Cycling climate: Münster still the winner
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| Radstation Münster: Deutschlands größtes Fahrradparkhaus |
Münster bleibt weiterhin Testsieger beim Fahrradklima-Test des ADFC. Unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern führt Münster mit der Note 2,5 das Feld an. Auf den hinteren Rängen liegen Mönchengladbach (Note 4,5) und Wiesbaden (Note 4,6). Hagen bildet das Schlusslicht unter den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern (Note 4,7).
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| Fahrradunfreundliches Hagen: Ausgewiesene NRW-Radroute wird durch eine Schranke behindert |
Münster würde dieses auch Jahr nicht geschlagen, obwohl es auch in Münster viele schlechte Radwege und regelwidrige Radwegbenutzungspflichten gibt. Als fahrradfreundlichere Städte gelten noch Karlsruhe (Note 3,2), Freiburg (Note 3,3), Hannover (Note 3,4), Bremen und Kiel (beide Note 3,5). Kiel wurde damit vom früheren zweiten Platz von Karlsruhe, Freiburg und Hannover verdrängt und liegt nun nur noch gleichauf mit Bremen.
Hamburg bleibt mit der Note 4,3 (2003: Note 4,4) nahezu unverändert im unteren Bereich und belegt unter den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern den 35. von 39 Plätzen. Im Vergleich mit den anderen
Millionenstädten Berlin, Köln und München liegt Hamburg gemeinsam mit Köln am unteren Ende der Skala. Berlin liegt mit der Note 4,1 vor der Elb- und der Rheinmetropole, Testsieger ist München mit der Note 3,7. Der Durchschnittswert der Großstädte liegt bei 3,8. Damit liegt nur München leicht über dem Durchschnitt.
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| Kampfparken in der Hochallee: Seit Jahrzehnten sind die Radspuren hier dauerhaft rund um die Uhr zugeparkt. Keine Abschleppwagen, keine Knöllchen, kein Einsatzschwerpunkt bei der Polizei |
Die beste Einzelnote vergaben die Hamburger für das
StadtRAD-Leihsystem (Note 2,0). Gut bewerten die Radler noch die Fahrradmitnahme im HVV (Note 3,1) und das Radeln in Einbahnstraßen (Note 2,7). Besonders ärgerlich sind dagegen
Kampfparker (Note 5,4), zu schmale Radwege und Radfahrstreifen (Note 5,3), Oberflächenbeschaffenheit der Radwege und Radfahrstreifen (Note 5,2), Winterdienst auf Radwegen (Note 5,2), Radfahren an Baustellen (Note 5,1), Ampelschaltungen Für Radler (Note 5,1), Reinigung der Radwege (Note 5,1) und Hindernisse auf Radwegen (Note 5,1). Bei den klassichen Problemfeldern hat sich in Hamburg im Vergleich zu den Vorjahren rein garnichts verändert.
Norderstedt befindet sich weiterhin in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend. Trotz des Planungs-Desasters Kreuzung Ochsenzoll bewerten die Norderstedter ihre Stadt recht freundlich (Note 3,3). Norderstedt konnte sich gegenüber dem Jahr 2013 (Note 3,6) nochmals verbessern.
Ahrensburg hat sich über die letzten Jahre kontinuierlich verschlechtert. Gegenüber 2013 sackte die Nachbarstadt nochmals um 0,2 Notenpunkte auf die Note 4,0 ab (2005: Note 3,46). Offenbar gibt es in Ahrensburg Versäumnisse und Stillstand bezüglich der Radverkehrsförderung.
Auffällig ist das schlechte Abschneiden der sogenannten "
fahrradfreundlichen Städte" in Nordrhein-Westfalen. Langjährige Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte in NRW bleiben weit hinter den Erwartungen zurück: Düsseldorf und Köln (Note 4,3), Krefeld (Gründungsstadt der AGFS mit Note 4,1), Essen (Note 4,0).
Erfreulich mag die Bewertung
Wuppertals bei der Stadtverwaltung aufgenommen werden. Wuppertal gilt mit der Note 4,2 sogar als fahrradfreundlicher wie Hamburg, Düsseldorf oder Köln. Offenbar hat die Eröffnung der Nordbahntrasse zu einem Sprung nach vorn verholfen. Im Vergleich dazu hat der spektakulär gefeierte LOOP, für den die Stadt Hamburg sogar eine bundesweite Auszeichnung erhielt, bei Hamburgs Radlern kaum Bedeutung in der Klimatestbewertung gefunden.
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