10. November 2013

Kehrtwende in Hamburgs Radverkehrspolitik?

Turnaround in Hamburg Bicycle Policy?


zukünftige Veloroute 8 - Steintorplatz
Zukünftige Veloroute 8, Steintorplatz

Viel Aufmerksam bekam in den vergangenen Tagen ein Antrag einiger SPD-Abegordneter in Hamburgs Bürgerschaft. Der Antrag beschäftigte sich mit der Führungsform des Radverkehrs in Hamburgs Straßenräumen. U.a. stimmte nun auch die SPD dem Rückbau von "Radwegen" und der Verlagerung des Radverkehrs von "Radwegen" auf die Fahrbahnen oder auf Radfahrstreifen zu. Auch solle der Radweg neben der Außenalster sicherer, komfortabler und attraktiver gestaltet werden.
Der Senat wird ersucht,
1. neben den laufenden Radverkehrsprojekten, wie dem Ausbau der Velorouten und der Verbesserung von Radverkehrsanlagen, an stark befahrenen Straßen, wie zum Beispiel entlang der Außenalster, die Fuß- und Radverkehrsführung sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten,
2.das bestehende Hamburger Radverkehrsnetz dahin gehend zu überprüfen, welche Radwege
a. erhalten bleiben können,
b. um- oder ausgebaut beziehungsweise durch markierte Radverkehrsführungen ersetzt werden sollten,
c. aufgehoben und gegebenenfalls ersatzlos zurückgebaut werden können,und die Ergebnisse der Überprüfung insbesondere im Rahmen des Straßenerhaltungsmanagements umzusetzen.


Beim Schlump /Bogenstraße
Beim Schlump / Bogenstraße

Fahrradbeauftragter der SPD-Fraktion Lars Pochnicht fordert - wie seit einigen Jahren auch schon die Grünen, bei jeder Straßensanierung den Ersatz alter herkömmlicher "Radwege" durch Radfahrstreifen zu überprüfen. Auch sollten stark befahrene Radfahrstrecken wie an der Straße An der Alster ausgebaut werden. Pegelzählungen der Wirtschaftsbehörde ergaben, dass dieses Jahr an einem Tag rund 10.000 Radfahrer den dortigen Radweg nutzten, ein Rekordwert für Hamburger Verhältnisse. Der Zweirichtungsradweg am Alsterufer windet sich im unübersichtlichen Slalom um Parkbuchten, Gehölzinseln und Müllcontainerystellflächen. Will die SPD Hoffnung auf Abhilfe machen?
So könnten dort auch Stellplätze wegfallen, um mehr Platz für Radler und Fußgänger zu erhalten, sagt SPD-Radexperte Pochnicht.

Hallerstraße
Hallerstraße

Hallerstraße
Hallerstraße

Sicherlich macht es Sinn "Radwege", die unbenutzbar sind, aufzugeben oder eine Alternative zu schaffen. Nicht ganz so glücklich scheinen Radfahrer am Siemersplatz mit den neuen Radfurten und Radfahrstreifen nach Umbau der Kreuzung im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms zu sein. Im NDR-Interview empfiehlt ADFC-Referentin für Verkehr Merja Spott auf den neuen Radfahrstreifen ganz besonders vorsichtiges Fahren:
Radfahrern auf dem Siemersplatz raten wir eben extrem vorsichtig zu sein. Man muss zurückstecken, obwohl man auch im Zweifel Vorfahrt hat.

