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24. Juni 2021

Hamburg: Bezirksamt Altona will Umfrage zur emissionsfreien Paketzustellung starten

Hamburg-Altona: Parcel delivery survey

 

© Stefan Warda

 

 

Rund 7.500 Menschen aus der "Mitte Altona" und dem Gerichtsviertel sollen zur Teilnahme einer Umfrage aufgerufen sein: Im Rahmen des EU-Projekts HUPMOBILE will das Bezirksamt Altona eine Online-Umfrage zu einer künftig möglichen emissionsfreien Paketzustellung in dem Gebiet starten. Durch die verstärkte Nutzung von (E-)Lastenrädern, Packstationen und Mikro-Depots solle eine klimafreundliche City-Logistik realisiert werden.

Im Rahmen des EU-Projekts HUPMOBILE möchte das Bezirksamt Altona herausfinden, ob bestellte Waren in diesem Gebiet in Zukunft verstärkt mit (E-)Lastenrädern ausgeliefert werden können. Ziel sei die Reduktion von Emissionen durch die Lieferverkehre. Rund 7.500 in "Mitte Altona" und dem Gerichtsviertel lebende Menschen ab 16 Jahren seien daher postalisch zur Teilnahme an einer Online-Umfrage ab Freitag, den 25.06.2021, aufgerufen worden. Das Bezirksamt Altona habe die Umfrage mit Unterstützung des Quartiersmanagement "Mitte Altona" als Betreiberin der Mobilstation und der Kooperationspartnerin DB Smart City entwickelt.

 

© Stefan Warda

 

Auf dem Weg zu einer klimafreundlichen City-Logistik würden Packstationen und sogenannte Mikro-Depots eine wichtige Rolle spielen. Über die gemeinsame Nutzung eines Depots durch verschiedene Unternehmen könnten knappe innerstädtische Fläche effizienter genutzt und motorisierter Lieferverkehr reduziert werden. Mithilfe der Umfrage sollen Erkenntnisse zum derzeitigen und zukünftigen Kauf- und Bestellverhalten der Haushalte gewonnen werden, um diese in die konkrete Ausgestaltung zukünftiger Mikro-Depots, Liefer- oder Abholservices einfließen zu lassen. Darüber hinaus interessiert, wie sich das Mobilitätsverhalten der Menschen durch die Pandemie akut und nachhaltig geändert hat.

Die Teilnahme an der Online-Umfrage soll mindestens vier Wochen lang möglich sein und etwa 20 Minuten dauern. Die teilnahmeberechtigten in dem Gebiet lebenden Personen sollen den Link bzw. den QR-Code direkt mit der postalischen Einladung erhalten. Unter allen Teilnehmenden werde jeweils ein Jahresticket der folgenden Museen verlost: Altonaer Museum, Museum für Kunst und Gewerbe, Museum der Arbeit, Museum für Hamburgische Geschichte (Gültigkeitsbeginn in Abhängigkeit der Pandemielage).

Hintergrund:

Das EU Interreg Projekt HUPMOBILE (Holistic urban and peri-urban Mobility) soll sich für umweltfreundliche und nachhaltige Mobilitätskonzepte im städtischen Raum einsetzen. Das Projekt würde dabei den Blick auf unterschiedlichste Aspekte umweltfreundlicher Mobilität lenken. Das Bezirksamt Altona will im Rahmen des EU-Projektes mit sechs Partnern und Partnerinnen sowie weiteren zwanzig assoziierten Institutionen und Organisationen aus dem Ostseeraum zusammenarbeiten.

Mehr Infos zum Projekt unter: www.hamburg.de/altona/eu-projekte/12786704/altona-hubmobile/

 

 

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16. Januar 2017

Hamburg-Eimsbüttel: Bürger wollen auf den Straßen mehr Platz für Fußgänger, Grün und Radfahrer

Hamburg-Eimsbüttel: Citicens want more space for pedestrians, trees and cyclists


Bürgebeteiligung am Isemarkt: Ergebnis gegen 12.20 Uhr - © Stefan Warda

Eimsbüttel 2040 - "Aufsuchende" Bürgerbeteiligung auf Eimsbüttels Wochenmärkten

Während der letzten Wochen ließ das Bezirksamt Eimsbüttel Bürger in den Stadtteilen befragen, wie sich ihr Bezirk zulünftig entwickeln soll. Noch bis übermorgen, den 18. Januar können Bürger sich auch unter eimsbuettel2040.de an den Zukunftsplänen für den Bezirk beteiligen.

