9. Oktober 2016

Hamburg: B+R am Bahnhof Othmarschen

Hamburg: B+R at Othmarschen station
Aktualisiert um 13:40 Uhr

Jeppweg / Hammerichstraße - © Stefan Warda


Seit August werden am S-Bahnhof Othmarschen neue Fahrradstellplätze angeboten. Zwanzig gesicherte Abstellplätze bietet ein Fahrradkäfig, in dem gegen Entgelt Plätze gebucht werden können. Neunzig weitere Plätze werden in einer überdachten Doppelstockanlage angeboten. Die Vermietung für Käfigplätze übernimmt die P+R-Betriebsgesellschaft mbH. Die Abstellanlage liegt auf der Südwestseite des Bahnhofs an der Hammerichstraße (Jeppweg).


Jeppweg / Hammerichstraße - © Stefan Warda

Mit der neuen Generation der Abstellmöglichkeiten an Schnellbahnstationen setzt Hamburg mittlerweile vergleichsweise hohe Standards. In zwei Jahren soll am Knotenpunkt Kellinghusenstraße eine unterirdische Abstellanlage entstehen, mit der die Anzahl der Stellmöglichkeiten dort auf insgesamt 800 Plätze gesteigert werden soll. Mit den Erweiterungsplanungen des Hauptbahnhofs fällt vermutlich auch eine richtige Fahrradstation an zentraler Stelle ab.


Jeppweg / Hammerichstraße - © Stefan Warda



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8. Oktober 2016

Ab Fahrplanwechsel: "Nightjet" der ÖBB soll nur eingeschränkte Fahrradmitnahme anbieten

Austrian nighttrains going to offer only reduced bike transport


Fahrradmitnahme bei den ÖBB - © Stefan Warda


Wie berichtet werden die Nachtzüge der Deutschen Bahn unter der Marke "Citynightline" zum Fahrplanwechseln im Dezember eingestellt. Die Österreichischen Bundesbahnen wollen anschließend einige der Nachtzugverbindungen unter ihrer neuen Marke "Nightjet" anbieten. Laut einem Artikel der taz soll es aber künftig nur noch sechs Fahrradstellplätze in einem "Nightjet" geben statt bislang noch 8-30 Stellplätze in einem "Citynightline".


Fahrradmitnahme im "Citynightline" - © Stefan Warda


Auf den wichtigen Nord-Süd-Relationen wird es somit zukünftig ein Gerangel um die wenigen Plätze geben.

Gibt es bislang auf den Verbindungen Zürich - Berlin (-Binz) und Zürich - Hamburg insgesamt noch 28 Fahrradplätze, sollen es zukünftig insgesamt nur noch sechs sein. Für Schweizer, die nach Norddeutschland, Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern reisen wollen, wird es sehr eng werden.

Auf der Relation Hamburg - München soll sich die Fahrradplatzzahl von zwanzig auf sechs reduzieren.

Die Relation Amsterdam - München bietet derzeit zwanzig Plätze an. Die ÖBB soll auf der Relation Düsseldorf - München - Innsbruck nur noch sechs Plätze anbieten. Für Radtouristen in die Niederlande wird es ohnehin schwieriger werden, weil sie ab Düsseldorf in Regionalzüge umsteigen werden müssen, um so ins Nachbarland zu gelangen. Die "ICE international", die einzigen grenzüberschreitenden Fernzüge, befördern keine normalen Fahrräder. Mit dem Wegfall des "Citynightline" Zürich - Amsterdam, der acht Fahrradplätze anbietet, wird es für Schweizer schwierig das fahrradfreundlichste Land mit Rad zu bereisen.

Die Fahrradmitnahme von München nach Italien soll bei den ÖBB komplett entfallen. Bislang gibt es auf den Relationen München - Rom und München - Venedig noch je acht Fahrradplätze.

Die Deutsche Bahn bietet derzeit noch eine Übersicht der Fahrradplätze in den "Citynightline"-Zügen an. Die ÖBB will für die Fahrradmitnahme ins Ausland 12 Euro berechnen.


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Hamburg: Auch zehn Jahre nach Erneuerung der Radwege in der Barmbeker Straße sind diese nur eingeschränkt benutzbar

Hamburg: Ten years after redesign of cycle tracks along Barmbeker Straße still conflicts due to car parking


Barmbeker Straße 86, benutzungspflichtiger "Radweg" und Wildparker. Wann werden dort endlich Poller eingebaut? - © Stefan Warda