Veloroute 3 - Bogenstraße / Beim Schlump
Veloroute 3 - Bogenstraße / Beim Schlump

Veloroute 3 - Bogenstraße / Beim Schlump
Veloroute 3 - Bogenstraße / Beim Schlump

Waren wir das nicht schon von den bisherigen "Radwegen" so gewohnt? Vorsicht an jeder Querstraße und Grundstückszufahrt, ob der rechtsabbiegende Autolenker auch wirklich den Schulterblick übt? Vorsicht an jeder Grundstücksausfahrt, ob der Autolenker auch den Blickkontakt mit uns aufnimmt? Vorsicht an parkenden Autos neben dem "Radweg", ob nicht gleich eine Tür uns gegen das Rad gestemmt wird? Vorsicht bei Fußgängern, ob die nicht gleich die Richtung ändern und quer über den Radweg laufen? Vorsicht bei freilaufenden Hunden auf dem Radweg, ob die nicht gleich ohne mein Einverständnis mit mir "spielen" wollen? Aber warum sollen wir zukunftig immer mehr auf Radfahrstreifen ausweichen, wenn wir dort "extrem" vorsichtig fahren sollen und - wie schon immer bei "Radwegen" an Querstraßen - auf unser Vorrecht verzichten?


Siemersplatz
Siemersplatz

Etwas anders verhält es sich vielleicht mit der Esplanade. Dort wurden die Fahrbahndecken saniert, doch nach dem Umbau blieb für Radfahrer alles so wie zuvor. Wer vom Hauptbahnhof Richtung St. Pauli entlang des Walrings radelt, für den endet an der Kreuzung Lombardsbrücke / Neuer Jungfernstieg / Esplande der benutzungspflichtige Radweg. Erst ab Stephansplatz hat es wieder einen benutzungspflichtgen Radweg, dazwischen entlang der Esplanade müssen Radler - ohne Aufleitung, ohne grüne Welle - auf die Fahrbahn. Alternativ dürfen sie im Schritttempo den Gehweg befahren. Eine Anfrage des Abgeordneten Till Steffen ergab, dassim Rahmen der Verkehrssicherheit keine Zeit für die Überprüfung der Radverkehrsführung bestand.
Nach Feststellung des Sanierungsbedarfs war zunächst die Gewährleistung der Verkehrssicherheit vorrangig. Der Straßenzustand erforderte eine möglichst baldige Sanierung. Die Anlage von Radfahr- beziehungsweise Schutzstreifen hätte eine zeitin-tensive Überplanung des Straßenquerschnittes erfordert und konnte deshalb zu die-sem Zeitpunkt nicht durchgeführt werden.

Esplanade / Neuer Jungfernstieg / Lombardsbrücke
Esplanade / Neuer Jungfernstieg / Lombardsbrücke: Hier hat es keine Aufleitung vom Radweg aus Richtung Lombardsbrücke auf die Fahrbahn

Das Fehlen der Aufleitung vom Radweg auf die Fahrbahn am Neuen Jungfernstieg scheint demnach absolut verkehrssicher zu sein. Radler werden an der Kreuzung mehrfach gegängelt, weil bei Grün für den Geradeausverkehr Radler stehen bleiben müssen, um die Rechtsabbieger durchzulassen. Wenn dann das Radlergrün kommt, müssen Radler mitten auf der Kreung warten weil dann der Querverkehr Grün hat. Wenn die Signale den Radler Grün zeigen, hat auch wieder der Geradeausverkehr auf der Fahrbahn Grün - für Radler wiederum keine Chance auf die Fahrbahn zu gelangen. Es fehlt eine Schleuse, die Radler vom Radweg auf der Lombardsbrücke zügig, sicher und komfortabel auf die Fahrbahn der Esplanade leitet - ohne mehrmaliges Warten. Das führt ansonsten zu Fehlverhalten.


