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| Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 a-b: Tempo 30 wegen Radverkehr auf der Fahrbahn (November 2025) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein gibt bekannt, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit bis auf weiteres ein Tempolimit auf der L113 in Klein Offenseth-Sparrieshoop gilt. Die Freigabe des Gehweges für den Radverkehr sei wegen des schlechten baulichen Zustands des Gehwegs nicht mehr vertretbar. Deswegen gilt jetzt zwischen Rosenstraße 7 und dem Bahnübergang bei der AKN-Strecke Tempo 30 auf der Fahrbahn statt bislang Tempo 50. Radfahrende müssen bis auf weiteres die Fahrbahn benutzen. Der Abschnitt soll ein wichtiger Schulweg sein.
"Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH)
muss aus Gründen der Verkehrssicherheit die Freigabe des Gehwegs für den
Radverkehr an der Landesstraße 113 („Rosenstraße“) in Klein
Offenseth-Sparrieshoop aktuell aufheben. Grund für die Einschränkungen
ist der derzeitige Zustand der wassergebundenen Oberfläche des Wegs. Bei
einer Überprüfung wurde festgestellt, dass dieser stellenweise
aufgeweicht und somit die Gefahr von Stürzen mit dem Fahrrad erhöht ist.
Der LBV.SH arbeitet an einer Lösung zur Wiederherstellung des Wegs.
Um Rad-Stürze zu verhindern, wird daher die Nutzung für Radfahrende
aktuell aufgehoben, bis eine Instandsetzung erfolgt ist; die
entsprechenden Schilder „Radverkehr frei“ unterhalb der blauen
Gehweg-Schilder werden entfernt. Radfahrende nutzen bitte bis auf
Weiteres die Fahrbahn oder schieben ihr Rad auf dem Gehweg. Die
zulässige Höchstgeschwindigkeit für den motorisierten Verkehr wird zum
Schutz des Radverkehrs auf 30 Stundenkilometer reduziert und durch
Warnschilder „Radverkehr“ ergänzt."
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| Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 c-d: Gehwegzustand im Juni 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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| Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7 c-d: Gehwegzustand im März 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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| Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße: Gehwegzustand im März 2023 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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| Klein Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7: Gehwegzustand im Juni 2023 am Ausbauende der Asphaltdecke - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 7: Fahrbahn im November 2025 - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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Das Abendblatt [€] berichtete zuvor über die misslungenen Instandhaltungsversuche am Gehweg. Anwohner Frank Bokelmann erläutert gegenüber dem Abendblatt die Fehlplanung der Instandhaltung mit einer für einen Geh-/Radweg ungeeigenten Decksicht bei angrenzenden Straßenbäumen.
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 9: Im November 2025 müssen Radfahrende die Fahrbahn nutzen (reiner Gehweg) - © Frank Bokelmann / Stefan Warda |
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße 9: Im Juni 2023 durften
Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber bei Schritttempo auch den beschädigten Gehweg ("Radwegschäden") - © Frank Bokelmann /
Stefan Warda |
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im November 2025 müssen
Radfahrende die Fahrbahn nutzen (reiner Gehweg) - © Frank Bokelmann /
Stefan Warda |
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im September 2025 durften
Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber auch den beschädigten Gehweg bei Schritttempo (als Gehende) - © Frank Bokelmann /
Stefan Warda |
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Offenseth-Sparrieshoop, Rosenstraße / Rostock-Koppel: Im Juni 2023 durften
Radfahrende die Fahrbahn nutzen, aber auch den beschädigten Gehweg bei Schritttempo - © Frank Bokelmann /
Stefan Warda |
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Am 27. April 2015 - d.h. 6 Monate vor dem Bau dieses Grandweges - schrieb ich an den LBV:
AntwortenLöschen"Mit Verwunderung habe ich zur Kenntnis genommen, daß Sie nun planen, den asphaltieren Gehweg in Sparrieshoop südlich des AKN-Übergangs für einen Weg mit wassergebundener Decke wegzureißen. Bürgermeister Korff bestätigte diese Pläne. Ferner bin ich erstaunt, daß Sie mir dies nicht direkt mitteilten, obwohl ich Ihnen seit Oktober 2014 zwei Mails zu diesem Thema geschickt habe.
