11 Oktober, 2016

Hamburg: Radfahren in Altonas großen Fußgängerzonen nicht mehr erlaubt

Hamburg: Cycling no more allowed in pedestrian zones of Altona


Ottenser Hauptstraße / Hahnenkamp - © Stefan Warda [Zustand vorher: hier]


Das Radfahren ist in den großen Fußgängerbereichen von Altona nicht mehr erlaubt. Sowohl in der fußgängerzone der Ottenser Hauptstraße, als auch in der Neuen Großen Bergstraße wurde die Zusatzzeichen, die das Radfarern dort erlaubten, entfernt. Auch am Paul-Nevermann-Platz, der eine wichtige Querverbindung zwischen Max-Brauer-Allee und dem Hahnenkamp darstellt, ist die Fraigabe für das Radfahren zurückgenommen werden.


Paul-Nevermann-Platz / Max-Brauer-Allee - © Stefan Warda [Zustand vorher: hier]

Neue Große Bergstraße / Max-Brauer-Allee - © Stefan Warda [Zustand vorher: hier]

Neue Große Bergstraße / Goetheplatz - © Stefan Warda [Zustand vorher: hier]


Schon vor knapp zwei Jahren wurde das Radfahren in der Altonaer Poststraße zwischen Lawaetzweg und Bugdahnstraße bzw. Goetheplatz verboten.

Die Ankündigung des Polizeikommissariats 21 von Anfang 2015, den Radverkehr aus Verkehrssicherheitsgründen aus den Fußgängerzonen und Gehwegbereichen auszuschließen, wurden somit vollzogen. Erleichterungen für den Radverkehr im Ottenser Einbahnstraßewirrwarr hat es alternativ zu den sperrungen der Fußgängerzonen bislang leider nicht gegeben. Um nun vom Spritzenplatz in richtung Westen zu radeln, müssen leider große Umwege gefahren werden, das z.B. in der Bahrenfelder Straße Radfahrer nicht entgegen der Einbahnrichtung radeln dürfen - trotz Tempo 30-Zone. Es könnten u.U. weniger Stehzeugplätze angeboten werden, um das Radfahren entgegen der Einbahnrichtung zu erlauben.


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Kommentare:

  1. Ich kann es wirklich verstehen, wenn man Freigaben zurückzieht. Es liegt meist an der mangelnden Rücksichtnahme der "Gäste". Es geht nach dem Prinzip "gibt man den kleinen Finger, nimmt man gleich die ganze Hand".
    Zur Freigabe von Einbahnstraßen habe ich eine eigene Meinung. Das halte ich für den größten Blödsinn. Sowie eine Einbahnstraße freigegeben wird, wird überall gegen die Fahrrichtung gefahren, auch auf Strecken, die viel zu eng sind.
    Zudem konnte mir noch nicht ein "Spezialist" erklären, wer denn Schuld ist, wenn man beim Ausparken von der linken Seite einen Radfahrer abräumt, weil man am Vordermann nicht vorbeisehen konnte.
    Ich nutze als Radfahrer nie eine freigegebene Einbahnstraße, viel zu gefährlich und wieder mal nicht bis zu Ende gedacht.

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    1. Einbahnstraßen sind auch nicht bis zu Ende gedacht . . .

