21. August 2015

"Radschnellweg" Ruhr: Plant die Stadt Mülheim eine Fußgängerpromenade auf der Radtrasse?

Radschnellweg Ruhr: Pedestrian zone along the fast bike way in Mülheim?


© hamburgize.com / Stefan Warda
Wuppertal, Nordbahntrasse - Kuhler Viadukt


Die Neue Ruhrzeitung veröffentlichte gestern Bilder der Planungsbüros, die sich mit der Gestaltung des Radschnellweg Ruhr im Stadtzentrum Mülheims beschäftigen. Eine Entwurfsskizze des Bochumer Planunsbüros wbp mutet eher wie eine Fußgängerpromenade als ein Radschnellweg an. Auf der Radwegtrasse sind nur Fußgänger zu sehen. Radler sind offenbar gar nicht eingeplant. Der Radschnellweg soll wohl eher zu einer Fußgängerflanierpromenade hoch über der Stadt werden, bei der sich Radler den Fußgängern unterzuordnen haben. Laut NRZ sei eine gemischte Verkehrsfläche für Radler und Fußgänger vorgesehen. Doch die Fördergelder sind für den Zweck eines Radschnellwegs vorgesehen. Ob der RVR mit den Gestaltungsspielereien der Stadt Mülheim mitspielen wird?


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Kommentare:

  1. Nein, nein, du verstehst das völlig falsch. Die beiden Planungsvorschläge sind natürlich satirisch gemeint. Sie wollen darauf hinweisen, dass die derzeitige Fehlplanung des Rad"schnell"wegs als Dauerkonfliktstrecke zwischen Rad- und Fußverkehr (teilweise keine Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr, teilweise Asphalt für den Radverkehr und Schotter für Fußgänger - wo die Fußgänger dann laufen werden, kann man sich denken oder am Phönixsee in Dortmund erleben) das Konzept des Radschnellwegs ad absurdum führen. Durch die Überspitzung und groteske Übersteigerung dieser Problematik in Form von Planungsvorschlägen, in denen der Rad"schnell"weg als Fußgängerzone realisiert und so für den Radverkehr endgültig unbenutzbar wird (auf den Fotos findet Radverkehr daher ganz folgerichtig auch gar nicht mehr statt), bringen die Planer die Probleme der bisherigen Fehlplanung des Radschnellwegs sehr präzise auf den Punkt.

    ;-)

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  2. Gemischte Raume funktionieren nur wenn sowohl die Fussgaenger als auch die Radfahrer gleichzeitig sehr wenig sind, wie auf Strecken entlang Landstrassen oder in Waeldern. Es gibt auch andere bedingunden, z.b. Sichtbarkheit und keine erhebliche Neigungen.
    Diese bedingungen finden fast nie innerhalb der Staedte statt. Deshalb sollte Fussgaenger und Radfahrer immer getrennte Raume benutzen.
    Aus technischer Sicht ist alles ziemlich klar. Aus politischer Sicht darf Mann nicht dasselbe sagen.



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