19. November 2017

Radschnellweg Horst aan de Maas - Venlo soll über die Grenze bis Krefeld verlängert werden

Fast cycle route Horst aan de Maas - Venlo to be extended to Krefeld


Venlo, Greenport Bikeway - © Stefan Warda


Deutschland soll an das hervorragende niederländische Radschnellwegenetz angeschlossen werden. Neben Radschnellwegeplanungen im Großraum Aachen (Aachen - Heerlen) besteht die Absicht eine Radschnellwegverbindung zwischen Krefeld und Venlo einzurichten. Eine derzeit in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie soll im nächsten die genaue Trassenführung aufzeigen. In Venlo würde Anschluss an einen Radschnellweg in Richtung Horst aan de Maas (Greenport Bikeway) bestehen. In Kleve startete dieses Jahr der Bau der e-Rad Bahn nach Kranenburg. Dort besteht Anschluss an den schon vollendeten Bahntrassenradweg über die Landesgrenze hinweg nach Groesbeek.

Vision Fernradschnellwegverbindung Hamm - Venlo

Mit dem zukünftigen Radschnellweg Venlo - Krefeld, der in Planung befindlichen "Krefelder Promenade" und deren Verlängerung bis an den zukünftigen Radschnellweg Ruhr (RS1) in Duisburg soll es irgendwann eine Art Fernradschnellwegverbindung geben. Zukünftig wäre es vielleicht möglich, auf einer komfortablen Radschnellverbindung vom Ruhrgebiet direkt in die benachbarten Niederlande zu radeln.


Noch ist die geplante Radschnellwegführung zwischen Venlo und Krefeld unklar. Im nächsten Jahr soll die Machbarkeitsstudie abgeschlossen sein.



Mehr . . . / More . . . :
.

18. November 2017

Stadt kündigt Neuerungen beim Winterdienst für Hamburgs Radfahrer an

City of Hamburg announced better snow clearing for cyclists

Aktualisiert um 18:31 Uhr
"Winterdienst" auf dem benutzungspflichtigem Zweirichtungsradweg der Kennedybrücke - © Stefan Warda

Nach dem Hamburger Wegegesetz gibt es keinen geregelten Winterdienst für Radverkehrsanlagen. Lediglich das Verbot, Schnee auf Radwegen zu lagern, ist im Wegegesetz enthalten. Ein mangelnder Winterdienst steht jedoch im Widerspruch zu einer angeordneten Radwegebenutzungspflicht, vor allem bei stark frequentierten Radwegen.


