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28. Juni 2025

Weniger Fakeradwege in Hamburg: Umbau der Saarlandstraße für zukünftige Radroute 12

 

 

Zukünftige Radroute 12, Saarlandstraße: Fakeradweg - © Stefan Warda
 

 

Radfahrende müssen wieder Abschied nehmen von ganz besonderen Fakeradwegen in Hamburg: Nächste Woche sollen die Bauarbeiten für den Ausbau der zukünftigen Radroute 12 in der Saarlandstraße beginnen. Laut der Mobilitätswendebehörde sei zunächst der 1,2 Kilometer lange nördliche Abschnitt zwischen Jahnring und der Hochbahn (U Saarlandstraße) betroffen. Zuvor sollte die Saarlandstraße abschnittsweise Teil der ursprünglich geplanten Veloroute 5N werden. Die nun bedrohten Fakeradwege wurden teilweise baulich lediglich in einer Breite von 75-80 Zentimetern hergestellt. Bei mangelnder Grünpflege reduziert sich die befahrbare Breite allerdings regelmäßig auf zum Teil nur 40 Zentimeter. Mehrspurige Fahrräder, Rikschas und Anhänger müssen die Fahrbahnen benutzen, da gemäß StVO das Befahren der angrenzenden Gehwege verboten ist. 

Laut der Mobilitätswendebehörde sollen die Radverkehrsanlagen Im Rahmen der Baumaßnahme neu geordnet und durchgängig ausgebaut werden. Vorgesehen seien breitere Radwege, eine Fahrradstraße im südlichen Abschnitt der Saarlandstraße einschließlich des Bereichs um die Stadthallenbrücke sowie eine direkte, barrierearme Anbindung bis zur U Bahn-Station Saarlandstraße. Die beschriebenen Fakeradwege auf der Ostseite der Saarlandstraße sollen durch 2,25 Meter breite Radwege, Radfahrstreifen oder Protected Bike Lanes ersetzt werden. Das entspricht in etwa einer Verdreifachung der bisherigen Breite.

Der Abschnitt soll die Verbindung zwischen dem Ring 2 und der U/S-Station Barmbek komplettieren – über Alte Wöhr und die Saarlandstraße. Die Stadthallenbrücke soll zudem zukünftig dem Rad- und Fußverkehr vorbehalten bleiben. Der Umbau soll im September 2027 abgeschlossen werden.


 

 

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30. Mai 2024

Alle Jahre wieder: Es grünt so grün . . .

 

It's spring - suddenly and completely unexpectedly

 

Max-Brauer-Allee: Unbenutzbarer "Radweg" im Mai 2024 - © Stefan Warda

Alle Jahre wieder wird es ganz plötzlich und unverhofft Frühling . . . 

 

Max-Brauer-Allee / Lippmannstraße: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger "Radweg" im Jahr 2000 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger "Radweg" im Jahr 2000 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger "Radweg" im Jahr 2000 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger "Radweg" im Jahr 2000 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Unbenutzbarer benutzungspflichtiger "Radweg" im Jahr 2002 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Kaum benutzbarer "Radweg" im Jahr 2009 - © Stefan Warda

Max-Brauer-Allee: Kaum benutzbarer "Radweg" im Jahr 2009 - © Stefan Warda


Max-Brauer-Allee: Kaum benutzbarer "Radweg" im Jahr 2009 - © Stefan Warda

 

 

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1. Oktober 2017

Platz da, wenn Matthias Schmoock kommt . . .

