11. Juni 2017

Hamburg: Veloroute 3 wegen Baustelle am Isebekkanal gesperrt - keine Umleitung

Hamburg: Cycle route no. 3 eliminated due to constructions - no detour
Aktualisiert um 15:17 Uhr



Derzeit erfolgt in mehreren Teilschritten die Umgestaltung der Wege entlang des Isebekparks neben dem Isebekkanal in Eimsbüttel. Davon ist leider auch die Veloroute 3 betroffen. Der Abschnitt der Veloroute zwischen Bogenstraße und Goebenstraße über den Kaifuradweg und die Goebenbrücke ist gesperrt. Eine Umleitung ist wie in Hamburg bislang immer noch fast ausnahmslos üblich nicht eingerichtet worden. Radfahrer bleiben mal wieder sich selbst überlassen und müssen sich mit eigenen Ortskenntnissen - soweit vorhanden - selbst zurechtfinden.

Noch am 18. Mai verkündete die Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue nach Vorstellung des Fahrradklima-Test-Ergebnisses eine Zwischenbilanz zum Projekt "Fahrradstadt Hamburg". Wenn sich zum Beispiel zeige, dass die Streckenführung und die Beschilderung bei Umleitungen für den Radverkehr in Baustellen optimiert werden müsse, geschehe dies umgehend. Dabei wurde auf das Beispiel der eingerichteten Umleitung für Tiergartenstraße und An der Verbindungsbahn verwiesen.

Der "Meldemichel" hat nun eine Aufforderung zur Nachbesserung der Baustelle im Verlauf der Veloroute 3 erhalten. Ob die "Fahrradstadt Hamburg" hält, was sie verspricht?

Schlecht eingerichtete Baustellen gelten als Hauptärgernis für Hamburgs Radfahrer. Beim "Fahrradklima-Test" 2016 wurde das Problem Baustellen mit der Note 5,1 bewertet. Einzig die unzureichende Eindämmung der agressiven Wildparkerplage wurde noch schlechter bewertet und erhielt die Note 5,3.


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10. Juni 2017

Nimwegen / Arnheim: Die Welt des Radverkehrs trifft sich seit heute im Land des Radfahrens

Nijmegen / Arnhem: The world of cycling meets in the country of cycling
Aktualisiert am 11.06.2017

Nijmegen, Stationsplein - © Stefan Warda


Seit heute strömen echte Radverkehrsexperten, Planer, Designer, Ingenieure, Lobbyvertreter, Politiker und Journalisten aus aller Welt in die Region Gelderland nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Die Städteregion Arnheim / Nimwegen ist Austragungsort der Velo-city 2017, der weltweit größten Fachkonferenz zum Radverkehr. Motto der diesjährigen Konferenz ist "Die Freiheit des Radfahrens".

Das weltweite Zusammentreffen von Entscheidungsträgern, Experten und Visionären scheint kaum einen besseren Platz gefunden zu haben als die beiden Fahrradstädte. 2016 war Nijmegen als beste Fahrradstadt der Niederlande ausgezeichnet worden. Nijmegen besitzt mit dem "Velorama" das nationale Fahrradmuseum der Niederlande. Von Sonntag bis Dienstag findet zudem das "International Cargo Bike Festival" in Nijmegen statt, welches traditionell mit einer Cargo-Bike-Parade begleitet wird.

Rechtzeitig zur Velo-city-Konferenz haben die beiden Städten Arnhem und Nijmegen enorm ihre Radverkehrsinfrastruktur ausgebaut. An den Bahnhöfen Arnhem Centraal Nijmegen Centraal wurde neue, hochmoderne Fahrradparkhäuser eröffnet. Beide Städte sind mit dem Rijnwaalpad, einem Radschnellweg verbunden. Ohnehin sind die Niederländer die aktivsten Radfahrer in Europa. Mehr als 25 Prozent aller Fahrten werden in unserem Nachbarland mit dem Fahrrad zurückgelegt. In Deutschland sind es dagegen nur rund zehn Prozent, aber mit steigender Tendenz. Angesichts desolater Infrastruktur und mangelndem politischem Willen in vielen deutschen Rathäusern sei daher jedem Verkehrspolitiker angeraten die Velo-city-Konferenz zu besuchen.


