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27. November 2013

Weniger "Radwege"-Zwang in Finkenwerder

Less Fake Cycle Tracks in Finkenwerder
Aktualisiert

© hamburgize.com / Stefan Warda
Finkenwerder noch mit Radwegezwang

Unbenutzbare "Radwege" in Finkenwerder müssen nicht mehr benutzt werden. Die unbenutzbaren "Radwege" sollen aber der Nachwelt erhalten bleiben. 
Unusable "cycle tracks" in Finkenwerder do not have to be used anymore. The authority will preserve the unusable "cycle tracks" for posterity.

Ein langer Streit zwischen Radfahrern und der Straßenverkehrsbehörde hat in Finkenwerder ein vorläufiges Ende gefunden. Ein überwiegend unbenutzbarer Radweg wurde jahrzehntelang von der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde als sichere Radverkehrsanlage angesehen und mit der "Radweg"-Benutzungspflicht auferlegt.

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No cyclist can use this "cycle track"

Wie in vielen vergleichbaren Fällen in Deutschland wurde auch in Finkenwerder nicht korrekt abgewogen zwischen der Sicherheitslage auf der Fahrbahn und dem Zustand der vorhandenen sogenannten "Radwege". Deren Zustand und Sicherheitslage wurde bei der Anordnung der "Radweg"-Benutzungspflicht leider nicht in Augenschein genommen. So darf unmittelbar neben dem schmalen "Radweg" geparkt werden. Dadurch können Radfahrer den erforderlichen Mindestsicherheitsabstand von einem Meter zu längs parkenden Autos (Dooring) nicht einhalten. In diesem Bereich mussten Radfahrer schon immer trotz der Benutzungspflicht auf der Fahrbahn fahren. In anderen Bereichen ist der "Radweg" jede Wuchssaison durch Triebe der angrenzenden Straßenbäume unbenutzbar. In anderen Abschnitten ist gar kein Radweg vorhanden. Dort sollten Radler bislang auf dem schmalen Gehweg fahren, nebem dem geparkt werden darf. Um den erforderlichen Sicherheitsabstand zu den Autos (Dooring) einzuhalten hätten Radler unmittelbar vor den Hauseingängen oder Grundstückseingängen fahren müssen. Dadurch wären Anlieger erheblich gefährdet gewesen.

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Die verwitterte weiße Linie stellt die Begrenzung des Parkraums dar. Der Straßenverkehrsbehörde ist vollkommen bewusst, dass Radfahrer keinen Schutzraum zu den parkenden Autos haben und daher neben dem "Radweg" auf dem Gehweg radeln


Die autogerechte Stadt

Für eine sichere Führung des Radverkehrs abseits der Fahrbahn hätten die Straßenverkehrsbehörden jedoch auch andere Möglichkeiten gehabt als Radfahrer auf unbenutzbare virtuelle Pseudo-"Radwege" abzuschieben. Der Konflikt zwischen Radverkehr und parkenden Autos hätte durch die Beseitigung der Parkplätze und der engen überwucherten und beschädigten Radwege durch Beseitung einiger Bäume behoben werden können. Doch das heilige Autoblechle, selbst wenn es nur tagein tagaus herumsteht, bleibt in Hamburg immer noch das Maß der Dinge. Und so wird den Radfahrern in Finkenwerder entlang Finkenwerder Norderdeich und Nessdeich von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde weiterhin vorgegaukelt es gäbe sichere Radverkehrsanlagen. Die Verlogenheit der Hamburger Radverkehrspolitik äußert sich in der Akzeptanz des Gehwegradelns neben den unbenutzbaren "Radwegelchen", während ansonsten die Polizei Radfahrer zum Einhalten der Vekrehrsregeln auffordert. Radfahrer, fahrt doch lieber auf der Fahrbahn, zu eurer eigenen Sicherheit.


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Cycling in the dooring zone is dangerous.

Für Historiker bleiben die unbenutzbaren "Radwege" auch noch für weitere Jahre erhalten, um zukünftig noch über das Modell der autogerechten Stadt Forschungen betreiben zu können.


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Das Hamburger Verkehrsmodell - die Kombination von Mindestbreiten: ein zu schmaler Parkplatz neben einem zu schmalen Radweg neben einem zu schmalen Gehweg. Die Hamburger können sich nicht für das richtige entscheiden . . .