Kein Winterdienst auf benutzungspflichtigem Radweg - © Stefan Warda


Allererste Winterdienstversuche gibt es schon seit mehreren Jahren entlang der Veloroute 3 - mit unterschiedlich befriedigenden Ergebnissen. Seit Etablierung des Fahrradforums bei der Verkehrsbehörde gab es Überlegungen einen großräumigen Winterdienst für den Radverkehr in Hamburg einzurichten. Der erste größere Winterdienstversuch auf Hamburgs Radverkehrsanlagen wurde im Winter 2010/2011 durchgeführt - mit wenig Erfolg. Die Probleme:
  • In Hamburg darf kein Salz auf Radwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen zum Einsatz kommen. Bislang wird Granulat gestreut. Zum Teil wurden bislang Räumfahrzeuge mit Rollenbürsten und Granulatstreuern eingesetzt, es kamen jedoch auch Räumfahrzeuge mit Räumschildern zum Einsatz.
  • Auch wenn es nach dem Wegegesetz verboten ist, wird gerne von Anliegern der von Gehwegen abgeräumte Schnee auf angrenzenden Radwegen gelagert.
  • Die beiden vorgenannten Kriterien führen dazu, dass sich Eis- und Schneereste in Hamburg am längsten auf Radwegen halten. Während Fahrbahnen und Gehwege nach einer Schneeperiode frei sind, bleiben Radwege - auch benutzungspflichtige - in der Regel noch tagelang vereist und unbenutzbar.
  • Vor allem Hamburgs ältere Radwege sind nicht für einen maschinellen Winterdienst geeignet. Zudem erfordert der Winterdienst auf baulich angelegten Radwegen enorme Ortskenntnisse, da unter einer geschlossenen Schneedecke der Verlauf der Radwege nicht erkennbar ist. In sehr vielen Fällen wurden in den vergangenen Jahren daher nicht die Radwege vom Winterdienst getroffen, sondern Gehwegflächen, die von Radfahrern nicht benutzt werden dürfen.
  • In Tempo-30-Zonen gibt es grundsätzlich keinen Winterdienst, auch wenn Veloroutenabschnitte im Verlauf von Tempo-30-Zonen zum versprochenen Winterdienstprogramm zählen. Dies betrifft z.B. Abschnitte der Velorouten 1 (Thadenstraße), 2 (Weidenstieg) und 3 (Hartungstraße, Rutschbahn).
  • Radfahrstreifen neben Stehzeugen werden nicht vom Winterdienst berücksichtigt, auch wenn diese zum angekündigten Winterdienstprogramm für den Radverkehr zählen. Dies wurde bislang aus Sorge um die Stehzeuge von der Stadtreinigung abgelehnt - z.B. in der Hochallee.
  • In manchen Straßenabschnitten des ausgewiesenen Winterdienstprogramms werden Radverkehrsanlagen nicht vom Winterdienst berücksichtigt, sondern lediglich die Fahrbahnen. Dies betrifft z.B. die Veringstraße. Dort gibt es den Winterdienst mit Salzlauge nicht nur auf den für den Radverkehr angegeben Teilstücken, sondern auch auf den anderen Abschnitten - wegen des Buslinenverkehrs. Die meisten Straßen, deren Fahrbahnen regelmäßig vom Salz-Winterdienst versorgt werden, werden im Radverkehrswinterdienstprogramm jedoch nicht erwähnt.
  • Auf Zweirichtungsradwegen, wie z.B. entlang An der Alster im Verlauf der geplanten Velorouten 5 und 6, wurde bislang in nicht ausreichender Breite geräumt. 
  • Auf manchen Radverkehrsanlagen verbleibt das ausgebrachte Granulat noch Monate.

"Winterdienst"  auf dem benutzungspflichtigem Zweirichtungsradweg entlang An der Alster: Keine wirkliche Einladung zum Radfahren bei Schnee und Eis und danach - © Stefan Warda

"Winterdienst" auf dem benutzungspflichtigem Radweg Doormannsweg - © Stefan Warda


Fazit: Die bislang angekündigten Winterdienste für den Radverkehr waren bislang mehr Propaganda und Absichtserklärungen für Statistiken und vermeintliche "Erfolgs-Berichte" als tatsächlich durchgeführte Maßnahmen und standen demnach angekündigten Klimaschutzabkommen und deren Einhaltung nicht an.


Hamburger Radweg nach Granulatüberfall - © Stefan Warda

Veloroute 11 Monate nach Granulatüberfall - © Stefan Warda

Granulat auf der Veloroute 11 - © Stefan Warda

Granulat auf der Veloroute 11 - © Stefan Warda


Für die bevorstehende Wintersaison kündigt die Stadt Neuerungen an. Zum einen ist das Netz für den Radverkehrswinterdienst ausgedehnt worden, zum anderen soll versuchsweise ein neues Streumittel auf Radverkehrsanlagen zum Einsatz kommen. Laut Abendblatt will die Stadtreinigung erstmals Blähtonkügelchen anstelle von Granulat auf Radwegen verwenden. Nach Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung, habe Blähton den Vorteil, dass er seine abstumpfende Wirkung auch dann behalte, wenn das Eis auf dem Radweg überfriert. Sand werde dagegen bei Überfrieren auf dem Radweg genauso rutschig wie Eis. Ob Radfahrer nun weniger an den Rückständen des neuen Streumittels zu leiden haben, wird vielleicht der bevorstehende Winter zeigen.


Winterdienst in Kopenhagen mit Salz - © Stefan Warda

Salz auf Radwegen in Malmö - © Stefan Warda


Das aktuell angekündigte Winterdienststreckennetz für Hamburgs Radverkehr:




Mehr . . . / More . . . :
.

