25. August 2017

Hamburg: Eingeschränkter Betrieb bei "StadtRAD"

Hamburg: Problems with rental bike system


© Stefan Warda


Das Leihradsystem "StadtRAD" hat den Betrieb stark eingeschränkt. Von insgesamt 2400 Leihrädern sollen derzeit nur noch 700 zur Ausleihe bereit stehen. Die Deutsche Bahn als Betreiber will Schäden an den Rädern festgestellt und daher einen großen Teil der Flotte aus dem laufenden Verkehr genommen haben.


© Stefan Warda


Bei einem Teil der "StadtRÄDER" seien technische Probleme an den Tretlagern aufgetreten. Im Sinne der Sicherheit der Kunden habe sich die Deutsche Bahn daher kurzfristig dazu entschlossen, diese Räder für die freie Nutzung zu sperren. Damit würden Kunden derzeit im Stadtgebiet Räder vorfinden, die nicht buchbar seien. Gemeinsam mit einem deutschen Hersteller arbeite die Deutsche Bahn derzeit mit Hochdruck daran, das Problem schnellstmöglich zu beheben. Da nicht auszuschließen sei, dass das fehlerhafte Tretlager nur in der Produktionslinie aus dem Jahr 2016 eingebaut wurde, habe sich die Deutsche Bahn im Interesse der Kunden dazu entschieden, sämtliche "StadtRÄDER" zu überprüfen und die Räder, in denen das betroffene Tretlager verbaut ist, für die Nutzung zu sperren. Derzeit seien noch rund 700 Räder für die Kunden buchbar. Voraussichtlich werde der Tausch der Tretlager einige Wochen in Anspruch nehmen.


Mehr . . . / More . . . :
.

Kleve: Baubeginn für "e-Rad-Bahn" nach Kranenburg

Kleve: Cycle route towards the Netherlands to be built


Kleve, Bahnbrücke über den Spoykanal mit Blick Richtung Bahnhof - © Stefan Warda


Nach einem Bericht der NRZ soll morgen der erste Spatenstich für die elf Kilometer lange "e-Rad-Bahn" von Kleve nach Kranenburg erfolgen. Entlang der ehemaligen Bahntrasse (Kleve - Nijmegen) soll neben dem noch vorhandenen Draisinengleis eine Radschnellverbindung in Form eines asphaltierten gemeinsamen Geh- und Radwegs entstehen. Ab Kranenburg besteht neben dem Draisinengleis ein betonierter gemeinsamer Geh- und Radweg über die Landesgrenze hinweg nach Groesbeek. Von der Landesgrenze, die zwei Kilometer vom Bahnhof Kranenburg entfernt liegt, sind es entlang der vormals durchgehenden Bahnlinie Köln - Krefeld - Kleve - Nijmegen noch fünfzehn Kilometer bis zum Bahnhof Nijmegen.


Die durchgezogene Linie stellt den schon vorhandenen Bahntrassenradweg zwischen Groesbeek und Kranenburg dar. Die gestrichelte Linie wäre die Ergänzung nach Kleve. Ab Kleve besteht in Richtung Westen Anschluß an den teilweise fertiggestellten "Alleenradweg" Richtung Xanten

Vom ehemaligen Groesbeeker Bahnhof, dem Endpunkt der Draisinenbahn, setzt sich der betonierte Geh- und Radweg in Richtung Nijmegen bis an die Grenze mit der Gemeinde Heumen fort. Mit einer Verlängerung an die Stadtgrenze mit Nijmegen könnte die neue Radverbindung Pendler in Richtung Nijmegen zum Umstieg auf das Fahrrad oder E-Bike bewegen.