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Lustig oder traurig?

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Bei der Aufstellung dieses Abfallbehälters am Steendiek ist offensichtlich schon Jahre vor der Aufhebung der "Radweg"-Benutzungspflicht eingeplant gewesen den "Radweg" abzuschaffen

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Green City: Famous Green Cycle Track in Hamburg



Mehr . . . / More . . . :
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23. November 2013

Noch mehr Baustellen

More Road Works
Aktualisiert am 24.11.2013

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Immer noch sehr beliebt in Hamburg: "Radfahrer absteigen". Einmal kurz ab- und aufsteigen? Oder wie lange, und wann wieder aufsteigen, oder was? - siehe Fehler 5 im Baustellenfortschrittsbericht

Hamburg ist bekannt für seine ungewöhnlichen Radverkehrsführungen an Baustellen. Nun hat es wieder neue interessante Baustellen, die Rad-, Autofahrer und Fußgänger vor neue Herausforderungen stellen. Höhepunkt ist dieses Mal die Baustelle am Heidenkampsweg. Ab Nordkanalstraße hat es Richtung Süden eine Baustelle, die bis etwa zur Bille reicht. Der Radweg taucht zwischen Nordkanalstraße und Gotensraße unter der Baustelle ab, eine laut den Richtlinien vorgesehene Radverkehrsführung hat es nicht. Radler müssen daher gemäß der StVO auf die Fahrbahn. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich, ist doch sonst bei solchen Straßen in Hamburg der Radwegezwang vorgesehen. An Werktagen hat es laut Verkehrsmengenkarte der BSU von 2009 58.000 Kraftfahrzeuge im Heidenkampsweg. Ärgerlich ist das Fehlen der Aufleitung auf die Fahrbahn sowie das Fehlen einer Markierung auf der Fahrbahn, damit es nicht zu aggressivem Verhalten seitens unbelehrbarer Kampffahrer kommt.

Die hier aufgezeigten Beispeile zeigen wieder einmal, dass es keine Regel für die Baustellen in Hamburg gibt. Die gleichen Problemfälle werden an jeder Baustelle ganz unterschiedlich behandelt. An der Barmbeker Straße gilt bei Einengung von Geh- und Radweg der gemeinsame Geh- und Radweg mit "Absteigehinweis", an der Willy-Brandt-Straße dagegen dürfen Radler fahre, Fußgänger dagegen müssen auf die andere Straßeseite oder Parallelstraßen aufsuchen, woanders wie an der Hoheluftchaussee müssen Radler ohne Aufleitungshilfe sich in den Autoverkehr auf die Fahrbahn mischen. Das immer wieder kehrende Chaos steht ganz im Gegensatz zu den Marketingsprüchen im Fortschrittsbericht zur Radverkehrsstrategie für Hamburg.


"Radfahrer absteigen"
Zur Erinnerung: Schon in der PLAST 9 Ausgabe 2000 (Planungsrichtlinie für die Anlage von Stadtstraßen) würde erwähnt, dass das Zusatzschild "Radfahrer absteigen" keine Anwendung finden soll.

Die Beschilderung "Radfahrer absteigen" soll grundsätzlich nicht zur Anwendung kommen, zumal sie in der Praxis nur unzureichend Akzeptanz findet. Ebenso soll eine Umleitung des Radverkehrs über die andere Straßenseite oder über einen anderen Straßenzug vermieden werden.

Eine ausführliche Behandlung des Themas Baustellen und Radverkehr bietet die Broschüre Baustellenabsicherungen im Beriech von Geh- und Radwegen, nach der eigentlich alle Straßenverkehrsbehörden in Hamburg arbeiten sollen. Hierin eingeflossen sind auch die bundeseinheitlichen "Richtlinien für die sicherung von Arbeitsstätten an Straßen (RSA)". 