Partei Die Linke fordert Kopenhagenisierung Norderstedts

Linke: Copenhagenize Norderstedt


Kopenhagen: Grüne Welle bei Tempo 20 - © Stefan Warda


Die norderstedter Linken wollen ihre Stadt kopenhagenisieren. Für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf 2018 wurden diese Woche die Themenschwerpunkte bekanntgegeben. Demnach fordert Die Linke in Sachen Verkehr eine echte Kehrtwende: Mit Blick auf das Musterbeispiel Kopenhagen soll der Radverkehr massiv ausgebaut werden. Auf langen, zusammenhängenden Radstrecken will Die Linke eine „grüne Welle“ bei Tempo 20 und dort auch Vorrang vor dem Autoverkehr einführen. Außerdem strebt die Partei nach Angaben von Sprecher Olaf Harning ein günstiges „Norderstedt-Ticket“ für den ÖPNV und langfristig den fahrscheinlosen, heißt: kostenlosen Nahverkehr an. „Die Themen Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln sollen aber in allen Arbeitsbereichen ganz nach vorne rücken“, betont Bilger einen weiteren Schwerpunkt der LINKEN. „Wir wollen die Stadt ja nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkel gestalten!“


Mehr . . . / More . . . :
.

14. November 2017

Hamburg: Testfahrt auf neuen Radspuren An der Verbindungsbahn

Hamburg: Test ride on new cycle lanes along An der Verbindungsbahn
Aktualisiert um 19:35 Uhr

Bundesstraße / Grindelallee: Neue Radspur - © Stefan Warda

Vom Gehwegradeln zum Radspurradeln

Die Straßenbauarbeiten entlang des Straßenzuges An der Verbindungsbahn und Bundesstraße zwischen Edmund-Siemers-Allee und Rentzelstraße sind nahezu komplett abgeschlossen. Restarbeiten laufen noch für die Nebenfläche zwischen Durchschnitt und Rentzelstraße, die dort neben Gehweg auch einen Radweg vorsieht. Aus Radfahrersicht hat sich der Straßenzug nun erheblich gewandelt. Sollte vorher auf dem schmalen Gehweg oder auf schmalsten meist mit abgestellten Fahrrädern und Mülltonnen blockierten, holprigen Fakeradwegen geradelt werden, gibt es nun ebene Radspuren  - allerdings direkt neben dem Schwerlastverkehr.


Bundesstraße: Neue Radspur - © Stefan Warda

Bundesstraße: Früherer benutzungspflichtiger Fakeradweg und regelwidriger Gehwegradler - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn / Bundesstraße: Neue Radspur getrennt vom nunmehr sehr schmalen Gehweg - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn / Bundesstraße: Vormals vorgeschriebenes Gehwegradeln - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn 6-5: Neue Radspur - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn 6-5: Zuvor Gehwegradelzwang auf sehr beengtem Gehweg - © Stefan Warda


Im Verlauf der Bundesstraße sind auf der Häuserseite einige Bäume erhalten geblieben. Angesichts des vorhandenen Straßenraums zwischen Häuserzeile und Bahndamm bzw. Bahnstrecke waren allerdings keine Wunder zu erwarten. Die anzahl der Fahrspuren ist geblieben. Für Fußgänger gibt es nur noch auf der Häuserseite eine Wegeverbindung. Auf der Bahnseite gibt es keinen Gehweg mehr. Für Radfahrer wurden beidseitig Radspuren eingerichtet. Ob dazu noch blaue Verkehrszeichen (VZ237) folgen werden, bleibt abzuwarten. Entlang der Stresemannstraße wurden die neuen Radfahrstreifen schließlich abschnittsweise mit der Benutzungspflicht versehen und somit für Autofahrer eindeutig als Radverkehrsanlagen markiert.

