30. Januar 2015

"Fahrradunfreundlichste Verkehrsanlage in Deutschland"

Cycle unfriedliest cross roads in Germany


http://cycleride.de/index.php/component/joomgallery/pannenflicken-2014

Das Infoarchiv Norderstedt berichtet heute ausführlich über den Werdegang der Kreuzung am Norderstedter Ochsenzoll zur fahrradunfreundlichsten Kreuzung Deutschlands. Zahlreiche Bilder dokumentieren die Veränderungen und Planungen.


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29. Januar 2015

Norderstedt wird mit "Pannenflicken 2014" in Gold ausgezeichnet

Norderstedt wins "Pannenflicken 2014" in gold



Die Jury der Initiative Cycleride hat die Stadt Norderstedt für die Planung der Kreuzung am Ochsenzoll mit dem "Pannenflicken 2014" in Gold ausgezeichnet. Die Jury bewertet die Planung als "komplette Vernachlässigung der Belange nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer":


Die Mitarbeiter der Initiative Cycleride haben schon viele unsinnige und gefährliche Radverkehrsführungen erlebt und gesehen. Eine derart einseitig ausschließlich auf die Belange des Kraftverkehrs ausgerichtete und sämtliche straßenbauliche Regelwerke missachtende Gestaltung eines Verkehrsknotens wie im Falle des Knotens Ochsenzoll in Norderstedt ist aber auch ihnen noch nicht untergekommen. Würde es sich hier um ein Bauwerk aus den 1970er Jahren handeln so könnte man [...] immerhin zugestehen, dass es die Fachwelt damals nicht besser wusste. Aber der Knoten wurde nicht vor gut 40 Jahren so gestaltet, sondern im Jahr 2013 fertig gestellt.
Da verwundert es nicht weiter, dass es seit der Fertigstellung Kritik von allen Seiten hagelt. Zwar wurde [...] ein Gutachten über die Sicherheit und den Radverkehr im Kreisverkehr beauftragt, die darin geforderte umfangreiche und in Anbetracht der mannigfaltigen Fehler teilweise teure Umgestaltung wird [...] jedoch unverständlicherweise rundheraus abgelehnt.
Die eindeutig regelwidrige Gestaltung muss umgehend überarbeitet werden! Entweder führt man den Radverkehr konsequent auf der Fahrbahn oder man schafft sichere und umwegfreie Radverkehrsführungen, die den seit langem geltenden Regelwerken entsprechen.
Wir bitten um Beachtung sämtlicher Voraussetzungen zur Anlage von (Rad-)Verkehrsanlagen und -planungen aller Art sowie um Überprüfung [des] übrigen bestehenden Radwegnetzes auf Vorschriftsmäßigkeit und Zustand.


Erhebliche Benachteiligung für den Radverkehr 

 

Beim Radeln auf der Fahrbahn sind Radler rund zwei Minuten früher am Ziel

Hamburgize testete die Reisezeiten über das Kreuzungsbauwerk mit dem Rad auf der Fahrbahn und vergleichsweise dazu auf den von den Planern gedachten "Radverkehrsführungen". Radlern werden auf den zugedachten Radverkehrsführungen rund zwei Minuten Fahrzeitzuschläge über die Kreuzung abverlangt im Vergleich zu direkten Wegen beim Fahrbahnradeln. Stellenweise sind Fußgängerabschnitte inbegriffen.

Von Süden nach Westen (Langenhorner Chaussee - Ohechaussee)


Als Radfahrer auf den benutzungspflichtigen Rad- und Gehwegen (rote Linie auf der Karte oben) beträgt die Reisezeit über die Kreuzung 130 Sekunden mehr als auf der Kreisfahrbahn (schwarze Linie auf der Karte oben).

Von Norden nach Süden (Schleswig-Holstein-Straße - Langenhorner Chaussee)


Als Radfahrer auf den benutzungspflichtigen Radwegen (rote Linie in der Karte oben) brauchen Radler 125 Sekunden mehr als auf der Fahrbahn über die Kreisfahrbahn. Wer sein Radl als Fußgänger schiebt über die Rampe und durch den Fußgängertunnel an der Tarpenbek und den Lift auf der anderen Straßenseite nutzt (rote Punktlinie in der Karte oben) benötigt immerhin noch 100 Sekunden mehr als auf der Fahrbahn, bei Nutzung des Fußgängertunnels als Fußgänger und beiden Liften am Fufgängertunnel beträgt die Reisezeit immer noch 75 Sekunden mehr als auf der Fahrbahn. Die Variante durch den Fahrbahntunnel (schwarze Linie in der Karte oben) wurde für diesen Vergleich nicht getestet.