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    2. Hallo Anonym,
      ich kann mich erinnern, dass auch schon früher (als es noch keine Freigaben gab) fleissig gegen die Einbahnstrasse geradelt wurde, ersatzweise auch auf dem Gehweg (was dann Autos nicht mitbekamen, aber natürlich die Fußgänger). Das hat sich bis heute kaum geändert.
      Genauso ist und war es bei Fußgängerzonen: Die Freigabe ("Radfahrer frei") bedeutet ja nicht, dass man ein Anrecht hätte, sich den Weg "freizuklingeln" - das wurde und wird (auch zu meinem Ärger!) aber trotzdem gemacht. Wetten, dass das auch so bleibt, Schilder hin oder her?
      Ich fahre mit dem Rad oft, gerne, aber auch immer sehr vorsichtig durch freigegebene Einbahnstrassen - wenn Sie dort auf Ihr gutes Recht verzichten, ist das Ihre Sache. Ausparken? Natürlich hat der PKW-Fahrer Schuld, wenn er beim Ausparken einen Verkehrsteilnehmer touchiert, der sich im Verkehrsfluss befindet. Zur Not muss er sich einweisen lassen - das mache ich mit dem PKW auch so. Ist kein Einweiser zur Hand, fahre ich gaaaanz langsam aus der Lücke - da habe ich bislang noch nie Ärger mit bekommen: Im Gegenteil, manch' Radler, der die Vorsicht und gute Absicht erkennt, bleibt kurz stehen und weist mich ein bzw. aus.
      so what?

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    3. Gibt man den kleinen Finger, nimmt man die ganze Hand: Nach diesem Spruch musste das Gehwegparken in weiten Teilen Hamburgs komplett verboten werden, weil in viele Straßen vollkommen rücksichtslos gegenüber den Fußgängern quer statt längs geparkt wird. Also am besten sofort in der Rothenbaumchaussee zwischen Hansastraße und Klosterstern auf beiden Seiten das Gehwegparken verbieten und Gehwege abpollern - aus Liebe zu den Fußgängern. Auf Gehwegen sind Stehzeuge auch nur Gäste . . .

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  2. die Kombination aus unvernünftigen Radfahrern (meistens junge Männer, die viel zu schnell auf dem Rad unterwegs sind zumindest in den Fußgängerzonen) und einem selbstherrlichen PK führt zu solchen Maßnahmen. bei diesen Gelegenheiten frage ich mich immer was eigentlich das Büro der Radverkehrskoordinatorin den ganzen Tag macht. hier mal eine kleine Kampagne gestartet (der Aufruf zu mehr Rücksichtnahme, Schrittfahren etc) und das ganze wäre überflüssig gewesen. so nutzt das PK die Unfälle, die da passiert sein sollen, um den Radverkehr massiv zu behindern. das Ganze hat ja leider auch noch eine versicherungsrechtliche Komponente. Passiert jetzt ein Unfall, ist der Radfahrende in jedem Fall schuldig.

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  3. Ich habe noch nie einen Unfall von der Fußgängerzone bis zum Spritzenplatz erlebt. Ich nutze diesen Weg seit Jahrzehnten, mit dem Rad wie auch zu Fuß. Habe allerdings so einige erlebt, die ziemlich schnell und rücksichtslos gefahren sind, aber immer ohne Unfall. Ich finde auch, dass es besser wäre die schnellen und rücksichtslosen Fahrer mal zur Brust zu nehmen und sie vielleicht in so eine Art Unterricht zu schicken, wo man lernt sich als radelnder zu benehmen.Das fände ich besser als die Straßen zu sperren.

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  4. Endlich wurde das mal umgesetzt. Hab Angst vor den Vollgas- Fahrradidioten in Fußgängerzonen. Bin gehbehindert und daher etwas unsicher auf den Füßen. Radfahrer, die partout durch die FUSSGÄNGERzone müssen dürfen das ja: nur eben schiebend. Geht doch....

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    1. Menschen, die ein Fahrrad schieben, sind Fußgänger - keine Radfahrer.

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    2. was in dieser Debatte mal wieder untergeht, weil es immer "die Radfahrer" heißt.... ich fahre mit dem Rad regelmäßig durch die betroffenen Fußgängerzonen und mit angepasster Geschwindigkeit ist das alles überhaupt kein Problem. mich kotzt es an, das mal wieder alle Radfahrenden unter dem Unvermögen von ein paar Vollpfosten leiden müssen. man stelle sich das nur mal im Autoverkehr vor.....

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  5. Die meisten Toten und Verletzten gibt es bekanntlich unter Beteiligung von Kraftfahrzeugen - wurde da auch schon einmal aus "Verkehrssicherheitsgründen" ein Verbot ausgesprochen?

