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28. Dezember 2022

"Beleuchtungsoffensive" in Hamburg: Mehr Licht an Rad- und Gehwegen geplant?

 

 

Wann kommt die Beleuchtungsoffensive für Rad- und Gehwege an Hauptstraße? Im Bild Straßenbeleuchtung in Paris - © Stefan Warda

 

 

Hamburg will mit einer "Beleuchtungsoffensive" für mehr Licht an Rad- und Gehwegen sorgen. Das Programm läuft seit 2021 und soll noch bis 2024 andauern. Allerdings scheint im Rahmen dieses Programms keine Nachbesserung an schlecht beleuchteten Rad- und Gehwegen im Verlauf von Straßen geplant zu sein. Es soll sich wohl lediglich um "die bessere Beleuchtung von verkehrswichtigen Verbindungswegen in Wohngebieten, Radwegen sowie Fußwegen in Grünanlagen" handeln. 

Zwar benannte auch das Abendblatt in einem Artikel [] zu der kleinen Anfrage des Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter an die Bürgerschaft zur "Beleuchtungsoffensive" die bisherige Ausrichtung der Hamburger Straßenbeleuchtung auf die Bedürfnisse des Autoverkehrs.


"Die öffentliche Beleuchtung sei in Hamburg im Wesentlichen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Prämisse der autogerechten Stadt entstanden. Fußgänger und Radfahrer hätten dabei kaum eine Rolle gespielt."

 

Die Hamburger Straßenbeleuchtung zielt bislang in der Regel auf die Fahrbahnmitte. Liegen Geh- und Radwege von der Fahrbahn getrennt hinter Stehzeugen, Straßenbäumen und anderen Gehölzen weit abseits der Beleuchtung, sind in Hamburg in der Regel Rad- und Gehwege schlecht auszumachen. Daher verirren sich insbesondere bei Dunkelheit sehr häufig Gehende auf den angrenzenden z.T auch benutzungspflichtigen Radwegen. Betroffen ist u.a. auch die Ludwig-Erhard-Straße.

Eine Verbesserung der Lichtverhältnisse straßenbegleitender Geh- und Radwege wird im Rahmen der "Beluchtungsoofensive" scheinbar nicht angestrebt. Dass es auch anders geht, zeigt z.B. die Stadt Paris



Straßenbeleuchtung in Paris: Trotz Baumkronen sind die Geh- und Radwegbereiche gut ausgeleuchtet - © Stefan Warda

Straßenbeleuchtung in Paris - © Stefan Warda


Meldungen zu gewünschten Beleuchtungsstrecken können über die Funktionspostfächer der Bezirksämter zugestellt werden:
(Bezirksamt Hamburg-Mitte):
mr@hamburg-mitte.hamburg.de
(Bezirksamt Altona):
mr@altona.hamburg.de
(Bezirksamt Eimsbüttel):
mr@eimsbuettel.hamburg.de
(Bezirksamt Hamburg-Nord):
mr@hamburg-nord.hamburg.de
(Bezirksamt Wandsbek):
mr@wandsbek.hamburg.de
(Bezirksamt Bergedorf):
mr@bergedorf.hamburg.de
(Bezirksamt Harburg):
mr@harburg.hamburg.de
 

 

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Hamburg-Hamm: Hochbahn empfiehlt während U-Bahnsperrung u.a. Ersatzverkehr auf Veloroute 8

 

Aktualisiert um 18.34 Uhr

© HHA / HVV

 

 

Vom 2. Januar bis 9. März 2023 wird die Hochbahn der U-Bahnverkehr auf den Linien U2 und U4 zwischen Hammer Kirche und Horner Rennbahn wegen Baumaßnahmen einschränken bzw. zeitweise einstellen. Als Ersatzverkehr empfiehlt die Hochbahn u.a. die Fahrt mit dem StadtRAD entlang der parallel verlaufenden Veloroute 8.