Esplanade / Casino
Esplanade ohne Radverkehrsanlagen: Unsichere Radler dürfen auf dem Gehweg im Schritttempo geradeln


Alles andere als eine Veloroute: Beengte Verhältnisse auf Hamburgs meist befahrenem Radweg



Von einer Fahrradstadt ist Hamburg noch sehr weit entfernt. Ein Radweg wie an der Außenalster wäre in Kopenhagen nicht für den Zweirichtungsverkehr zugelassen, sondern wäre gemessen an seiner Breite das Minimum für den Einrichtungsverkehr. Die Kopenhagener Radwegphilosophie deckt sich auch mit Erkenntnissen aus den Niederlanden. Eine Studie im Auftrag des niederländischen Tranportministeriums empfiehlt innerstädtische Radwege für den Einrichtungsverkehr mit einer Mindestbreite von 2,25 Metern anzulegen. Schmalere Radwege führen zu Konfliktsituationen. Wer im Berufsverkehr morgens oder nachmittags den Radweg An der Alster befährt, der weiß sehr wohl, welche Konflikte gemeint sind. Fazit: Hamburg muss den Raum für den Radverkehr verdoppeln, um den kommenden Fahrradboom und den erwarteten Radverkehrsanteil von 18% gemäß der Radverkehrsstrategie zu bewältigen und tatsächlich fahrradfreundlicher zu werden.


http://hamburgize.blogspot.de/2013/06/hamburgs-radwege-gelten-allesamt-als.html










http://hamburgize.blogspot.de/2013/08/reine-nervensache-radfahren-zur-arbeit.html




Mehr . . . . / More . . . :

 
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8. November 2013

Baustellenreport

The Hamburg Art of Road Works: Old and New Highlights

Aktualisiert am 09.11.2013

Veloroute 5, Ballindamm - Baustelle
Veloroute 5, Ballindamm / Brandsende: Abgesperrter benutzungspflichtiger Radweg im Oktober 2013

Der diesjährige Propagandabericht der Witschaftsbehörde zum Stand des Radverkehrs in Hamburg orakelte wiederholt gute Bedingungen für Radfahrer an Baustellen. Doch Radfahrer sind nicht auf die Marketingstrategie der Wirtschaftsbehörde reingefallen. Baustellen bleiben ein ernsthaftes Ärgernis für Radfahrer. Leider verschleiert die Behörde diesen Missstand. 2012 bedachten Radler die Bemühungen der Hansestadt um gute Radwegeführungen an Baustellen beim Fahrradklima-Test mit der Note 5,17. 2005, vor der Umsetzung der Radverkehrsstrategie, gab es die Note 5,35. Eine grundsätzliche Verbesserung ist nicht erkennbar.

Veloroute 5, Ballindamm - Baustelle
Veloroute 5, Ballindamm / Brandsende im Jahr 2005: keine Radverkehrsführung an der Baustelle

Veloroute 5, Ballindamm - Baustelle
Veloroute 5, Ballindamm kurz vor Brandsende im Jahr 2006: gleicher Fehler wie beim ersten Bild, kein Baustellen-Fortschritt seit 2005/2006 am Ballindamm

Angesichts der fehlenden Selbstkritik im "Zwischenbericht zur Radverkehrsstrategie für Hamburg" bezüglich der Baustellenmisere stellt sich die Frage, was sich die radelnden Verfasser des Berichts im zuständigen Referat der Behörde dabei gedacht haben: Kritik ist nicht gewünscht, und Selbstkritik schon gar nicht? Hamburg ist immer noch weit davon entfernt an Baustellen regelkonforme und sichere Führungen für den Radverkehr selbstverständlich vorzuhalten.



Höhepunkte der Baustellenkunst

Veloroute 5, Ballindamm - Baustelle
Veloroute 5, Ballindamm an der Binnenalster im September 2013: Wegen der Baustelle auf dem Gehweg sollen Fußgänger auf den benachbarten Radweg ausweichen. Gleichzeitig sollen Radler, die am Ballindamm generell auf der Fahrbahn fahren dürfen, wegen der Baustelle auch zusätzlich in Konflikt mit Fußgängern auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg geraten. Die B-Pflicht endet am Ende der Baustelle an der folgenden Ampel. Dort darf der Radfaheer wieder auf die Fahrbahn - siehe Fehler 2 im Baustellenfortschrittsbericht

