20 Juli, 2017

Hamburg: Baustelle am Finnlandhaus geräumt

Hamburg: Construction site at Finnlandhaus cleared


Esplande / Neuer Jungfernstieg: Illegales Gehwegradeln nach Ende der Baumaßnahme - © Stefan Warda


Die seit zwei Jahre andauernde Baustelle am Finnlandhaus in der Esplanade ist abgeräumt. Seit dieser Woche ist der Gehweg an der Esplanade in Richtung Stephansplatz wieder frei. Das vor Einrichtung der Baustelle gewährte "Hamburger Gehwegradeln" (Verkehrszeichen 1022-10 - Radfahrer frei - in unenedlich vielen Kombinationen) wurde nicht mehr eingerichtet. Seit Räumung der Baustelle müssen Radfahrer weiterhin ausschließlich auf der Fahrbahn radeln - oder einen Umweg über den Hans-Grahl-Weg durch den kleinen Park nehmen. Das Gehwegradeln bleibt (noch?) verboten.


Esplande / Neuer Jungfernstieg: "Erlaubtes" Gehwegradeln vor der Baumaßnahme - © Stefan Warda


Für eine angehende "Fahrradstadt" ist die Lücke im Radverkehrsanlagennetz entlang des Wallrings zwischen Neuer Jungfernstieg und Stephansplatz vollkommen unzeitgemäß. Nach Fahrt über die Lombardsbrücke auf einem Radweg (Benutzungspflicht) müssen Radfahrer die Kreuzung am Neuen Jungfernstieg mit hohem Zeitaufwand (doppelte Rotphase) bewältigen und enden dann ohne Aufleitung auf die Fahrbahn mitten im Verkehrsgeschehen. Diese Schikane fördert selbstverständlich regelwidriges Verkehrsverhalten. Die Esplanade bleibt weiterhin bestmöglichst für den Autoverkehr optimiert. Verfechter des Autoverkehrsvorrangs werden - wie immer und überall - einwenden, dass die überaus breite Esplanade nicht breit genug sei für separate, sichere und komfortable Radverkehrsanlagen.


Esplande / Neuer Jungfernstieg: "Erlaubtes" Gehwegradeln nach dem "Hamburger Modell" vor der Baumaßnahme - © Stefan Warda



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Kommentare:

  1. Ich versuche diese Kreuzung zu meiden, denn ich bekomme dort immer schlechte Laune.
    Unter der Brücke dar ich als Radfahrer nicht unterdurch, nur Fußgänger erlaubt. Geradeaus zum Finnland-Haus zwei Ampeln. Lange warten und nochmal warten.

    Dann endlich radeln. Und schon wieder warten, denn es gibt keine Einleitung in den Verkehr der Esplanade.

    Eins der besten Beispiele für das versagen der Verkehrspolitik dieser Stadt, und dies mit mutwilliger Gefährdung meines Lebens!

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  2. Das ist für Radfahrer eine echt dämliche Ecke Hamburgs. Stand da auch mal vor und bin dann auf der Fahrbahn weitergefahren als da noch Baustelle war. Platz für sichere Radverkehrsinfrastruktur ist auf jeden Fall vorhanden. Das macht dann noch wütender, warum die Lücke nicht geschlossen wird.

    Christoph

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