8. Juni 2015

Veranstalter erwarten bei schönem Wetter bis zu 30.000 Radler zu Hamburgs Fahrradsternfahrt

30,000 cyclist awaitet for bike rally in Hamburg


fahrradsternfahrt.org


Am 21. Juni wird in Hamburg wieder sterngeradelt - für den Klimaschutz. Die Veranstalter wünschen sich 30.000 Radler, die von zahlreichen Startpunkten zu einer Kundgebung um 15 Uhr am Jungfernstieg aufbrechen werden. Als Redner werden die ADFC-Vorsitzende Kirstin Annuschat, Bürgermeisterin Katharina Fegebank und Bischöfin Kirsten Fehrs erwartet. Frühester Start soll um 7.45 Uhr in Lüneburg sein.


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6. Juni 2015

Neue Radfahrstreifen auf der Glacischaussee

New cycle lanes along Glacischaussee
Aktualisiert am 07.06.2015

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die Glacischaussee ist gezähmt worden. Die vormals sehr breite Fahrbahn, die zum "sportlichen" Fahren einlud, musste für Radfahrstreifen Platz machen. Die Abstände zu den Stehzeugen sind optimal. Abgesehen von der Aufleitung auf den Radweg am Millerntor bei der U-Bahnstation St. Pauli, der während des Hamburger Doms und anderer Veranstaltungen auf oder am Heiligengeistfeld permanent durch Fußgänger blockiert ist, eine gelungene Maßnahme.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Leider endet der Radfahrstreifen am Millerntor auf dem Radweg, der bei Veranstaltungen eine Partyzone und daher kaum benutzbar ist. War den Planern gar nicht bekannt, dass am Millerntor regelmäßig Veranstaltungen stattfinden?

© hamburgize.com / Stefan Warda
Der entgegengesetzte Radfahrstreifen endet bei den Gerichten auch an einem früheren Radweg, es besteht jedoch Wahlfreiheit. Die Breitstrichlinie ist durchbrochen und lässt sonit das Fahrbahnradeln, z.B. das direkte Linksabbiegen, zu. Im Gegensatz hierzu wurde beispielsweise an der Fuhle die Wahlfreiheit ganz besonders deutlich hervorgehoben.


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Mühlenkamp: "Roter Teppich" für Radler ausgerollt

Mühlenkamp: New cycle lanes established
Aktualisiert um 17:41

Mühlenkamp / Körnerstraße - © Stefan Warda


Das Busbeschleunigungsprogramm beschert Radlern am Mühlenkamp einen neuen "roten Teppich". So berichteten HH1 und das Abendblatt vor einigen Wochen von einer Verlegung des Radverkehr im Mühlenkamp von schmalen Radwegen auf Schutzstreifen. Diese Nachricht war allerdings nicht ganz richtig. Am Mühlemkamp gab es vor dem Umbau keinerlei Radverkehrsanlagen. Radler müssten zwischen Goldbekplatz und Hofweg auf gesamter Länge auf der Fahrbahn radeln und wie Autofahrer und Busse auch um Zweite- und Dritte-Reihe-Parker herumsteuern.


Mühlenkamp / Körnerstraße - © Stefan Warda

Mühlenkamp - © Stefan Warda


Die Schutztstreifen am Mühlenkamp sind die ersten in Hamburg, die auf ganzer Länge rot eingefärbt wurden. Sie zeigen allen Verkehrsteilnehmern eindeutig, dass auch Radfahrer einen Platz am Mühlenkamp haben. Unsichere Radler haben durch die Streifen eine Führungshilfe. Mit der Akzeptanz des neuen Verkehrsraums hapert es aber noch an mancher Stelle - trotz roter Farbe.  Ob die rote Farbe die Überwachung durch die Straßenverkehrsbehörden ersetzt ist fraglich.


Mühlenkamp, Kampfparker - © Stefan Warda

Mühlenkamp, Kampfparker - © Stefan Warda

Mühlenkamp, Kampfparker - © Stefan Warda

Mühlenkamp: Einparken will gelernt sein - © Stefan Warda


Wegen zahlreicher Ampeln und dem Fußgängerquerverkehr kann auf dem Mühlenkamp kaum Tempo 50 ausgefahren werden - im Gegensatz zur Weidestraße, wo bei Tempo 50 gern ohne ausreichenden Seitenabstand überholt wird. Dieser Nachteil der Schutzstreifen wird am Mühlenkamp daher wohl weniger gravierend ausfallen.

