14. August 2015

Redesign der missratenen "Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg soll im Oktober erfolgen

Renewal of fake cycle street should start in October

Aktualisiert um 12:10
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Veloroute 4, Harvestehuder Weg - Fakefahrradstraße


Der im Januar angekündigte Umbau der verplanten "Fahrradstraße" am Harvestehuder Weg im Verlauf der Veloroute 4 soll nun im Oktober erfolgen.

Zwischenzeitlich schaltete die Behörde ein Onlinebeteiligungportal und holte ein Gutachten ein. Die Verkehrsbehörde will nun zwei Forderungen der Radfahrer erfüllen: Der alte Radweg im Alstervorland soll weitgehend erhalten bleiben, eine Forderung von Eltern und anderen Radlern, so das Abendblatt. Die Parktaschen auf der Fahrradstraße, die zu Staus und Slalomfahrten führen, sollen entfernt werden. Das Gutachten stellte fest, dass die häufigsten Konflikte auf der Fakefahrradstraße aus dem Überholen von Radfahrern mit zu geringem Seitenabstand und Misschtung des Radfahrervorrangs resultierten.


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Veloroute 4, Harvestehuder Weg - FahrradAutostraße

Am 2. Oktober sollen die Pläne für die zweite Version der Fahrradstraße am Harvestehuder Weg vorgestellt werden. Offenbar sollen die Parkstände auf der Fahrradstraße nicht ganz verschwinden, denn die Neuordnung des Parkens soll mit neuen Markierungen mit einem Kostenaufwand von 1.000 bis 5.000 Euro verwirklicht werden. Die Grünanlagen sind für Markierungen eher ungeeignet.


Harvestehuder Weg vor dem Umbau zur Fakefahrradstraße

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Harvestehuder Weg mit durchgehend zwei Fahrspuren

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Harvestehuder Weg hatte vor dem Umbau durchgehend zwei Fahrspuren. Platz für Stehzeuge gab es auf den Nebenflächen



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5. August 2015

Fakeradweg Beim Schlump beseitigt - Aufregung beim Blatt mit den großen Buchstaben

Fake cycle track eliminated


Beim Schlump: Aufregung wegen Entfernung eines Fakeradwegs


Der Fakeradweg in der Straße Beim Schlump zwischen Bundesstraße und Gustav-Falke-Straße soll laut einer Meldung der Journallie mit den großen Buchstaben entfernt worden sein. Von einem "Schildbürgerstreich" ist nun die Rede. Worum geht es? Bislang gab es einen nur einen Meter breiten "Radweg" zwischen legal abgestellten Stehzeugen und dem Gehweg. Aufgrund der Dooringgefahr war dieser Fakeradweg aber nicht benutzbar. Das PK17 hatte vor fünf Jahren das Gehwegradeln neben dem Fakeradweg erlaubt. 2005 war die Fakeradwegbenutzungspflicht entfallen. Ohnehin bevorzugten wegen der Baumwurzelschäden im Radwegbereich fast alle Radler die Benutzung des Gehwegs neben dem Fakeradweg - auch schon vor Freigabe des Gehwegs für den Radverkehr. Fußgänger mussten sich also schon seit vielen Jahren mit Radlern arrangieren, weil die Stadt Hamburg dem Autoverkehr den absoluten Vorrang einräumte.

Laut Journallie kämen an der Bushaltestelle Bundesstraße wegen des Fakeradwegrückbaus nun Radler, Passanten und Fußgänger ins Gehege. Doch auch bei Haltestellen mit Radwegen gibt es immer wieder mächtig Ärger zwischen den Verkehrsteilnehmern, weil z.B. wartende Fahrgäste den Radweg blockieren. Im betroffenen Fall hat sich die Journallie darüber aber ausgeschwiegen. Auch hatte sie unerwähnt gelassen, dass das Radeln in der Dooringzone gefährlich ist. Ein Schilderbürgerstreich war es vielmehr das Parken unmittelbar neben dem "Radweg" anzuordnen. Aber das hätte das Weltbild der Journallie ins wanken gebracht, denn der Autoverkehr müsse schließlich Vorrang haben gegenüber den Radfahrern, die überwiegend keine Kfz-Steuern bezahlen.

Übrigens war im Rahmen der Busbeschleunigung entlang der Grindelallee schon der Radweg in der Straße Beim Schlump zwischen Grindelberg und Bundesstraße entfernt worden. Bleibt noch die hoffnung, dass der begonnene Radfahrstreifen bis zum U-Bahnhof Schlump verlängert wird. Bislang aber wird ab Bogenstraße auf der rechten Fahrspur immer noch Platz für Stehzeuge vorgehalten.


