26. November 2010

The Status of Hamburg Cycle Tracks - Christmas Market Celebrated on Cycle Tracks

"Winter Magic": Christmas market on cycle tracks
Der Stellenwert der Hamburger "Radwege" - Weihnachtsmarkt veranstaltet auf dem Radweg

Germans love their christmas markets during the weeks before christmas evening. In Hamburg even cycle tracks are closed for celebrating christmas markets. Visitors might be astonished, because parallel car traffic is not impaired. On Monday Hamburg´s first Mayor opened christmas market at Jungfernstieg. For six weeks cyclists have to use the road lane instead of the cycle track along the cycle routes 3 and 4 because booths selling mulled wine, fried sausages and candles are placed along the them. In summer some other events are celebrated on the cycle route tracks. Safety for cyclists cannot be the reason for building cycle tracks in Hamburg if commercial reasons are weight stronger. Promotion of cycle traffic in the 21st century looks different than offering cyclists a place on the road lane together with cars in traffic jam.

Cycle track transformed into sidewalk via traffic sign

Many cyclists still try to use the former cycle track

Obviously cyclists do not feel like giving up cycling in winter

Cycling in the car cue seems to be uncomfortable

No promotion of cycling


 A confused cyclist tries to push the bike between the booths at WINTER MAGIC

No way for cyclists, only on the road lane

Some other cyclists switch onto the road lane

Confused cyclist gets off and push bike

Irritated cyclist looks after the cycle track . . .

 . . . and decides to take the sidewalk . . .

... and continues cycling between pedestrians

The incorrigibles among the cyclists still look after the accustomed cycle track . . .

. . . even between the booths of christmas market

 - Same place three years ago -

Poor confused cyclists . . .

. . . in winter magic mood

Some years ago before renewal of the cycle tracks another event on the cycle track in summer time


By the way the Jungfernstieg cycle track is one of the most invisible ones of the city due to design reasons. Pedestrians do not respect the cyclists privilege anyway, although the invisible cycle tracks are rather new, they are not state of the art.
The quite normal situation without christmas market: No respect, . . .

. . . pedestrians feel very comfortable on the cycle track . . .

. . . and force cyclists to switch onto sidewalk

Kommentare:

  1. Dear Stefan,

    I love the work you are doing there, and I share your views on cycling. Publications like your own have given us valuable insights on how cycling can (or: should) be approached. Thanks for that. A bit of background on myself: I am a Dutchman, I lived in Amsterdam, and I moved to Dublin, Ireland in January this year. My girlfiriend is setting up a small bike business, I write a blog on bikes.

    I am now writing to ask if you would like to put a link to our blog Dutch in Dublin (www.dutchindublin.com) on your website. The blog is a personal account of our cycling lives in Dublin. Our goal is to show readers how romantic a simple thing as an everyday bike ride can be. For instance, we have a recurring item called 'A Classy Commute', in which I interview (colourful) Dubliners on their cycle to work. The Classy Commute stories are meant to show cycling is not something sporty, and that every day normal people enjoy the smell, hearing, and colour of their route by bike. Recent interviews I did were with:

    * Minister Eamon Ryan: http://dutchindublin.wordpress.com/2010/10/13/a-classy-commute-the-minster-for-communications-energy-and-natural-resources/
    * Actress Kerrie O Sullivan: http://dutchindublin.wordpress.com/2010/10/04/a-classy-commute-the-actress/
    * the Dutch Ambassador: http://dutchindublin.wordpress.com/2010/08/10/a-classy-commute-%E2%80%93-his-excellency-mr-robert-engels/
    * Minister Ciaran Cuffe: http://dutchindublin.wordpress.com/2010/11/21/a-classy-commute-the-minster-of-transport/

    Apart from the Classy Commute item, our posts focus on (for example) stylish cycling (see our post on sytlish traffic signs), new bike products (read about our test ride on the urban arrow), or the people of Dublin (see the portraits at the Bernard Shaw pub). I think our stories on Dublin might also be of interest to your readers.