 

Veloroute 8: Hammer Berg - © Stefan Warda

Veloroute 8: Kreuzung mit Hammer Steindamm - © Stefan Warda

Veloroute 8, Oben Borgfelde - © Stefan Warda

 

 

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22. Dezember 2022

Düsseldorf: Was verspricht sich Fuß e.V. von einer Führerscheinpflicht für Radfahrende?

 

 

Eppendorfer Landstraße: Kampfparken auf dem Radweg - trotz Führerscheinpflicht - © Stefan Warda

 

 

Trotz Führerscheinpflicht nutzen Autofahrende wie selbstverständlich regelwidrig Mobiltelefone beim Fahren, fahren oder parken auf Geh- und Radwegen, fahren zu schnell oder missachten andere Verkehrsregeln, wie z.B. das Fahrverbot auf dem Hamburger Jungfernstieg. Trotz Führerscheinbesitz missachten Autofahrende tagtäglich Regeln der StVO. Was verspricht sich der Düsseldorfer FUSS-Sprecher Ferry Weber nun von einer Führerscheinpflicht für Radfahrende? Laut WDR plädiere der FUSS-Sprecher, auch stellvertretender Bezirksbürgermeister und FDP-Mitglied, für eine Führerschein-Pflicht für Radfahrende.

 

 

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11. Dezember 2022

Hamburg: Pilotprojekt PrioBike in Rotherbaum gestartet

 

 Aktualisiert um 15.11 Uhr

Veloroute 3, Rothenbaumchaussee: PrioBike-Säule - © Stefan Warda

 

An der Rothenbaumchaussee gibt es vor der Edmund-Siemers-Allee seit dieser Woche eine Säule, die Radfahrenden Geschwindigkeitsempfehlungen symbolisch anzeigt. Zur Auswahl stehen vier Symbole, die Radfahrende informiere sollen, ob die nächste grüne Ampel am Theodor-Heuß-Platz rechtzeitig erreicht werden kann oder nicht. Der Anzeiger soll das Fahrradfahren komfortabler und flüssiger gestalten sowie helfen, ärgerliche Wartezeiten an roten Ampeln zu vermeiden.

 

Veloroute 3, Rothenbaumchaussee: PrioBike-Säule mit Symbol "Grünpase wird nicht erreicht" - © Stefan Warda

Veloroute 3, Rothenbaumchaussee: PrioBike-Säule mit Symbol "Geschwindigkeit erhöhen" - © Stefan Warda

Veloroute 3, Rothenbaumchaussee: PrioBike-Säule mit Gebrauchsanleitung - © Stefan Warda

 

 

Laut Mobilitätswendebehörde soll die Säule anhand der Geschwindigkeit der Radfahrenden und der Zeit, die vergeht bis die Ampelanlage auf „Grün“ schaltet, eine individuelle Geschwindigkeitsempfehlung für vorbeifahrende Radfahrende berechnen: 

"Das System berechnet die individuelle Ankunftszeit an der Ampelanlage, vergleicht dies mit der aktuellen Ampelphase und spiegelt die Information an die Säule zurück. Die Säule visualisiert daraufhin die Geschwindigkeitsempfehlungen durch vier einfache Symbole. Soll die Geschwindigkeit gehalten werden, erscheint ein grüner Haken. Muss der Radfahrende das Tempo steigern oder senken, erscheint ein gelber Pfeil nach oben respektive nach unten. Zeigt die Anzeige auf der Säule ein rotes Kreuz an, wird die Grünphase nicht mehr erreicht und die Fahrradfahrerenden können entspannt bis zur roten Ampel rollen. So soll die Grünphase der Ampel optimal für den Radverkehr erreicht und flüssigeres Fahrradfahren ermöglicht werden. Besonders schnelles Beschleunigen oder abruptes Abbremsen vor der Ampelanlage wird so umgangen."

Die Säule mit Fahrempfehlung im Bezirk Eimsbüttel sei einzigartig in Deutschland und ein Gemeinschaftsergebnis des Projektteams „PrioBike-HH“, bestehend aus der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sowie der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) und der Firma Yunex Traffic Deutschland.