Baron-Voght-Straße: Radfahrer sollen diese Fahrbahn wegen des kurzen, intakten Radwegabschnittchen dem Autofahrer Matthias Schmoock überlassen - © Stefan Warda


Matthias Schmoock fühlt sich durch Radfahrer gestört. In Fischers Allee, einer Tempo-30-Zone ohne jegliche Radverkehrsanlagen, verwünscht er alle Radfahrer, die auf der Fahrbahn radeln. Auch die Fahrbahn der Eppendorfer Landstraße soll seiner Meinung nach frei von Radfahrern bleiben. Überall stellt er bestens ausgebaute Radwege fest, so nun auch entlang Kalckreuthweg, Baron-Voght-Straße und Hemmingstedter Weg. Dort sollen Radfahrer doch bitte auf den "intakten Radwegen" radeln, wenn er sich mit seinem Auto nähert.
Was ich aber einfach nicht verstehen kann: Warum fahren so viele von ihnen auf der Straße, selbst wenn es daneben intakte Radwege gibt, die auch noch von Sträuchern und Büschen abgeschottet sind? Nehmen Sie mal die Achse Hemmingstedter Weg, Baron-Voght-Straße, Kalckreuthweg. Die Radstreifen sind zwar nicht überall perfekt und durchgängig, aber da, wo sie's sind, kann man sie doch auch nutzen.

Hemmingstedter Weg, laut Matthias Schmoock "intakter Radweg" mit Büschen und Sträuchern bestens von der Fahrbahn abgetrennt - © Stefan Warda

Hemmingstedter Weg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Hemmingstedter Weg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Kalckreuthweg, Fakeradweg - © Stefan Warda

Kalckreuthweg, Ende des Fakeradwegs ohne Aufleitung auf die Fahrbahn - © Stefan Warda



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30. September 2017

Neuer Trend in der "Fahrradstadt" Hamburg: Bürger legen Radwege frei

Trendy in "cycle friendly" Hamburg: Citizens grab for cycle tracks


Neuer Trend in der "Fahrradstadt" Hamburg: Bürger legen Radwege frei - © Stefan Warda


Das Ausgraben von verschollenen Radwegen scheint sich in Hamburg als neuer Trend zu etablieren. Gestern buddelten mehrere Bürger den benutzungspflichtigen Radweg im Kreuzungsbereich An der Alster / Kennedybrücke / Ferdinandstor frei.



Der Radweg im Verlauf der geplanten Velorouten 5 und 6 war zu einem Drittel in der Breite "verlandet". Auf den roten Betonsteinen hatte sich eine mächtige Grasnarbe entwickelt. Durch die Verengung des Radwegs kam es an diesem wichtigen Radweg in der Hauptverkehrszeit zu Rückstaus und zu Regelverstößen. Weil der Radweg verengt war, wichen viele Radfahrer regelwidrig auf den angrenzenden Gehweg aus. Hätten alle Radfahrer tagtäglich sich an dieser Stelle an die Verkehrsregeln gehalten und ausschließlich brav den schmalen Rest-Radweg benutzt, hätte es auf dem Radweg von An der Alster kommend einen langen Rückstau gegeben.


Kreuzung Kennedybrücke / Ferdinandstor mit vormals verlandetem Radweg - © Stefan Warda

Kennedybrücke / Ferdinandstor: Nur weil Radfahrer tagtäglich auf den Gehweg ausweichen, kommt es in der Hauptverkehrszeit an der Kreuzung mit dem verlandeten Radweg nicht zu langen Rückstaus


Offenbar erwarten die Behörden der "Fahrradstadt" Hamburg von Radfahrern regelmäßige Regelverstöße, damit der Verkehr nicht zusammenbricht. Reaktionen erfolgen nur, wenn sich Bürger beschweren. Die für den Zustand der Verkehrswege zuständigen Wegewarte der Bezirksämter sehen die begrünten "Radwege" offensichtlich als gewollt an.


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30. April 2017

Hamburg: Weniger grüne Radwege geplant?

Hamburg: Less green cycle tracks?


Botanischer Sonderweg am Poppenbütteler Weg - © Stefan Warda


Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation will den Bezirken zusätzliche Mittel für die Pflege des Straßenbegleitgrüns zur Verfügung stellen. In den Jahren 2017 und 2018 sollen die Bezirke zusammen dafür insgesamt eine Million Euro erhalten. Naturfreunde sind in Sorge: Soll mit der Tradition der grünen Radwege gebrochen werden?