Kranenburg, Kreuzung der Draisinenbahn über die Klever Straße in Richtung Kleve: Neben diesem Gleis soll die "e-Rad-Bahn" zukünftig verlaufen - © Stefan Warda

Kranenburg, Kreuzung der Draisinenbahn über die Klever Straße in Richtung Bahnhof Kranenburg: Neben diesem Gleis soll die "e-Rad-Bahn" zukünftig verlaufen. Heute fahren Radfahrer auf dem einseitig gelegen Zweirichtungskombiweg - © Stefan Warda

Kranenburg, Bahnhof: Haltepunkt der Draisinenbahn zwischen Kleve und Groesbeek. Hier soll zukünftig auch die "e-Rad-Bahn" entlanglaufen - © Stefan Warda

Kranenburg, vorhandenener gemeinsamer Geh- und Radweg Richtung Groesbeek neben dem Draisinenbahngleis - © Stefan Warda

Kranenburg / Groesbeek, Landesgrenze am gemeinsamen Geh- und Radweg entlang der Draisinenbahn - © Stefan Warda


In Richtung Westen besteht Anschluß an den bislang nur teilweise ausgebauten "Alleenradweg" Richtung Xanten. Auf den rund 25 Kilometern Bahntrasse zwischen Kleve und Xanten (Teil der vormals durchgehenden Bahnlinie Kleve - Xanten - Moers - Duisburg-Rheinhausen) möchte sich bislang Kleves Nachbarstadt Bedburg-Hau nicht am Umbau der aufgelassenen Bahntrasse zur Radroute beteiligen. Auch wenn derzeit noch der komfortable Anschluß bis zum Campus der Universität in Nijmegen fehlt, so wird die geplante "e-Rad-Bahn" sicherlich dazu beitragen, den Radtourismus in der Grenzregion am Niederrhein zu stärken.


Groesbeek, Bahnhof: Endpunkt der Draisinenbahn - © Stefan Warda

Groesbeek, Bahnhof: Hotspot der Velo-City 2017 - © Stefan Warda

Groesbeek, Bahntrassen Richtung Heumen / Nijmegen - © Stefan Warda

Groesbeek, Ortausausgang - © Stefan Warda

Groesbeek, Bahntrassenradweg Richtung Heumen: Naturschutzauflagen im Einschnitt - © Stefan Warda

Groesbeek / Heumen, Ende des Bahntrassenradwegs. Auf der anderen Straßenseite beginnt ein schmaler Radweg, der durch ein Waldgebiet bis zur Stadtgrenze mit Nijmegen führt - © Stefan Warda

Groesbeek / Heumen: Dieser schmale Radweg führt durch ein Waldgebiet bis zur Stadtgrenze mit Nijmegen - © Stefan Warda

Groesbeek / Heumen: Noch acht Kilometer bis Nijmegen - © Stefan Warda


Mehr . . . / More . . . :
.

23. August 2017

Hamburg: Veloroute 4 soll am Alsterufer zur Fahrradstraße werden

Hamburg: Cycle route to be improved along Alster lake


Veloroute 4, Alsterufer - © Stefan Warda


Das Bezirksamt Eimsbüttel plant den Baubeginn der Umgestaltung der Veloroute 4 im Verlauf Alsterufer. Zwischen Alte Rabenstraße und Fontenay soll die jetzige Tempo-30-Zone in eine Fahrradstraße umgestaltet werden. Die Bauarbeiten sollen am 4. September beginnen und etwa drei Monate andauern.


Veloroute 4, Alsterufer: Die Fahrbahn soll von einer Tempo-30-Zone in eine Fahrradstraße umgewandelt werden - © Stefan Warda

Mit der neuen Fahrradstraße sollen Radfahrer eine unverstellte Sicht auf die Außenalster erhalten. Platz für Stehzeuge soll es nur noch an der bebauten Seite der Straße geben.



Mehr . . . / More . . . :
.