    Yours truly,

    Philip

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Stefan,
    es ist mir völlig unverständlich, dass es möglich war, diesen Radweg am Jungfernstieg zu bauen. Das muss den Planern doch im Vorwege schon klar gewesen sein, dass das einfach nicht funktioniert. Oder ging es hier einfach nur darum, etwas fürs Image zu tun und bestimmte Geldtöpfe anzuzapfen?!
    Letztendlich fahren doch die meisten Radfahrer weiterhin und zurecht am Jungfernstieg auf der Strasse. Wie mir scheint, hat sich dieser unsichtbare Radweg in der Innenstadt durchgesetzt (Bin 2006 von HH wegegzogen, da war der Radweg am Jungferstieg gerade neu und auch zu dem Zeitpunkt schon mächtig in der Kritik).
    Viele Grüße aus Kiel

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Marcel,

    vor dem Umbau war dort ein einseitiger Zweirichtungsradweg im typischen Hamburgrot. Auf ihm verlaufen die Velorouten 3 und 4 Richtung Uni - Eimsbüttel - Lokstedt sowie Außenalster - Krugkoppelbrücke.

    In Fahrtrichtung Norden, also für den Radverkehr auf der Wasserseite, war der Radweg benutzungspflichtig, in Fahrtrichtung Süden dürfte auf der Häuserseite auf der Fahrbahn gefahren werden, aber es dürfte auch der Radweg benutzt werden.

    Diese Regelung sollte zunächst beibehalten werden, lediglich sollte der Jungfernstieg ein Facelifting bekommen als ein wichtiges Aushängeschild für Hamburgs Innenstadt. Da die Stadt klamm war engagierte sich ein der Verein Lebendiger Jungfernstieg e.V. um städtebaulichen Wettbewerb, Ausschreibung usw., sowie um Einnahme von Spenden ( http://www.lebendiger-jungfernstieg.de/Konzept.htm ). Bei der Festlegung der Flächen für die Umgestaltung bzw. die Kosten fiel der Stadt (Behörde für Stsdtentwicklung und Umwelt, BSU) die Fahrbahnfläche zu, der Verein dürfte die Nebenflächen, also auch Geh- und Radweg gestalten und bezahlen. Bei der Festlegung der Flächen stand grundsätzlich fest, dass es keine Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geben sollte. Innerhalb der BSU wurde dies abgelehnt.

    Schon bei den ersten Entwürfen, die ich einsehen konnte, war eindeutig klar, dass die Radwege unsichtbar werden würden, der Zickzack-Verlauf des Radweges an der neuen Bushaltestelle gegenüber dem Alsterhaus zu Konflikten mit dem Fußgängerverkehr führen müssten. Ich hatte während der Bauphase dann eine Eingabe im Kerngebietsausschuß beim Bezirksamt Mitte eingereicht und forderte auch bei der Straßenverkehrsbehörde auf die Benutzungspflicht zu verzichten, falls der unsichtbare Radweg nach Konzept umgesetzt würde.

    Die Benutzungspflicht entfiel dann auch später, aber für das Geld und die Fläche, die dem Radverkehr zugeteilt wurde, hätte nun wirklich etwas ganz anderes verwirklicht werden können.

    AntwortenLöschen
  4. Der Maßstab für die Gestaltung der Radverkehrsanlage war die besondere städtebauliche Situation, für die ein besonderes Design gewünscht war. Nicht Verkehrsplaner durften den Radweg entwerfen, sondern Landschaftplaner und Architekten. Ein Sicherheitsaudit blieb wie in Hamburg üblich aus. Zu der Zeit waren Designradwege in Hamburg gerade besonders in Mode. Nahezu bei jedem Straßenumbau oder Neubau gab es ein ganz individuelles neues Radwegdesign abweichend vom üblichen Hamburgrot, nícht konform mit den allgemeinen Planungsrichtlinien der ERA oder der PLAST. So bekamen die Radwege am Wandsbek Markt, der Hafencity am Sandtorkai, an der Messe in der Karolinenstraße und am Dammtordamm vor dem neuen Casino ein Sonderlayout, meist ohne Erkennbarkeit für Fußgänger und Radfahrer.

    Laut Aussauge des Behördensprechers war es erwünscht, dass Fußgänger zur Drosselung der Geschwindigkeit der Radfahrer auf dem Radweg rumlaufen ( http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article719688/Jungfernstieg-Streit-um-unsichtbaren-Fahrradweg.html ). Ganz eindeutig waren Radfahrer damals nach der Baubehörde keine dem Autoverkehr gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer, denn die Fahrbahn war nicht unsichtbar geplant worden und für Tempo 50 ausgelegt, nicht aber als verkehrsberuhigte Zone.