Radspur Beim Schlump / Grindelallee

Radspur Beim Schlump / Bogenstraße

Beim Schlump / Geomatikum: Hier fehlt eine Radspur


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Stormarner Straße ohne Gehwegradelzwang

Less sidewalk cycling in Hamburg


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Siebzehn Jahre lang war die Gehwegbenutzungspflicht in der Stormaner Straße widerrechtlich angeordnet. Erst nach einer erneuten Überprüfung fiel auf, dass die Vorraussetzungen für eine Benutzungspflicht nicht gegeben sind


Die Straßenverkehrsbehörde beim PK37 ist endlich im Jahr 2015 zur Einsicht gekommen, dass die Gehwegbenutzungspflicht in der Stormarner Straße nicht StVO-konform ist. Am 15. Juni wurde die Anordnung zur Aufhebung der Benutzungspflicht von Lauenburger Straße bis Eilbektal erlassen. Radler konnten beim Einhalten eines Sicherheitsabstand zu Stehzeugen auf dem Gehweg wegen Dooring weder Fußgänger auf dem Gehweg überholen, noch entgegenkommenden Fußgängern ausweichen.


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Das VZ240 soll entfernt werden, der bis zur Lauenburger Straße geführte Radfahrstreifen in den Mischverkehr übergeleitet werden

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Diesen Gehweg sollten sich Stehzeuge, Fußgänger und Radler bislang teilen


Für die Langenhorner Chaussee werden derzeit allerdings die Vorraussetzungen für einen neuen Gehwegradelzwang geschaffen. Bislang gab es dort zwar Verkehrszeichen 237, aber keine Radwege.


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Radfahrstreifen am Gänsemarkt sowie Radfahrer auf der Mönckebergstraße bei Busfahrer unbeliebt

Bus driver does not like cycle lane at Gänsemarkt and cyclists on Mönckebergstraße 


http://hamburgize.blogspot.de/2014/02/kritische-radspur-soll-am-gansemarkt.html

Viele Unfälle mit Linienbussen

Genevieve Wood vom Hamburger Abendblatt begleitete HHA-Busfahrer Dennis Last im Metrobus auf der Linie M5 und schaute ihm bei der Arbeit über die Schulter. Zahlreiche Unfälle mit Bussen, bei denen auch Fahrgäste verletzt wurden, ereigneten sich in diesem Jahr. Viele dieser Unfälle wurden von Autofahrern verursacht, die regelwidrig über die in Straßenmitte gelegenen Busspuren wenden wollten und sich dabei quer vor einen herannahnenden Bus legten. Von Januar bis Mai soll es 723 Kollisionen gegeben habe, zu 60% sollen allerdings Busfahrer die Verursacher gewesen sein.


"Kommunaltrasse" in der Mönckebergstraße, Teilstück der Velorouten 7, 8, 9 und 10

"Radfahrer sind die Schlimmsten"

Trotz der schweren Unfällen mit wendenden Autofahrern seien für Busfahrer Dennis Last allerdings "Radfahrer die Schlimmsten". Er mag Radfahrer nicht gern auf der Mönckebergstraße, die Teilstück mehrerer Velorouten ist, und auf der Busse, Taxen und Radler (und zeitlich befristet auch der Lieferverkehr) sich bei Tempo 25 verträglich die Fahrbahn teilen sollen. Kritik übt er auch am neuen Radfahrstreifen an der Haltestelle Gänsemarkt. In seinen Augen sei die dortige neue Verkehrsführung "nicht optimal gelöst".

In meinen Augen ist das hier nicht optimal gelöst.

An der Bushaltestelle Neuer Pferdemarkt wurde mittlerweile auch die Radverkehrsführung erneuert. Statt auf einem historischen Radweg werden Radler links um die Busspur über eine neue Radspur geleitet. Somit sind Radfahrer an der Haltestelle nicht von wartenden oder ein- und aussteigenden Fahrgästen betroffen. Ob Busfahrer Dennis Last erfreut sein wird?


Neugestaltete Bushaltestelle Stresemannstraße / Beim Grünen Jäger





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3. August 2015

Irreführende Wegweisungen - Radtouristen sollten Kleve besser meiden

Misleading signposts: Cycle tourists should avoid Kleve

Aktualisiert um 19:16 Uhr
Kleve, Kavarinerstraße / Hafenstraße, Fußgängerzone: Fragwürdige Wegweisungen - © Stefan Warda


Kleve, die 50.000 Einwohner große Grenzstadt zu den Niederlanden, ist wenig einladend für Radfahrer. Trotz der unmittelbaren Nähe zu den radverkehrsfreundlichen Niederlanden sind die Klever bemüht, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Hoffnungsschimmer mag die Bewerbung um die Aufnahme in die "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Kommunen in NRW" (AGFS) sein. Bei einem Aufenthalt in Kleve gibt es viele Unstimmigkeiten zu entdecken.


Kleve, Bahnhofstraße: Radwegbenutzungspflicht (VZ241) neben 90 cm breitem Fakegehweg - © Stefan Warda

In der gesamten Stadt fällt auf, dass Radwege nahezu ausnahmslos benutzungspflichtig sind. Selbst solche Radwege sind benutzungspflichtig, neben denen keine ausreichend breiten Gehwege angelegt sind. In unmittelbarer Bahnhofsnähe beträgt die Gehwegbreite neben dem Radweg lediglich 90-110 cm. Fußgänger können sich dort nicht einmal begegnen, ohne dass sie zwangsläufig auf den benutzungspflichtigen Radweg ausweichen.


