21. November 2011

Erfolg: München jetzt bei 17% Radverkehrsanteil


Success: Munich now with 17% cycle share

Los geht´s: Radlspaß auf breiten Radfahrstreifen . . .

München soll mittlerweile einen Radverkehrsanteil von 17,4% erreicht haben (Hamburg derzeit bei 12,2%). Dies berichtet heute die Süddeutsche Zeitung. Mittlerweile denkt man in München an einen Radverkehrsanteil von 25% für das Jahr 2021 und möchte weitere neue Radfahrstreifen auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren anlegen, sowie die komplizierte Innenstadtpassage Odeonsplatz - Marienplatz verbessern. Zwar gibt es wie in anderen Städten auch immer noch viele enge veraltete Radwege, doch Münchens Rezept scheint aufzugehen. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit mit der Radlhaupstadtkampagne und ein mutiger und beherzter Ausbau mit neuen Radfahrstreifen statt Autoverkehrsfläche bringt die Münchner aufs Radl. Unter den deutschen Metropolen Hamburg, Berlin, Köln und München ist die Radlhauptstadt derzeit vorbildlich. Weiterhin viel Erfolg für die Radlhauptstadt


Novemberradeln in der Radlhauptstadt


. . . in München . . .
. . . zur morgendlichen Rushhour.
Es zeigt sich: die breiteren Radfahrstreifen . . .

 . . . sind dringend notwendig geworden . . .
. . . , um dem Trend gerecht zu werden
An den alten zu schmal ausgebauten . . .
. . . Radwegen stauen sich die Radfahrerströme . . .

. . . zu längeren Schlangen
































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19. November 2011

Schlechte Angewohnheiten (2) - Die gefährliche Baustelle

Bad habits (2) - Dangerous road works

Baustelle Budapester Straße / Heiligengeistfeld
Reingefallen: Der arme Radfahrer will nach links abbiegen, doch die Furt über die Straße ist gesperrt. Eine Umleitung ist nicht ausgeschildert, umso überraschter der Radfahrer, denn vor der Kreuzung war nicht erkennbar, dass die Radverkehrsführung unterbrochen ist. Der Autoverkehr kann ja schließlich ungehindert fliessen, nur warum nicht der Radverkehr . . . ?

Wie so oft sind Baustellen wahre Fallen für Radfahrer. Momentan tut sich eine böse und gefährlich Falle am Hamburger Dom auf. Wer dort zum ersten Mal vorbeifährt macht ggf. ein riskantes Verkehrsvergehen, beim zweiten Mal wird er sich rechtzeitig vor der Baustelle eine andere Führung aussuchen.

Die Folge: Radfahrer suchen sich dann ihre eigenen Weg und begeben sich u.U. auch in Gefahren. Schuld ist aber die misslungene Radverkehrsführung, versagt haben der Baustellenausführer und die verantwortliche Straßenverkehrsbehörde.
 
Die Folge: Auch Fußgänger suchen eine Querungsmöglichkeit und umgehen die Absperrungen

Warum konnte hier keine provisorische, mobile Baustellenampel für Radfahrer und Fußgänger eingerichtet werden??

Allein schon wegen des Doms und des St. Pauli-Stadions sollte eine Fußgängerquerung eingerichtet werden. Nun aber laufen viele Fußgänger ungesichert über die Kreuzung.

Da hat es sich mal wieder jemand zu einfach gemacht und nicht an die schwächeren Verkehrsteilnehmer gedacht . . .


Warum? Wieder einmal haben die Baustellenausführer absolut versagt, den Radverkehr vergessen und die Aufsichtsbehörde bei der Straßenverkehrsbehörde kümmert sich nicht drum. Laut VwV-StVO müsste eine sichere Verkehrsführung vorgesehen werden, notfalls auch eine Umleitung für den Radverkehr eingerichtet und ausgeschildert werden. Diese fehlt aber vollkommen, der benutzungspflichtige Radweg ist lediglich gesperrt, die Verkehrsführung bleibt unklar. Der Autoverkehr in der gleichen Richtung ist nicht von der Baustelle betroffen und fliesst uneingeschränkt und eindeutig.

Hamburg ist zunächst erstmal Autostadt

Legal gemäß der VwV-StVO können Radfahrer derzeit im Mischverkehr auf der Fahrbahn fahren (eine Radverkehrsführung muss für den Ortsunkundigen eindeutig erkennbar sein), wenn sie nach Links abbiegen wollen, aber auch am rechten Fahrbahnrand schieben, wenn der Dom abends zu voll ist (§25 StVO).

Phase 1: In den ersten Wochen der Baustelle war lediglich die Furt zum Abbiegen nach Links in die Simon-von-Utrecht-Straße gesperrt. Die Sperrung war jedoch nicht absehbar zu Beginn des benutzungspflichtigen Radweges (beim VZ 237). Erstmal auf dem Radweg mussten Radfahrer bis zur nächsten legalen Querungsstelle am St. Pauli-Schwimmbad fahren, dort die Budapester Straße queren und dann zurückradeln, oder falls Ortskenntnissse vorhanden sich dann ggf. die Rückfahrt abkürzen durch die Detlev-Bremer-Straße (gestrichelte Linie).[Quelle: Luftbildkarte 1:5000, aus Stadtkarte von Hamburg, Ausgabe 2008, 6. Auflage auf DVD. Vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung,www.geoinfo.hamburg.de]
Phase 1: Am Beginn des Radweges ist nicht erkennbar, dass Radfahrer nicht mehr nach Links abbiegen können