20. August 2017

Hamburg: Rothenbaumchaussee neuerdings mit Radfahrstreifen

Hamburg: Cycle lanes along Rothenbaumchaussee


Rothenbaumchaussee, Radfahrstreifen - © Stefan Warda


Auf der Rothenbaumchaussee gibt es mitterweile auch Radfahrstreifen. Radfahrern werden auf dem Nordende der Rothenbaumchaussee zwischen Hagedornstraße und Klosterstern nun eigene Räume vorgehalten. Vor dem Umbau dürften Radfahrer neben der Fahrbahn sonst noch im Schritttempo die von Wildparkern arg zugestellten Gehwege ganz vorsichtig befahren. Im erneuerten Abschnitt wurde das Gehwegradeln aufgehoben. Stattdessen haben Radfahrer beidseitig eigene Spuren erhalten. Bergan Richtung Innenstadt werden Radfahrer auf Schutzstreifen und Radfahrstreifen geführt. Bergab Richtung Klosterstern rollen Radfahrer bequem auf einem Radfahrstreifen.


Rothenbaumchaussee, Radfahrstreifen - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee, Schutzstreifen - © Stefan Warda


Bleibt nun zu hoffen, dass das bisher geduldete Wildparken auf den Gehwegen endlich eingeschränkt wird. Statt wie erlaubt die Stehzeuge in Längsaufstellung zu platzieren, wurden diese jahrzehntelang generell in Schrägaufstellung platziert. Dadurch wurde der Gehweg extrem eingeschränkt, aber auch die Fahrbahn beeinträchtigt. Weil nun am Fahrbahnrand Radspuren aufgetragen wurden, ist es umso wichtiger, dass die Hecks der Stehzeuge nicht über den Kantstein in den Fahrbahnbereich hineinragen.


Rothenbaumchaussee, Wildparker auch auf der Fahrbahn - © Stefan Warda


Zu den Schutz- und Radfahrstreifen war es ein langer Bewusstseinswandel. Die Radwegbenutzungspflicht zwischen Turmweg und Hallerstraße bezeugt noch, dass die Rothenbaumchaussee ursprünglich vormehmlich dem Autoverkehr vorbehalten bleiben sollte. Parallel zur Rothenbaumchaussee wurden in der Hochallee unter Bausenator Eugen Wagner eines der allerersten Radfahrstreifenprojekte Hamburgs umgesetzt. Fortan wurden alle Hinweise auf miserable Radverkehrsbedingungen in der Rothenbaumchaussee abgewiesen. Radfahrer sollten schließlich die Hochallee benutzen. Zwischen Hallerstraße und Theodor-Heuss-Platz galt damals noch eine Rad- und Gehwegbenutzungspflicht. Im nördlichen Teil zwischen Hallerstraße und Klosterstern musste jedoch auf der Fahrbahn geradelt werden - bei gleichem Verkehrsaufkommen wie im südlichen Abschnitt, wo das Fahrbahnradeln verboten war. Möglichkeiten für separate Radverkehrsanlagen wurden von der damaligen Landesverkehrsverwaltung (LVV) geprüft. Das illegale Schrägparken auf den Gehwegen sollte legalisiert werden - zumindest wurden Ersatzlösungen für Radfahrer nur unter Erhalt des Wildparkens geprüft. Heraus kam die Freigabe der Gehwege für den Radverkehr bei Schritttempo für den nördlichen Ast der Rothenbaumchaussee.


Rothenbaumchaussee, Turmweg: Radwegzwang bis Hallerstraße bis heute noch vorhanden - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Johnsallee: So wie hier waren alle Gehwege stadteinwärts von Hallerstraße bis Moorweidenstraße benutzungspflichtig - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Johnsallee: nach Aufhebung des Gehwegbenutzungszwangs - © Stefan Warda


Nach einem Wechsel des Leiters der Straßenverkehrsbehörde am PK17 in der Sedanstraße gab es vor rund zwanzi Jahren einen ernsthaften Versuch das die Gehwege einschränkende Wildparken zu unterbinden. Geplant war zunächst einen Monat lang Flyer unter die Scheibenwischer der Wildparker zu klemmen, die auf das Fehlverhalten hinwiesen. Nach Ablauf der Flyerkampagne sollte dann das Wildparken geahndet werden. Doch schon bald wehrte sich die Wildparkerlobby. Nach einem häßlichen Artikel in der BILD ruderte die damalige Polizeidirektion Mitte zurück und unterließ den Ansatz, das Wildparken in der Rothenbaumchaussee zu unterbinden - bis heute. Die Rothenbaumchaussee bleibt damit weiterhin ein wichtiger Beleg für die autogerechte Stadt Hamburg.


