12 April, 2016

Verkehrsunfallbilanz 2015: Hauptunfallursachen waren Aggressionsdelikte

Hamburg: Less fatalities with cyclists in 2015




Innensenator Andy Grote und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer stellten heute die "Verkehrsbilanz 2015" vor. Für Radfahrer erfreulich: Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern hat trotz steigendem Radverkehr leicht um einen Prozent abgenommen. 2,4 Prozent weniger verunglückte Radfarher waren im Vergleich zum vorjahr zu beklagen.

Verkehrsunfälle mit Radfahrern 3.242 3.274 -32 -1,0
Verunglückte Radfahrer         2.362 2.420 -58 -2,4
Darunter:
Leichtverletzte          2.126 2.185 -59 -2,7
Schwerverletzte          234 224 10 4,5
Getötete                 2 11 -9 -81,8  

Ob der Ausbau neuer Radverkehrsanlagen zu dieser Entwicklung beigetragen habe, könne derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die Unfälle, bei denen Fußgänger (+12,8) , Kinder (+5,4) oder Senioren (+4,5) beteiligt waren, haben leider zugenommen. Dennis Thering von der CDU will dies im Zusammenhang mit dem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur sehen.




Nach wie vor seien die Hauptunfallursachen in Hamburg Aggressionsdelikte wie "Geschwindigkeit" und "mangelnder Sicherheitsabstand". Senator Andy Grote sprach im Zusammenhang mit den Hauptunfallursachen von Selbstüberschätzung und Unaufmerksamkeit.

Unaufmerksamkeit und Selbstüberschätzung sind zwei der großen Risikofaktoren im Straßenverkehr. Immer häufiger beobachten wir, dass Kraftfahrer wie selbstverständlich ihr Smartphone während der Fahrt benutzen und scheinbar kein Gefahrenbewusstsein dabei haben. Auch Radfahrer und Fußgänger sind immer häufiger so stark abgelenkt und unaufmerksam, dass es leicht zu konkreten Gefahrensituationen und in nicht wenigen Fällen zu folgenschweren Unfällen im Straßenverkehr kommt. Ich fordere deshalb alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, durch umsichtiges und verkehrsgerechtes Verhalten sowohl zur eigenen als auch zur Sicherheit der anderen, insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer, beizutragen.


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1 Kommentar:

  1. Herr Thering, das ist doch der, der das Planungsbüro Argus (http://www.argus-hh.de/) und den österreichischen Verein Argus (http://www.argus.or.at/) nicht auseinander halten kann und deshalb die Hamburger Verwaltung mal wieder mit einer unnötigen (und extrem umfassenden) Anfrage von der eigentlichen Arbeit abhält. Na, wenigstens wurde die Anfrage inzwischen zurückgezogen...

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