15 April, 2017

Hamburg: Platz für Radfahrer entlang der Caffamacherreihe

Hamburg: Cycle lanes along Caffamacherreihe
Aktualisiert um 18:05 Uhr

Fuhlentwiete / ABC-Straße, Baustelle - © Stefan Warda


Der Straßenzug Fuhlentwiete / Caffamacherreihe wird derzeit zwischen Axel-Springer-Platz und Valentinskamp umgestaltet. Nahezu fertig ist der Abschnitt zwischen ABC-Straße und Valentinskamp. Für den Autoverkehr wurde der Straßenzug zur Einbahnstraße. Radfahrer dürfen diesen Straßenzug zukünftig jedoch in beide Fahrtrichtungen befahren. Dazu gibt es in Richtung Süden einen Radfahrstreifen, in Richtung Norden einen Schutzstreifen. Abgesehen vom Kreuzungsbereich mit dem Valentinskamp steht dem MIV nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Vor dem Umbau konnten Autofahrer die Caffamacherreihe zwischen Valentinskamp Richtung Süden bis Speckstraße in beide Fahrtrichtungen befahren. Auch die Fuhlentwiete war vor dem Umbau keine Einbahnstraße.


Caffamacherreihe / ABC-Straße - © Stefan Warda

Caffamacherreihe 4 - © Stefan Warda

Caffamacherreihe 4-8 - © Stefan Warda

Caffamacherreihe 8 - © Stefan Warda


Für Radfahrer bedeutet der Zweirichtungsverkehr ein großer Gewinn. Wenn auch noch der Abschnitt von Jungiusstraße und Caffamacherreihe zwischen Gorch-Fock-Wall und Valentinskamp von Radfahrern in beide Richtungen befahrbar wäre, kämen Radfahrer leichter vom Norden ins westliche Stadtzentrum. Vor dem Umbau gab es zwischen Axel-Springer-Platz und Valentinskamp keinerlei Radverkehrsanlagen. Falls es zukünftig ähnliche Probleme für den Radgegenverkehr wie am Graumansweg geben sollte, kann die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde sofort eingreifen. Das Polizeikommissariat 14 schaut auf die neuen Radspuren.


Caffamacherreihe / Valentinskamp - © Stefan Warda

Caffamacherreihe / Valentinskamp - © Stefan Warda

Caffamacherreihe / Speckstraße - © Stefan Warda

Caffamacherreihe 5-3 - © Stefan Warda

Caffamacherreihe / Fuhlentwiete- © Stefan Warda

Fuhlentwiete / Caffamacherreihe - © Stefan Warda


Neben Graumannsweg und Großem Burstah, die in letzter Zeit für den Radverkehr in beide Richtungen geöffnet wurden, werden mit dem Zweirichtungsverkehr über Caffamacherreihe und Fuhlentwiete weitere Netzlücken geschlossen werden. Angesichts der noch länger andauernden Sperrung der Tiergartenstraße für den Radverkehr sowie der unattraktiven Verkehrsführung entlang der Edmund-Siemers-Allee würde die Achse St. Petersburger Straße - Jungiusstraße - Caffamacherreihe - Fuhlentwiete Radfahrern neue Verbindungen öffnen.


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Kommentare:

  1. Hmmm. Auf jeden Fall besser als vorher, wenn ich Dich richtig verstehe. Aber warum muss es in die eine Richtung ein schmaler Schutzstreifen statt eines breiteren Radfahrstreifen sein? Zweitens finde ich es unglücklich, von Radfahrenden zu fordern, dass sie zwei Spuren nach links wechseln müssen, um links abzubiegen. Oder ist indirektes Linksabbiegen auch vorgesehen? Drittens ist es nicht weit hergeholt, dass der Radfahrstreifen überfahren wird, wenn KFZ links abbiegen wollen. Die "Beule" als Abkürzung zu verwenden, ist sehr verführerisch. Der Rest scheint aber in Ordnung.

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    1. Das Problem mit dem Linksabbiegen wurde jetzt mit Schutzelementen gelöst: https://bettercyclingblog.wordpress.com/2017/06/01/kurze-protected-bike-lane-in-der-caffamacherreihe/

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    2. Vielen Dank für die Antwort! Das finde ich ja Klasse und eine sehr gute Lösung. Leider scheint mir das aber nur eine Teillösung zu sein, da der gegenläufige Schutzstreifen im letzten Bild in Ihrem Blog dasselbe Problem haben dürfte.

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    3. Falls erlaubt, hätte ich zu der Straße noch eine Frage: Welches Tempolimit gilt da?

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  2. Jetzt muss jemand nur noch der Polizei erklären wofür der "leere" Streifen zwischen Fahrradschutzstreifen und Kantstein der Parkplätze da ist. Die Polizei denkt wahrscheinlich ist ein Regenwasserabfluss und man kann drauf Parken, wie auf den Bildern zu sehen ist. Peinlich.

    Aber ist schon eine eindeutige Verbesserung!

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