18. September 2016

Hamburg: Neuer spektakulärer Verkehrsversuch mit Radgegenverkehr im Kreisverkehr

Hamburg: New test with bi-direction cycling on rondabout


Fährstraße / Veringstraße, Neuer Verkehrsversuch im Kreisverkehr - © Stefan Warda


Hamburg erprobt derzeit im Rahmen eines neuen Verkehrsversuchs eine neue Form des Radgegenverkehrs im Kreisverkehr. Anders als bislang bekannt fahren Radfahrer dabei nicht auf einem umlaufenden Radweg im Gegenverkehr, sondern auf der Kreisverkehr entgegen der Fahtrichtung. Die Auswertung dieses neuartigen Verkehrsversuchs wird mit Spannung erwartet. Ob die Ergebnisse in den geplanten Umbau des Klosterstern einfließen werden?


Die neue Verkehrsführung wird offenbar angenommen - © Stefan Warda

Der für den Verkehrsversuch ausgewählte Kreisverkehr befindet sich im Verlauf einer ausgewiesenen Alltagsveloroute (VR11) im Stadtteil Wilhelmsburg. Der letzte spektakuläre Verkehrsversuch mit einer "Fahrradstraße" auf der Max-Brauer-Allee wurde allerdings schon nach wenigen Tagen abgebrochen. 


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Kirchliche Besetzung der Willy-Brandt-Straße: Wächst jetzt zusammen, was zusammen gehört?

Hamburg: Sit-in on Willy-Brandt-Straße


Besetzung der Stresemannstraße 1991 - © Stefan Warda


250 Aktivisten und Künstler sollen gestern ab 20.30 Uhr für eine halbe Stunde den Verkehr auf der Willy-Brandt-Straße angehalten haben. Im Rahmen der "Nacht der Kirchen" wollte Pastor Engelbrecht von der St. Katharinen-Gemeinde auf die Zerschneidung der Hamburger Altstadt durch die Willy-Brandt-Straße (früher Ost-West-Straße) aufmerksam machen. Ob mit der Umbenennung der früheren Ost-West-Straße in Willy-Brandt-Straße Hoffnung besteht, dass die beiden Teile der Hamburger Altstadt bald wieder zusammen wachsen?


Willy-Brandt-Straße und Katharinenkirche - © Stefan Warda



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17. September 2016

Hamburg: Radfahren auf der Breiten Straße neuerdings verboten

Hamburg: Cycling along Breite Straße no more allowed
Aktualisiert am 18.09.2016

Breite Straße 104, Radfahrverbot - © Stefan Warda


Das Radfahren ist auf der Breite Straße ab Haus-Nr. 104 in Richtung Altona neuerdings nicht mehr erlaubt. Bis zur nächsten Querstraße, der Schleestraße, sind Radfahrer in der "Fahrradstadt" (Autostadt) unerwünscht. Eine Umleitungsstrecke ist - wie in Hamburg allgemein üblich - nicht eingerichtet.


Esplanade, Radfahrverbot 2013 - © Stefan Warda



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Ankündigungshauptstadt Hamburg: Versprochene Radverkehrsführungen an Baustellen werden selten eingerichtet

Hamburg: No space for cyclists at road works along Schulweg and Im Gehölz
Aktualisiert am 18.09.2016

Schulweg 28, Baustelle: Für Radfahrer ist der Weg hier ganz offiziell beendet. Ein ausweichen auf die Fahrbahn ist ab hier nötig. Wer das nicht mag, kann sich ggf. in einen Fußgänger verwandeln - © Stefan Warda


Hamburg kann immer noch keine Radverkehrsführungen an Baustellen

Derzeit wird am Schulweg und der Straße Im Gehölz im Verlauf des Ring 2 gebaut. Zwischen Henriettenweg und Goebenstraße ist der östliche Fahrbahnteil gesperrt. Der Fahrzeugverkehr verläuft derzeit mit je einer Spur je Fahrtichtung auf der westlichen Straßenseite. Für den Radverkehr wurde keine Führung im Baustellenbereich eingerichtet. Zwar hatte die BWVI in einer Pressemitteilung am 9. August versprochenen, dass der Radverkehr während der Baumaßnahme berücksihtigt würde, jedoch ist wie im Fall der Baumaßnahme am Lessingtunnel in Altona nicht an Radfahrer gedacht worden.

Der Geh- und Radverkehr wird über die gesamte Bauzeit sicher an der Baumaßnahme vorbeigeführt.

Radfahrer werden ab Henriettenweg auf einem benutzungspflichtigem Radweg in das von der Fahrbahn abgetrennte Baufeld geführt. Dort endet der benutzungspflichtige Radweg vor den Absperrungen. Eine Weiterfahrt auf den noch vorhandenen sehr eng bemessenen Gehwegen ist im weiteren Verlauf des Ring bis zum Bunker Alardusstraße nicht erlaubt nicht erlaubt. Radfahrer müssen daher gemäß StVO ab Henriettenweg auf die Fahrbahn wechseln und dort sich in die lange Schlange der Autos auf der einzig vorhandenen Spur in Richutng Hoheluft / Eppendorf einreihen. Ab Alardusstraße (Bunker) ist der Radweg weiter bis zur Kreuzung mit der Veloroute 3 an der Goebenstraße befahrbar. Ab Goebenstraße ist der Radweg entlang der Gärtnerstraße bis Mansteinstraße gesperrt. Ab Goebenstraße müssen Radfahrer also wieder auf die Fahrbahn.


