28 Oktober, 2016

Hamburg: Radverkehrsführungen entlang der Barmbeker Straße sollen überholt werden

Hamburg: Cycle tracks along Barmbeker Straße going to be adapted for better cycling


Barmbeker Straße 86, Wildparken auf dem "Radweg" - © Stefan Warda


Zehn Jahre nach Erneuerung der benutzungspflichtigen "Radwege" entlang der Barmbeker Straße will das örtliche zuständige Polizeikommissariat endlich für eine Benutzbarkeit sorgen - zumindest abschnittsweise. Anlaß der geplanten Maßnahmen, die in der Bezirksversammlung vorgestellt wurden, war die Klage eines Bürgers gegen die immer noch angeordnete Radwegbenutzungspflicht für die teilweise dauerhaft unbenutzbaren "Radwege". Aus Sicht der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde dienen die beabsichtigten Maßnahmen "zur Aufrechterhaltung / Verdeutlichung der Radwegbenutzungspflicht". Ursprünglich war jedoch schon der Umbau der "Radwege" vor zehn Jahren vorgenommen worden, damit die "Radwege" die Mindestkriterien für die Anordnung einer Radwegbenutzungspflicht erfüllen würden.

Wegen der Klage sahen sich die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde, die Verkehrsdirektion und als Straßenbaubehörde das Bezirksamt Nord genötigt, eine Verkehrsschau auf den Radverkehrsanlagen der Barmbeker Straße durchzuführen - ein in Hamburg sehr seltenes Ereignis.

Als Ergebnis dieser Verkehrsschau sollen demnächst alle Furten im Verlauf der Radwege entlang der Barmbeker Straße rot eingefärbt werden.

Der nahezu täglich unbenutzbare "Radweg"-Abschnitt bei der Tankstelle zwischen Wiesendamm und den Sportplätzen soll endlich gegen Wildparken abgeriegelt werden.

Hinter der südöstlichen Einfahrt zur Esso-Tankstelle bis zum gebotenen Gehwegparkbereich parken immer wieder verbotswidrig Pkw und Leicht-Lkw. Diese blockieren den Radweg ganz oder teilweise, so dass die Radfahrerauf den Gehwegbereich ausweichen müssen. Dies ist in einem Bereich mit Radwegbenutzungspflicht und in einem direkten Schul- und Sportstättenumfeld Gefahren erzeugend. Repressive Überwachungsmaßnahmen konnten bisher keine Besserung herbeiführen. Bei der Besichtigung wurde auch festgestellt, dass in diesem Bereich Krad- und Fahrradstellflächen fehlen. Allein am Tag der Begehung standen dort vier Motorroller im direkten Umfeld der Tankstelle. Einvernehmlich wurde festgestellt, dass Krad- und Fahrradstellflächen dafür geeignet sind, dass bisher missbräuchlich durch parkende Pkw/Lkw genutzte Nebenflächen, die den Radverkehr beeinträchtigen, sozialadäquat genutzt werden können.

Im Bereich Barmbeker Straße 79-81 sollen Poller eingebaut werden, damit das Wildparken auf den Rad- und Gehwegflächen verhindert wird.

Leider sollen keinerlei Maßnahmen getroffen werden, die das Wildparken auf dem benutzungspflichtigem "Radweg" zwischen Jarrestraße und Semperstraße verhindern, obwohl dies nicht mit der Anordnung einer Radwegbenutzungspflicht vereinbar ist. Der "Radweg" ist dort ohnehin nur 1,25 Meter breit und genügt dadurch schon nicht den Anforderungen an eine Radwegbenutzungspflicht. Die Radwegbenutzungspflicht soll dort also nicht aufrechterhalten werden, weil die örtlich zuständige Straßenverkehrsbehörde und die anderen bei der Verkehrsschau beteiligten Parteien Stehzeuge wichtiger erachten als die Einhaltung der Straßenverkehrs-Ordnung bzw. die Sicherheitsbelange des Radverkehrs.


Barmbeker Straße: Dieser Fakeradwegabschnitt soll unberührt bleiben
© Stefan Warda

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