Die neue Verkehrsführung am Mühlenkamp bietet Radlern gegenüber Autofahrern zusätzliche Verbindungen. Radler dürfen beispielsweise nach links in die Gertigstraße und in die Preystraße abbiegen. Autofahrer müssen sich umstellen und andere Wege suchen. Dadurch wurde aber Platz für die Radspuren gewonnen und Rückstaus reduziert. Die umstrittene Mittelinsel macht das Radeln in Richtung süden um einiges angenehmer. Autofahrer können dank der Mittelinsel auf dem kurzen Stück zwischen Poelchaukamp und Gertigstraße nicht mehr ünerholen. Somit können Radler sich bequem zum Linksabbiegen in die Gertigstraße einordnen. Als Gewinn gegenüber dem vorherigen Zustand erweisen sich die Schutzstreifen vor den Ampeln. Radler können dort bequem am Autostau vorbeiziehen, selbst wenn ein Bus vor der Ampel steht.


Mühlenkamp / Poelchaukamp: Linksabbiegemöglichkeit exklusiv für Radler in die Preystraße - © Stefan Warda

Mühlenkamp: Linksabiegemöglichkeit exklusiv für Radler in die Gertigstraße - © Stefan Warda



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5. Juni 2015

Papenhuder Straße: Schutzstreifen, Kopenhagener Radweg oder alten Miniradweg behalten?

Papenhuder Straße: Bike lane, Copenhagen style cycle track or keeping the old fake cycle track?
Aktualisiert um 23:50

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße heute. Ist das ein Radweg? Ist das ein Gehweg?


Im Rahmen der Busbeschleunigung soll auch die Papenhuder Straße umgestaltet werden. Die Planungen sehen den rückbau der überwiegend nicht benutzbaren Radwege vor. Diese Fläche soll den z.T. sehr schmalen Gehwegen zugeschlagen werden. Für Radfahrer sollen 1,5 Meter breite Schutzstreifen ähnlich denen in der Fuhlsbütteler Straße, der Ebertallee oder vielen anderen Straßen angelegt werden. Zu den am Fahrbahnrand abgestellten Autos soll ein Sicherheitsstreifen von 50 Zentimetern eingerichtet werden. Zwischen parkenden Autos und der Kernfahrbahn bliebe inklusive Sicherheitstrennstreifen zwei Meter Platz. Anwohner befürchten jedoch Kampfparker auf den geplanten Schutzstreifen und fühlen sich unsicher bei der Vorstellung, zwischen überholenden  Bussen und Längsparkern, die ggf. die Türen aufreissen, radeln zu müssen. Die jetzigen Radwege, die manche Anwohner als "sicher" darstellen, sind allerdings kaum sicher. Das Ausweichen auf Gehwege ist verboten. Wer mit Fußgängern auf dem Gehweg kollidiert, trägt im Falle eines Unfalls eine erhebliche Mitschuld, wenn nicht gar die volle Schuld.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße in den 1990er Jahren

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße in den 1990er Jahren

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße 2010

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße 2010

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße - Fakeradweg


Aus den Kommentare zu den bisherigen Posts zur Papenhuder Straße scheint hervorzugehen, dass die Anwohner "sichere Radwege" behalten wollen. Aus den Kommentaren:
Einen sicheren, wenn auch schmalen Radweg auf dem Gehweg tauschen wir ein gegen einen Radweg auf der Straße an dem Schnellbusse in ein paar Zentimeter Abstand vorbeirauschen und das soll ernsthaft sicherer sein? 
Dann wäre es zu überdenken, den Radweg gänzlich von dieser Straße weg und zum Schwanenwik bzw. am Wasser entlang umzuleiten.  
Als Mutter mit Kind nutze ich lieber den Raddweg auf dem Gehweg und weiche dort mit einem kleinen Schlenker eventuell auf den Radweg ragenden Autoteilen aus, auch wenn es per Gesetz verboten ist sich auf die Gehwege zu begeben (die in der Straße ohnehin nicht gerade voll sind), als mit meinem Kind Lieferfahrzeugen und Parkern in dritter Reihe auszuweichen, in dem ich mit ihm auf die Fahrbahn muss wo die Schnellbusse angerauscht kommen. 

