21 September, 2017

Bundestags-Wahl: Das versprechen die Parteien zum Thema Verkehr

Election day: Parties promises considering transport


© Stefan Warda


Gratis-Nahverkehr, Umweltzonen, Deutschland-Takt, Diesel-Verbot, Elektromobilität und Tempolimits: Das versprechen die Parteien zum Thema Verkehr bei der Bundestagswahl.
Bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag stimmen die Deutschen auch über die Verkehrspolitik der kommenden vier Jahre ab: Soll der Öffentliche Nahverkehr mehr gefördert werden? Was ist mit den Ticketpreisen? Wie sieht die Zukunft der Deutschen Bahn aus? Kommt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen? Was wird aus dem Diesel-Motor und wie ernst meinen es die Parteien mit Elektromobilität und Klimaschutz?

NahverkehrHAMBURG hat die Wahlprogramme von Union (CDU/CSU), SPD, FDP, GRÜNE, LINKE und AfD zur Bundestagswahl mit dem Fokus „Verkehr“ analysiert und versucht, diese in insgesamt 23 Themenblöcken so weit wie möglich vergleichbar zu machen.

Den gesamten, ausführlichen Artikel gibt es bei NahverkehrHAMBURG.


Mehr . . . / More . . . :
.

18 September, 2017

Hamburg: Erster Blick auf den neuen Eppendorfer Baum

Hamburg: First glance on new Eppendorfer Baum

Aktualisiert um 20:45 Uhr
Eppendorfer Baum - © Stefan Warda


Noch sind die Bauarbeiten am Eppendorfer Baum in Eimsbüttel nicht abgeschlossen. Doch die neue Verkehrsführung für Radfahrer ist schon deutlich erkennbar. Die schmalen Fakeradwege vor den Geschäften sind vollkommen entfernt. Auf der Fahrbahn präsentieren sich Schutzstreifen.  Wegen der restlichen Bauarbeiten am Klosterstern und Eppendorfer Baum Richtung Norden st es noch relativ ruhig auf dem eppendorfer Baum. Wird der Autoverkehr jedoch wieder ungehindert fließen, wird sich zeigen, ob die neue Verkehrsführung sich bewähren wird.


Eppendorfer Baum, Schutzstreifen - © Stefan Warda

Eppendorfer Baum vor dem Umbau - © Stefan Warda

Eppendorfer Baum nach dem Umbau - © Stefan Warda

Eppendorfer Baum vor dem Umbau mit Fakeradweg - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburg nach dem Bürgerentscheid: Elbstrand soll Elbstrand bleiben

Hamburg: No way for cyclists along the Elbe beach


Elbstrand in Övelgönne bei Hochwasser - © Stefan Warda


Der Hamburger Elbstrand in Övelgönne soll so bleiben, wie er ist. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids, welches gestern veröffentlicht wurde. 62.541 gültige Stimmen unterstützten die Initiative "Elbstrand retten!", die sich gegen jedliche Radwegplanung entlang des Elbeufers einsetzte.
Sind Sie dafür, dass der Strand von Oevelgönne bleibt, wie er ist und sämtliche Planungen für einen befestigten Rad- und/oder Gehweg auf oder über dem Elbstrand in Oevelgönne zwischen dem Museumshafen und dem Hans-Leip-Ufer am Schröders Elbpark durch das Bezirksamt Altona eingestellt und nicht umgesetzt werden?

Nur 21.000 Stimmen unterstützen die Initiative "Elbstrandweg für alle!", die sich für einen Weg für alle auf dem Elbstrand einsetzte.
Sind Sie dafür, dass es am Elbstrand in Övelgönne als wertvollem Naherholungsgebiet einen attraktiven und barrierefreien Strandweg für alle gibt, der Museumshafen und Hans-Leip-Ufer verbindet, und das Bezirksamt Altona diesen zusammen mit den zuständigen Behörden realisiert?

Animation des ADFC zum nun verworfenen Radweg



Mehr . . . / More . . . :
.

