13 Juni, 2015

Vor fünf Jahren: hamburgize.com ging an den Start

Happy birthday: five years hamburgize.com


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der Anfang

Vor fünf Jahren startete das Blog hamburgize.com. Der für Radler aus dem deutschsprachigen Raum und insbesondere Hamburger etwas sperrige Name des Blogs ist dem Vorbild copenhagenize.com entlehnt. Das englischsprachige Blog des dänischen Fahrradbotschafters Mikael Colville-Andersen inspirierte damals zum Projekt hamburgize.com. Doch anders als bei copenhagenize.com sollte nicht der Anspruch gestellt werden, Hamburgs schlechtes Radverkehrsmodell als Vorbild für die restliche Welt anzupreisen.Vielmehr sollte im Vergleich mit Kopenhagen und anderen Vorbildern der Weg Hamburgs zu einer fahrradfreundlicheren Stadt gefördert werden, und damit der Beschluss der Bürgerschaft zur Umsetzung der Radverkehrsstrategie für Hamburg unterstützt werden.

Vorbilder

Zunächst nach dänischem Vorbild war hamburgize.com ein englischsprachiges Blog. Im Jahr vor der Auszeichnung als europäische "Umwelthauptstadt" zielte die sprachliche Festlegung auch auf internationale Besucher, die Hamburg als "vorbildliche Fahrradstadt" aufsuchen würden. Auf Kritik einiger lokaler Leser wurde nach acht Monaten auf Deutsch gewechselt, wodurch allerdings die Zahl der Kommentare deutlich zurückging. Natürlich hat sich durch die Umstellung der Sprache der Leserkreis gewandelt. Waren es anfangs noch Leser aus aller Welt, verfolgen derzeit nur noch etwa zehn Prozent aus dem Ausland das Blog. Das Layout wurde nach und nach verbessert, auf die Aussagekraft der Bilder wurde mehr Wert gelegt. Das Blog radgefahren diente als Inspiration für die bildliche bzw. optische Darstellung. Übrigens: Auch wenn radgefahren vor vier Jahren den Betrieb einstellte, sind die Posts immer noch sehr lesenswert und bleiben Dokument für den Stellenwert des Radverkehrs in Deutschland.

Es geht weiter

Über 800 Posts mit tausenden Bildern haben bei hamburgize.com in den vergangen fünf Jahren für Lesestoff gesorgt. Mittlerweile sind monatlich mehr als 10.000 Leser dabei, es gab mehr als 1.000 Kommentare. Vielen Dank für die Treue bislang.

Ausblick

Freunde von hamburgize.com wünschen sich eine bessere Sichtbarkeit der Kommentare. Kommentare zu älteren Posts gehen leider schnell unter, wenn nicht Kommentare abonniert werden. Dies soll demnächst noch gelöst werden. Noch in der Testphase sind die Nachrichten über @hamburgize bei Twitter. In der Hoffnung, dass Hamburg bald eine "Fahrradstadt" wird . . .


© hamburgize.com / Stefan Warda


Allen Hamburgern und Freunden allzeit entspanntes Radeln

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Kommentare:

  1. Glückwunsch nach Hamburg und danke für die ersten fünf Jahre. Ich schau hier immer mal wieder gern vorbei.

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  2. Auch von mir Gratulation!

    Ein solcher Blog macht bestimmt viel Arbeit - die sich aber lohnt, wie man an der Anzahl der Leser sieht! Radfahren und auf Fleisch zu verzichten hat Zukunft. Das Auto nicht. Bitte weiter so! :-)

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  3. Paul
    Vielen Dank für diesen Blog und für die Arbeit, die in ihm steckt. Er müsste eigentlich eine Pflichtlektüre für alle Verkehrsplaner und -politiker in Hamburg sein. ... :-)

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  4. Vielen Dank für (hoffentlich mindestens) fünf Jahre kritische Begleitung der Hamburger Radverkehrspolitik.

    Zur Erinnerung: im Jahr 2007 war es der damalige Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Senator Axel Gedaschko (CDU) leid, immer vom ADFC (und der Presse) durch den Kakao gezogen zu werden und bot die Entwicklung und Umsetzung einer Radverkehrsstrategie für Hamburg an, die dann tatsächlich 2008 von Senat und Bürgerschaft verabschiedet wurde.

    Insbesondere die SPD fand das toll, weil sie nun hoffte den Senat damit ärgern zu können. Aber irgendwie hat sie später (ab Februar 2011) selbst die Ziele der Radverkehrsstrategie doof gefunden und ihr wurde dann vom ADFC einfach zu selten in den Hintern getreten. In dieser Zeit war und ist hamburgize.com mit guten Sachverhaltsdarstellungen und mit fachkundigen und scharfen Kommentaren zur Lage des Radverkehrs einer der wenigen Lichtblicke für die Radfahrer dieser Stadt. Denn zu oft wurde die Radverkehrsstrategie einfach als Hochglanzbroschüre zur Imagepflege verwendet, aber nicht mit Leben gefüllt. Und auch ein "rot-grüner" Senat braucht meines Erachtens immer wieder einen Tritt in den Allerwertesten, gerne ein paar Vorbilder und schließlich (hoffentlich) auch mal Lob.

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