Veloroute 5, Ballidamm - Baustelle
Veloroute 5, Ballindamm an der Binnenalster: Zwar dürfen Radler generell auf der Fahrbahn fahren, doch wegen einer Baustelle am Gehweg am Ufer zur Binnenalster müssen auch Radler stadtauswärts Radwege benutzen. Sie dürfen stadtauswärts nicht mehr die Fahrbahn befahren, sondern haben nun die Walh zwischen rechtem Radweg vor dem HAPAG-Gebaäude und dem gemeinsamen Geh- und Radweg auf der Wasserseite -siehe Fehler 9 im Baustellenfortschrittsbericht

Ludwig-Erhard-Straße - Baustelle
Ludwig-Erhard-Straße bei der Zitronenjette: Das "Radfahrer absteigen"-Schild, das zwischenzeitlich abhanden kam, ist wieder erneuert worden. Doch hat es überhaupt keine Bewandtnis für Radfahrer. Auf einem benutzungspflichtigen Radweg gibt es keine Absteigepflicht. Andernfalls müssten Radler auf die Fahrbahn ausweichen dürfen - siehe Fehler 5 im Baustellenfortschrittsbericht

Ludwig-Erhard-Straße - Baustelle
Ludwig-Erhard-Straße bei der Zitronenjette im September 2013: Die Baustelle ohne Absteigehinweis und mehr . . .

Hoheluftchaussee - Baustelle
Hoheluftchaussee: Der benutzungspflichtige Radweg endet abrupt ohne jegliche Weiterführung an der Baustelle. Radfahrer müssen dort auf die Fahrbahn ausweichen. Diese Baustelle wird noch einige Monate andauern - siehe Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht

Hoheluftchaussee - Baustelle
Hoheluftchaussee: Die fehlende Aufleitung auf die Fahrbahn führt zu Fehlverhalten der Radfaher.

Hoheluftchaussee - Baustelle
Hoheluftchaussee: Radler müssen die Baustelle auf der Fahrbahn passieren

Hoheluftchaussee - Baustelle
Hoheluftchaussee: Am Ende des Baustellenbereichs ist der beginnende benutzungspflichtige Radweg sogar noch abgesperrt. Dies führt zu Fehlverhalten der Radler, wie im bild erkennbar.

Amsinckstraße - Baustelle
Amsinckstraße: Im Baustellenbereich gibt es nur einen Radweg. Fußgänger müssen hier auf die Fahrbahn ausweichen, doch das provoziert Fehlverhalten und Fußgänger benutzen ebenfalls den Radweg. Der "freundliche" Hinweis vom Rad abzusteigen ist nicht ernst zu nehmen, da kein Verkehrszeichen das Radfahren verbietet, und kein Verkehrszeichen den Fußgängerverkehr auf dem Radweg erlaubt

Amsinckstraße - Baustelle
Amsinckstraße / Nagelsallee im Oktober 2013: Der benutzungspflichtige Radweg ist abgesperrt, es gibt keine alternative Führung - siehe Fehler 3 Baustellenfortschrittsbericht

Glockengiesserwall - Baustelle
Glockengießerwall im Oktober 2013: Fassadenkletterei auf dem benutzungspflichtigen Radweg. Der Radweg bleibt dafür alternativlos gesperrt, keine umleitung, keine Ausweichführung. Radfahrer mussten daher auf die Fahrbahn wechseln. Dass dies auch anders geht beweisen andere Städte - siehe andere Städte "können" Baustellen im Baustellenfortschrittsbericht

Eppendorfer Baum - Baustelle
Eppendorfer Baum im September 2013: Der "Radweg" endet an der Baustelle. Ab dort dürfen Radfahrer ihr Radl auf dem Gehweg schieben oder über die Absperreungen heben, um auf der Fahrbahn weiter zu radeln - siehe Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht
  
Kollaustraße - Baustelle
Kollaustraße / Busbeschleunigung im Oktober 2013: Im Baustellenbereich hat es nur noch einen Radweg. Dies führt zu Fehlverhalten der Fußgänger, die eihentlich auf der Fahrbah gehen müssen - siehe auch im Baustellenfortschrittsbericht