16 September, 2017

Hamburg: Erste Korrekturen an der neuen Radspur auf der Esplanade

Hamburg: First improvements for new cycle lane along Esplanade
Aktualisiert um 16:58 Uhr

Esplanade / Neuer / Jungfernstieg: Die Radspur erhielt diese Woche eine Asphaltschicht - © Stefan Warda

Die misslungene Radspur entlang der Esplanade zwischen Neuer Jungfernstieg und Stephansplatz wurde leicht korrigiert. Die Radspur, die im Nirgendwo beginnt und wieder aufhört, war auf ehemaligen Stehzeugflächen angelegt worden. Auf den Kopfsteinpflasterabschnitten wurde diese Woche eine Asphaltbahn aufgetragen. Zudem wurden die Radpiktogramme so geändert, dass sie keine Einladung zum Geisterradeln geben könnten.


Esplanade / Neuer / Jungfernstieg: Die Radspur letztes Wochenende noch mit Kopfsteinpflaster - © Stefan Warda


Weiterhin bleiben aber erhebliche Mängel bestehen:

  • Die Radspur bleibt ein Solitär, weil nicht mit vorhandenen Radverkehrsanlagen verbunden. Am Ende der Spur muss weiterhin auf die Fahrbahn gewechselt werden.
  • Weiterhin verläuft die Spur im Doorungbereich der Stehzeuge bzw. wird durch Wildparker blockiert.


Esplanade: Radspur mit neu ausgerichtetem Piktogramm - © Stefan Warda


Esplanade: Radspur mit Piktogramm vor der Korrektur - © Stefan Warda




Mehr . . . / More . . . :

.

15 September, 2017

Autostadt Hamburg: Alltäglich geduldetes aggressives Wildparken

Car city Hamburg: Tolerated daily aggressive car parking

Aktualisiert um 20:56 Uhr
Eppendorfer Weg, beidseitig Wildparker, die legal abgestellte Stehzeuge blockieren - © Stefan Warda


Zum heutigen internationalen "Park(ing) Day" fanden auch in Hamburg Aktionen statt. Die Schlagzeile des Abendblatts dazu ließ vermuten, dass der örtliche Fahrrad-Club den Autofahrern Platz für ihre Stehzeuge wegnehmen wolle. Bei einer Testfahrt entlang des betroffenen Eppendorfer Weg zeigte sich jedoch ein ganz anderes Bild. Die kleine, kaum wahrnehmbare "Park(ing)-Day"-Aktion des Fahrrad-Clubs konnte nun wirklich nicht die dreistellige Anzahl an Wildparkern auf dem Eppendorfer Weg verursacht haben. Diese große Anzahl an Wildparkern schränkte die Fahrgasse des Eppendorfer Wegs ein und blockierte dadurch auf dem Gehweg legale abgestellte Stehzeuge.


Eppendorfer Weg, heutiges "Park(ing) Day"-Aktiönchen - © Stefan Warda

 Wildparken wird in Hamburg weiterhin gesellschaftlich akzeptiert und von den Behörden toleriert. Eine "Fahrradstadt", wie versprochen, würde dagegen ganz anders aussehen. Manche Radfahrer fühlen sich unwohl auf der Fahrbahn des Eppendorfer Wegs angesichts der zahlreichen Hindernissse, die sie umfahren müssen. Trotz der Überbreite des Straßenraums wird der Eppendorfer Weg extrem vom Autoverkehr dominiert.


Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda

Eppendorfer Weg, Wildparker - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburg: Neuer Fahrradstraßenabschnitt für Veloroute 4 im Bau

Hamburg: New cycle street for cycle route under construction


Veloroute 4, Alsterufer / Alte Rabenstraße: Baustelle - © Stefan Warda


Der nächste Abschnitt des "Alster-Fahrradachsen"-Projekts befindet sich im Bau. Für die Veloroute 4 wird die Straße Alsterufer bis Ende Oktober zwischen Alte Rabenstraße und fontenay in eine Fahrradstraße umgestaltet.


Veloroute 4, Alsterufer: Baustelle - © Stefan Warda


Nach derzeitigem Kenntnisstand soll die Fortführung der Fahrradstraße von Fontenay bis zur Kennedybrücke im März 2018 beginnen, wenn das US-Generalkonsulat umgezogen sein wird.