Um auch weiterhin ein lebenswerter Bezirk zu bleiben und für die Zukunft vorbereitet zu sein, sollen jetzt die Weichen gestellt werden. Wie soll der Bezirk im Jahr 2040 aussehen? Eimsbüttel wird sich verändern - doch sein Charakter müsse erhalten bleiben, darin seien sich Planer und Politik einig.

Auch die Anforderungen veränderten sich: die Gesellschaft werde älter. Die Infrastruktur müsse ebenso mitwachsen wie das Angebot an bezahlbarem Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse. Gewerbe und Arbeitsstätten bräuchten weiterhin Platz, Grün- und Erholungsflächen müssten allen zur Verfügung stehe. Eimsbüttel solle auch zukünftig ein lebenswerter Bezirk sein.

Um auf diese Veränderungen vorbereitet sein, will der Bezirk ein integriertes räumliches Leitbild und Konzept erstellen, an dessen Entwiclkung frühzeitig die Bürger einbezogen werden sollen. Der Prozess zum Leitbild startete im Sommer 2016. Nun sollten neben Politik und Verwaltung auch die Bürger auf unterschiedliche Weise eingebunden werden. Neben einer fünfwöchigen Online-Beteiligung wurde an sieben Informationsständen an verschiedenen Orten des Bezirks die Meinung der Bürger zur Straßenraumverteilung eingeholt.


Bürgebeteiligung am Isemarkt: Ergebnis gegen 12 Uhr - © Stefan Warda

Für wen brauchen wir in Zukunft mehr Platz auf den Straßen in Eimsbüttel?

Während der Befragungen konnten die Bürger abstimmen, ob auf Eimsbüttels Straßen mehr Platz für Fahrräder, Lastwagen, Straßengrün und Bäume, Autos, Elektroautos, Taxis und Busse, Fußgänger oder Raum zum Verweilen geschaffen werden soll. In fast allen Stadtteilen standen an den ersten drei Plätzen mehr Platz für Straßengrün, für Fußgänger und für Radfahrer.


Mehr Platz für Radfahrer auf der Hoheluftchaussee? - © Stefan Warda


Die Befragungen haben somit eindeutig ergeben, dass der Straßenraum in Eimsbüttel umverteilt werden müsse: Weniger Platz für den Autoverkehr, mehr Platz für Fuß- und Radverkehr sowie Straßengrün. Interessant war die Abstimmung an der Osterstraße, wo Fahrräder und Straßengrün sich den ersten Platz teilten, an dritter Stelle Fußgänger folgten. Der mit einer Anerkennung durch den "Deutschen Verkehrsplanungspreis" ausgezeichnete Umbau der Osterstraße scheint die Anwohner dort demnach nicht zu überzeugen. Trotz neuer Schutzstreifen als Ersatz für die vorherigen Fakeradwege fordern die Bürger an der Osterstraße eindeutig mehr Platz für Radfahrer.

Die Bürgerbefragung auf dem Tibarg erbrachte ein ähnliches Ergebnis wie an der Osterstraße. Den ersten Platz teilten sich Radfahrer und Straßengrün, an dritter Stelle folgten die Fußgänger. Raum für Autos rangierte überall auf den hinteren Plätzen.