Radfahrer absteigen?
Das Zusatzzeichen 1012-32 „Radfahrer absteigen“ ist – das sagt ja schon der Begriff „Zusatzzeichen“ – nur als Zusatzschild zu anderen amtlichen Verkehrszeichen zu verwenden. Eine alleinige Aufstellung kommt somit nicht in Betracht!
Dann allerdings ist es ohnehin überflüssig, da die Verkehrszeichen für die sinnhaft möglichen Kombinationen (z. B. Z 239 „Fußweg“; Z 254 „Verbot für Radfahrer“) Radfahrern ohnehin die Weiterfahrt verbieten. Die Kombination mit Z 237 „Radweg“ (sowie Z 240 „gemeinsamer Fuß- und Radweg“ und Z 241 „getrennter Rad- und Fußweg“) ist unzulässig, weil widersprüchlich – Radwege sind zum Rad fahren da.
Daher gibt es keinen vernünftigen Grund, das Schild „Radfahrer absteigen“ überhaupt einzusetzen; es gibt immer eine bessere Lösung.



Heidenkampsweg
Bei einer Testfahrt auf der Fahrbahn im Baustellenbereich gab es das übliche Revierverhalten der vorbeifahrenden Taxifahrer: Aggressives Hupen. Dabei habe ich mich absolut regelkonform verhalten. Trotz der vielen Tempo 30-Abschnitte im Baustellenbereich war die Geschwindigkeit nahezu aller Fahrzeuge deutlich höher, und damit nicht regelkonform.


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An der Nordkanalstraße fährt der Radler ahnungslos auf dem Radweg Richtung Süden

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Kurz vor der Gotenstraße ist Schluß mit dem Radweg. Hier müssen Radler umdrehen und sich einen sicheren Weg auf die Fahrbahn suchen. Ortskundige Radler fahren natürlich schon ab Nordkanalstraße auf die Fahrbahn - sieh Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht

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Kurz vor dem Ende des "Radwegs" (rechts im Bild) beginnt der Verschwenk der Fahrspuren auf die rechte Straßenseite. Ab hier muss durchgehend  bis zur Billstraße auf der Fahrbahn geradelt werden. So geht es zügig voran

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Nicht nur Richtung Süden müssen Radler auf die Fahrbahn, auch Richtung Norden ist der Radweg blockiert - durch Kampfparker

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Kurz hinter Grüner Deich wechseln die Fahrspuren auf die rechte Straßenseite

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Die nächste Aufleitung auf einen Radweg ist in Höhe Billstraße

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Baustelle Heidenkampsweg: Rot die Radwegeführungen, schwarz die Radverkehrsführung auf der Fahrbahn


Barmbeker Straße
Richtung Norden hat es statt des benutzungspflichtigen Radwegs einen gemeinsamen Geh- und Radweg mit "Absteigehinweis". Anschließend beginnt wieder ein benutzungspflichtiger zugestellter "Radweg".

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Achtung: Hier massregeln Fußgänger radelnde Radfahrer - siehe Fehler 5 im Baustellenfortschrittsbericht

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Unbenutzbarer "Radweg" - siehe Fehler 3 im Baustellenfortschrittsbericht


Willy-Brandt-Straße

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Ohne "Radfahrer absteigen" kommt kaum eine Hamburger Baustelle aus. Das Zeichen hat hier keinerlei Bedeutung - siehe Fehler 5 im Baustellenfortschrittsbericht

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Zwischen Grimm und Neue Gröningerstraße ist der Gehweg abgesperrt. Es gibt keine Verbindung entlang der Willy-Brandt-Straße für Fußgänger, ganz im Gegensatz zur Baustelle an der Barmbeker Straße. Fußgänger dürfen den Radweg nicht benutzen


Burgstraße

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Im Verlauf der Burgstraße Richtung Süden hat es einen nicht benutzungspflichtigen Radweg. Wer auf der Fahrbahn fährt soll gemäß VZ240 an der Baustelle kurz vor der Klaus-Groth-Straße über den hohen Kantstein und den Grünstreifen hoppeln, um unbedingt an der engsten Stelle gemeinsam mit den Fußgängern an der unübersichtlichen Ecke den Gehweg streitig zu machen - siehe Fehler 2 im Baustellenfortschrittsbericht

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Unmittelbar hinter der Baustelle des vorherigen Bildes folgt nach Queren der Klaus-Groth-Straße eine weitere Baustelle. Der Radweg ist dort unpassierbar, Radler müssen auf die Fahrbahn, da der Gehweg nicht befahren werden darf - im Gegensatz zur gegenüberliegenden Straßenseite. Es fehlt nun im Verlauf der Fahrtrichtung in der Burgstraße eine sichere Aufleitung auf die Fahrbahn