Kleve, Bahnhofstraße: Radwegbenutzungspflicht (VZ241) neben 1,1 Meter breitem Fakegehweg - © Stefan Warda

Gleich mehrfach verführt die Wegweisung rund um den Innenstadtbereich und in der Innenstadt Radfahrer auf abenteuerliche Wegeführungen. Gemeinhin werden Radfahrer mit Fußgängern gleichgesetzt, denn die Wegweisung empfiehlt Radler grundsätzlich durch Fußgängerzonen zu radeln, obwohl dies nur zu bestimmten Tageszeiten erlaubt ist. Lediglich vom 1. April bis 30. November und dann nur zwischen 20 Uhr und 8 Uhr ist das Radeln bei Schritttempo in der Fußgängerzone erlaubt. Wozu dann die Wegweiser, wenn Radler quasi nur nachts durch die Fußgägnerzone dürfen? Und wo bleibt eine alternative Wegweisung als Umleitung für die restlichen Tages- und Jahreszeiten, währenddessen Radeln in der Fußgängerzone verboten bleibt?


Kleve, Kavarinerstraße / Hafenstraße: Die Radroute führt durch eine Fußgängerzone, in der Radeln nur zwischen 20 Uhr und 8 Uhr erlaubt ist. Eine Umleitung für die Sperrzeiten ist nicht angegeben - © Stefan Warda

Kleve, Kavarinerstraße / Hafenstraße - Fußgängerzone - © Stefan Warda

Kleve, Herzogstraße / Minoritenstraße: Die Radroute führt durch die Fußgängerzone, die jedoch nur für zwölf Stunden täglich für den Radverkehr freigegeben ist. Eine Umleitung für die Sperrzeiten fehlt - © Stefan Warda

Kleve, Große Straße / Kavarinerstraße: Wegweisung mitten in der Fußgängerzone - © Stefan Warda

Kleve, Große Straße / Fischmarkt:
Diese Personen haben sich dem Radverkehrsleitbild der Stadt Kleve angepasst. Fußgänger, die Fahrräder schieben - © Stefan Warda

Kleve, Stechbahn / Große Straße: In diesem Teil der Fußgängerzone im Verlauf einer Radroute ist Radeln nur von April vis  November und dann auch nur zwischen 20 und 8 Uhr erlaubt. Der Buslinienverkehr ist hier jedoch ganzjährig erlaubt - © Stefan Warda

Kleve, Stechbahn / Große Straße - Fußgängerzone: Bulinienverkehr uneingeschränkt erlaubt, Radverkehr dagegen temporär eingeschränkt - © Stefan Warda



An anderer Stelle weist die Wegweisung Radler zum Verstoss gegen das Verbot der Einfahrt an. Am Kleinen Markt wird Radlern empfohlen durch eine nicht freigegebene Einbahnstraße entgegen der Fahrtrichtung zu radeln, und dann weiter durch eine ganzjährig nicht freigegebene Fußgängerzone.


Kleve, Kleiner Markt / Probsteistraße: Verbot der Einfahrt im Verlauf der Radroute - © Stefan Warda

Kleve, Kirchstraße / Kleiner Markt: Fußgängerzone ohne Radfreigabe im weiteren Verlauf der ausgewiesenen Radroute - © Stefan Warda


Nicht so genau nehmen es die Klever mit ihrem Buslinienverkehr. Eine Kampfbuslinie durchfährt die Fußgängerzone der Großen Straße, obwohl diese weder für Kfz noch für Buslinenverkehr freigegeben ist.


Kleve, Große Straße / Wasserstraße: Kampflinienbus in der Fußgängerzone. Der Buslinienverkehr ist hier nicht erlaubt - © Stefan Warda

Kleve, Große Straße / Gerwin: Während der Buslinienverkehr in diesem Abschnitt der Fußgängerzone zeitlich uneingeschränkt freigegeben ist, dürfen Radfahrer hier nur von April bis November zwischen 20 Uhr und 8 Uhr radeln - im Schritttempo - © Stefan Warda


Entlang der Hauptverkehrsstraßen ist Radeln nicht sonderlich vergnüglich. Auf der Emmericher Straße verlaufen schmale benutzungspflichtige Fakeradwege abschnittsweise in der Dooringzone unmittelbar am Fahrbahnrand, in der Tiergartenstraße in Richtung Nijmegen sollen Radler abmarkierte Gefärdungsstreifen in der Dooringzone benutzen.


Kleve, Tiergartenstraße: Gefährdungsstreifen - © Stefan Warda


Vielleicht kann die Bewerbung zur Aufnahme in den Club der "fahrradfreundlichen Städte" bewirken, dass nach einer Abnahme die Experten der AGFS der Stadt Kleve die eine oder andere Auflage zur Besserung auferlegen. Doch um fahrradfreundlicher zu werden bedürfte es nur eines Besuchs der rund 25 Kilometer entfernten fahrradfreundlichen Stadt Nijmegen, und danach den desolaten Radverkehr entsprechend zu koordinieren.



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