Schulweg / Henriettenweg: Um nicht bis zum Bunker regelmidrig den Gehweg zu benutzen, bzw. mangels Radverkehrsführung müssen Radfahrer spätestens an dieser Stelle auf die Fahrbahn ausweichen. Ein entsprechender Hinweis, wie bsp. an der Holstenstraße, fehlt - © Stefan Warda

Holstenstraße / Max-Brauer-Allee, Baustelle: Radfahrer sollen dort auf die Fahrbahn ausweichen - © Stefan Warda

 

Ankündigungshauptstadt Hamburg

Hamburg ist weltmeisterlich im Ankündigen. Es wurde ein Winterdienst für Radwege versprochen, jedoch wurde kein nennenswerter Winterdienst auf den bekanntgegeben Straßen durchgeführt. Es wurde eine groß angelegte Radverkehrsstrategie für Hamburg beschlossen, jedoch wurde das Erreichen der anvisierten Ziele nie überprüft. Bis zum 31.12.2015 sollte Hamburg einen Radverkehranteil von 18 Prozent erreicht haben und das geplante Veloroutennetz vollständig ausgebaut sein. Ob dieses erstgenannte Ziel erreicht wurde, ist bis heute nicht bekannt. Beim Ausbau des Veloroutennetzes hat die Stadt das angekündigte Ziel bislang immer noch nicht erreicht.

Bei Baumaßnahmen, von denen der Radverkehr betroffen ist, kündigt regelmäßig die Pressestelle der BWVI an, dass der Radverkehr jederzeit ungehindert an den Baufeldern entlangradeln könne. Nur in seltenen Fällen trifft dies auch zu. Antworten auf Hinweise zu Abweichungen erteilt die Pressestelle der BWVI allerdings nicht.


Schulweg 32, Baustelle: Dieser Gehweg darf von Radfahrern nicht befahren werden - © Stefan Warda

Schulweg 34, Baustelle: Dieser Gehweg darf von Radfahrern nicht befahren werden - © Stefan Warda

Schulweg 34/36, Baustelle: Dieser Gehweg darf von Radfahrern nicht befahren werden - © Stefan Warda

Schulweg / Osterstraße, Baustelle: Dieser Gehweg darf von Radfahrern nicht befahren werden - © Stefan Warda

Im Gehölz, Arladusstraße, Baustelle: Etwa ab dem Bunker kann der Radweg weiter in Richtung Gärtnerstraße befahren werden - © Stefan Warda

Im Gehölz / Goebenstraße / Gärtnerstraße, Baustelle: Der Radweg entlang des Ring 2 ist im Baustellenfeld nur zwischen Bunker Alardusstraße und Goebenstraße befahrbar. Ab Goebenstraße verläuft der "Radweg" im Verlauf der Gärtnerstraße wieder unterirdisch unter den Absperrungen. Radler müssen auf die Fahrbahn ausweichen, da keine andere Radverkehrsführung vorgesehen ist - © Stefan Warda


Kann die Radverkehrskoordinatorin nicht mal den gordischen Knoten der Hamburger Radverkehrsbaustellen lösen? All diesen für Radfahrer unvorbereiteten Behiderungen durch abweichend undregelwidrig gestaltete Radverkehrsführungen führen zu massenhaftem regelwidirgem Verkehrsverhalten.



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16. September 2016

Parking Day in Hamburg

Parking Day in Hamburg
Aktualisiert um 22:22 Uhr

 "Park(ing) Day", Kleine Johannisstraße - © Stefan Warda


Gleich an zwei Stellen fanden in Hamburg Aktionen zum internationalen "Park(ing) Day" statt.


In der Kleinen Johannisstraße in unmittelbarer Nähe zum Rathaus wird zwei Tage lang öffentlicher Raum, der üblicherweise für Stehzeuge bereitgehalten wird, im Rahmen eines Kunstprojekts in einen Minipark verwandelt. Echter Rollrasen, Grün- und Blütenpflanzen, Sitzgelegenheiten und ein Lattenzaun lassen für kurze Zeit vergessen, dass der Ort ansonsten von Autos dominiert wird. Das temporäre Kunstwerk endet morgen.


 "Park(ing) Day", Kleine Johannisstraße - © Stefan Warda

 "Park(ing) Day", Kleine Johannisstraße - © Stefan Warda

 "Park(ing) Day", Kleine Johannisstraße - © Stefan Warda

Wortspiel "Park-Platz" - © Stefan Warda

 "Park(ing) Day", Kleine Johannisstraße: Auch morgen gibt es noch den Genuss des "Park-Platzes" - © Stefan Warda


In Ottensen war gleich eine Straße komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Nicht einmal Radfahrer durften während der Aktion von Greenpeace und dem ADFC die enge Bahrenfelder Straße befahren. Die sehr lebendige Einkaufsstraße hat zu beiden Seiten sehr schmale Gehwege, zu beiden Seiten ist regelär das Be- und Entladen bzw. Abstellen von Stehzeugen erlaubt. In der schmalen Fahrgasse dürfen üblciherweise Radfahrer in beide Richtungen radeln, während für den restlichen Fahrzeugverkehr Einbahnverkehr gilt. Zum "Park(ing) Day" gab es statt regem Fahrzeugverkehr auf echtem Rollrasen Gelegenheiten zum Entspannen, zum Kickern, Getränke wurden ausgeschenkt, nebenan konnten große Lastenfahrräder bestaunt werden. Die Bahrenfelder Straße ist sicherlich eine gute Wahl, um auf die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs aufmerksam zu machen.


"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße: Standesgemäße Abstellmöglichkeiten - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße: Schwere Cargo-Bikes - © Stefan Warda

"Park(ing) Day", Bahrenfelder Straße: Der große Laderaum durfte bestaunt werden - © Stefan Warda


Wie die Bahrenfelder Straße wohl aussehen würde, wenn sie in Utrecht gelegen wäre?


Utrecht am Morgen, Wohn- und Geschäftsstraße ohne Stehzeuge - © Stefan Warda




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