Kollaustraße / Osterfeldstraße - Baustelle
Kollaustraße / Osterfeldstraße - Busbeschleunigung im Oktober 2013: Auch das XXL-Radwegschild kann keinen Radweg machen, wo keiner ist. Der Radweg endet vor der Baumaßnahme, Radler müssen auf die Fahrbahn ausweichen - siehe Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht

Kollaustraße / Osterfeldstraße - Baustelle
Kollaustraße / Osterfeldstraße - Busbeschleunigung im Oktober 2012: Der XX-Radwegschild-"Radweg" verendet an der Baumaßnahme, Radler müssen hier mal wieder auf die Fahrbahn - siehe Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht

Lokstedter Steindamm - Baustelle
Lokstedter Steindamm im Oktober 2013: An der Baustelle führt kein Gehweg entlang
  
Lokstedter Steindamm - Baustelle
Lokstedter Steindamm im Oktober 2013: Der fehlender Gehweg führt zu zahllosem Fehlverhalten der Fußgänger, die hier gemäß der StVO auf der Fahrbahn gehen müssen


Lokstedter Steindamm - Baustelle
Lokstedter Steindamm im Oktober 2013: Links sollen Fußgänger gehen, rechts die Radler fahren. Die Anordnung wird leider von kaum jemandem akzeptiert und führt zu massenhaften Regelverstößen.

Schanzenstraße / Lagerstraße - Baustelle
Schanzenstraße / Lagerstraße: Eine Dauerbaustelle macht die Schanzenstraße zwischen Neuer Pferdemarkt und Ludwigstraße Richtung Norden zur Einbahnstraße. In Gegenrichtung gibt es eine Umleitungsstrecke, ansonsten dürfen Radfahrer nur als Anlieger oder Anwohner die Fahrbahn benutzen. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass entlang der Baustelle der vorhandene "Radweg" zumindest mit einspurigen Rädern benutzt werden darf und kann - siehe auch Fehler 8 im Baustellenfortschrittsbericht

Schanzenstraße / Bartelsstraße - Baustelle
Schanzenstraße / Bartelsstraße: Ab hier dürfer Radfahrer nur noch als Anwohner auf die Fahrbahn, obwohl ohne Baustelle bei wesentlich mehr Autoverkehr Radfahrer grundsätzlich mangels Radweg-Zwang auf die Fahrbahn dürfen

Schanzenstraße 3-1 - Baustelle
Schanzenstraße 3-1: Der schmale "Radweg" neben der Baustelle Richtung Neuer Pferdemarkt / Schulterstraße ist immerhin mit einspurigen Rädern befahrbar. Hinweise dazu fehlen aber an den Straßensperrungen

Schanzenstraße / Schulterblatt - Baustelle
Schanzenstraße / Schulterblatt: Hier geht es ungehindert geradeaus zum Neuer PFerdemarkt. Doch dazu fehlte jegliche Information an den Straßensperrungen zuvor



Baustellenfortschrittsbericht bewirkte Veränderung

Wenige Tage nach Veröffentlichung des Baustellenfortschrittsberichts reagierte die Straßenverkehrsbehörde beim PK16 und änderte erneut die Radverkehrsführung an der Dauerbaustelle auf dem Heiligengeistfeld bei der Kreuzung Budapester Straße / Glacischaussee / Simon-von-Utrecht-Straße. Nach mehrmonatiger Unterbrechung wurde erneut das Radfahren auf der Fahrbahn entlang der Budapester Straße (mit VZ254) verboten. Ergänzend wurde erneut (nach mehrmonatiger Unterbrechung) der Zweirichtungsverkehr auf dem in Fahrtrichtung Norden linken Radweg zwischen Millerntorplatz und Simon-von-Utrecht-Straße angeordnet. Somit dürfen derzeit Radfahrer Richtung St. Pauli / Altona nicht mehr direkt links in die Simon-von-Utrecht-Straße abbiegen, was sie zuvor mehrere Monate lang mussten (siehe Fehler 7 im Baustellenfortschrittsbericht).


