04 September, 2012

Baustelleninfo: Aktuelle Überraschungen für Radfahrer

Road works information: Actual surprises for cyclists



hamburgize.com / Stefan Warda


Wieder hat sich die Hansestadt Hamburg für ihre Radler neue Überraschungen ausgedacht, um sie ein wenig herauszufordern. Trotz aller guten oder schlechten oder gar keiner Absichten der Baustellenverantwortlichen gilt jedoch bei unbenutzbaren Radwegen in Baustellenbereichen immer auf der Fahrbahn zu fahren. Linke Radwege dürfen nur dann benutzt werden, wenn sie für das Linksradeln entsprechend freigegeben und eingerichtet sind. Auch bei unklaren Anordnungen, z.B. getrennter Geh- und Radwege bei einer nicht getrennten Fläche, sollten Radler lieber auf die Fahrbahn ausweichen.



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Fuhlsbüttler Straße: Kuriose Schilderausstellung am Radweg


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Überraschung in der St. Petersburger Straße

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Zwar ist die Benutzungspflicht für den Radweg in der St. Petersburger Straße generell seit mehreren Jahren schon aufgehoben, doch Baustellenverantwortliche wollen es in Hamburg immer wieder besser wissen und Radfahrer auf irgendwelche "Radwege" zwingen. Vollkommen absurd dazu noch die Benutzungspflicht im Zusammenhang mit dem "Radfahrer absteigen"-Hinweis und dem Verkehrszeichen 241 für getrennter Geh- und Radweg, wo gar keine  Trennung vorhanden ist.


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St. Petersburger Straße: Auch in Gegenrichtung soll es auf dem noch vorhandenen Radweg eine Trennung geben, nur wo? Natürlich fehlt auch dort nicht das beliebte "Radfahrer absteigen". Im Normalfall handelt es sich um einen nicht benutzungspflichtigen Radweg, der für den Zweirichtungsverkehr freigegeben ist, wenn nicht gerade wieder Baustellenverantwortliche das Austellen von Schildern üben.

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Gorch-Fock-Wall: Der benutzungspflichtige Radweg endet plötzlich kurz vor der Jungiusstraße.

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Die Absperrung zwingt Radfahrer auf die Fahrbahn auszuweichen. Wir wissen schließlich: Radfahrer dürfen Gehwege nicht benutzen!

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Liebe Baustellenverantwortliche: Wenn schon irgendwelche Verkehrszeichen oder andere Hinweistafeln aufgestellt werden müssen, dann bitte so wie hier in Kopenhagen - ohne den Radverkehr zu beeinträchtigen. Es geht auch anders, wir müssen es nur wollen

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Heilholtkamp / Hindenburgstraße: Kleines, kuscheliges Sträßchen mit Tempo 30-Zone, aber wegen Baustelle ein gemeinsamer Geh- und Radweg, obschon ohne Baustelle die Benutzungspflicht schon vor Jahren weggeordnet wurde.

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Heilholtkamp

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Budapester Straße / Millerntorplatz: Weil auf der rechten Straßenseite der Radweg Opfer einer Baustelle wurde, sollen Radfahrer auf den linken Radweg ausweichen. Doch auch dieser ist an der Baustelle zu schmal. Ausweichen auf den Gehweg ist allerdings verboten, also gleich wieder zurück auf die Fahrbahn

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Louise-Schröder-Straße: Eine sehr ärgerlich Baustelle besteht derzeit an der Endoklinik und bei der Ali-Maus. Eigentlich ist ja schon vor wenigen Jahren die Benutzungspflicht generell aufgehoben worden, daher dürfen Radfahrer eigentlich wählen zwischen dem rechten Radweg und der Fahrbahn. Doch durch die Baustelle wurde die Wahl eingeschränkt.: Es darf weiterhin der rechte nicht benutzungspflichtige Radweg benutzt werden, durch die neue Benutzungspflicht auf der inken Seite mit Verkehrszeichen 240 dürfen Radfahrer aber nicht mehr auf die Fahrbahn, zumindest bis zum Ende der Baustelle.

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Louise-Schröder-Straße / Kleine Marienstraße, bei der Ali-Maus. Radfahren auf der Fahrbahn ist nun nicht mehr erlaubt wegen des Baustellenverantwortlichen.

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Louise-Schröder-Straße / Kleine Marienstraße bei der Ali-Maus

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Heussweg / Osterstraße: Zwar gilt im Heussweg kein Benutzungszwang, doch wer gern Radwege fährt, der endet an der Osterstraße vor der Baustelle. Eine Aufleitung auf die Fahrbahn fehlt. Da sind Radfahrer, die Radwege meiden, im Vorteil.

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Lobuschstraße: Auch hier gilt grundsätzlich kein Benutzungszwang, doch die Aufleitung vom Radweg bei der Museumsstraße auf die Fahrbahn fehlt mal wieder

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Gutes Beispiel: Hier in München wurde der Schutzstreifen auch im Baustellenbereich druchgezogen, die Führungskontinuität sorgt für mehr Sicherheit für Radfahrer, müssen sie sich doch nicht in den Mischverkehr einfädeln

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Steinstraße: Zumindest wurde hier zaghaft angedeutig, dass Radfahrer wegen des gesperrten Radweges auf die Fahrbahn ausweichen sollten. Eine richtige Aufleitung sieht aber immer noch anders aus



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