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24. August 2016

Bundesweiter "Fahrradklima-Test" soll am 1. September starten

Nationwide cycling survey going to start on 1st of September


Baustelle in Hamburg - © Stefan Warda


Der bundesweite "Fahrradklima-Test" 2016 soll am 1. September online gehen. Auch Hamburgs Radfahrer sollen die Gelegenheit bekommen, ihre Stimme abzugeben. Seit der letzten Fahrradklima-Test-Bewertung vor zwei Jahren hat sich viel getan in Hamburg. Tragen die Bemühungen um den Ausbau Hamburgs zur "Fahrradstadt" Früchte? Ist Hamburg auf einem guten Weg zu einer radfahrerfreundlichen Stadt oder werden die zahlreichen Neuerungen und Umbauten im Verkehrsnetz als nicht ausreichend angesehen? Für Hamburg wird das Ergebnis spannend werden, denn in den vergangen Jahren rangierte Hamburg immer auf den hinteren Plätzen in der bundesweiten Skala zum Radverkehrsklima.

Im Frühjahr 2017 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. Die vom ADFC durchgeführte und vom Bundesverkehrsministerium unterstützte Aktion wird mittlerweile zum siebten Mal durchgeführt.



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13. März 2016

Umfrage: Mehrheit hält den Ausbau der Wege am Kaiser-Friedrich-Ufer mit 900.000 Euro für sinnvoll

Survey: Majority agrees with renewal of Kaiser-Friedrich-Ufer




Bei der Umfrage zum Umbau der Geh- und Radwege am Kaiser-Freidrich-Ufer neben dem Isebekkanal fiel das Ergebnis ziemlich eindeutig aus: 78% hielten den mit bis 900.000 Euro veranschlagten Ausbau für sinnvoll, 15% dagegen nicht, und 7% waren unentschieden. Ab Herbst soll nach sechs Jahren Planungsstillstand endlich für den Gehweg eine Drainage angelegt werden. Auch soll der Radweg den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. An der Umfrage nahmen 72 Personen teil.





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21. Januar 2016

Ergebnis der Befragung zur Radverkehrsführung in der Walddörferstraße

Cycling in Walddörferstraße - Result of survey





Die Walddörferstraße im Hamburger Bezirk Wandsbek soll im Rahmen einer Überplanung für eine bezirkliche Veloroute für eine verbesserte Radverkehrsführung umgestaltet werden. Das im November vorgestellte Radverkehrskonzept stellt als Option eine Kombination von Schutzstreifen und Fahrradstraße vor - je nach derzeit vorhandener Fahrbahnbreite.
Hamburgize fragte, wie Radfahrer zukünftig in der Walddörferstraße geführt werden sollten. Es standen fünf Optionen zur Auswahl:

  • Auf der Fahrbahn bei Tempo 50 (Entspricht abgesehen von zwei Tempo 30-Abschnitten dem heutigen Zustand.)
  • Fahrradstraße (Die Fahrbahn soll nach einem Vorschlag des für das Wandsbeker Radverkehrskonzept beauftragte Planungsbüro zu einer Fahrradstraße eingerichtet werden. Es gilt Tempo 30, Radfahrer dürfen ausdrücklich nebeneinander fahren. Anderer Verkehr kann zugelassen werden.) 
  • Radwege erhalten, alle Parkplätze weg (Die bisherigen Radwege sind fast ausnahmslos zu schmal und verlaufen fast ausnahmslos in der Dooringzone der Stehzeuge. Um die Radwege für eine sichere Benutzbarkeit zu ertüchtigen, müssten die meisten Flächen für Stehzeuge abgesperrt werden.)
  • Kopenhagener Radwege - auch die Bäume weg (Um breite Radwege herzurichten, wie sie in Kopenhagen Standard sind, auf denen Radfahrer zweispurig fahren können und langsamere Radler überholt werden können, müssten die meisten Bäume in der Walddörferstraße weichen. Ohnehin beeinträchtigen die Bäume, die oftmals ohne irgendeinen Abstand zu den sehr schmalen Radwegen stehen, die Benutzbarkeit der Radwege)
  • Radfahrer gehören nicht in die Walddörferstraße (Für alle, die Radverkehr nicht verstehen, oder gar Radfahrer hassen, die Walddörferstraße so lassen wollen, wie sie jetzt ist, aber die Straße nicht mit Radfahrern teilen wollen.)