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    1. Dieser Fahrrad- Faschismus nervt. Lieber Radler: fahrt auf Radwegen, fahrt langsam, passt auf Eure Umgebung auf (OHNE Kopfhörer) und nehmt genausoviel Rücksicht auf andere (Fußgänger/ Rollstuhlfahrer) wie Ihr es immer für Euch selbst einfordert- dann gibt es kein Problem!

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    2. Aus traurigem Anlass, am 11.10. wurde eine 19-jährige getötet, Tage vorher ein 62jähriger schwer verletzt. und jetzt die Tote in Osnabrück. in allen drei Fällen hat ein LKW-Fahrer die Vorfahrt der Radfahrenden missachtet. ich kann das Wort übersehen in diesem Zusammenhang nicht mehr hören. Hier sollte endlich mal was passieren. wie wärs mit LKWs raus aus Hamburg und wenn im Stadtgebiet unterwegs nur noch mit Beifahrer!

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  6. nochmal konkret zum Thema "Redeverbot von Neue Große Bergstrasse bis Ottenser Hauptstrasse" und in der vagen Hoffnung, dass jemand verantwortliches mitliest:
    Die nächste legale Ost-West- Verbindung für Radler am Bahnhof Altona befindet sich nun im Verlauf Jessenstrasse - Ehrenbergstrasse - Lobuschstrasse - Klausstrasse. Gerade diese Verbindung weist aber einige erhebliche Schwächen auf:
    1. Kreuzung Max-Brauer/Ehrenbergstrasse
    2. Der Verlauf Lobuschstrasse/Platz der Republik bis zur TK
    3. Der Verlauf Euelnstrasse bis kurz hinter Mottenburger Strasse
    Alle drei Abschnitte sind für Radler, Fußgänger und Autofahrer gleichermaßen irritierend, mangelhaft und sehr gefährlich: Sie animieren zum de-facto-Gehwegradeln, die offenbar falschen/alten Markierungen beim "Wiedereinfänden" auf die Fahrbahn tun ein übriges. Ich werde selber auf der Eulenstrasse wiederholt angehupt und abgedrängt, wenn ich dort - völlig korrekt - auf der Fahrbahn radele. Wenn "Radfahrer frei" aus Sicherheitsgründen abgeschildert werden soll, dann bitte auch ganz schnell und konsequenterweise z.B. an der Kreuzung Eulenstrasse/Bahrenfelder Strasse (wo man auf dem Rehweg radelnd nicht mal um die nächste Ecke scheuen kann).
    Dito im Bereich Platz der Republik (der nicht benutzungspflichtige "Rest-Radweg") dort irrlichtert hinter der Fußgängerampel herum und löst sich dort einfach in Luft auf, Konflikte sind auch da Tag für Tag zu beobachten.
    Wenn die Sperrung der Fußgängerzonen bereits so lange "herumwabert", warum wurde dann nicht längst die einzige legale Alternative so gut ertüchtigt, dass dort alle Verkehrsteilnehmer sicher miteinander klarkommen??? So wird das (nun) verbotene Fußgängerzonenradeln kaum Wirkung zeigen, nur die Rechtsfrage verschoben.
    Und die alternative Nordroute? Die löst sich an der Ecke Große/Kleine Rainstrasse (vor dem Knuth) in die Illegalität auf: Der dort vorgesehene rechtsseitige Radweg in Richtung Westen ist ohne Radfreigabe als Einbahnstrasse markiert.
    Altona entwickelt sich (siehe auch Behringstrasse, Baurstrasse, Max-Brauer-Allee, Sternbrücke, Lessingtunnel usw. usw.) offenbar aktuell zur kompletten Provinz (Al-To-Nah eben…) - Liebe Fachbehörden, fangt endlich mal an daran was zu ändern und stimmt Euch rechtzeitig mit den PKs ab - so ist doch niemandem geholfen!

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