Die Vor- und Nachteile des vorherigen Zustands im Vergleich mit dem jetzigen Zustand

Zuvor Gehwegradeln und Fakeradwege
- Zu schmale "Radwege", oft blockiert durch Mülltonnen und geparkte Fahrräder: Unbenutzbarkeit führte daher zu regelmäßigem regelwidrigem Gehwegradeln neben dem unbenutzbarem benutzungspflichtigem Fakeradweg. Überholen langsamer Radfahrer war nicht möglich. Cargobikes passten nicht auf den Fakeradweg. Im Abschnitt zwischen Durchschnitt und Rentzelstraße verlief der schmale Fakeradweg in der Dooringzone benachbarter Stehzeuge, die auf dem vorherigen Radwegverlauf stehen durften. Der Abschnitt war zudem zusätzlich oft durch Wildparker blockiert gewesen, was wiederum zu regelwidrigem Gehwegradeln führte.
- Schlechte Oberflächenbeschaffenheit des Fakeradwegs.
- Konflikte mit Fußgängern auf dem Gehwegradelabschnitt: Keine ausreichende Breite für Hindernisse wie Verkehrsschilderpfosten, wie auch Fußgänger und Radfahrer. Zudem hatte der Gehweg oft nur eine maximale Breite von 1,5 Metern zwischen Hecke und Fahrbahn wegen mangelnder Grünpflege, sodass selbst das Überholen von oder Ausweichen um Fußgängern unmöglich war.
- Konflikte mit Fußgängern, z.B. am Drive-In-Briefkasten, an den benachbarten Furten an den Kreuzungen, usw.
- Kein Winterdienst auf dem Radweg.
- Stark verschwenkte Führung über die abbiegende Bundesstraße mit getrennten Ampelphasen über eine Mittelinsel.
- An das Fußgängertempo angepasste Räumzeiten für Radfahrer, dadurch für Radfahrer viel zu kurze Grünzeiten an den Lichtzeichenanlagen.
+ Trennung vom MIV durch Hochbord und Absperrbügel.
+ Drive-In-Briefkasten unmittelbar am Radweg.

Jetzt Radspurradeln
+ Glatte Oberflächen
+ Winterdienst auf Radspuren mit den in Hamburg üblichen Räumfahrzeugen möglich.
+ Direkte Führung über die abbiegende Bundesstraße.
+ Eigene Radfahrerlichtzeichen, länge Grünphasen für Radfahrer.
+ Keine Konflikte mit Fußgängern, Mülltonnen oder abgestellten Fahrrädern.
- Gefahr des Wildparkens möglich mangels baulicher Trennung.
- Direkte Nähe zum Schwerlastverkehr mag unsichere Radfahrer verunsichern.


An der Verbindungsbahn / Rentzelbrücke: Das Baustellenschild weist immer noch auf eine Sperrung hin, die Radspur ist jedoch befahrbar - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn / Rentzelbrücke: Übergang vom Radweg auf die Radspur - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn: Neue Radspur - © Stefan Warda

An der Verbindungsbahn / Bundesstraße - © Stefan Warda

Bundesstraße - © Stefan Warda

Bundesstraße: Neue Radspur könnte wohl mal von Laub befreit werden - © Stefan Warda

Bundesstraße - © Stefan Warda

Bundesstraße / Edmund-Siemers-Allee: Die Radspur soll über die Edmund-Siemers-Allee zum Theodor-Heuß-Platz verlängert werden. Radfahrer Richtung Innenstadt werden zukünftig dann nicht mehr auf die linke Straßenseite wechseln müssen - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

13. November 2017

Hamburg kann keine Einbahnstraßenfreigabe: Problemfall Kleiner Burstah endlich gelöst

Hamburg: Problems with opening one way streets for bidirectional cycling

Kleiner Burstah / Hopfenmarkt: Endlich erfolgte echte Einbahnstraßenfreigabe - © Stefan Warda


Ein Jahr nach der eigentlich beabsichtigten Freigabe des Kleinen Burstahs für den Radgegenverkehr erfolgte mit rund einem Jahr Verspätung vor wenigen Tagen die tatsächliche Freigabe. Das bislang nicht vorhande Zusatzzeichen "Radfahrer frei" (ZZ 1022-10) unter dem Verbot der Einfahrt an der Ecke Kleiner Burstah / Hopfenmarkt wurde mit erheblicher Verspätung doch noch angebracht. Nach einem Hinweis an die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde sowie auch die Verkehrsdirektion hieß es aus der Verkehrsdirektion, der Status des Busines Imrpovement District (BID) würde das Installieren von Verkehrszeichen erschweren. Dies sollte das verzögerte Anbringen des fehlenden Zusatzzeichens erklären. Behördenwege sind offenbar unergründlich.