Mit einem großangelegten Sonderprogramm wollte vor zehn Jahen der CDU-Senat mit Bausenator Dr. Michael Freytag die Radwege entlang von Hauptverkehrsstraßen erneuern. Unter den ersten Straßenzügen war damals auch die Barmbeker Straße. Offenbar war das Programm nur Augenwischerei. Denn die "Radwege" sind dort immer noch benutzungspflichtig, doch die Benutzungsbarkeit dieser "Radwege" ist arg eingeschränkt, wenn nicht sogar unmöglich. Die Mindestkriterien für eine Radwegebenutzungdpflicht erreichen lage Abschnitte dieser "Radweg" hinsichtlich der Breite jedoch eindeutig nicht. Die Radwege wurden überwiegend nur in einer Breite von 1,25 Metern angelegt. Im Abschnitt zwischen Jarrestraße und Semperstraße beeinträchtigen tagtäglich Stehzeuge die Radwegbreite. Auch zwischen Wiesendamm und der Maria-Louisen-Straße gibt es regelmäßig Konflikte mit Wildparkern. An der Tankstelle an der Barmbeker Straße 86 wird der Radweg nahezu täglich durch Wildparker blockiert. Ein Ausweichen auf die Fahrbahn ist dann meist unumgänglich, wenn Radfahrer nicht regelwidrig auf dem Gehweg fahren wollen - auf eigenes Risiko im Falle eines Unfalls. Im weiteren Verlauf gibt es im Bereich der Sportplätze Konflikte mit rücksichtslosen Wildparken.


Barmbeker Straße 20, benutzungspflichtiger "Radweg" und Wildparker. Wie sollen sich Radfahrer hier überholen? - © Stefan Warda


Auch zehn Jahre nach Erneuerung, die eigentlich der einwandfreien Benutzbarkeit der benutzungpflichtigen "Radwege" dienen sollte, sind diese weiterhin nicht befahrbar. Im Bereich der Tankstelle könnten Poller den Wildparkern den Garaus machen, damit Radfahrer endlich freie Fahrt auf den Radwegen hätten. Für die "Fahrradstadt Hamburg" scheint dies nun unumgänglich. Wann werden benutzungspflichtige Radwege endlich dauerhaft benutzbar und konfliktfrei und bequem befahrbar?



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Wuppertal: Förderantrag zum Ausbau der Schwarzbachtrasse fristgerecht eingereicht

Wuppertal: New link to popular Nordbahntrasse planned


Wuppertal, Schwarzbachviadukt - © Stefan Warda


Wenn die optimistischen Prognosen der Wuppertal Bewegung zutreffen sollten, dann könnte schon im Sommer nächsten Jahres auf einem Abzweig zur Nordbahntrasse, der Schwarzbachtrasse, von Wichlinghausen nach Langerfeld geradelt werden. Höhepunkt der Trasse wäre der Viadukt über die Schwarzbach, der Radfahrern einen weiten Ausblick über die Stadtlandschaft im Tal der Wupper gewähren würde. Ein Antrag auf Fördermittel wurde Ende letzten Monats rechtzeitig beim Bundesumweltministerium eingereicht, so ein Bericht der WZ.

Auf der 1,8 Kilometer langen Bahnstrecke liegen sieben Brücken, darunter das 186 Meter lange Schwarzbachviadukt, sowie ein Tunnel. Die Schwarzbachtrasse würde rund 50.000 Einwohnern im Osten Wuppertals den Zugang zur Nordbahntrasse erleichtern und somit den Radverkehr in Wuppertal weiter stärken.


Wuppertal, Nordbahntrasse - © Stefan Warda


Die Nordbahntrasse verläuft auf dreiundzwanzig Kilometern nahezu kreuzungsarm und flach entlang der Talachse zwischen Vohwinkel, Elberfeld, Barmen, Nächstebreck und der Stadtgrenze mit Sprockhövel am Tunnel Schee. Die ebenerdigen Bahntrassenradverbindungen erleichtern den Wuppertalern das Radfahren in der topograhisch recht anspruchsvollen Stadtlandschaft und bieten einen Anreiz zum Umstieg auf das Fahrrad. Mit dem schon durchgeführten und geplanten Ausbau weiterer aufgelassener Bahnstrecken zu Bahntrassenradwegen bieten sich den Wuppertalern attraktive Verbindungen in die Umgebung und die Nachbarstädte.


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6. Oktober 2016

Soest muss die ausgezeichneten Schutzstreifen bis zum 31. Oktober entfernen

Soest has to erase cycle lane this month


Soest, Jakobistraße: Schutzstreifen - © Stefan Warda


Laut Soester Anzeiger muss die Stadt Soest die einzig wahren Schutzstreifen bis Ende diesen Monats entfernen lassen. Für die Markierung von Schutzstreifen in der Jakobistraße wurde die Stadt 2013 mit dem "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichent. Das Bundesverkehrsministerium fordert die Beseitigung, mit der Folge, dass dann wohl auch wieder in Soest aggressive Drängler Radfahrer mit unzureichendem Abstand überholen werden.

Mittlerweile hat die Stadt Castrop-Rauxel abweichend von den ursprünglich nach Soester Vorbild geplanten Schutzstreifen herkömmliche Gefährdungsstreifen im Dooringbereich eingerichtet. Nach dem Veto des Bundesverkehrsministerium zum Soester Schutzsteifenmodell sollen in der Castroper Wittener Straße und am Biesenkamp Radfahrer ebenfalls in die Dooringzone gelockt werden.


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