Budapester Straße / Heiligengeistfeld - Baustelle
Budapester Straße / Glacischaussee im September 2013: Erneut Radfahrverbot auf der Budapester Straße

Budapester Straße / Heiligengeistfeld - Baustelle
Budapester Straße / Glacischaussee im Juli 2013: Kein Radfahrverbot auf der budapester Straße, außerdem kein linker Zweirichtungsradweg

Budapester Straße / Heiligengeistfeld - Baustelle
Budapester Straße / Glacischaussee im September 2013: Erneut Radfahrverbot auf der Budapester Straße

Budapester Straße / Heiligengeistfeld - Baustelle
Budapester Straße / Glacischaussee im September 2013: Kein Radfahrverbot auf der Budapester Straße, kein Zweirichtungsradweg auf der linken Straßenseite

Budapester Straße / Millerntorplatz im September 2013: Wieder eingerichteter Zweirichtungsverkehr nach mehreren monaten Unterbrechung

Budapester Straße / Millerntorplatz im Mai 2012: Kein Zweirichtungsradweg - Radfahrer mussten während der Bauphase auf der Fahrbahn fahren

Budapester Straße / Simon-von-Utrecht-Straße im September 2013: Wieder eingerichteter Zweirichtungsverkehr nach mehrmonatiger Unterbrechung



Mehr . . . / More . . . :
  • Alles über die Baustelle auf dem Heiligengeistfeld an der Kreuzung Budapester Straße / Glacischaussee / Simon-von-Utrecht-Straße.

3. November 2013

Radfahr- und Schutzstreifen für den Rödingsmarkt

Bike Lanes for Rödingsmarkt


Rödingsmarkt
Bald Veloroute 11: Radfahr- und Schutzstreifen für den Rödingsmarkt


Was lange währt wird endlich gut? Vor rund fünfzehn Jahren plante die Baubehörde am Rödingsmarkt einen Zweirichtungsradweg unter dem Hochbahnviadukt anzulegen, ähnlich der schon vorhandenen Trasse bei Vorsetzen und Johannisbollwerk. Die Planung konnte damals noch abgewendet werden. Der Zweirichtungsradweg hätte schließlich bedeutet, dass Radfahrer zu Beginn an der Osrt-West-Straße und am Ende bei der Schaartorbrücke vom rechten Fahrbahnrand zum mittigen Radweg und wieder zurück zum rechten Radweg hätten wechseln müssen, natürlich ampelgesteuert und ohne grüne Welle. Damals dürfte noch ohne stressigen Fahrbahnteilwechsel mit den Autos auf der Fahrbahn geradelt werden.


Elberadweg, Vorsetzen - Zweirichtungsradweg
Vorsetzen: Zweirichtungsradweg unter dem Hochbahnviadukt in Mittellage der Straße. Dieser Radweg war Vorbild für einen geplanten Radweg am Rödingsmarkt


Wenige Jahre später wurde die Veloroute 12 vom Rathaus zum Alten Elbtunnel eingerichtet. Diese mündet vom Alten Wall kommend in den Rödingsmarkt. Bis kurz vor der Ludwig-Erhard-Straße wird die Fahrbahn benutzt. Unmittelbar vor der Ampel sollen Radfahrer per Benutzungszwang (wegen der Räumzeitenanpassung zugunsten des Autoverkehrs) auf einen Stummelradweg, fahren dann über die Querstraße und anschließend auf dem kurzen Radwegstückchen bis Herrlichkeit. Dieser kurze Radweg wurde im Zuge des Ausbaus für die Veloroute 12 eingerichtet. Die Planer gingen damals davon aus, dass alle Radfahrer mit dem Bau der Veloroute in die kleine Nebenstraße Herrlichkeit abbiegen sollten. Wer jedoch geradeaus weiter entlang des Rödingsmarktes radelte, musste sich bei Herrlichkeit ohne eine Aufleitungsmöglichkeit wieder auf die Fahrbahn einfädeln. Diese Fehlplanung provozierte Fehlverhalten der Radler, die statt abzubremsen um den Autoverkehr passieren zu lassen immer auf dem Gehweg weiterradelten. Später entfiel zumindest die Benutzungspflicht für den Radweg zwischen Ludwig-Erhard-Straße und Herrlichkeit. Vor der Kreuzung gilt allerdings wegen der Räumzeit weiterhin der Benutzungszwang.