Kleiner Burstah / Hopfenmarkt: Noch vor wenigen Tagen keine Einfahrt für Radfahrer trotz vermeintlicher "Einbahnstraßenfreigabe" - © Stefan Warda

Großer Burstah / Kleiner Burstah: Schon seit Ende letzten Jahres wurden Verkehrsteilnehmer vor Radgegenverkehr gewarnt, jedoch durfte es bislang keine Radgegenverkehr geben - © Stefan Warda

Der Kleine Burstah erhielt Ende letzten Jahres die Aussattung als Tempo-20-Zone inklusive des Hinweis auf Radgegenverkehr unter den Einbahnstraßenverkehrszeichen. Es unterblieb jedoch am anderen Ende der Einbahnstraße die Freigabe vom Verbot der Einfahrt für den Radverkehr. Somit wurden Autofahrer zwar vor Radgegenverkehr in der Einbahnstraße gewarnt, Radfahrer durften bislang allerdings den Autofahrern dennoch nicht entgegenkommen.


Kleiner Burstah / Ludwig-Erhard-Straße: Noch nicht gelungene Einbahnstraßenfreigabe - © Stefan Warda

Weiterhin problematisch bleibt die regelkonforme Einfahrt in den kleinen Burstah aus Richtung Kornbrücke. Mangels einer Einfahrthilfe und dem fehlenden Bewußtsein oder der mangelnden Rücksichtnahme der entgegenkommenden Kfz-Lenker ist die Einfahrt nur sehr geübten Radfahrern zu empfehlen.

Hamburg kann keine Einbahnstraßenfreigabe

Auch bei vielen anderen vermeintlich "freigegebenen Einbahnstraßen" dürfen Radfahrer in Hamburg nicht einfahren. Der am häufigsten begangene Fehler der Behörden sind das uneingeschränkte Beibehalten der runden blauen Verkehrszeichen, die eine bestimmte Fahrtrichtung vorschreiben. Sind Radfahrer davon nicht ausgenommen, haben sie rechtlich gesehen keine Chance in die angeblich "freigegebene" Einbahnstraßen einzufahren.


Typische falsche "Einbahnstraßenfreigabe" - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg / Henriettenweg - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg / Henriettenweg: Abbiegen nach rechts auf Veloroute 2 Richtung Eimsbüttel ist leider nicht erlaubt - © Stefan Warda

Weitere Fehler betreffen die Ausnahme vom Verbot der Einfahrt. Ist unter dem runden roten Verkehrszeichen mit dem weißen Querbalken nicht das Zusatzzeichen 1022-10 ("Radfahrer frei") angebracht, dürfen Radfahrer den Autoverkehr nicht entgegen fahren. Ein fehlerhaftes Beispiel dazu kann auf der angeblich eröffneten Veloroute 4 am Leinpfad besichtigt werden. An der Kreuzung Leinpfad / Mövenstraße ist Radfahrern nicht erlaubt der Veloroute Richtung Norden zu folgen.


Keine Veloroute 4, Leinpfad / Mövenstraße: Radfahrer dürfen nicht durchfahren, da das vorhandene Zusatzzeichen das Verbot der Einfahrt nicht aufhebt - © Stefan Warda


Eine mögliche Erklärung für die Fehler bei den Einbahnstraßenfreigaben: Behördenmitarbeiter fahren kaum Fahrrad und nehmen die vermurksten Anordnungen somit überhaupt nicht wahr. Ein anderer Erklärungsversuch: Die verantwortlichen Behördenmitarbeiter glauben, dass Radfahrer sich ohnehin nicht an Verkehrsregeln halten müssen.




Mehr . . . / More . . . :
.