Mit dem Umbau zur Fahrradstraße soll die Straße Alsterufer auf gesamter Länge 5,50 Meter breit werden. Vor allem in dem Bereich zwischen Fontenay und dem heutigen amerikanischen Generalkonsulat soll es auf der Alsterseite mehr Raum für Grünflächen geben. Die Straße müsse ohnehin repariert werden, weshalb die Fahrbahnoberflächen erneuert und Flickstellen sowie Schlaglöcher ausgeglichen werden sollen. Zudem sollen die neuen Asphaltoberflächen lärmreduzierend sein.


Mehr . . . / More . . . :
.

"Fahrradstadt" Hamburg: Neuer Verkehrsversuch auf der Holstenstraße

Hamburg: More space for cyclist, less space for pedestrians at Holstenstraße
Aktualisiert um 13:40 Uhr

Holstenstraße / Suttnerstraße: Neuer Verkehrsversuch mit breiterem Radweg und schmalerem Gehweg - © Stefan Warda


Einen neuen Verkehrsversuch startete die Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 21 in der Holstenstraße. Im Abschnitt zwischen Suttnerstraße und Haus-Nr. 199 wurden die Verkehrsflächen für Radfahrer und Fußgänger vertauscht. Radfahrer sollen unmittelbar vor den Hauseingängen radeln, Fußgänger etwas entfernt von den Häusern auf dem früheren Radweg flanieren. Ein Begegnen von Fußgängern auf dem neuen Gehweg ist leider nicht möglich. Dagegen haben Radfahrer nun deutlich mehr Platz als zuvor, jedoch stehen ihnen Hindernisse wie Treppenabsätze und Laternenmasten im Weg. mit konflikten mit Fußgängern, die zu den Hauseingängen wollen, muss allerdings ebenfalls gerechnet werden. Unschön ist leider auch die fehlende Bordsteinabsenkung auf der Radwegseite an der Kreuzung Suttnerstraße. Dagegen haben es Fußgänger mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen mit der neuen Wegeführung nun leichter.


Holstenstraße 199 / 201: Ende des benutzungspflichtigen Radwegs seit dem neuen Verkehrsversuch - © Stefan Warda

Holstenstraße 199 / 201: Ende des benutzungspflichtigen Radwegs vor dem neuen Verkehrsversuch - © Stefan Warda


Was der neue Verkehrsversuch mit der Radwegbenutzungspflicht bewirken soll, ist allerdings unklar. Denn weiterhin endet die Trennung für den Fuß- und Radverkehr zwischen den Häusern 199 / 201. Ab dort müssen Radfahrer auf die Fahrbahn wechseln, da sie von dort an den Gehweg nicht befahren dürfen. Über die große Kreuzung mit dem Holstenplatz gilt für Radfahrer der Fahrbahnzwang.


Mehr . . . / More . . . :
.

03 September, 2017

Hamburg: Radfahrverbot in der Tiergartenstraße aufgehoben

Hamburg: Cycling in Tiergartenstraße allowed again

Aktualisiert um 18:16 Uhr
Tiergartenstraße / Messeplatz diese Woche ohne Verbot für Rad- und Fußverkehr - © Stefan Warda


Nach einem Hinweis an die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde ist das unsinnige Verbot für Rad- und Fußgängerverkehr für die Tiergartenstraße aufgehoben worden.


Tiergartenstraße / Messeplatz vor einigen Wochen mit Verbot für Rad- und Fußverkehr - © Stefan Warda

Die Tiergartenstraße bleibt jedoch weiterhin eine Sackgasse wegen der Baustelle am CCH. Radfahrer und Fußgänger in Richtung Innenstadt müssen weiterhin die bekannten Umleitungen nehmen. Bis zur Baustelle dürfen jedoch auch Radfahrer und Fußgänger wieder die Tiergartenstraße nutzen.


Mehr . . . / More . . . :
.

02 September, 2017

Hamburg: Dreiste Kampfparker nehmen neue Radspur auf der Esplanade in Besitz

Hamburg: Agressive car parking on new cycle lane at Esplanade
Aktualisiert um 21:02 Uhr

Esplanade, neue Radspur mit Wildparkern - © Stefan Warda


Nach nur wenigen Tagen zeigen sich massive Probleme bei der neuen Radspur entlang der Esplanade. An manchen Tagen wird die Spur vollkommen von dreisten Wildparkern blockiert. Ohne eine regelmäßige Kontrolle und das Abschleppen der blockierenden Stehzeuge wird die Radspur für Radfahrer ohne irgendwelchen Mehrwert sein. Um den Autofahrern die Radspur besser zu verdeutlichen, sollte diese ähnlich den Schutzstreifen am Mühlenkamp durchgehend rot eingefärbt werden.