Veloroute 12

Veloroute 12 - Alter Wall
Veloroute 12, Alter Wall / Rödingsmarkt

Veloroute 12, Rödingsmarkt / Ludwig-Erhard-Straße
Veloroute 12, Rödingsmarkt / Ludwig-Erhard-Straße

Veloroute 12, Rödingsmarkt / Ludwig-Erhard-Straße
Veloroute 12, Rödingsmarkt / Ludwig-Erhard-Straße

Veloroute 12, Rödingsmarkt, Ludwig-Erhard-Straße
Veloroute 12, Rödingsmarkt / Herrlichkeit

Veloroute 12, Rödingsmarkt, Ludwig-Erhard-Straße
Veloroute 12, Rödingsmarkt / Herrlichkeit: Fehlende Aufleitung auf die Fahrbahn provoziert Fehlverhalten

Veloroute 12, Rödingsmarkt / Herrlichkeit
Veloroute 12, Rödingsmarkt / Herrlichkeit


In Gegenrichtung von der Binnenhafenbrücke kommend gibt es keine Radverkehrsanlagen im Rödingsmarkt. Selbst über die Ost-West-Straße darf mittlerweile im Mischverkehr auf der Fahrbahn geradelt werden.

Seit Ende Oktober bis Anfang Dezember lässt die BWVI nun Radfahr- und Schutzstreifen am Rödingsmarkt einrichten.
In der Zeit vom 28.10.2013 bis 1.12.2013 führt der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Straßenbauarbeiten in der Straße Rödingsmarkt zwischen Graskeller/Großer Burstah und Schaartorbrücke/Kajen durch. Im Zuge des Ausbaus der Veloroute 11 entstehen hier Radfahrstreifen bzw. Schutzstreifen auf einer Länge von rund 500 Metern. Der Verkehr wird während der Bauarbeiten weitgehend aufrechterhalten. Zeitweise kommt es zu Fahrbahneinengungen, Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle jederzeit passieren.
Mit den neuen Radfahr- und Schutzstreifen im Rödingsmarkt wird vermutlich nun auch der Verlauf der Velorouten  11 und 12 zwischen Rathaus und Alter Elbtunnel verändert. Statt den Umweg über Herrlichkeit geht es nun direkt entlang des Rödingsmarkts. Vor zehn Jahen konnten sich die Planer in Hamburgs Behörden noch nicht vorstellen, dass Radfahrer auf dem "gefährlichen" Rödingsmarkt, der dem Autoverkehr verbehalten bleiben sollte, radeln. Allerdings hat es in auf dem Veloroutenabschnitt entlang Herrlichkeit so gut wie keine Radler gegeben. Der Ort ist schließlich genau das Gegenteil von Herrlichkeit. Radler sollten unter einem Parkhaus hindurchfahren, Die Ausblick auf den Alsterfluss war durch parkenden Autos versperrt, abends und nachts war die Straße eher ein Unort als eine einladende Veloroute mit sozialer Kontrolle.



Unbekannte "herrliche" Veloroute 12

Veloroute 12, Herrlichkeit
Veloroute 12, Herrlichkeit

Veloroute 12, Herrlichkeit
Veloroute 12, Herrlichkeit

Veloroute 12, Herrlichkeit
Veloroute 12, Herrlichkeit



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