wurden Fördergelder vom Umweltministerium bewilligt. Bislang exisitert auf der vormals zweigleisig ausgebauten Bahnlinie zwischen Kleve und Groesbeek noch ein Gleis, das für Draisinenfahrten genutzt wird. Das Trassee des zweiten Gleises wurde zwischen den Grenzstädten Kranenburg und Groesbeek für eine Radschnellverbindung asphaltiert bzw. betoniert. Die Radverbindung ist auf der Bahnlinie in Richtung Nijmegen ausgebaut bis zur Grenze mit der Gemeinde Malden (Heumen). Ab dort fehlt es bislang an einer hochwertigen Radverkehrsanlage, da die Bahnlinie von dort an im weiteren Verlauf bis Nijmegen aus Naturschutzgründen nicht angetastet werden soll.

Naturschutz spreche gegen Bau der "e-Rad-Bahn"

Derzeit wird nun Kritik geübt am Ausbau des Bahntrassees zwischen Kleve und Kranenburg für den Radverkehr, weil dadurch etliche Bäume gefällt werden müssten, die sich auf dem Bahnkörper des abgetragenen Gleises neben dem Draisinenbahngleis angesiedelt haben. Laut NRZ seien 195 Bäume betroffen. Kritiker sprechen jedoch von 1547 Bäumen. Angesichts der hohen Zahl zu fällender Bäume zweifeln sie an der Sinnhaftigkeit des Projekts.

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