07 November, 2012

Neuigkeiten aus Hamburg: Kreuzungsumbau Steintorwall am Hauptbahnhof

News from Hamburg: Redesign for intersection near central station



hamburgize.com / Stefan Warda


Der Umbau der Kreuzung am Steintorwall mit der Mönckebergstraße und der Steintorbrücke ist abgeschlossen. Für Radfahrer hat es punktuell und kleinräumig auf den Kreuzungsbereich beschränkt erhebliche Verbesserungen gegeben. Sowohl entlang des Steintorwalls Richtung Hauptbahnhof gibt es nun eine moderne Radverkehrsführung, wie auch aus und in Richtung Mönckebergstraße über den Steintorwall. Dort soll zukünftig die Veloroute 8 verlaufen.
Im Verlauf des Steintorwalls gibt es nun getrennte Furten für Fußgänger und Radfahrer. Radfahrer müssen sich nicht mehr mit Fußgängern auf der Radfurt oder dem Radweg abplagen, der Fahrweg im Verlauf über die Kreuzung ist direkter und kürzer geworden, die Grünphase ist wesentlich länger als zuvor. Es hat eigene Signale für Radler, die somit mehr Akzeptanz als zuvor erfahren werden.


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Steintorwall / Steintorbrücke: Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs, neue lange Grünphasen für Radler

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Steintorwall / Steintorbrücke: Bei Rechtsabbiegerrückstau Blockade der Radfurt

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Leider gab es nur punktuelle Verbesserungen an der Kreuzung. Es dürfte unstrittig sein, dass dieser "Radweg" am Steintorwall nichts taugt

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Kampfläufer oder überflüssige Parkplätze in der autogerechten Stadt Hamburg?

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Hoffentlicht sind die Parkplätze bald weg


Aus der Mönckebergstraße in Richtung ZOB / St. Georg hat es nun endlich eine deutliche Furt. Leider geht es auf der Brücke weiter auf dem mit Fußgängern vollgedrängten weiterhin benutzungspflichtigen „Radweg“. Dieser Konflikt-„Radweg“ gehört abgeschafft oder verändert, wie auch die Benutzungspflicht für den jetzigen Zustand.

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Aus Richtung Steintorplatz sollen Radfahrer weiterhin den aufgemalten „Radweg“über die Steintorbrücke am Kopf des Hauptbahnhofes benutzen. Dort gibt es weiterhin ab der Kreuzung mit der Kirchenallee erhebliche Konflikte mit Fußgängern – eine Benutzungspflicht ist daher nicht zu rechtfertigen. In Richtung Mönckebergstraße gibt es nun aber eine sehr elegante Lösung für Radler. Eine Spur für den Geradeausverkehr fädelt vom Radweg zum Glockengießerwall aus und leitet auf kurzem Weg ohne Zickzack, wie vormals noch vorhanden, zur Warteposition vor der Ampel. Von dort geht es ohne langes Warten geradeaus in die Mönckebergstraße. 

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Für Fußgänger gibt es eine wesentliche und besonders erfreuliche Neuerung. Sie haben nun auf allen vier Seiten der Kreuzung Furten, nun also auch zwischen Hauptbahnhof und Karstadt Sporthaus. Vormals wurde für den absoluten Autoverkehrsvorrang eine Fußgängerfurt eingespart. Die vierarmige Kreuzung hatte nur auf drei Seiten Querungsmöglichkeiten. Fußgänger mussten große Umwege um die Kreuzung herum bewältigen, die früheren drei vorhandenen Furten waren vollkommen überlastet. Auch für Radfahrer ergaben sich dadurch unklare Führungen mit Geisterradelstrecken - jahrelang geduldet – und Konflikten mit wartenden Fußgängern auf „Radwegen“ und Fußgängerverkehr auf den Radfurten.

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Verordneter Gänsemarsch

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"Kampfläuferbrücke"

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"Kampfläufer" am Hauptbahnhof: Dieser "Radweg" ist benutzungspflichtig

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Ansturm der "Kampfläufer": Bei Grün haben Radfahrer keine Chance auf dem "Radweg"


Die „Radwege“ entlang Steintorwall , Glockengießerwall, auf der Steintorbrücke sowie am Steintorplatz – allesamt sogar immer noch benutzungspflichtig - bleiben allerdings weiterhin eine Katastrophe. Hier besteht immer noch äußerst dringend Handlungsbedarf, gerade wegen der nicht zu rechtfertigenden Benutzungspflicht.



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