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße heute

© hamburgize.com / Stefan Warda
Papenhuder Straße heute


Heute an einem normalen Sommertag waren die Gehwege mal wieder bis auf wenige Zentimeter durch illegale Sondernutzungen der Gastronomie belegt. Weil es in der gesamten Papenhuder Straße keine Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt, aber viele Autoparkplätze, werden Fahrräder dauerhauft quer zum Radweg an den Baumschutzbügeln oder längs auf dem Radweg an den Absperrbügeln angeschlossen. So stehen aber die meisten Räder auf den schmalen "Radwegen". Dadurch weichen viele Radler regelwidrig auf die schmalen Gehwege aus, viele Fußgänger weichen wegen der überdimensionierten Außengastronomie regelwidrig auf die "Radwege" aus. Sicherer Rad- und Fußverkehr ist damit derzeit nicht gewährleistet. Die Anwohner wollen offenbar den Status Quo behalten: Möglichst alle Parkplätze, möglichst alle Bäume, möglichst einen Radweg und keinen Schutzstreifen.

© hamburgize.com / Stefan Warda
Vergleich Schutzstreifen (links) und bisheriger "Radweg" rechts


Um die Situation für den Rad- und Fußverkehr zu verbessern bliebe noch die Möglichkeit Radwege nach Kopenhagener Vorbild einzurichten. Die Gehwege blieben dann allerdings so schmal wie bislang, wenn möglichst viele Parkplätze erhalten bleiben sollten. Die Radwege würden in der Breite z.T. mehr als verdoppelt, damit Radler sich gegenseitig überholen könnten, Radler nebeneinander radeln könnten bzw. Lastenräder oder Radler mit Kinderanhängern Platz fänden. Radler würden dann nicht mehr auf Gehwege ausweichen. Zudem müssten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Dafür müsste das Schrägparken aufgegeben werden, ggf. würden auch Bäume wegfallen. Der Istzustand kann allerdings nicht bleiben.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Kopenhagen - Plusnet-Radweg in der Vesterbrogade


Welche Radverkehrsführung befürwortet Ihr? Beteiligt Euch bitte an der neuen Umfrage zur Papenhuder Straße.  


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3. Juni 2015

Copenhagenize-Index fahrradfreundliche Städte: Hamburg auf Platz 19

Copenhagenize index of most bike-friendly cities: Hamburg still under the top twenty
Aktualisiert am 05.06.2015



Der Copenhagenize-Index der fahrradfreundlichsten Städte der Welt listet Hamburg 2015 wieder unter den Top 20. Hamburg hat sich gegenüber 2013 leicht verbessert und ist um einen Platz auf den 19. Platz geklettert. 2011 war Hamburg noch auf Rang 11. Hamburg wird der mangelnde Winterdienst für den Radverkehr angekreidet sowie der regelmäßige Wechsel der Radverkehrsführung zwischen Bordsteinradweg und Radfahrstreifen / Fahrbahn.

Sie sind scheinbar zufrieden mit ihrem Status Quo der seltsamen Infrastruktur, die ohne Logik zwischen Fahrbahn und Gehweg wechselt und im winter nicht unterhalten wird.

Die Macher des Copenhagenize-Index geben Hamburg als Hausaufgabe mit auf den Weg die Infrastruktur zu erneuern. Als Vorbilder werden Amsterdam und Kopenhagen empfohlen.

In the 2013 Index we expressed surprise at Hamburg's inclusion in the Top 20 and, once again, we are surprised to see them maintain their place on the list. The city is no slouch on the global scale, but it is as though they are reluctant to modernise their infrastructure. We have actually heard a city planner say that he doesn't want to have protected bike lanes. With a straight face. They are seemingly content with their status quo of weird infrastructure that alternates between road and sidewalk without any logic and that isn't maintained in the winter. The city received bonus points for traffic calming with their plans to make the city centre car-free in the coming years, which helped them stay on the list. As far as modal share goes there are few cities outside Europe that can compete. Nevertheless, there is a black sheep in every family.

Unter den Top 20 befindet sich außer Hamburg nur noch Berlin als zweite deutsche Metropole. München, 2013 auf Platz 13 und 2011 auf Platz 6 ist nicht mehr unter den Top 20.

Den ersten Platz belegt dieses Jahr Kopenhagen, gefolgt von Amsterdam und Utrecht.

Top 20 Copenhagenize-Index 2015
1. Kopenhagen
2. Amsterdam
3. Utrecht
4. Straßburg
5. Eindhoven
6. Malmö
7. Nantes
8. Bordeaux
9. Antwerpen
10. Sevilla
11. Barcelona
12. Berlin
13. Ljubljana
14. Buenes Aires
15. Dublin
16. Wien
17. Paris
18. Minneapolis
19. Hamburg
20. Montreal


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