"Knoten Ochsenzoll": Radeln auf Gehwegen

"Knoten Ochsenzoll": Radeln auf der Fahrbahn


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28. Januar 2015

UPS setzt auf Lastenräder

UPS with cargo-bikes

UPS in Hamburg - © Stefan Warda


Der Paketzusteller UPS startet in Hamburg einen Modellversuch in Kooperation mit der Stadt. Ziel ist es überflüssigen bzw. blockierenden Lieferverkehr zu vermeiden. An zentralen Stellen, wie etwa am Neuen Wall, will UPS Container als Zwischenlager aufstellen, von wo aus per Rad oder Sackkarre Pakete in den Geschäftsvierteln ausgeliefert werden.

Seit 2012 nutzt UPS eine Stellfläche am Neuen Wall (Bei der Stadtwassermühle), um dort morgens einen mit Paketen beladenen Container abzustellen, vom dem aus UPS-Zusteller die Pakete zu Fuß mit Sackkarre, mit Lastenfahrrädern und einem elektrisch unterstützten Fahrrad zu den Empfängern bringen. Abgeholte Sendungen werden von den UPS Mitarbeitern in den Container verbracht, der dann abends abgeholt und zurück in die UPS Niederlassung transportiert wird. Um den Lieferverkehr angrenzender UPS Zustelltouren zu reduzieren, werden weitere Container nach dem gleichen Prinzip am Hopfenmarkt, Raboisen und in der Welckerstraße eingesetzt.
Das Modellprojekt soll Aufschluss darüber geben, ob ein entsprechendes Konzept auch für größere Einzugsbereiche überzeugend ist und ob es auch für andere Logistikbereiche offen und anwendbar sein könnte.


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Beseitigten Wutbürger Verkehrszeichen?

Vandalism: Probably frustrated car drivers clear away traffic signs

© hamburgize.com / Stefan Warda


Die einen beschädigen sogenannte "Starenkästen", weil sie sich nicht an die Geschwindigkeitslimits bzw. Verkehrsregeln halten wollen, vermutlich entfernen andere Verkehrszeichen, die ihnen nicht passen. Im Bezirk Nord wurden zahlreiche Verkehrszeichen umgeworfen oder umgedreht, weil sie offenbar nicht nach dem Geschmack einiger Bürger sind. Es handelt sich um Verkehrszeichen, die anzeigen, dass Radler nach Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf der Fahrbahn radeln dürfen. Dabei handelt es sich um Lenhartzstraße, Eppendorfer Baum und Nedderfeld. In den genannten Straßenzügen besteht entweder keine erhöhte Verkehrsgefährdung für die Radler, die ein Fahrbahnverbot durch den Radwegezwang veranlassen würde, oder aber die "Radwege" oder Gehwege entsprechen nicht den Mindestkriterien, die sie für eine ordentliche Radwegbenutzungspflicht erfüllen müssten.


Eppendorfer Baum

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
Aufstellung der Schilder am 01.12.2014

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
26.12.2014: Schon nach nicht einmal vier Wochen waren die Schilder umgedreht

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
05.01.2015: Die Schilder bleiben umgedreht

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
25.01.2015: Mittlerweile fehlt schon das Verkehrszeichen. Nur noch der Schilderpfosten ist vorhanden


Im vergangen Jahr wurde die Radwegbenutzungspflicht u.a. entlang Luruper Hauptstraße, Luruper Chauseee, Hoheluftchaussee, Lokstedter Weg, Nedderfeld und Lenhartzstraße aufgehoben. Am Eppendorfer Baum wurde die Radwegbenutzungspflicht bis auf wenige Restabschnitte schon vor mehr als einem Jahr aufgehoben.



Lenhartzstraße

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
05.01.2015

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
28.01.2015

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
01.12.2014

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
05.01.2015


In Vereinbarung mit der Behörde für Inneres wurden entlang einiger dieser Straßenzüge für einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen Hinweistafeln aufgestellt, die Autofahrer auf der Fahrbahn auf die veränderte Verkehrsregelung aufmerksam machen sollen. Viele der Schilder mit der Aufschrift "Radfahrer auf der Fahrbahn erlaubt! Radwegbenutzungspflicht aufgehoben" wurden in Eppendorf umgeworfen oder umgedreht, sodass sie nicht mehr sichtbar sind. Auch in Lurup wurden die Schilder aufgestellt. Entlang Luruper Hauptstraße und Luruper Chaussee wurden die Schilder jedoch nochmals versetzt, sodass sie für die nun folgenden Wochen besser im Blickfeld der Autofahrer sind.


