23 Februar, 2015

Wie halte ich es mit den Kampfrasern?

How do I do it with speeders?

© hamburgize.com / Stefan Warda


Wie mache ich es mit den Kampfrasern auf Hamburgs Straßen? Soll es mehr Kontrollen geben oder sind Kontrollen nur reine Abzocke bei den Autofahrern. Zumindest die CDU in der Opposition vertrat in Hamburg jahrelang die Auffassung, dass es dem SPD-Senat bei der Raserjagd nur ums Geld ging. 2000 kritisierte Klaus-Peter Hesse den Blitzer-Rekord auf Hamburgs Straßen.

An vielen Standorten wird nicht wegen Unfallhäufigkeit geblitzt, sondern aus fiskalischen Gründen. (Klaus-Peter Hesse, 2000 in der Mopo)

2005 gab es eine Wende. Unter dem CDU-Senat fordert Hesse mehr "Radarfallen".

Die Auswertung der aktuellen Daten belegt eindeutig, daß die Kontrollen - anders als unter der rot-grünen Vorgängerregierung - nicht aus fiskalischen Gründen stattfinden, sondern zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. (Klaus-Peter Hesse, 2005 im Abendblatt)

Im Jahr 2015 scheint der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion offenbar geläutert. Er fordert noch mehr "Abzockeinrichtungen" auf Hamburgs Staßen.

Rotlicht-Verstöße werden offenbar immer noch als Kavaliersdelikt betrachtet. Wir müssen darüber nachdenken, ob nicht andere oder noch mehr Stationen für feste Blitzer geeignet sind. Auch mobil muss an Unfallschwerpunkten mehr kontrolliert werden. (Klaus-Peter Hesse, 2015 in der BILD)

Eigentlich zwingt niemand Autofahrer zum Rasen oder zu Rotlichtverstößen. Es dürfte für niemanden ein Problem sein, wenn Hamburg flächendeckend mit Kontrolleinrichtungen versorgt würde. Vielleicht ändert sich die Einstellung der Politiker aller Parteien in der Bürgerschaft und den Bezirken auch noch beim Thema Kampfparken. Eine Parkraumüberwachung in Hamburg gibt es nur in ganz wenigen Bereichen und dient vornehmlich der Einnahmensicherhung bei gebührenpflichtigen Stellplätzen, nicht aber der Verkehrssicherheit.


Mehr . . . / More . . . :
.

1 Kommentar:

  1. Ich kritisiere scharf die viel zu häufige Festnahme von Betrügern und Bankräubern! Das geschieht nicht etwa aus Gründen der Sicherheit und Gerechtigkeit, sondern nur damit die Polizei sich in der Öffentlichkeit profilieren kann!

    Geht's noch? Wenn ich freiwillig ins Spielcasino gehe und dort mein Geld verliere, kann ich auch nicht von "Abzocke" sprechen. Ich habe freiwillig gegeben!

    Ich bin häufig nachts unterwegs. Wie dann auf Hamburgs Straßen gerast wird, ist ganz sicher auch der Polizei bekannt. Wenn diese wollte, könnte sie Nacht für Nacht die Justizkasse zum Bersten füllen und Rasern reihenweis die Führerscheine abnehmen. Aus ideologischen Gründen ist das jedoch nicht gewollt.

    AntwortenLöschen