27 Juli, 2016

Hamburg: Mysteriöse Freigabe für Radfahrer an der Kreuzung Isestraße / Grindelberg

Hamburg: Mysterious opening for cyclists to nowhere


Isestraße / Grindelberg mit Freigabe - © Stefan Warda


Einladung zum Geisterradeln?

Radfahrer dürfen seit Neuestem am westlichen Ende der Isestraße an der Kreuzung mit dem Grindelberg auch in andere Richtungen als nach rechts abbiegen. Allerdings dürfen sie weder geradeaus die Fahrbahn queren, da die Fahrbahn eine durchgezogene Mittellinie aufweist, noch dürfen sie nach links auf den straßenseitig linken Radweg abbiegen, da dieser Radweg nicht in Gegenrichtung befahren werden darf. Eine Freigabe zum Linksradeln fehlt. Offensichtlich soll die neue Freigabe zum illegalen Geisterradeln einladen.


Isestraße / Grindelberg zuvor ohne Freigabe - © Stefan Warda



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Kommentare:

  1. Wieso gibt es da den Hinweis auf Radfahrer aus beiden Richtungen über dem Stopschild ( auch schon im alten Zustand) ?

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    1. Wer kann schon die Gedankengänge der Straßenverkehrsbehördenmitarbeiter verstehen? Entlang der Hoheluftbrücke handelte es sich ehemals um benutzungspflichtige Radwege. Der Radweg auf der Westseite war ehemals ein benutzungspflichtiger Zweirichtungsradweg, um z.B. den Radweg entlang des Kaiser-Friedrich-Ufers mit anzubinden. Seitdem die Radwegbenutzungspflicht entfallen ist, darf dieser Radweg nicht mehr als Zweirichtungsradweg benutzt werden. Denn nach der sogar in Hamburg gültigen StVO muss für die Freigabe nicht b-pflichtiger Radwege für das Linksradeln das Zusatzzeichen 1022-10 ("Radfahrer frei") angebracht werden. Stattdessen wurden Markierungen und Piktogramme auf dem Radweg aufgetragen, die einen Zweirichtungsradweg suggerieren.
      Aus der Zeit der Radwegbenutzungspflicht mag noch der Zweirichtungspfeil über dem STOP-Schild stammen. Fakt ist jedoch: Wer vom Kaiser-Friedrich-Ufer kommt, am U-Bahnhof Hoheluftchaussee den Grindelberg über die Furt an der LZA quert, der darf dann NICHT Richtung Süden zur Isestraße abbiegen, weil auch dort entsprechende Zusatzzeichen gemäß StVO fehlen. Bis zum Fahrbahnrand der Isestraße suggerieren dort zwar noch irgendwelche Malereien einen Zweirichtungsradweg, unter dem Hochbahnviadukt im Bereich des Fahrbahnteilers der Isestraße gibt es jedoch keine Markierungen mehr, die einen Zweirichtungsverkehr suggerieren könnten. Auf der gesamten Ostseite von Hoheluftchaussee und Grindelberg gibt es also keine Zweirichtungsradwege.

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