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Die Baustelle Burgstraße / Klaus-Groth-Straße im Verlauf der im Bau befindlichen Veloroute 8 aus Richtung Süden: Es ist zwar erfreulich, dass die Radwegverschwenkung beseitigt wird und die Radfurt über die Klaus-Groth-Straße zukünftig fahrbahnnah geführt wird, doch das darf eine misslungene Radverkehrsführung an der Baustelle nicht entschuldigen

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Klaus-Groth-Straße / Burgstraße im Blick des Radlers im Verlauf der geplanten Veloroute 8. Der Radler aus der Klaus-Groth-Straße kann nur ungewöhnlich den Radweg in der Hammer Landstraße auf der linken Straße erreichen, um in Richtung Thörls Park zu fahren. Er muss nun rechts abbiegen in die Burgstraße, dort den linken Linskabbieger-Fahrstreifen an der Kreuzung mit der Borgfelder Straße / Hammer Landstraße nehmen und nach Grün auf der Mittelinsel warten

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Hier der Blick in die Burgstraße von der Ecke an der Borgfelder Straße. Für die Funktion der Veloroute 8 ist es erfoderlich, dass dieser linke Radweg bis zur Klaus-Groth-Straße ein Zweirichtungsradweg ist. Das entsprechende Schild wurde entfernt, der Radweg ist - wie die vorherigen Bilder zeigen - ohnehin unterbrochen. Der Gehweg ist nicht freigegeben. so ist an dieser Stelle die Veloroute 8 aus Richtung Thörls Park zum Berliner Tor hier unterbrochen. Eine Ausweichempfehkung, wie es die Richtlinien vorsehen, fehlt. Ortskundige Radler können die Borgfelder Straße nutzen, der Radweg im Park Oben Borgfelde ist wegen Bauarbeiten noch abgesperrt - siehe Fehler 8 im Baustellenfortschrittsbericht



Hoheluftchaussee
Noch immer ist bei Haus-Nr. 25-19 der Radweg unterbrochen. Radfahrer müssen weiterhin ohne eine hilfreiche Aufleitung auf die Fahrspuren, um die Baustelle, die mit VZ239 (Gehweg) gekennzeichnet ist, zu umfahren.

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Hoheluftchausse 25: Radler müssen hier auf die Fahrbahn - mehr zu dieser Baustelle im Baustellenreport



So geht Baustelle - das abweichende Ausnahmebeispiel
Eine außergewöhnliche nahezu regelkonforme Baustelle ist an der Willy-Brandt-Straße am Rödingsmarkt eingerichtet. Dort ist an der Kreuzung der benutzungspflichtige Radweg unterbrochen ähnlich wie das vorherige Beispiel an der Burgstraße bei der Klaus-Groth-Straße. Der Radverkehr wird dort auf die rechte Fahrspur geführt. Radler gelangen an der nächsten Kreuzung mit der Holzbrücke wieder auf den benutzungspflichtigen Radweg. Einziger Schönheitsfehler: Es fehlen die blauen VZ oder eine andere deutliche Orientierungshilfe für verusicherte Radler, damit diese nicht auf den Gehweg ausweichen. Positive Beispiele gibt es leider viel zu selten.


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Willy-Brandt-Straße / Rödingsmarkt: Sperren der echten Fahrspur zugunsten Radverkehrsführung

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Willy-Brandt-Straße an der Ecke mit Rödingsmarkt: Der Radweg ist abgesperrt, eine Aufleitung auf die Fahrbahn ist eingerichtet.

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Willy-Brandt-Straße / Rödingsmarkt



Mehr . . . / More . . . :
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22. November 2013

Hoffnung für vermurkste Kreuzung am Ochsenzoll - Norderstedt beschließt Sicherheitsaudit

Norderstedt Decides on Safety Audit for Bad Planning of Ochsenzoll Roundabout


Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
"Knoten Ochsenzoll": Keine Radverkehrsführung, sondern Fußgängertreppe. Oder kann diese Treppe einschließlich Fußgängertunnel und Fahrstuhl eine benutzungspflichtige Radverkehrsanlage sein?