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23. April 2017

Hamburg-Eimsbüttel: Erster Abschnitt des Radwegs am Isebekkanal erneuert

Hamburg-Eisbüttel: First stretch of cycle path along Isebekkanal renewed
Aktualisiert am 24.04.2017

Kaifu-Radweg / Schwimmbad - © Stefan Warda


Seit etwa einer Woche ist die Erneuerung des Radwegs entlang des Isebekkanals abgeschlossen. Der Abschnitt zwischen Weidenstieg und Bundesstraße wurde für den Verkehr freigegeben. Derweil gehen die Bauarbeiten weiter am anschließenden Abschnitt des Kaifuradwegs. Der Teil zwischen Bundesstraße und Goebenbrücke ist derzeit abgesperrt.


Kaifu-Radweg / Bundesstraße, Baustelle - © Stefan Warda

Kaifu-Radweg / Bundesstraße, Baustelle - © Stefan Warda

Im Vergleich zum vorherigen Zustand rollt es sich deutlich besser auf dem erneuerten Radweg entlang des Isebekkanals neben dem Schwimmbad. Die Oberfläche ist - noch - glatt, der Radweg, soweit vorhanden, hat nun eine Breite von zwei Metern. Es muss nicht mehr über Baumscheiben gehoppelt werden. Doch schon einer Woche nach Wiedereröffnung ragen Zweige in Gesichtshöhe weit in das Lichtraumprofil des Radwegs von der angrenzenden Böschung. Radfahrer sollten also mit äußerster Vorischt auf dem Kaifuradweg fahren, damit sie keine Gesichts- oder Augenverletzungen erleiden.


Kaifu-Radweg / Schwimmbad: Im Abschnitt an der Schwimmbadstützmauer muss nicht mehr über Baumscheiben gehoppelt werden - © Stefan Warda

Kaifu-Radweg / Schwimmbad: Gefahren durch Zweige im Lichtraumprofil des Radweges in Augenhöhe der Radfahrer - © Stefan Warda


Der erneuerte Radweg wurde an drei Stellen durch aufgeweitete Gehwegbereiche unterbrochen. Die Unterbrechungen befinden sich jeweils zu Beginn des wieder eröffneten Abschnitts am Weidenstieg und an der Bundesstraße, sowie in der Mitte am Zugang zum Schwimmbad. Radfahrer werden dort zukünftig umso mehr Rücksicht auf Fußgänger nehmen müssen, denn abgelenkte Fußgänger rechnen dort vermutlich nicht unbedingt mir Radverkehr. Gleichwohl ist das Radfahren dort nicht verboten, denn in Hamburg dürfen Radfahrer Wege in Grünflächen befahren, wenn dies nicht ausdrücklich durch entsprechende Zeichen verboten wurde. Als Beispiel für solch ein Radfahrverbot sei der Park im Alstervorland genannt.


Kaifu-Radweg / Schwimmbadeingang: Der Radweg ist unterbrochen - © Stefan Warda

Kaifu-Radweg / Schwimmbadeingang: Der Radweg ist unterbrochen - © Stefan Warda

Kaifu-Radweg / Bundesstraße: Der Radweg endet vor Erreichen der Straße mit begleitenden Radwegen - © Stefan Warda

Kaifu-Radweg: Radweglücke von der Bundesstraße aus betrachtet - © Stefan Warda


Am Zugang zur "Kaifulodge" an der Bundesstraße wurden zudem alte gegen neue Fahrradbügel ausgetauscht.


Kaifu-Radweg / Bundesstraße, neue Fahrradbügel - © Stefan Warda


Mit der Inkontinuität des Radwegeverlaufs orientiert sich der Umbau des Kaifuradwegs entlang des Isebekkanals an früheren Leitbilldern aus dem letzten Jahrhundert, aber auch an der Ausführung der Veloroute 8 durch Thörls Park und entlang des Grünzugs bei der Hammer Kirche zwischen Berlinertordamm und Hammer Berg. Obwohl es sich bei der Veloroute 8 um eine Alltagsradverkehrsverbindung handeln soll, die den Radverkehr bündeln und schnell befördern soll, wurden an Gehwegquerungen Unterbrechungen im Radweg vorgenommen. Die größte Unterbrechung im Radwegverlauf befindet sich an der U-Bahnstation Hammer Kirche. Auch dort müssen Radfahrer auf querenden Fußgängerverkehr besondere Rücksicht nehmen, weil Fußgängern der querende Radverkehr u. U. nicht präsent ist. Auch im Verlauf der Veloroute 2, die vor rund zehn Jahren in Eimsbüttel angelegt wurde, gibt es bislang Unterbrechungen im Radwegverlauf.