Rothenbaumchaussee / Uni: Gehwegradeln trotz extrem beengter Verhältnisse immer noch erlaubt - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Völkerkundemuseum: Der Gehwegradelzwang ist mittlerweile entfallen - © Stefan Warda

Rothenbaumchaussee / Völkerkundemuseum: Eng ging es zu auf dem Gehweg, den sich Fußgänger mit Radfahrern und Stehzeugen teilen sollten - © Stefan Warda





Mehr . . . / More . . . :
.

Hamburgs erste "Protected Bike Lane" am Klosterstern befahrbar

Hamburg: First "protected bike lane" opened at Klosterstern

Aktualisiert am 21.08.2017
Klosterstern: "Protected Bike Lane"? - © Stefan Warda


Noch sind die Bauarbeiten an Hamburgs bekanntem Kreisverkehr Klosterstern nicht abgeschlossen. Doch ein Teilstück des neugestalteten Kreisverkehrs ist befahrbar. Von der Rothenbaumchaussee kann der Kreisverkehr über die Abzweige Harvestehuder Weg und Oderfelder Straße bis zum eppendorfer Baum befahren werden. Zwischen Eppendorfer Baum bis Rothenbaumchaussee ist der Kreisverkehr für Fahrzeuge noch gesperrt.


Klosterstern während der Bauarbeiten - © Stefan Warda


Klosterstern, "Protected Bike Lane" - © Stefan Warda


Klosterstern / Rothenbaumchaussee, "Protected Bike Lane" - © Stefan Warda


Der frühere Radweg ist mittlerweile komplett entfernt worden. Auf der Nordostseite des Klosterstern sind Radfahrer mittlerweile auf einer neuen Radspur unterwegs, die im Erläuertungsbericht zur Planung als "Radweg" bezeichnet wird. Ein Radfahrstreifen hätte nach deutschen Regelwerken in einem Kreisverkehr nicht angelegt werden dürfen. Bei den Planvorstellungen war von einer "Protected Bike Lane" die Rede gewesen. Mittels dieses Kunstgriffs wurde nun als doch ein Radfahrstreifen in dem Kreisverkehr angelegt. Denn die neue Radspur ist weder ein "Radweg", noch eine geschützte Radspur, was mit "Protected Bike Lane" gemeint gewesen wäre. Das Überfahren und Wildparken auf dem Radfahrstreifen ist schließlich uneingeschränkt möglich.


Klosterstern, "Protected Bike Lane": Geisterradlerinnen - © Stefan Warda

Klosterstern / Eppendorfer Baum vor dem Umbau: Mit Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht wurde auch der gegenläufige Radverkehr auf dem nur maximal 1,3 Meter schmalen Radweg aufgehoben. Der Begegnungsfall war auf den schmalen Radwegen unmöglich und führte permanent zu Regelverstößen - © Stefan Warda

Die Bauarbeiten am Klosterstern sollen im September abgeschlossen sein. Vermutlich wegen der noch andauernden Bauarbeiten tummeln sich viele Geisterradler auf dem neuen Radfahrstreifen. Hoffentlich wird dies nicht ein Dauerzustand. Erfreulich ist die große Zahl an Fahrradbügeln auf dem schon fertiggestelltem Teil des Klostersterns.


Klosterstern, Fahrradparken - © Stefan Warda



Mehr . . . / More . . . :
.