20. März 2018

Berlin-Reinickendorf beschließt das "ideologiefreie Radverkehrskonzept"

Cycling in Berlin-Reinickendorf - "safe, comfortable, free of ideology"


Radverkehrskonzept Reinickendorf: Hauptstraßen exklusiv dem Autoverkehr, Radfahrer auf Nebenstraßen und in Grünanlagen - © Stefan Warda


Unter dem Betreff "Radverkehr Reinickendorf - sicher, komfortabel und ideologiefrei" hat die Bezirksverordnetenversammlung in Reinickendorf einem autoverkehrsgerechtem Radverkehrskonzept zugestimmt. Zwei der Kernthesen: 
  • Die Radwege und Fahrradstraßen sollen so angelegt werden, dass sie nicht zur Aufgabe von Stellplätzen für die Anlieger der geplanten Baumaßnahmen führen. 
  • Die Planung muss sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung und der Lebenswirklichkeit der Menschen in unserem Bezirk ausrichten. Deshalb wollen wir erreichen, dass die Radfahrer, die dies bevorzugen, nicht mehr auf den oft zu engen Reinickendorfer Hauptstraßen fahren müssen. Ein Nebeneffekt könnte sein, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) weniger die Nebenstraßen als “Schleichweg” nutzt und die dortigen Anwohner entlastet werden.
Angeblich enge Hauptverkehrsstraßen den Autofahrern, vermutlich eher nicht breite Nebenstraßen mit vielen Parkplätzen, die schließlich alle erhalten werden sollen, den Radfahrern oder ab in Grünanlagen abseits sozialer Kontrolle, wo es weder Schulen, Arbeitsplätze oder Geschäfte gibt. Das bedeutet die Manifestation der autogerechten Stadt - ganz ideologiefrei. Somit will Reinickendorf gegen das Berliner Mobilitätsgesetz arbeiten.


Auch an Hauptverkehrsstraßen kann es gute Radwege geben, wie z.B. in Kopenhagen - © Stefan Warda



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1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich doch glatt an die Dortmunder CDU, die endlich Gleichberechtigung für den Autoverkehr will und dann nur Zustimmung von den Experten für politischen Unfug bekommt:
    http://velocityruhr.net/blog/2018/03/14/cdu-dortmund-verkehrswende/
    http://velocityruhr.net/blog/2018/03/15/cdu-vorstoss-erfaehrt-nur-zustimmung-von-rechts/

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