Die Option Tempo 30-Zone stand nicht zur Verfügung, weil sie weitgehend dem Modell Fahrradstraße entsprechen würde.

Von 91 abgegebenen Stimmen meinten 2%, Radfahrer gehörten nicht in die Walddörferstraße. 16% wünschen sich vom restlichen Verkehr abgetrennte Bereiche, einerseits möchten 4% die bisherigen Radwege erhalten, 12% wünschen sich dagegen echte Radwege nach Kopenhagen-Modell. 82% wollen im Mischverkehr Radeln, einerseits 10% bei Tempo 50 auf der Fahrbahn, 72% bevorzugen das vom Planungsbüro vorgeschlagene Modell Fahrradstraße.







Mit dem Modell Fahrradstraße könnte ein Kompromiss gefunden werden, der einerseits die Straßenbäume erhält, weiterhin auch viel Platz für Stehzeuge zulässt, andererseits Radfahrern auf der Fahrbahn einen gewissen Schutzraum bei reduziertem Tempo bietet.

Der Durchgangsverkehr soll laut Planungsidee unterbunden werden, alle Häuser, Geschäfte und Betriebe für den notwendigen Verkehr erreichbar bleiben. Für den Busverkehr müsste eine gesonderte Lösung gefunden werden.



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29. Juni 2015

Forsa-Umfrage: Radfahren in Deutschland ungefährlich

Survey: Cycling in Germany not dangerous


© hamburgize.com / Stefan Warda



Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, die das Abendblatt zitiert, ist Radfahren in Deutschland nicht sonderlich gefährlich. Bei Fahrradunfällen mit Verletzungen erlitten Radler zu 77% lediglich leichte Verletungen wie blaue Flecken oder Schürfwunden. Fünfzehn Prozent erlitten Verletzungen wie Knochenbrüche. Nur acht Prozent trugen schwere Verletzungen, wie Kopfverletzungen oder bleibende Schäden davon. Diese Zahlen stehen vollkommen diametral zu Aussagen von selbsternannten Sicherheitsexperten, wie z.B. Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Essener Verkehrswacht: "80 Prozent der Verletzungen bei Fahrradunfällen sind Kopfverletzungen." Schürfwunden und blaue Flecken gibt es wohl nicht ausschließlich am Kopf, Schürfwunden wohl eher an den Händen, blaue Flecken eher am Gesäß oder dem Becken. Mit dem Ergebnis der Forsa-Befragung wird endlich der Panikmache um Kopfverletzungen entgegengetreten. Der Kopf ist beim Radfahren also relativ sicher, ähnlich wie in den Niederlanden, wo es beim Alltagsradverkehr keine Helme braucht.


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23. April 2015

Umfrage zur Langenhorner Chaussee: Mehrheit wünscht sich eigene Radverkehrsanlagen

Survey: Majority asks for seperated bike lanes or bike tracks along Langenhorner Chaussee

Aktualisiert um 09:24
© hamburgize.com / Stefan Warda


Der LSBG bzw. die Verkehrsbehörde wollen noch dieses Jahr die Nebenflächen der Langenhorner Chaussee umgestalten. Geplant ist eine einheitliche Gestaltung der Nebenflächen und zukünftig die Anordnung einer Gehwegbenutzungspflicht. Eine Unterteilung zwischen Radweg und Gehweg soll zukünftig entfallen. Hamburgize.com fragte die Leser nach ihren Wünschen zur zukünftigen Radverkehrsführung auf der mehr als fünf Kilomter langen Hauptverkehrsstraße. Die Umfrage zum Umbau der Langenhorner Chaussee ist nun abgeschlossen.