Nach massiver Kritk an der Fehlplanung des vor drei Wochen eingeweihten Kreisverkehrs mit Unterführungsbauwerk am Ochsenzoll hat die Stadt Norderstedt jetzt beschlossen das Bauwerk durch einen externen Gutachter überprüfen zu lassen. Ein Dringlichkeitsantrag auf Durchführung eines Sicherheitsaudits wurde mit 11 Ja-Stimen bei drei Enthaltungen im Planungsausschuss unterstützt. Damit besteht Hoffnung auf Nachbesserungen an der äußerst gefährlichen Kreuzung.


Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
"Knoten Ochsenzoll": Unzulässige Kombination von Fußgängerübergweg und VZ240 und irreführende Zettelchen als Radverkehrswegweisung. Sollte Anzeige erstattet werden gegen Unbekannt? Die Verfasser der Zettelchen sind unklar. Ein Täuschungsmanöver?

 Wie schon mehrmals berichtet hatte die Stadt Norderstedt einen Kreisverkehr ohne Berücksichtigung des Radverkehrs gebaut. In ersten Planungsstadien für den Kreisverkehr hattes es noch rundum an allen Knotenarmen Furten für den Radverkehr gegeben. Nach und nach wurde diese jedoch zurückgenommen. Derzeit können in Nord-Süd-Richtung lediglich Fußgänger einen Fußgängertunnel benutzen, der mit Treppen und Fahrstühlen und einer Rampe ereichbar ist, und dort auch Fahrräder schieben. Alternativ sollen Radfahrer Umwege über benachbarte Kreuzungen fahren. In Ost-West-Richtung wurden einzig Fußgängerüberwege (FGÜ) eingerichtet. Jedoch ist die Anlage von Fußgängerüberwegen im Verlauf von gemeinsamen Geh- und Radwegen (VZ240) nicht zulässig.


Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
Gefährlicher "Knoten Ochsenzoll": Wegen der langgestreckten Kurve können Autofahrer auf der linken Spur querende Fußgänger oder Radfahrer am Fußgängerüberwege erst sehr spät erkennen

Nach ersten Protesten nach der Kreuzungseinweihung wurden nach und nach neue VZ240 aufgestellt und wieder umgestellt, deren Aufstellung jedoch weiterhin gegen Planungsgrundsätze verstößt. Per kleiner Zettelchen, die rund um die Kreuzung angeklebt sind, sollen Radfahrer über die Kreuzung geführt werden. Allerdings können Radfahrer aufgrund der geringen Größe der Zettelchen die Informationen gar nicht erfassen und fahren überwiegend falsch im neuen Kreisverkehr. Zudem wird auf den Zettelchen empfohlen das Rad über längere Strecken als Fußgänger zu schieben. Somit hat es aber keine Radverkehrsführungen. Radfahrer fahren nun häufig als Geisterradler falsch um die neugestaltete Kreuzung oder auf Gehwegen, weil sie sich nicht auf die Fahrbahn trauen. Die blauen Radwegschilder sollen Radfahrern suggerieren, dass der Autoverkehr absoluten Vorrang am Kreisverkehr hat. Aber eine Benutzungspflicht für nicht vorhandene "Radwege" gibt es schließlich nicht.


Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
Gefährlicher "Knoten Ochsenzoll" Schlechte Sichtbeziehungen zwischen Autos einerseits und Fußgängern und Radfahrern andererseits an Fußgängerüberwegen

Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll" - Segeberger Chaussee (Ost)
"Knoten Ochsenzoll": Umweg für Radfahrer und Fußgänger über die Segeberger Chausse (Ost). Mittels Bettelampel mit langer Wartezeit erkämpfen sich schwächere Verkehrsteilnehmer Durchlass

Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
"Knoten Ochsenzoll": Für viele Wegebeziehungen bleibt Radfahrern derzeit keine andere Wahl als auf der Fahrbahn zu fahren. Eine Benutzungspflicht für nicht vorhandene "Radwege" gibt es schließlich nicht

Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
"Knoten Ochsenzoll" - Radverkehrsführung von Süden nach Norden: Rot dargestellt sind die von der Stadt vorgesehenen Wege (per Radweg), schwarz Radverkehr auf der Fahrbahn. Gestrichelt sind Fußwegeverbindungen oder Schiebestrecken, durchgezogene Linien zeigen Radverkehrsführungen an. Aus Richtung Hamburg werden Radfahrer auf der Langenhorner Chaussee auf einem Radweg geführt (VZ241). Dadurch müssen sie nach Osten in die Segeberger Chaussee bis Haus-Nr. 26 abbiegen. Dort können sie die Möglichkeit der Straßenquerung an einer Bettelampel mit langer Wartezeit erwirken. Dann geht es wieder zurück zum Kreisverkehr. Am Ende des gemeinsamen Geh- und Radwegs (VZ240) sind jedoch Fußgängerüberwege markiert, was nach R-FGÜ unzulässig ist. Radfahrer haben dort keinen Vorrang gegenüber querenden Autos. Nach Querung der Schleswig-Holstein-Straße gibt es in Richtung Norden entlang der Schleswig-Holstein-Straße einen ritgefärbten Radweg, der jedoch nicht für den Gegenverkehr freigegeben ist. Dieser Radweg wird geschoben, bis später folgend eine gemeinsamer Geh- und Radweg folgt (VZ240).
Alternativ können Radler vor der Stadtgrenze an der Langenhorner Chaussee die Straßenseite wechseln, freitags bis mittwochs den Schmuggelstieg auf der Fahrbahn Richtung Norden folgen, kurzv vor der Kreuzung mit der Segeberger Chaussee auf den Radweg wechseln (VZ241). Dort biege sie nach rechts auf den Radweg Richtung Kreisverkehr (VZ241) und radeln bis zum Fahrstuhl oder der Treppe. Dort gelangen sie in den Fußgängertunnel und schieben die Nordrampe bis zum gemeinesamen Geh- und Radweg (Vz240) in der Schleswig-Holstein-Straße.
Alternativ für geübte Radfahrer geht es an der Querstraße Am Ochsenzoll auf die Fahrbahn, durch die Straßenunterführung direkt und bequem in die Schleswig-Holstein-Straße. Am Ende der Zusammenführung der beiden Richtungsspuren gibt es auf der linken Seite einen kleinen Wechsel auf den linken gemeinsamen Geh- und Radweg


Norderstedt, "Knoten Ochsenzoll"
"Knoten Ochsenzoll" - Radverkehrsführung vonNorden nach Süden: In der Schleswig-Holstein-Straße hat es einen gemeinsamen Geh- und Radweg (VZ240). Da am Knoten eine Furt geradeaus in die Langenhorner Chaussee nach Hamburg fehlt, müssen Radler rechts abbiegen (VZ241) bis zur benachbarten Kreuzung mit der Ulzburger Straße / Ohechaussee, dort die Kreuzung komplett unrunden, anschließend wieder zurück zum Kreisverkehr radeln (VZ241) und dann wieder rechts abbiegen.
Alternativ gibt es an freitags bis mittwochs die Möglichkeit die Strecke über dne Schmuggelstieg abzukürzen, wenn kein Wochenmarkt stattfindet.
Alternativ dürfen geübte Radler den Straßentunnel unter dem Kreisverkehr befahren, um direkt und bequem Norderstedt zu verlassen. Dazu muss rechtzeitig vor der Tunnelzufahrt der gemeinsame Geh- und Radweg verlassen werden.
Weitere Plandarstellungen mit anderen Wegebeziehungen hier . . .


Letzen Samstag demonstrierten etwa 60 bis 80 Radler gegen die Fehlplanung und übten unter Anleitung des ADFC das Fahren auf der Kreisfahrbahn. Demonstranten übten Kritik u.a. an Vorwürfen gegen unzufriedene Radler, sie seien lediglich zu faul zum schieben. Aber müssen Autofahrer auch schieben?


Protest am "Knoten Ochsenzoll"
Rolf Jungbluth vom ADFC Norderstedt erklärt die Planungshistorie

Protest am "Knoten Ochsenzoll"
"Freie Fahrt Dank ADFC"

Protest am "Knoten Ochsenzoll"
Motive für die Medien: "Zu faul zum ABSTEIGEN? Neuer KREISEL muss her!"

Protest am "Knoten Ochsenzoll"
Willkommene Bildmotive

Protest am "Knoten Ochsenzoll"
"Zu faul zum ABSTEIGEN? Neuer KREISEL muss her!"

Protest am "Knoten Ochsenzoll"
"Endlich mehr BLUT auf der Straße!"

"Knoten Ochsenzoll": Übungsfahrt des ADFC auf der Kreisfahrbahn



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