9. November 2017

Es geht auch ohne Helm

Freedom of cycling: Add for cycling without helmet




Das Bundesumweltministerium wirbt derzeit begleitend zum COP23 für den Klimaschutz. Anders als bei vielen anderen behördlichen, staatlichen oder öffentlich unterstützten Kampagnen kommt das Thema Radverkehr dabei ohne die Du-musst-mit-einem-Helm-Radfahren-Belehrung aus. Der dargestellte Radfahrer darf ganz ohne Verkleidung radeln, so wie es die Bundesbürger am liebsten praktizieren.


Mehr . . . / More . . . :
.

7. November 2017

Berufsgenossenschaft: Es gibt keinen "toten Winkel"

No "blindspots" any more 
 
© Stefan Warda


Und es gibt doch keinen "toten Winkel". Das ergibt sich aus einem Bericht des NDR, der aufzeigt, wie Abbiegeunfälle mit Lkw vermieden werden können. Darin erklärt ein Experte der Berufsgenossenschaft Verkehr, wie mit Hilfe einer Plane alle vorgeschriebenen Fahrzeugspiegel eingestellt werden müssen. "Den toten Winkel gibt es dann tatsächlich nicht mehr", meint der Berufsgenossenschaftsexperte. Auf jeden Fall müsse aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Spiegel geschaut werden.


Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburg: Neuigkeiten aus Eimsbüttel

Hamburg: News from Eimsbüttel


Heußweg / Sillemstraße: Vollkommen überdimensioniert sind die Flächen für den MIV - © Stefan Warda


Letzten Sonntag wurde der Abschluss der Bauarbeiten an Osterstraße (Müggenkampstraße - Schulweg) und Heußweg (Henriettenweg - Stellinger Weg) gefeiert. Zwei weitere Bauprojekte sind schon angekündigt. Der Heußweg soll nun auch zwischen Henriettenweg und Fruchtallee komplett umgestaltet werden. Dabei sollen die noch vorhandenen Fakeradwege beseitigt werden, so eine Meldung des Abendblatts.


Heußweg, noch vorhandener Fakeradweg - © Stefan Warda

Heussweg, noch vorhandener Fakeradweg - © Stefan Warda

Heußweg / Henriettenweg: Im Rahmen des Umbaus der Osterstraße wurde der Heußweg auch zwischen Osterstraße und Henritettenweg erneuert. Jetzt soll auch das restliche Stück bis Fruchtallee komplett umgestaltet werden - © Stefan Warda

Der Heußweg wirkt dort wie aus einer anderen Zeit. An der Kreuzung mit der Fruchtallee ist der Heußweg auf vier Fahrspuren aufgeweitet. Um daneben noch möglichst viel Platz für Stehzeuge zu opfern, wurden vor Jahrzehnten schmale Fakeradwege angelegt, die auch noch zum Fahrradparken missbraucht werden. Die Gehwege haben meist nur eine Breite von 1,5 Metern. Die Radwegbenutzungspflicht war schon vor vielen Jahren nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht aufgehoben worden. Der geplante Umbau könnte aus dem derzeit noch autogerechten Straßenraum einen menschengerechteren Straßenraum bewirken.


Veloroute 3, Stresemannallee / Grandweg - © Stefan Warda

Im Zuge der Sanierung der im letzten Jahrhundert eingerichteten Veloroute 3 soll die Kreuzung Grandweg / Stresemannallee in einen kleinen Kreisverkehrs umgestaltet. So jedenfalls lautet eine Verwaltungsempfehlung des Bezirks. die Veloroute 3 war die erste der heute Veloroutenroute und verläuft vom Rathaus über Dammtor, Uni, Goebenstraße, Stresemannallee, Grand, Behrmannplatz, Kollaustraße nach Niendorf Nord. Pläne für die Umgestaltung der Stresemannallee mit dem noch vorhandenen einseitigen Radweg wurden schon vorgestellt.



Mehr . . . / More . . . :
.

Berlin: Senatsverwaltung stellt zukünftige geschützte Radstreifen vor

Berlin: First new protected bike lane in 2018
 
Bild: SenUVK, Visualisierung: Bloomimages

Die Berliner Senatsverwaltung hat die Pläne ihrer geplanten "geschützten Radstreifen" ("Protected Bike Lanes") enthüllt. 