    In der Radverkehrsstrategie für Hamburg 2007 wurde die Designradwegschwemme dann etwas eingegrenzt. Doch bei BIDs besteht weiterhin die Gefahr Designradwege zu bekommen.

    Im Rahmen von Business Improvement Districts wie z.B. Wandsbeker Carree ( http://hamburgize.blogspot.com/2010/06/new-fashionalbe-cycle-tracks-to-be.html ), wo die Anlieger sich am Umbau beteiligten, werden diese auch weiterhin am Design der Radwege mitbestimmen, wenn nicht Radfahrstreifen zur Anwendung kommen. Beim Abstimmungsprozeß um das Design der Radverkehrsanlagen beim BID Wandsbek waren alle außer mir als Radverkehrsvertreter gegen Radfahrstreifen.

    Natürlich dürfen Radfahrer am Jungfernstieg auf der Fahrbahn fahren, aber es gibt eben auch genügend Radfahrer, die gern abseits vom Mischverkehr fahren. Und bei Rückstau auf der Fahrbahn wären Radfahrer auf einer separaten Führung schneller. Wenn über Jahrzehnte Radfahrer von allen Seiten eingeredet wird, dass Radwege sicher seien und dem Wohle der Radfahrer dienen, dann braucht es noch einige Zeit, bis sich diese Einstellung wieder ändert.

    Außerdem geht es auch um die Einbindung dieser Anlage ins Gesamtradverkehrsnetz. Leider ist es gemäß StVO gar nicht möglich an der Kreuzung Neuer Jungfernstieg / Esplanade / Lombardsbrücke dem Verlauf der Velorouten 3 und 4 im Mischverkehr auf der Fahrbahn zu folgen. Die Velorouten funktionieren da nur nach dem Trennungsprinzip. Hätten sich die Planer mal Richtung Gedanken um die Radverkehrsführung meinetwegen mit Radfahrstreifen am Jungfernstieg gemacht, wäre auch einiges andere rund um die Binnenalster besser ausgefallen.

    Die vermurksten unsichtbaren Radwege fördern nun aber leider die nächsten Jahrzehnte das Fehlverhalten von Radfahrern und Fußgängern in Hamburg. Es hätte auch anders kommen können, aber Hamburg war und ist noch lange nicht bereit dazu.

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Stefan, was mir an dem Beitrag nicht gefällt ist, dass du bei den unteren Fotos von "no respect" der Fußgänger gegenüber den Fahrradfahrern schreibst. Ich glaube, dass das überhaupt nichts mit Respekt zu tun hat, sondern - und das schreibst du ja selbst auch - mit der unfassbar schlechten Planung. Der Radweg ist für Fußgänger nicht als solcher erkennbar (jedenfalls nicht, wenn man nicht genau drauf achtet) und wird deshalb "nicht respektiert" - dafür aber den Fußgängern den schwarzen Peter zuzuschieben, zielt in die falsche Richtung, wie ich finde.
    Deine Ausführungen in den Kommentaren machen traurig - es zeigt, was für einen langen Weg HH noch vor sich hat, um tatsächlich "Radverkehrsstadt" zu werden...

    AntwortenLöschen
  6. @ Tim: evtl. "respect" im Sinne von Beachtung.
    @ Stefan: Deine Ausführungen sind sehr interessant, danke dafür. Du scheinst schon etwas länger intensiv mit der Materie befasst zu sein, weiter so, da kann ich noch viel lernen.
    Schönes Wochenende erstmal.

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Tim,

    Du hast sehr wohl Recht, ich gehe nicht davon aus, dass die Fußgänger bewußt den sogenannten "Radweg" blockieren. Aber du schreibst ja selbst, dass die "unfassbar schlechte Planung" ursächlich für das (Fehl-)Verhalten der Fußgänger ist.

    Der schwarze Peter geht meiner Ansicht nach weder an die Fußgänger, noch an die Radfahrer, sondern an eine andere Adresse.

    In den bisherigen Beitragen auf hamburgize.com ist der Konfliktfall zwischen Fußgängern und Radfahrern schon mehrfach entsprechend beleuchtet worden.

    Ich glaube, Hamburg möchte zunächst European Green Capital werden, von "Radverkehrsstadt" war bislang noch keine Rede. Der Weg ist in der Tat noch lang . . .

    AntwortenLöschen