Veloroute 8, Hammer Kirche: Radwegunterbrechung bei der U-Bahnstation - © Stefan Warda

Veloroute 8 - © Stefan Warda

Veloroute 8 - © Stefan Warda

Veloroute 2, Sillemstraße / Schwenckestraße: Benutzungspflichtiger Radweg, der zweifach durch Gehwege unterbrochen ist - © Stefan Warda

Veloroute 2, Sillemstraße / Schwenckestraße im Jahr 2005: Benutzungspflichtiger Radweg, der zweifach durch Gehwege unterbrochen ist - © Stefan Warda

Veloroute 2, Sillemstraße / Schwenckestraße im Jahr 2005: Benutzungspflichtiger Radweg, der zweifach durch Gehwege unterbrochen ist - © Stefan Warda


Andere Beispiele zeigen allerdings, dass es auch anders geht. Als ein relativ neues Beispiel für einen nicht unterbrochenen Radwegverlauf sei die Veloroute 1 am Neuen Pferdemarkt angeführt. Doch auch die in den 1990er Jahren eingerichtete Veloroute 3 zwischen Goebenstraße und Goebenbrücke wurde an der Querung des Gehwegs der Bismarckstraße nicht unterbrochen.


Veloroute 1, Neuer Pferdemarkt / Beim Grünen Jäger: Vorrang für den Radverkehr - © Stefan Warda

Veloroute 3, Goebenbrücke / Bismarckstraße: Vorrang für den Radverkehr - © Stefan Warda

Veloroute 3, Goebenbrücke / Bismarckstraße: Vorrang für den Radverkehr - © Stefan Warda

Veloroute 1, Neuer Pferdemarkt: Vorrang für den Radverkehr - © Stefan Warda

Veloroute 1, Neuer Pferdemarkt: Vorrang für den Radverkehr - © Stefan Warda

Lochau (Vorarlberg): Drängelgitter für Fußgänger vor Querung des Bodenseeradwegs - © Stefan Warda

© Stefan Warda

Unerklärliche Radwegunterbrechungen gibt es allerdings nicht nur in Hamburg. Auch der zukünftige "Radschnellweg Ruhr" weist im derzeit freigegeben Abschnitt zwischen Essen und Mülheim zahlreiche Radwegwegunterbrechungen auf, bei denen unklar ist, ob das Radfahren dort ggf. gar verboten ist.


Mülheim, Rheinische Bahn: Trasse des zukünftigen "Radschnellweg Ruhr" mit Radwegunterbrechung - © Stefan Warda




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4. Oktober 2016

Hamburg: Radverkehrsführungen in der Lübecker Straße werden nach zehn Jahren erneut erneuert

Hamburg: After ten years new ways for cyclists along Lübecker Straße
Aktualisiert um 12:18 Uhr

Lübecker Straße / Angerstraße, Baustelle 2016: Der Radweg wird zukünftig auf die Fahrbahn aufgeleitet - © Stefan Warda