Esplanade, neue Radspur - © Stefan Warda

Esplanade, neue Radspur - © Stefan Warda

Esplanade, Ende der neuen Radspur: Radfahrer müssen auf die Fahrbahn wechseln - © Stefan Warda

Esplanade vor Einrichtung der Radspur - © Stefan Warda

Mühlenkamp, rot eingefärbte Schutzstreifen - © Stefan Warda


Außerdem fehlt es immer noch an einer Weiterführung der Radspur bis zum Stephansplatz. Bislang endet die Spur zwischen Haus-Nr. 37 und 38. Fast alle Radfahrer nutzen anschließend regelwidrig den nicht für den Radverkehr freigegebenen Gehweg.

Zudem laden die falsch angebrachten Fahrradpiktogramme auf der Radspur zum Geisterradeln ein. Die falsch markierten Piktogramme sollten also schnellstens korrigiert werden, damit Radfahrer nicht in Gefahr gebracht werden.


Esplanade, neue Radspur mit falsch aufgebrachten Piktogrammen mit Einladung zum Geisterradeln - © Stefan Warda


Esplanade, neue Radspur: Geisterradler fühlen sich auf der Radspur wohl und gefährden entgegenkommende Radfahrer - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.

30 August, 2017

Verkehrspolitik: Dänemark will Autokauf fördern

Transport policy: Denmarks to push car riding




Nach einem Artikel der Copenhagen Post will Dänemark den Kauf von Autos erleichtern. Die Steuern, die beim Kauf von Autos erhoben werden, sollen deutlich gesenkt werden. Ob sich diese Strategie mit den Klimazielen der Ballungszentren, wie Kopenhagen, verträgt, bleibt fraglich. Kopenhagen möchte 2025 klimaneutral sein.



Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburg-Eimsbüttel: 450 Fahrradstellplätze für den Bahnhof Hoheluftbrücke geplant

Hamburg-Eimbsüttel: Bike racks for 450 bikes at subway station Hoheluftbrücke


Grindelberg / Hoheluftbrücke, Falschparken auf dem schmalen Radweg - © Stefan Warda


Nächsten Monat sollen die Bauarbeiten für mehr Fahrradstellplätze am Bahnhof Hoheluft beginnen. Unter den mehr als 450 geplanten Abstellmöglichkeiten soll es auch 24 gesicherte, abschließbare Mietstellplätze geben. Wie auch schon am S-Bahnhof Othmarschen soll es am U-Bahnhof Hoheluft gestapelte Stellplätze geben.


Kaiser-Friedrich-Ufer / Hoheluftbrücke, bisherige Fahrradbügel - © Stefan Warda


Bahnhof Othmarschen, Jeppweg / Hammerichstraße - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

28 August, 2017

Eine kleine Fake-News

Little fake news

Gastbeitrag von Tilo Schmidtsdorff

© Tilo Schmidtsdorff


Zur Entstehung alternativer Fakten und wie openPetition.de seine selbst gesetzten Maßstäbe verrät

„[U]ngefähr 150 Parkplätze“ sollen laut eines Flyers einer Initiative, die sich selbst „Initiative für mehr Parkraum in der Jarrestadt“ nennt, durch den Bau eines Fahrradstreifens in einer Straße namens Wiesendamm im Hamburger Stadtteil Winterhude weggefallen sein. Um für eine Petition auf openPetition.de zu werben, wurde der besagte Flyer im Frühjahr 2017 an den Windschutzscheiben unzähliger Autos im Wohnquartier „Jarrestadt“ angebracht. 