Auf der diesjährigen Fahrradkommunalkonferenz in Berlin hat Senatorin Regine Günther die geplanten geschützten Radstreifen am Beispiel der Planung für die Hasenheide vorgestellt. Weitere geschützte Radstreifen befinden sich in Planung und sollen derzeit mit den Bezirken abgestimmt werden.

Zukünftig soll in Berlin an Hauptverkehrsstraßen die Verkehrssicherheit für Radfahrer durch eine verbesserte Infrastruktur deutlich verbessert werden. "Geschützte Radstreifen" seien – neben baulichen Radwegen – eine zentrale Maßnahme zur Steigerung sowohl der objektiven als auch der gefühlten Verkehrssicherheit und der Umsetzung der Vision Zero: der weitgehenden Reduzierung von Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Die Umsetzung soll mit dem Start der Bausaison 2018 beginnen.

Hasenheide soll rot-weiß-grün werden

Folgende Eckdaten sind für die geschützten Radstreifen vorgesehen:
  • Breite: mindestens 2 Meter
  • Sperrfläche: 1 Meter Breite zwischen Rad- und Autoverkehr
  • Poller (0,9 m hoch) verhindern ein Befahren der Radstreifen
  • Eine grüne, flächendeckende Färbung wird die Radstreifen auch optisch von der Fahrbahn trennen.
Der vorgestellte geschützte Radstreifen an der Hasenheide soll von Südstern bis Wissmannstraße auf der südlichen Seite verlaufen. Die konkrete bauliche Umsetzung soll jeweils nach den Gegebenheiten vor Ort entschieden werden. Es soll Bereiche mit und ohne Parkstreifen für den ruhenden Verkehr geben. Für Kreuzungsübergänge und Nachtbus-Haltestellen sind Unterbrechungen vorgesehen.


Bild: SenUVK, Visualisierung: Bloomimages

Geschützte Radstreifen und eine signifikante Verbesserung der Verkehrssicherheit sind zwei zentrale Bestandteile des Berliner Mobilitätsgesetzes, das durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Senat und Abgeordnetenhaus eingebracht werden wird. Berlin will als erste Kommune in Deutschland geschützte Radstreifen einführen. Der Teil Radgesetz des Mobilitätsgesetzes ist das erste seiner Art in Deutschland.



Mehr . . . / More . . . :
.

Mülheim: Fahrstuhl zur Hochpromenade des zukünftigen "Radschnellwegs" defekt

Mülheim: Lift to reach the elevated "fast cycle route" out of order


Mülheim, Rheinische Bahn: Lift zwischen Hochpromenade und Bahnstraße nahe des Ruhrufers - © Stefan Warda


Zwei Wochen nach Eröffnung eines neuen Teilstücks des zukünftigen Radschnellweg Ruhr in Mülheim versagt dort der Fahrstuhl. Am derzeitigen Ausbauende der Trasse der Rheinischen Bahn kurz vor der noch nicht fertiggestellten Ruhrbrücke verbindet ein Fahrstuhl die Trasse mit dem übrigen Radverkehrsnetz.



Der Fahrstuhl zeigt nach dem Dauereinsatz seit Freigabe offenbar erste Ermüdungserscheinungen. Als Alternative müssen Radfahrer die Rheinische Bahn über die letzte Rampe vor der Hochpromenade an der Max-Kölges-Straße verlassen - oder sich in Fußgänger verwandeln, die Räder aufschultern und die Treppenanlage nutzen.


Mehr . . . / More . . . :
.