Phase 1

Phase 2: Seit dieser Woche ist der straßenbegleitende Radweg abgesperrt. Als Entschädigung dafür dürfen Radfahrer jetzt über den gesamten Dom radeln, wenn sie den Eingang an der Ecke Glacischaussee / Millerntordamm nutzen (beim VZ 240). Erstmal auf dem Dom gelandet müssen Radfahrer bis zur nächsten legalen Querungsstelle am St. Pauli-Schwimmbad fahren, dort die Budapester Straße queren und dann zurückradeln, oder falls Ortskenntnissse vorhanden sich dann ggf. die Rückfahrt abkürzen durch die Detlev-Bremer-Straße (gestrichelte Linie).[Quelle: Luftbildkarte 1:5000, aus Stadtkarte von Hamburg, Ausgabe 2008, 6. Auflage auf DVD. Vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung,www.geoinfo.hamburg.de]

Phase 2: Radweg gesperrt - Dom freigegeben

Radweg gesperrt - Verursacher outet sich mittlerweile

Radelparadies Hamburger Dom: Es gibt keine weitere Folgebeschilderung nach diesem VZ
Phase 2: Wer auf dem Dom abends nicht durchkommt darf selbstverständlich entlang der Budapester Straße am rechten Fahrbahnrand schieben (§25 StVO).

Da für Linksabbieger keine Radverkehrsführung vorhanden ist dürfen Radfahrer legal auf die Fahrbahn. Dazu fädelt man sich an der Fußgängerfurt am Millerntordamm beim alten Zollhaus sicher in den Mischverkehr. Ohnhehin gibt es in der Simon-von-Utrecht-Straße keine B-Pflicht. [Quelle: Luftbildkarte 1:5000, aus Stadtkarte von Hamburg, Ausgabe 2008, 6. Auflage auf DVD. Vervielfältigt mit Zustimmung der Freien und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung,www.geoinfo.hamburg.de]

Sicher und legal über die Kreuzung im Baustellenbereich nur im Mischverkehr auf der Fahrbahn


Rückblende: Auch im Winter über mehrere Monate lang gab es keinen benutzbaren Radweg am Millerntor


So ist es richtig: Direktes Linksabbiegen

Besser als über den Dom cruisen: Radeln auf der Budapester Straße

Rückblende: Die Radwege Budapester Straße sind nicht zur Räumung vorgesehen. Daher ist das Radfahren auf der Fahrbahn im Winter ohnehin "normal" und legal


Mehr zu Baustellen / More about road works:
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18. November 2011

Novemberradeln

Cycling in November






17. November 2011

Fixie-Kultur in Paris auf ARTE-TV

Arte TV with fixies in Paris


Klicke hier direkt zum Fixiebeitrag von ARTE TV
Click here for directly access to fixie report

16. November 2011

Fahrradfreundliches Hamburg - Radfahren jetzt auf dem Hamburger Dom erlaubt

Cycle-friendly Hamburg - Cycling now allowed at Hamburg funfair

Familienfreundlich: Radfahren jetzt auch auf dem Hamburger Dom erlaubt
 
Hamburg ist um eine Attraktion reicher und lässt  die anderen Fahrradmetropolen alt aussehen: Radfahren ist jetzt auch auf dem Hamburger Dom erlaubt. Weder das Oktoberfest in München noch der Bremer Freimarkt oder der Tivoli in Kopenhagen können da mithalten. Eine gute Idee: Darüber werden sich sicherlich Familien freuen, die nun sicher und bequem die Attraktionen des Winterdomes auf dem weitläufigen Heiligengeistfeld erkunden können und fernab von den Gefahren des Autoverkehrs gemeinsam und nebeneinander Radeln können. Schließlich bietet Hamburg nur sehr, sehr wenige Möglichkeiten mit Kindern gemeinsam nebeneinander zu radeln. Die berühmten Hamburger Radwege sind dafür ja bekanntlich alle zu schmal. Und ohne störenden Autoverkehr radelt es sich auf den breiten Domwegen entlang der Geisterbahnen, Zuckerwattebuden, Achterbahnen und anderen Attraktionen besonders gut für die Kleinen. So mögen die Beweggründe für die Einrichtung des neuen Radlparadieses gewesen sein.

Fahrradparadies Hamburger Dom

Übrigens: Mittwochs ist Familientag auf dem Dom. Da gibt es besonders verlockende Ermäßigungen bei den Fahrgeschäften für die Kleinen. Ein Grund mehr heute mit den Kindern per Rad zum Dom zu kommen. Ein Grund mehr sich gemeinsam mit den Kleinen bei der Kälte zu bewegen und sie nicht vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen zu lassen.


Domvergnügen mit dem Rad

Wintervergnügen: Fitnessrunden mit dem Rad auf dem Heiligengeistfeld

Auch Senioren fühlen sich sicher mit dem Rad auf dem Dom

Für den einen mag der Dombesuch mit dem Rad eine Attraktion sein, andere Radfahrer mögen dagegen weniger begeistert sein auf dem Weg von der Arbeit nach Hause einen Umweg über den Dom zu fahren. Schließlich hat man es da eilig und möchte nicht zwischen den vollen Gassen zwischen den Buden sich hindurchschläneln müssen.


Winterlicher "Radlspaß" auf dem Hamburger Dom

Doch wer diese Tage am Millerntor vorbeikommt auf dem Weg von der Innenstadt nach St. Pauli der findet an der Budapester Straße keinen anderen Weg als den über den Dom. Der Radweg am Rand des Heiligengeistfelds ist gesperrt, als Ausweichstrecke sollen Radfahrer über den Dom fahren.

Innovative Hamburger Baustelle: Als Kompensation für die Radwegsperrung dürfen Radfahrer über den Dom cruisen
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