10. Februar 2018

Essen: ADFC vermietet Stellplätze in Fahrradhäuschen

Essen: ADFC offers bike parking for rent
Aktualisiert um 23:00 Uhr

Budapester Straße, Fahrradhäuschen - © Stefan Warda


Nach einem Bericht der WAZ soll es in Essen demnächst auch Fahrradhäuschen geben. Anders als in Hamburg kümmert sich der ortsansässige ADFC um Genehmigung und Aufstellung der Häuschen und die Vermietung der Stellplätze. In zwei Monaten sollen die ersten beiden Fahrradhäuschen in den Stadtteilen Rüttenscheid und Holsterhausen Anwohnern zur Verfügung stehen.

In Dortmund tritt der VCD als Vermittler für Stellplätze in den aus Hamburg bekannten Fahrradhäuschen auf. 


Neuer Pferdemarkt / Beim Grünen Jäger, verwaistes Fahrradhäuschen - © Stefan Warda


In Hamburg müssen Bürger selbst aktiv werden und sich bei den Bezirksämtern um Genehmigung und Bezuschussung der Fahrradhäuschen kümmern. Die in Hamburg gängige Genehmigungspraxis kann allerdings dazu führen, dass Fahrradhäuschen irgendwann einmal leer stehen. Am Neuen Pferdemarkt steht seit Jahren ein verwaistes Fahrradhäuschen, deren frühere Antragsteller und Nutzer vermutlich weggezogen sind. Fahrradhäuschen stehen vor allem in den Bezirken Mitte, Altona, Eimsbüttel und Nord. In den Bezirken Wandsbek, Bergedorf und Harburg soll es bislang keine Fahrradhäuschen geben. Seit einigen Jahren vermittelt die BWVI an Fahrradstellplätzen Interessierte an die Verwalter der Fahrradhäuschen weiter.


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Kommentare:

  1. In Dortmund macht dies inzwischen auch der ADFC.

    https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/fahrradhaeuser.html

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  2. Wenn es denn so einfach wäre in Hamburg.

    Die Betreiber oder Besitzer dieser Fahrradhäuser dürfen vom Bezirksamt Eimsbüttel aus Datenschutzgründen nicht bekannt gegeben werden. Also mögliche Interessenten haben keinen Ansprechpartner. Viele derzeitige sogenannte Besitzer eines Fahrradhäuschens sind durch Zufall an dieses Haus gekommen, weil der damalige Besitzer nicht mehr in Hamburg wohnt oder vielleicht sogar verstorben ist. Allerdings ist bisher kein Testament bekannt, in dem ein Fahrradhaus erwähnt ist.
    Aber auch viele Nutzer kennen nicht den Besitzer, denn der Schlüssel wurde immer wieder weiter gegeben.

    Bei der Neubeantragung in Eimsbüttel gibt es einen ordentlichen Zuschuss zu den Anschaffungskosten. Inzwischen kommt aber je nach Standort die Auflage des Bezirksamtes hinzu, die besagt, der Aufsteller möge auf eigene Kosten eine Aufstellzone mit Kantsteinen auf Gehsteigniveau errichten. Kostet mal eben über 6000 Euro für 12 Fahrräder. Muss natürlich bei Ablauf der Nutzungsdauer auf eigene Kosten wieder zurückgebaut werden. Nochmal Kosten von einigen tausend Euro. Da mag keiner mehr Fahrradhäuser aufstellen.
    Auch der ADFC nicht.

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