Zehn Jahre nach der letzten Ausbesserung werden in der Lübecker Straße die Radverkehrsanlagen erneut erneuert. Mit der nun laufenden Sanierung werden einige der 2006 versäumten Maßnahmen nachgeholt. Vor zehn Jahren wurden erstmals nach fünf Jahren Regierungszeit unter einem CDU-Bürgermeister in großerem Umfang Radwegesanierungen vorgenommen. Bemerkenswert war damals, dass die jahrzehntelang vernachlässigten Radwege entlang von Hauptverkehrsstraßen angefasst wurden. Im Zuge des damaligen Sonderprogramms wurden u.a. die Radwege in Barmbeker Straße, Herderstraße, Winterhuder Weg, Lerchenfeld, Wartenau, Lübecker Straße, Wandsbecker Chaussee, Breitenfelder Straße, Gärtnerstraße, Im Gehölz, Schulweg, Doormannsweg, Alsenplatz, Alsentraße, Fruchtallee und Bürgerweide erneuert. Ziel war es, für diese Straßenzüge mit Radwegebenutzungspflichten die Radwege in einen Stand zu versetzen, dass sie den Anforderungen an die Radwegebnutzungspflicht genügen würden. Allerdings stellte sich bald heraus, dass an vielen Stellen die Mindestkriterien für die Radwegbenutzungspflicht nicht erfüllt wurden. An einigen Straßenabschnitten erfolgten nach heftiger Kritik geringfügige Anpassungen.


Lübecker Straße 2016: Der "Radweg" wurde entfernt, die Baumscheiben vergrößert. Zukünftig werden Radfahrer auf einem Radfahrstreifen radeln - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2006: Die Betonsteine waren gerade ausgetauscht worden, die Radwegbreite betrug danach 1,25 Meter - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2006: Unmittelbar nach "Erneurung" des "Radwegs", der zwischen Laternmasten und Baumscheiben eingeengt war, begann die Natur sich in Richung "Radweg" auszustrecken - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2007: Der "Radweg" war nur noch eingeschränkt benutzbar - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2009: Der "Radweg" war trotz "Erneuerung" nur noch sehr eingeschränkt benutzbar - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2010: Der "Radweg" war nur noch sehr eingeschränkt benutzbar - trotz Benutzungspflicht - © Stefan Warda

Lübecker Straße 2010: Der "Radweg" war nur noch sehr eingeschränkt benutzbar - trotz Benutzungspflicht - © Stefan Warda


Umbau 2006: Ein wenig Kosmetik für den "Radweg"

In der Lübecker Straße wurde der Radweg in seiner damaligen Form und Linienführung quasi belassen. Im Rahmen des Sonderprogramms wurden mehr oder weniger lediglich die alten Betonsteine im Format 10x20 gegen solche im bis heute üblichen Format 25x25 ausgetauscht. Die Radwegbreite betrug nach Erneuerung 1,25 Meter. In den Folgejahren unterblieb unter dem CDU-Senat jegliche Instandhaltung der "Radwege" in der Lübecker Straße. Die Straßenbäume und der Wildwuchs aus den Bäumscheiben eroberten den Radweg und machten sich dort im Lichtraumprofil breit. Die Benutzbarkeit der "Radwege" war dadurch extrem eingeschränkt. Ohnehin war ein mehrspurigen Fahren bei einer Breite von 1,25 Metern nicht möglich. Mit dem Umbau von 2006 wurde also weiterhin geduldet, dass langsamere Radler regelwidrig per Gehwegradeln überholt wurden - zum Leidwesen der Fußgänger. Der damalige CDU-Senat begrenzte somit den Radverkehr entlang der Lübecker Straße und der anderen Hauptverkehrsstraßen weiterhin auf ein Minimum, denn leistungsfähig sind diese "Radwege" nicht gewesen. Für die Ertüchtigung der "Radwege" war die kostengünstigste Variante unter Beibehalt des maximalen Autoverkehrsvorrangs gewählt worden.

Der nun laufende Umbau sieht z.T. Radfahrstreifen mit 1,85 Meter Breite vor, aber auch Radwege mit 1,62 Metern Breite vor - eine Verbesserung gegenüber 2006. Die Konfliktsituation des früheren "Radwegs" mit den Baumscheiben wird entschärft durch Verlegung des Radverkehrs auf einen Radfahrstreifen. Durch Verlegung der Radfahrer auf die Fahrbahn kann die Versetzung der Laternenmasten umgegangen werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird hamburgize einen Vergleich zwischen der neuen, der vorherigen und der Situation vor 2006 bringen.




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