Das „Projekt PrioBike-HH“ sei ein Verbundvorhaben zur Priorisierung des Radverkehrs durch Optimierung von Ampelsteuerungen und zur Steigerung von Sicherheit und Komfort des Radverkehrs in Hamburg. Das Projekt werde durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“ mit einer Förderquote von rund 60% gefördert.

Vergleichbare Einrichtungen gibt es z.B. auch in den Fahrradstädten Utrecht (NL), Kopenhagen oder Frederiksberg (DK).

 

Utrecht, Amsterdamsestraatweg: Flo-Säule gibt mittels Symbolen Geschwindigkeitsempfehlungen - © Stefan Warda

 

Frederiksberg: Vor einer Ampel zeigt ein Display die Restgrünzeit der folgenden Ampel an - © Stefan Warda

 

 

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7. Dezember 2022

Veloroute 2 im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel: Umbau des Wördemanns Weg abgeschlossen

 

 

Veloroute 2, Wördemanns Weg / Jütländer Allee: Seit Umbau mit Schutzstreifen - © Stefan Warda

 

 

Der Bezirk Eimsbüttel meldet den Abschluss des Umbaus des Wördemanns Weg im Verlauf der bestehenden Veloroute 2 zwischen Basselweg / Gazellenkamp und Olloweg. Seit dem Umbau werden Radfahrenden Schutzstreifen geboten. Zuvor wies der Wördemanns Weg zwischen Gazellenkamp und Vogt-Kölln-Straße beidseitig schmale sehr windungsreiche Fakeradwege auf. Zwischen Vogt-Kölln-Straße und Olloweg gab es nur einen  einseitigen Radweg, der in beide Richtungen befahren werden durfte. Die Radwegbenutzungspflicht war schon vor einigen Jahren aufgehoben worden.

 

Veloroute 2, Wördemanns Weg / Jütländer Allee: Vor Umbau einseitiger Radweg, der für den Gegenverkehr freigegeben war - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg / Jütländer Allee: Der Zweirichtungsrverkehr auf dem Radweg führte zu Konflikten zwischen Radfahrenden sowie Radfahrenden und Gehenden - © Stefan Warda

 

Die bauliche Breite der entfernten Fakeradwege betrug einen Meter. Bei der in Hamburg üblichen traditionellen Unterhaltungsunterlassung war die Breite zudem oftmals weiter eingeschränkt. Nebenainanderradeln oder Überholen langsam Radelnder war unmöglich. Zudem gab es extreme Konflikte mit Geisterradelnden auf dem Fakeradwegabschnit, der nicht für den Gegenverkehr vorgesehen war.

 

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Die bauliche Breite der Fakeradwege betrug einen Meter. Auch dieser "Radweg" wurde äußerst häufig im Gegenverkehr regelwidrig befahren - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

Veloroute 2, Wördemanns Weg: Fakeradweg vor Umbau - © Stefan Warda

 

 

 

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2. Dezember 2022

Hamburg-Eimsbüttel: Bettelampel im Verlauf des Isebekkanal-Radwegs aufgehoben

 

 

Kaiser-Friedrich-Ufer / Bundesstraße: Warten an der Bettelampel - © Stefan Warda

 

 

Der stark frequentierte Radweg neben dem Isebekkanal in Eimsbüttel wird von der Bundesstraße sowie der Bogenstraße unterbrochen. Radfahrende mussten sich an beiden Kreuzungen per Taster an den Ampelmasten das Grün erbetteln. Die Mobilitätswendebehörde meldet nun die Umkehrung des bisherigen Bettelprinzips für die Kreuzung Bundesstra0e / Kaiser-Friedrich-Ufer. Nun gibt es Dauergrün im Verlauf des Radwegs (und Gehwegs) neben dem Isebekkanal. Der Fahrbahnverkehr auf der Bundesstraße erbettelt sich Grün per Wärmebildkamera. 

 

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