Overbetuwe, Radschnellweg "Rijnwaalpad" - © Stefan Warda

Seit heute bietet die Velo-city Exkursionen zu herausragenden Beispielen niederländischer Radverkehrsplanung im gesamten Land. Der Konferenzteil wird nächste Woche beginnen. "Die Freiheit des Radfahrens" - damit mag mancher auch die Helmfreiheit in den Niederlanden verbinden. Lediglich zum Radsport tragen Niederländer Fahrradhelme, auf den Straßen in den Städten fahren Radfahrer ohne Helm. Helmträger sind dort in der Regel Touristen, vornehmlich die aus dem deutschen Nachbarland. Die Freiheit des Radfahrens soll aber noch viel mehr als nur das Gefühl vom Fahrtwind in den Haaren beinhalten. Aspekte, wie politische Steuerung und Entwicklung, Infrastruktur, Stadtentwicklung und Raumplanung werden eine Rolle spielen. Zudem aber auch  soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilnahme, welche angesichts der folgenden Austragung der Velo-city-Konferenz in Brasilien einen besonderen Fokus haben werden.


Nijmegen, Radschnellweg im Universitätsviertel - © Stefan Warda

Nijmegen, Fahrradparkhaus - © Stefan Warda

Nijmegen, Fahrradparkhaus - © Stefan Warda

Nijmegen, Radschnellweg zwischen Universität und Bahnhof - © Stefan Warda


Eine Radverkehrskonferenz in den Niederlanden wird nicht ohne das Thema der niederländischen Fahrradgeschichte auskommen und die Zusammenhänge mit Gesundheit und Nachhaltigkeit. Es gibt wohl kaum einen besseren Platz für dieses Zusammentreffen. Allen Teilnehmenden seien viele Inspirationen und neue Kontakte gewünscht.





1980 fand die erste Velo-city in Bremen statt. Zunächst waren die Folgekonferenzen auf Europa beschränkt. Mittlerweile sind Städte aus aller Welt Austragungsorte für das immer wichtiger werdende Ereignis. 2007 gab es die letzte Austragung in Deutschland in München.


Velo-city 2007 in München - © Stefan Warda



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5. Juni 2017

Düsseldorf: Mit der Tour de France auf dem Weg zur Fahrradstadt

Düsseldorf: Going to be cycle-friendlier with le Tour de France


© Stefan Warda


Nicht nur Hamburg möchte "Fahrradstadt" werden. Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich vorgenommen, bald eine Fahrradstadt zu sein. Noch 24 Tage, dann wird die Tour de France in Düsseldorf starten. Mit diesem großen Event möchte die Stadt eine Anschubhilfe auf dem offenbar beschwerlichen Weg zu einer Fahrradstadt leisten. Bislang kann von einer Fahrradstadt noch keine Rede sein. Beim "Fahrradklima-Test" 2016 errang die Stadt Düsseldorf die Note 4,2. Damit wird sie von Radfahrern schlechter bewertet als die weitaus größere Stadt München (Note 3,8) oder die in etwa vergleichbar großen Städte Bremen (Note 3,5), Hannover (Note 3,6) oder Leipzig (Note 3,7). Bislang (Stand 2013) soll der Radverkehrsanteil Düsseldorfs bei vierzehn Prozent liegen.