M.E. ist liegt dieser „Sanierung“ eine besonders schlechte Planung zugrunde, da dieser für den Radverkehr freigegebene Gehweg in einem langen Abschnitt nördlich der Rostock-Koppel offizieller Schulweg der Grundschule in Sparrieshoop ist. Ferner nutzen ihn Schüler aus Sparrieshoop auf dem Weg zu den weiterführenden Schulen in Elmshorn. Anders als ich benutzen sie zum Radfahren den freigegebenen Gehweg.
Wassergebundene Wegeoberflächen benötigen besonders viel Erhaltungspflege – und davon bekam schon die Asphaltdecke nie genug. Ein nicht gut befestigte Fläche läßt sich auch kaum von Schnee und Eis befreien und wird von den Seiten her einwachsen, weil sie nicht in voller Breite genutzt werden wird.
Schließlich werden Radfahrer meiner Gewichtsklasse in eine solche Oberfläche nach einer längeren Frostperiode bei Tauwetter sicherlich tiefe Spuren fahren, die am folgenden Morgen (wenn der Weg nochmals gefroren ist) zu Stürzen führen können und erst nach Monaten ganz geglättet sind – wenn überhaupt.
Tatsächlich wäre eine Oberfläche aus Asphalt und keine Bäume am Gehweg die richtige Lösung für diesen Gehweg. Ich frage mich, warum hier überhaupt Bäume so nah an den Gehweg gepflanzt wurden. Die jetzt eingetretene Situation war von Anfang an vorhersehbar."
Im LBV hat man in voller Kenntnis dieser Argumente, die auch in jedem Fachbuch nachgelesen werden können, falsch geplant und gebaut.
Ab Sommer wird es für ein paar Jahre wieder Ruhe in der Straße geben: https://www.holsteiner-allgemeine.de/versteckte-seiten/detailansicht-news/maroder-weg-in-klein-offenseth-land-will-trasse-im-sommer-sanieren.html
AntwortenLöschenAllerdings nur ein paar Jahre. Denn in diesem Winter wurde nur ein Baum gefällt - und das war einer der gesünderen. Also wird wieder ohne Sinn und Verstand mit Grand gepfuscht.
Jetzt auch bei shz:
AntwortenLöschenhttps://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/radweg-desaster-bei-elmshorn-wann-die-reparatur-geplant-ist-50175380
Lustig: "Radweg-Desaster" auf einem Gehweg (wenn auch bis November mit "Radfahrer frei")
Wirklich entlarvendes Zitat:
<<„Endlich ist ein Ende der Sperrung für Radfahrer in Sicht“, verspricht auch die Landtagsabgeordnete Birte Glißmann (CDU) beim Ortstermin. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sei für den Verkehr im Ort eine Zumutung gewesen. Sören Hamann kritisierte insbesondere die Regelung für die Radfahrer, auf die Straße auszuweichen: „Das ist brandgefährlich. Hier fahren schwere Lkw in Richtung Autobahn. Auch wenn sie nur Tempo 30 fahren. Das ist kein Umfeld, insbesondere für jüngere Radfahrer.“>>
Das mit den schweren Lkw zur Autobahn ist natürlich eine Falschbehauptung. Es fahren fast keine Lkw aus Elmshorn auf die A 23 Richtung Nord. Selbst aus dem Elmshorner Industriegebiet Süd wäre die Nutzung der Rosenstraße sogar bei Tempo 70 mit Zeitverlusten verbunden. Die wenigen schweren Lkw, die da fahren, steuern Ziele in Sparrieshoop an, meist Salvana. Ja es gibt auch schwere Lkw, aber abgesehen von den seltenen Fällen der Nutzung der Rosenstraße als Umleitungsstrecke nach einem Unfall auf der Autobahn (dann mit meist mit Tempo 0 bis 10 km/h) eben sehr wenige.
Kinder bis 10 Jahren dürfen den Gehweg auch heute benutzen. Ihr geringes Gewicht dürfte diese Nutzung auch ungefährlich machen. Und ältere Radfahrer, die schneller als rund 6 km/h fahren, werden auch nach der Reparatur die Fahrbahn nutzen müssen, weil es halt ein Gehweg ist. Es geht lediglich um die Tempo 30-Schilder. Politik und autofahrende Anlieger sind erst nach der Aufstellung dieser Schilder wach geworden und haben sich zuvor einen Dreck um den Zustand des Gehweges gekümmert.
Auch Herrn Hamann sieht man praktisch nie auf dem Fahrrad. Ist das auf den Bildern in der Zeitung überhaupt seines?