2. November 2017

Mülheim: Radverkehrsverbindung auf der "Rheinischen Bahn" um ein kurzes Teilstück verlängert

Mülheim: Future "fast cycle route" extended
Aktualisiert um 16:13 Uhr

Mülheim, zukünftiger "Radschnellweg" Ruhr entlang der "Rheinischen Bahn" -  © Stefan Warda


Die Radverkehrsverbindung entlang der Rheinischen Bahn für den zukünftigen Radschnellweg Ruhr wurde letzte Woche in Mülheim um ein knapp ein Kilometer langes Teilstück verlängert. Das nun freigegebene Teilstück zwischen Hauptbahnhof und der Ruhr verläuft entlang der Hochpromenade und wurde als gemeinsamer Geh- und Radweg eingerichtet. Am derzeitigen Endpunkt nahe des Ruhrufers fehlt allerdings eine Rampe. Radfahrer müssen einen Fahrstuhl nutzen, oder sich in Fußgänger verwandeln, die Räder aufschultern und eine Treppenanlage überwinden. Bei schönem Wetter ist der Fahrstuhl derzeit im Dauerbetrieb. Die Weiterführung der Radverkehrsverbindung über die Ruhr hinweg ist im Bau.


Mülheim, Ruhrbrücke der Rheinischen Bahn für den zukünftigen Radschnellweg Ruhr - © Stefan Warda

Mülheim, "Radschnellweg" Ruhr auf der "Rheinischen Bahn": Ende der Radtrasse nahe des Hauptbahnhofs vor Verlängerung über die Hochpromande - © Stefan Warda

Mülheim, "Radschnellweg" Ruhr auf der "Rheinischen Bahn": Nach Öffnung der Hochpromade an der Rampe nahe des Hauptbahnhofs - © Stefan Warda

Mülheim, "Radschnellweg" Ruhr auf der "Rheinischen Bahn": Übergang vom bisherigen Abschnitt auf den neuen Abschnitt - © Stefan Warda


"Radschnellweg" Ruhr: Radlangsamweg auf der Mülheimer Hochpromenade

Mit der wahrscheinlich im nächsten Jahr erfolgenden Verlängerung der Radverkehrsverbindung über die Ruhr hinweg wird die Bewährungsprobe für die Mülheimer Hochpromenade des "Radschnellweg" Ruhr eintreten. Vertragen sich entspannende, flanierende und kreuz und quer herumlaufende Fußgänger im Verlauf eines "Radschnellwegs"? Die Rheinische Bahn soll demnächst zwar Deutschlands bekanntester "Radschnellweg" werden, die Hochpromenade soll jedoch ausdrücklich ein Radlangsamweg sein. Noch sind restliche Bauarbeiten am Stadtbalkon - dem Aussichtspunkt nahe des Rathauses - der Hochpromande nicht abgeschlossen, der Abschnitt zwischen Bahnhof und Ruhr mehr oder weniger Sackgasse. Bislang nutzen überwiegend Freizeitradler den Sackgassenabschnitt. Bei Durchgangsverkehr nach weiterem Ausbau der Trasse wird sich zeigen, ob die unterschiedlichen Nutzungsansprüche miteinander kombinierbar sind. Vor allem an Wochenenden wird mit hohem Andrang an Fußgängern und auch Radfahrern zu rechnen sein.


Mülheim, "Radschnellweg" Ruhr auf der "Rheinischen Bahn" / Löhrstraße: In Stahlplatte eingelassene Trassenführung des geplanten "Radschnellwegs" - © Stefan Warda

Geplante Radschnellwegtrasse - © Stefan Warda

Mülheim, Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: die linke Seite ist eher für den Radverkehr geeignet, eine Verkehrstrennung ist jedoch nicht erfolgt - © Stefan Warda

Mülheim, Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: die rechte Seite sollen Fußgänger bevorzugen, eine Verkehrstrennung ist jedoch nicht erfolgt - © Stefan Warda

Mülheim, Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: auch die breitere linke Seite darf von Fußgängern genutzt werden - © Stefan Warda

Mülheim, Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: Ausblick auf die parallele Bahnstraße - © Stefan Warda

Mülheim, Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: Sitzbänke laden zum Verweilen und Betrachten der Bausünden ein - © Stefan Warda

Stau am Radlangsamwegausbauende

Mülheim: Warten auf den Fahrstuhl auf der Hochpromenade - © Stefan Warda

Mülheim: Ausbauende und Warten auf den Fahrstuhl - © Stefan Warda

Mülheim, Ausbauende des Hochpromenadenabschnitt des "Radschnellweg" Ruhr: der Aufzug ist im Dauereinsatz - © Stefan Warda




Mehr . . . / More . . . :
 .