© hamburgize.com / Stefan Warda



An der Umfrage nahmen 175 Personen teil. Die Mehrzahl, nämlich 57% wünschten sich vom Auto- und Fußgängerverkehr abgetrennte Wege. 31% wünschten sich Radwege nach Kopenhagener Vorbild, 25% Radfahrstreifen nach Hamburger Modellen. 34% der Befragten gaben an auf der Fahrbahn fahren zu wollen, die Mehrzahl davon bei Tempo 30. 4% wünschten sich Schutzstreifen, die vom MIV auch zum Halten benutzt werden dürfen, sowie auch überfahren werden dürfen, falls dies erforderlich ist. 2% wollten den Istzustand beibehalten, also unbenutzbare "Radwege", bei denen Radler ebenso die Fahrbahn benutzen müssen. Dagegen wollten nur 3% den Planngen des LSBG folgen und zukünftig auf Gehwegen in Dauerkonflikt mit Fußgängern radeln.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Der LSBG bzw die Verkehrsbehörde täten gut daran die Planungen nochmals zu überdenken.


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1. April 2015

Deutsche wollen autounabhängig werden

Germans want to become less dependable on cars


© hamburgize.com / Stefan Warda


Das Umweltbundesamt veröffentlichte das Ergebnis einer Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein in Deutschland.

82 Prozent der Befragten sind dafür, Städte und Gemeinden gezielt so umzugestalten, dass man kaum noch auf ein Auto angewiesen ist. Bei jungen Menschen (14- bis 17-Jährige) sind sogar 92 Prozent für diese Umgestaltung. Eine hohe Zustimmung gibt es für neue Mobilitätskonzepte in den Städten. Auch steigt die Bereitschaft, auf alternative Angebote wie Carsharing zuzugreifen.

Gestützt wird dieser Wunsch durch die Aussagen zu Lärmemmisisonen. Drei Viertel der Befragten (77 Prozent) fühlen sich durch Lärm in irgendeiner Form zumindest etwas belästigt. Bei den einzelnen Lärmquellen steht der Straßenverkehr mit Abstand an der Spitze.


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93 Prozent der deutschen Autofahrer sollen Tempolimits missachten

93 percent of German car drivers are speeding


© hamburgize.com / Stefan Warda


Laut einer französischen Studie sind deutsche Autofahrer fast ausnahmslos Rüpelfahrer.
  • 93 % halten sich nicht an Tempolimits
  • 73 % halten keinen ausreichenden Sicherheitsabstand ein
  • 67 % geben zu, andere Verkehrsteilnehmer mit Worten und Gesten zu beleidigen
  • 60 % fahren ohne zu bremsen durch Baustellen
  • 59 % blinken nicht beim Spurwechsel
  • 34 % fahren bewusst knapp auf

Trotz all dieser Regelverstöße halten sich deutsche Autofahrer für gute Verkehrsteilnehmer.
  • 97 % bezeichnen sich als "aufmerksam"
  • 81 % als "ruhig"
  • 57 % finden ihren Fahrstil "rücksichtsvoll"

An der Befragung im Auftrag der französichen Stiftung Vinci autoroutes sollen 1000 deutsche Autofahrer teilgenommen haben.


© hamburgize.com / Stefan Warda


Angesichts der zugegebenen Regelmissachtungen und der gleichzeitigen Selbstüberschätzung mag sich kaum noch jemand als Fußgänger oder Radfahrer auf die Straße trauen.
 

Im europäischen Vergleich gelten laut der Studie schwedische Autofahrer als besonders rücksichtsvoll, als besonders aggressiv gelten italienische Autofahrer.
 


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16. Dezember 2014

Hamburger wünschen den Ausbau des Radverkehrssystems

Hamburg: People wish expansion of cycle infrastructure


© hamburgize.com / Stefan Warda
Hamburgs Zweirichtungsradwege (z.B. im Alstervorland parallel zum Harvestehuder Weg, Fernsicht, Krugkoppel, An der Alster, Schwanenwik, Alsterglacis, Kennedybrücke, Johannisbollwerk, Vorsetzen, Kaifuradweg, Dithmarscher Straße) sind in der Regel nur halb so breit wie dieser Radweg in Kopenhagen oder gar noch schmaler (z.B. Bellevue). Trotzdem bezeichnen einige unwissende Hamburger immer noch gerne Hamburgs Radwege als breite oder sehr Radwege, aktuell z. B. den im Alstervorland. Viele Radwege lassen sich nicht einfach ausbauen wegen angrenzender Bäume, Parkplätze, usw. Abhilfe schaffen können u.a. auch Fahrradstraßen

