29 Juli, 2014

Kampagne "Tippen tötet"

Campaign "Typing Kills"




Die globale Mediengesellschaft hat leider Schattenseiten. Laut Abendzeitung führt die Versicherungsbrache ein Fünftel aller Unfälle auf das Rumfummeln an Mobiltelefonieren zurück. Genaue Angaben gebe es nicht, da Unfallverursacher, die wegen Emails am Steuer von der Fahrbahn abgekommen sind, in aller Regel ihr Fehlverhalten nach einem Unfall nicht zugeben. Laut einer Ipsos-Umfrage gaben 32% der deutschen Autofahrer zu am Steuer ohne Freisprechanlage zu telefonieren und 25% gaben zu am Steuer SMS oder Mails zu lesen oder zu senden. Vielleicht erklären sich dadurch regelmäßig wiederkehrende Unfallmuster von Fahrzeugen, die aus unerklärlichen Gründen in Eiscafe´s, Bushaltestellen oder ungebremst in ein Stauende fahren oder anderweitig von der Fahrbahn abgekommen sind - wenn sie mal nicht wieder von irgendeiner tiefstehenden Sonne geblendet wurden. Die Polizei Emden berichtet gar von 50% Beteiligung der Verkehrsteilnehmer am Rumgefummel während der Fahrt.

Die Polizei Emden hierzu: "Wer bei einem Tempo von 50 km/h fünf Sekunden lang auf das Handy schaut, legt in dieser Zeit 70 Meter zurück. Mit so einem "Blindflug" gefährdet man sich und Andere."

"Ich war durch mein klingelndes Handy kurz abgelenkt" oder "Ich wollte nur kurz mein Smartphone aus der Hosentasche ziehen" sind Aussagen, die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nach schweren Verkehrsunfällen von Beteiligten schon gehört haben. Auch die Tatsache, dass ein Smartphone einer oder eines tödlich Verunglückten noch aktuell in Facebook angemeldet und kürzlich bedient worden war, ist mittlerweile nicht mehr unvorstellbar.

Mit Postkarten, Plakaten und schmalen Bannern an Autobahnbrücken will Niedersachsens Verkehrswacht die Verkehrsteilnehmer an mehr Rücksichtnahme erinnern.



Mehr . . . / More . . . :
.

1 Kommentar:

  1. Man sollte in diese Kampagne auch Radfahrer einbeziehen. Bin im letzten Monat zweimal fast mit mit ihrem Smartphone beschäftigten Radfahrern zusammengestoßen - ich ebenfalls auf dem Fahrrad. Wäre es zu dem Zusammenstoß gekommen, dann wäre jeweils einer von uns im Straßenverkehr gelandet und damit wohl schwer verletzt worden.

    AntwortenLöschen