Auf der Suche nach einer geeigneten Quelle, die die 150 weggefallenen Parkplätze belegen könnte, fiel auf, dass das „Hamburger Wochenblatt“ – ein lokales Anzeigenblatt der Funke Medien Gruppe – in unterschiedlichen Artikeln unterschiedliche Zahlen nennt. Neben einigen Artikeln, in denen von 120 Parkplätzen die Rede ist, sticht ein Artikel heraus, in welchem lediglich 50 Parkplätze genannt werden. Dieser Artikel bezieht sich auf die Aussage eines ortsansässigen Polizisten und es wird darauf verwiesen, dass zusätzlich zu den 50 ausgewiesenen Parkflächen rund 80 Fahrzeuge ständig regelwidrig geparkt werden. Auf Nachfrage bei der Redaktion des „Hamburger Wochenblatt“, auf welche Quelle sich denn die Anzahl von 120 Parkplätzen berufe, folgte sinngemäß folgende Antwort: Die Zahl sei auf eine Anwohnerzählung zurückzuführen, in welche die regelmäßig illegal abgestellten Fahrzeuge kurzerhand eingeflossen sind. Diese Quelle ist nicht öffentlich zugänglich. In einer Sachlage, in der es um nicht weniger als eine örtliche verkehrsplanerische Maßnahme geht, handelt es sich folglich um eine wenig belastbare und zudem widersprüchliche Quelle. 


Wiesendamm, Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Die einzige offizielle Quelle dürfte ein Erläuterungsberichts der Bezirksverwaltung Hamburg Nord sein. In diesem werden lediglich 41 Parkplätze genannt, die tatsächlich dem Bau eines
Fahrradstreifens und damit einhergehend der Wiederherstellung der Gehweganlage gewichen sind. 

Es drängte sich somit der Verdacht auf, dass sich die Flyer-Werbung der Initiative auf die Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen stützt. Also wurde openPetition.de hierzu in den Blick genommen. 

Auf openPetition.de verrät ein Blick in die Nutzungsbedingungen unter §1.5, dass „Petitionen mit falschen Tatsachenbehauptungen bzw. Tatsachenbehauptungen ohne geeignete Quellenangaben“ beendet werden. OpenPetition.de wurde hierzu kontaktiert und über die oben genannte Situation informiert. Aus dem Antwortschreiben geht hervor, dass die Petentin in ihrer Stellungnahme davon absehen wird weiterhin diese Flyer zu verteilen. Zudem würden auf der Petitionsunterseite der Initiative keine unwahren Tatsachenbehauptungen geäußert. Und tatsächlich: Auf der Petitionsunterseite der Initiative ist lediglich von einer erheblichen Anzahl Parkplätze die Rede. 

Hieraus lässt sich folgendes schließen: 

Die Petentin hat dem Einwand seitens openPetition.de nicht widersprochen. Im Umkehrschluss würde dies implizit bedeuten, dass sie die Verbreitung von falschen Tatsachenbehauptungen eingesteht. Dies unterstreicht den Verdacht, dass die Initiative gezielt anhand der Verbreitung von Falschinformationen um Unterstützung warb und es ist nicht auszuschließen, dass sie hiervon auch in Zukunft Gebrauch machen wird. 

Offen bleibt, warum man zu derart unsportlichen Mitteln greift. Vielleicht, weil man sich anders nicht zu helfen weiß. Vielleicht aber auch, weil der moralische Kompass defekt ist. Und vielleicht trifft beides zu. 

Da openPetition.de über die Situation in Kenntnis gesetzt wurde, billigt openPetition.de wissentlich eine Petition, die auf höchst fragwürdige Weise um Unterstützung wirbt. OpenPetition.de kann nicht ausschließen, dass ein Gutteil der Unterstützung auf der Grundlage unwahrer Tatsachenbehauptungen gewonnen wurde. OpenPetiotion.de verstößt damit gegen die eigenen Prinzipien.

Offen bleibt, inwiefern dieses Vorgehen im Einklang mit der Mission und den Zielen von openPetition.de steht. Offen bleibt zudem, inwiefern ein solches Vorgehen demokratische Entscheidungsprozesse fördert. OpenPetition.de jedenfalls hängt die Messlatte für das eigene Wirken ziemlich hoch: Die Firma basiert auf einer gGmbH und ist damit der Gemeinnützigkeit in besonderer Weise verpflichtet. Sie residiert im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.


Tilo Schmidtsdorff bloggt unter https://mobil-hh.de/ u.a. zum Thema nachhaltige Mobilität





Mehr zu Wiesendamm und Jarrestadt . . . / More about Wiesendamm / Jarrestadt . . . :

Mehr zu Fake-Parkplätzen . . . / More about fake parking lots . . . :
.