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Wird als in Hamburg als "breiter Radweg" bezeichnet. Die Fahrradstraße soll jetzt Abhilfe schaffen, denn dieser Fakeradweg lässt nur schwerlich ausbauen. Bislang wich der Gegenverkehr unfreiwillig als Kampfradler auf den Gehweg aus


Vorrang für das Fahrrad

Eine Mehrheit der Hamburger befürwortet den Ausbau des Hamburger Radverkehrssystems. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Abendblatts Ende Oktober / Anfang November. 60% der Hamburger befürworten den Ausbau des Radverkehrs, auch wenn dies zulasten des Autoverkehrs geht.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Radweg in Kopenhagen


Radverkehr eine Frage der Bildung

68% der Befragten mit Abitur wollen den Radverkehrsausbau, hingegen nur 42% mit Hauptschulabschluss.


Radweg in Kopenhagen


Radverkehr eine Frage des Geschlechts

Befürworten 64% der Frauen den Ausbau des Radverkehrsnetzes,  findet dies nur bei 54% unter den Männern Zustimmung. Anders herum betrachtet stimmen Frauen eher dafür den Autoverkehr einzuschränken. 41% der Männer möchten den Autoverkehr nicht eingeschränkt sehen, dagegen nur 31% der Frauen.


© hamburgize.com / Stefan Warda
Radfurt in Kopenhagen


Fahrrad heute noch wichtiger als vor zwei Jahren

Bei einer Umfrage des Abendblatts im Jahr 2012 bejahten 51% der Befragten, die Hamburger Innenstadt für den privaten Autoverkehr zu sperren. Unter den Top Ten der Wünsche für Hamburg rangierte der Ausbau des Radverkehrsanlagen mit Vorrang der Radler vor Autofahrern an vierter Stelle. An erster Stelle Stand bezahlbarer Wohnraum, gefolgt von Erhalt, Pflege und Ausbau der Grünflächen und Schutz der traditionellen Hamburger Baukultur. Der Bau einer Stadtbahn rangierte auf dem zehnten Platz.

Die Befragungen zeigen, dass den Hamburgern ein gut funktionierender Radverkehr ein wichtiges Anliegen ist. Zudem scheint das Modell der autogerechten Stadt mit Vorrang für den Autoverkehr nicht mehr eine Mehrheit zu finden. Ob die Hamburger bei der bevorstehenden Landtagswahl entsprechend abstimmen werden, wird sich noch zeigen.


Sogenannte "breite Radwege" in Hamburg: Ein Ausbau ist dringend notwendig

Veloroute 4, Harvestehuder Weg. Beim Hamburger Bonsai-Zweirichtungsverkehr muss in der gefährlichen Dooringzone geradelt werden - eigentlich unzulässig

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Gefährlicher Gegenverkehr

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Bei Cargobikes bleibt kein Platz für Gegenverkehr. Gleiches gilt für Radler mit Kinder- oder Lastenanhängern

Veloroute 4, Harvestehuder Weg: Der Gegenverkehr muss auf den Gehweg ausweichen und Kampfradeln

Veloroute 4, Alstervorland: Für Kopenhagener Standards müssten die Bäume gefällt oder eine zweite gleichbreite Radwegspur hinter den Bäumen angelgt werden

Kaifuradweg: Für Cargobikes oder Gespanne kaum geeignet



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    18. Mai 2014

    Berliner Horror-"Radwege": Ergebnis des Online-Dialogs

    Berlin Horror "Cycle-Tracks": Result of Online-Dialog

    Aktualisiert
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1405/nachricht5262.html
    Online-Dialog "Radfahren in Berlin: Abbiegen? Achtung! - Sicher über die Kreuzung"


