12. Dezember 2015

Nach tödlichem Unfall: Tempo 30 auf der Bundesstraße

Speed limit along Bundesstraße due to speeder accident


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Bundesstraße / Kaiser-Friedrich-Ufer: Hier geschah der tödlich ausgegangene Unfall - © Stefan Warda


Vor elf Monaten überfuhr ein Kampffahrer eine Fußgängerin auf der Bundesstraße. Die Ampel am Kaiser-Friedrich-Ufer zeigte Grün für die Fußgängerin. Doch der rücksichtslose Fahrer ließ der Frau keine Chance: Er missachtete das Rotlicht und beendete damit ihr Leben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Fahrer bei Rotlicht gefahren war und ausreichend Zeit hatte, rechtzeitig anzuhalten. Der Kampffahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten auf Bewährung verklagt - trotzdem er ein Menschenleben ausgelöscht hatte. Sehr milde wirkt dieses Urteil im Vergleich zum Fall einer Frau, die in Eppendorf zehn Stehzeuge zerkratzt haben sollte und 1996 deswegen zunächst zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.


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Bundesstraße / Isebekkanal - © Stefan Warda


Eine Bürgerinitiative, die sich rasch nach dem tödlichen Unfall in der Bundesstraße formierte, konnte erreichen, dass nun schon seit einigen Monaten Tempo 30 in der Bundesstraße zwischen Hohe Weide und Isebekkanal angeordnet ist.


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Kommentare:

  1. Auf einer Bundesstraße Tempo 30 ist ja dann doch etwas übertrieben. Aber welcher Autofahrer hält sich denn an Tempo 30 in den Nebenstraßen? Ich werde täglich von den Autos überholt, und ich fahre mit einem Pedelec, welches locker 30 km/h fahren kann. Es wird noch ein langer Kampf bleiben, bis die Autofahrer den Radfahrer als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer anerkennen. Gut Fahrt!

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  2. Die Bundesstraße in Hamburg ist keine klassifizierte Bundesstraße, falls da ein Missverständnis vorliegen sollte. Tempo 30 ist da allemal gerechtfertigt (mehrere Schulen, Wohngebiet). Und selbst auf einer klassifizierten Bundesstraße könnte Tempo 30 je nach Situation gerechtfertigt sein.

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