Breite Asphaltpisten ohne jegliche Radverkehrsanlagen prägen immer noch viele Stadträume der Innenstadt. Radwege sind, insofern vorhanden, oftmals viel zu schmal und in erbärmlichem Zustand. Das Stadtzentrum ist nur beschwerlich mit dem Fahrrad zu erreichen. Doch in den letzten Jahren tut sich etwas. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel zeigt sich gern als Radfahrer. Anregungen zum Umbau Düsseldorfs zu einer fahrradfreundlicheren Stadt holte sich OB Thomas Geisel im April in der Fahrradstadt Kopenhagen. 2014 eröffnete der OB die Ausstellung "The Good City" des Kopenhagener Bicycle Innovation Lab im Düsseldorfer Rathaus.


Düsseldorf, Königsallee - © Stefan Warda


Bald schon soll die bekannte Königsallee radverkehrsfreundlicher werden - ein mutiges Unterfangen angesichts des potentiellen Verlusts an Stehzeugeraum. In einigen Innenstadtstraßen wurden Fahrspuren in Radfahrstreifen umgewandelt. Aufsehen erregte Düsseldorf dieses Jahr mit Bekanntwerden der Pläne einer "Protected Bike Lane". Ein Radschnellweg soll bald Neuss, Düsseldorf, Monheim und Langenfeld verbinden. Die Tour de France soll bei den Düsseldorfern mehr Begeisterung für das Radfahren im Alltag wecken. Im Vorfeld der Tour de France zeigt das Stadtmuseum der Landeshauptstadt die Ausstellung "Fahrradgerechte Stadt". Bleibt der Stadt zu wünschen, dass sie tatsächlich von der Tour der France profitiert und mehr Bewohner vom Radverkehr fasziniert und überzeugt. Vor zwei Jahren startete die Tour de France in Utrecht. Seitdem hat sich viel getan in Utrecht zu einer noch fahrradfreundlicheren Fahrradstadt.


Tour de France in Utrecht 2015

© Stefan Warda

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Utrecht Centraal - © Stefan Warda

Utrecht Centraal - © Stefan Warda

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Hamburg: Elbstrandradweg-Visionen vorerst gestoppt

Hamburg: No way for cyclists on the Elbe beach


Illustration des © ADFC Hamburg mit Elbstrandradweg-Idee


Nach einem Bericht des Abendblatts wird es vorerst keinen Radweg entlang des Elbstrands in Övelgönne geben. Ende Juni soll sich die Bezirksversammlung Altona mit dem Thema befassen und dazu Stellung beziehen.  Im Laufe der jetzigen Legislaturperiode wird es somit vorraussichtlich zu keinen weiteren Radwegplanungen am Elbufer kommen.

Nun bleibt abzuwarten, ob die Politik den Mut hat, entlang der Elbchaussee für angemessene Radverkehrsanlagen zu sorgen. Der Verweis der Initiatoren gegen den Elbstrandradweg auf einen notwendigen Ausbau entlang der Elbchaussee würde den autofahrenden Strandperlenbesuchern jegliche Stellplätze in nächster Nähe entziehen. Wie zukünftige Radfahrstreifen bei schönem Wetter gegen Wildparker geschützt werden könnten steht in den Sternen. Ansonsten hätten Radfahrer in der "Fahrradstadt" Hamburg weiterhin das Nachsehen: Fußgänger, die Fahrräder schieben, würden toleriert, Radfahrer auf der Elbchaussee von Autofahrern weiterhin drangsaliert.


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Hamburg-Eimsbüttel: Wenn die Luft ausgeht

Hamburg-Eimsbüttel: In case of a flat


Osterstraße, Luftstation - © Stefan Warda


Neben dem Bezirk Mitte bietet auch der Bezirk Eimsbüttel Luftstationen für Radfahrer. Fahrradreifen lassen sich u.a. an folgenden Station aufpumpen:

  • Grindelberg, Bezirksamt Eimsbüttel
  • Veloroute 4, Harvestehuder Weg / Alte Rabenstraße
  • Osterstraße, etwa bei Haus-Nr. 66
  • Eidelstedter Platz
  • Tibarg


Veloroute 4, Harvestehuder Weg / Alte Rabenstraße: Luftstation - © Stefan Warda


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