    Am Freitag veröffentlichte die Berliner Senatsverwaltung das Ergebnis des Online-Dialogs zu den Radgefahren an Berlins Kreuzungen. Die Senatsverwaltung spricht von großen Erfolg.
    Das Online-Format war ein großer Erfolg: Rund 27.000 Besucher, 260.000 Seitenaufrufe und über 3.300 registrierte Teilnehmende beteiligten sich. Mehr als 60 % der Beiträge widmen sich unmittelbar oder mittelbar dem eigentlichen Schwerpunkt des Online-Dialogs, der Identifikation konfliktreicher Kreuzungs- und Einmündungsbereiche für Radfahrende. Die große Zahl der qualitativ hochwertigen Beiträge (mehr als 8.000 Vorschläge und Kommentare) sowie die mehr als 22.500 Bewertungen dieser Beiträge wurden jetzt thematisch strukturiert und ausgewertet und in einem Bericht vorgelegt.

    Zu den meist genannten Konfliktschwerpunkten zählt die Schönhauser Allee, mittlerweile eine wichtige Pendlerverbindung ins Stadtzentrum. Die z.T. noch benutzungspflichtigen Radwege genügen nicht mehr den jetzigen und zukünftigen Anforderungen. An Kreuzungen gibt es erhebliche Konflikte mit abbiegendem Autoverkehr, auf der Strecke wegen der schmalen Radwege zahlreiche Konflikte mit Fußgängern. Gefordert wurde die komplette Aufhebung des Radwegezwangs entlang der Schönhauser Allee.

    Der absolute Schwerpunkt der Beiträge betraf jedoch den Raum zwischen der Kreuzung Kottbusser Tor in Kreuzberg und der Kreuzung Hermannplatz in Neukölln.
    Fünf Beiträge der Top 30 thematisieren diesen Raum explizit, verbunden mit 38 ergänzenden Kommentaren und fast 600 zustimmenden Bewertungen. Die gute Nachricht: Am Kottbusser Tor ist nach Fertigstellung des aktuellen Umbaus eine zeitnahe Reduzierung der beim Online-Dialog deutlich gewordenen Konflikte zu erwarten. Auch am Hermannplatz sind Veränderungen geplant, die - so belegt es die Auswertung - zeitnah durch den Bezirk umgesetzt werden sollten.  

    Am Hermannplatz hat es zum Teil umständliche Wegeführungen mit Radwegzwang. Kritisiert wurde auch die Überleitung von Radwegen auf Parkstreifen, wie am südlichen Beginn des Kottbusser Damms Ecke Weserstraße oder Richtung Süden nach der Kottbusser Brücke.

    Noch dieses Jahr will die Senatsverwaltung einen allgemeingültigen Leitfaden zu Kreuzungssituationen veröffentlichen.
    Weitere Maßnahmenansätze zur Vermeidung von Abbiegeunfällen wird außerdem der Leitfaden vorstellen, der derzeit erarbeitet wird und der im Sommer dieses Jahres von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz und dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) vorgestellt wird. Der Leitfaden "Sicher geradeaus!" ist das Endprodukt des vom BMVI im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 geförderten Projekts, innerhalb dem auch der Online-Dialog realisiert wurde.


    Schönhauser Allee mit Radwegezwang

    © hamburgize.com / Stefan Warda

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    Schönhauser Allee ohne Radwegezwang

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    Horror Hermannplatz

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    Radfahrer, die hier geradeaus fahren wollen, müssen planmäßig zunächst rechts abbiegen und dann erneut warten. Der "Radweg" liegt übrigens unter dem Schnee. Die "Fahrradstadt" Berlin kann leider keinen Winterdienst



    Kottbusser Tor

    © hamburgize.com / Stefan Warda
    Radfahrer kritisierten zum Kottbusser Tor Gefahrensituationen mit kreuzenden Autos, die aus dem Kreisel abbiegen und Radfahrer schneiden und ausbremsen

    © hamburgize.com / Stefan Warda



    Kottbusser Damm

    © hamburgize.com / Stefan Warda
    Der Radfahrstreifen endet direkt am Parkstreifen. Eine Aufleitung auf die Fahrbahn fehlt



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