13 Juni, 2012

Sierichstraße: Radfahrstreifen statt Parkplätze?

Sierichstraße: Cycle lanes instead of parking lots?

www.hamburgize.com / Stefan Warda
Rad fahren in der Sierichstraße

Hamburgs Sierichstraße, eine Einbahnstraße mit tageszeitlich wechselnder Fahrtrichtung, hat abschnittsweise keine Radwege. Je nach tageszeitlicher Fahrtrichtung der Einbahnstraße müssen Radfahrer ebenso wie Autofahrer parallele Straßen befahren. Bis letztes Jahr mussten Radfahrer noch auf den engen mit legal parkenden Autos zugestellten Gehwegen fahren. Doch aus Sicherheitsgründen hatte die Verkehrsdirektion das Befahren der Gehwege aufgehoben. Seitdem dürfen bzw. müssen Radfahrer auf der Fahrbahn fahren.
Ausgerechnet eine Koalition aus CDU, FDP und SPD will nun eine Änderung für den Radverkehr.
Laut Hamburger Abendblatt möchte die CDU den Radverkehr wieder auf die engen zugeparkten Gehwege verbannen. Diese Regelung wäre allerdings nach der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung unzulässig und hätte vor dem Verwaltungsgericht keinen Bestand. Im Interesse der Fußgänger sollte das Gehwegradeln dort unterbleiben.
Die SPD favorisiert beidseitige Radfahrstreifen, wodurch viele Parkplätze auf Gehwegen und Parkbuchten wegfallen würden. Bei den anwohnenden Autoliebhabern findet der zweite Vorschlag sicherlich wenig Gegenliebe, wie schon bei der Installation von Fahrradbügeln vor zwei Jahren erprobt.


Vorschlag der CDU: Radfahrer weg von der Fahrbahn

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Die CDU möchte Radfahrer wieder auf die Gehwege schicken

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Vorschlag der SPD: Weg mit den Parkplätzen

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Für den SPD-Vorschlag, beidseitig Radfahrstreifen anzulegen, müssten realistischerweise beidseitig der Straße alle legalen und illegalen Parkplätze entfallen

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Unbeliebt bei autofahrenden Anwohnern: Fahrradbügel in der Sierichtraße erregten heftigen Protest



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Kommentare:

  1. Fahrbahnradler13 Juni, 2012 19:02

    Natürlich, die CDU möchte, wie üblich, mal wieder die umweltfreundlichen Fahrzeuge (Fahrräder) auf schmale, weder Fußgängern noch Radfahrern zumutbare Randstreifen verbannen. Profitieren sollen, ebenfalls wie immer, die stinkenden, Platz verschwendenden, lärmenden Fahrzeuge (Autos).

    Liebe CDUler, ihr macht euch lächelich! DER RADVERKEHR GEHÖRT GRUNDSÄTZLICH AUF DIE FAHRBAHN! Aber bitte, versucht's doch ruhig mal. Das Verwaltungsgericht wird euch dann etwas zum § 45 Absatz 9 StVO erzählen...

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  2. Die Sierichstrasse wäre ganz ohne den fliessenden & parkenden Autoverkehr weitaus attraktiver. Ersteres können sicher auch die Anwohner bestätigen.

    So eine tolle Strasse und dann so autolastig. Selbst als Fussgänger hat man hier schlechte Karten.

    Als Radfahrer auf der Strasse zu fahren ist ganz klar besser. Da man einen gewissen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos einhalten muss/ sollte, wird es jedoch ziemlich eng: überholende Autos werden es mit dem Sicherheitsabstand zu Radfahrern ganz sicher nicht sehr genau nehmen. Daher halte ich es für sinnvoll, diese Strasse autofrei zu machen.

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