01 Oktober, 2017

Platz da, wenn Matthias Schmoock kommt . . .

Baron-Voght-Straße: Radfahrer sollen diese Fahrbahn wegen des kurzen, intakten Radwegabschnittchen dem Autofahrer Matthias Schmoock überlassen - © Stefan Warda


Matthias Schmoock fühlt sich durch Radfahrer gestört. In Fischers Allee, einer Tempo-30-Zone ohne jegliche Radverkehrsanlagen, verwünscht er alle Radfahrer, die auf der Fahrbahn radeln. Auch die Fahrbahn der Eppendorfer Landstraße soll seiner Meinung nach frei von Radfahrern bleiben. Überall stellt er bestens ausgebaute Radwege fest, so nun auch entlang Kalckreuthweg, Baron-Voght-Straße und Hemmingstedter Weg. Dort sollen Radfahrer doch bitte auf den "intakten Radwegen" radeln, wenn er sich mit seinem Auto nähert.
Was ich aber einfach nicht verstehen kann: Warum fahren so viele von ihnen auf der Straße, selbst wenn es daneben intakte Radwege gibt, die auch noch von Sträuchern und Büschen abgeschottet sind? Nehmen Sie mal die Achse Hemmingstedter Weg, Baron-Voght-Straße, Kalckreuthweg. Die Radstreifen sind zwar nicht überall perfekt und durchgängig, aber da, wo sie's sind, kann man sie doch auch nutzen.

Hemmingstedter Weg, laut Matthias Schmoock "intakter Radweg" mit Büschen und Sträuchern bestens von der Fahrbahn abgetrennt - © Stefan Warda

Hemmingstedter Weg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Hemmingstedter Weg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Kalckreuthweg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Kalckreuthweg, Ende des Fakeradwegs ohne Aufleitung auf die Fahrbahn - © Stefan Warda



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Kommentare:

  1. Naja, auch auf einem straßenbegleitenden Radweg fährt man immer noch auf der Straße.

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  2. Dem Abendblatt muss man klar zugute halten, dass es die Matthias Schmoock Beiträge als das kennzeichnet, was sie sind: Glosse, Feuilletons, Kolumne - es ist halt nur Gesülze und Gott sei Dank vom journalistischen Teil getrennt.
    Dennoch, Schmoock's Beiträge waren ein wesentlicher Grund, für meine Abokündigung:
    Da gab es sehr schräge Abwehr-Argumentationsketten nach Andreas Beuth's G20 Entgleisung ("Elbvororte anzünden"), ein anderes mal wundert er sich über Autofahrer in den Vororten, die ihn als Radler partout nicht überholen wollen (sic!) und die Hundekolumne sticht in kleinbürgerlicher Anbiederung derart penetrant hervor, dass man sich schon arg fremdschämt.

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  3. Gestern pöpelte ein Cabrio-Fahrer Radfahrer auf der Stesemannallee an "warum fahrt ihr Arschlöcher nicht auf dem Radweg". Dabei ist dort der nicht regelgerechte Zweirichtungsradweg auf der Veloroute 4 wegen der Umbauarbeiten nur noch für Fußgänger freigegeben.
    Fährt der Herr Schmoock vielleicht Cabrio oder war das nur ein anderer armer regelunkundiger deutscher Autofahrer?

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