Nedderfeld

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
08.12.2014

© hamburgize.com / Lutz Räbsch
05.01.2015


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25. Januar 2015

Endlich wieder Winterradeln

Winter cycling fun in Hamburg

© hamburgize.com / Stefan Warda


Der erste echte Wintertag in dieser Saison bescherte Hamburgs Radlern wieder viel Spaß. Auf den meisten Straßen dürfen Radler mal wieder ganz legal und beanstandungslos auf der Fahrbahn radeln. Denn gestern wurden ganz traditionell auf fast allen Straßen mit Radwegen der Schnee vom Gehweg auf die Radwege geschoben, auch wenn dies nach dem Hamburger Wegegesetz verboten ist. Naja, ohnehin steht im Hamburger Wegegesetz so einiges drin, was den Hamburger nicht interessiert. Manche Radler ärgern sich über Schneehaufen an den Radwegen und radeln auf Gehwegen, doch das ist verboten. Die anderen freut es, denn auf den Fahrbahnen geht es viel schneller voran als auf den huckeligen Radwegen. Zudem werden Radler auf der Fahrbahn besser wahrgenommen, als auf den Radwegen versteckt hinter Stehzeugen und Bäumen. Und da wo gar nicht geräumt war, war großes Rätselraten. Ein Verkehrszeichen 237 war zwar vorhanden, aber wo unter der geschlossenen Schneedecke zwischen Stehzeugen und Hauswand war der dazu gehörige "Radweg"? Oder ist bei Schnee die gesamte Nebenfläche ausschließlich Radweg? Fußgänger ab auf die Fahrbahn? Im Zweifel als Radler lieber auf die Fahrbahn als illegal auf dem Gehweg. Viel Spaß beim Winterradeln, solange es den Winter noch gibt.


Gelegentlich freie Fahrt auf Radfahr- und Schutzstreifen

© hamburgize.com / Stefan Warda
Positiv: Radfahrstreifen in der Alsterkrugchaussee war gestern benutzbar

© hamburgize.com / Stefan Warda
Positiv: Schutzstreifen im Erdkampsweg war benutzbar - abgesehen hier vom Stehzeug

© hamburgize.com / Stefan Warda
Negativ: Der historische "Radweg" im oberen Teil des Erdkampswegs war natürlich nicht benutzbar - kein Winterdienst. Der Gehweg rechts wurde geräumt


Ratespiel: Such den Radweg! - In der Regel kein Winterdienst auf Hamburger Radwegen

© hamburgize.com / Stefan Warda
Lanenhorner Chaussee: Trotz Radwegbenutzungspflicht mussten Radler gestern die Fahrbahn benutzen

© hamburgize.com / Stefan Warda
Langenhorner Chaussee: Der benutzungspflichtige Radweg versteckte sich gestern unter einer geschlossen Schneedecke

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Langenhorner Chaussee: Such den Radweg!

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Langenhorner Chaussee: Such den Radweg!

© hamburgize.com / Stefan Warda
Langenhorner Chaussee: Selbst bei gemeinsamen Geh- und Radwegen kein Winterdienst, obwohl dies für die Anlieger absolut verpflichtend ist

© hamburgize.com / Stefan Warda
Langenhorner Chaussee: Der ortskundige ortet den "Radweg" unter der Schneedecke, genau eingepasst zwischen den Stehzeugfeldern und dem geräumten Gehweg

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Langenhorner Chaussee: Für Radler bleibt alternativlos die Fahrbahn - trotz diverser Blaubleche

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Krohnstieg: Wo ist der Radweg?

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Krohnstieg / Langenhorn Markt: Wo ist der Radweg? (VZ237 / ZZ1000-30)

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Tangstedter Landstraße / Langenhorn Markt: Wo ist der Radweg? (VZ237 / ZZ1000-31)

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Tangstedter Landstraße / Langenhorn Markt: Such den Radweg!

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Gehlengraben: Such den Radweg! (VZ237)

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gehlengraben: Such den Radweg! (VZ237)

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gehlengraben: Such den Radweg (VZ237)

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Gehlengraben: Such den "Radweg"!

© hamburgize.com / Stefan Warda
Gehlengraben: Winterdienst ja, aber nicht für Radfahrer

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Poppenbütteler Weg: Soll das Rote etwa ein Radweg sein?

© hamburgize.com / Stefan Warda
Poppenbütteler Weg: Ein halber Meter freigeräumt auf dem "Radweg" (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den Radweg! (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den "Radweg" (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Such den Radweg! (VZ237)

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Poppenbütteler Weg: Gehweg geräumt - Schnee auf dem "Radweg" deponiert VZ237)

© hamburgize.com / Stefan Warda
Poppenbütteler Weg: Der Schnee traditionell hanseatisch auf den "Radweg" geschoben - das Hamburger Wegegesetz lässt grüssen (VZ237)



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